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  #1  
Alt 28-07-2003, 15:24
Benutzerbild von Michael Kann
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Standard ADS ... Erfahrungswerte?

Hidiho ...

hat jemand von Euch Erfahrungswerte mit ADS? Eigene, aber auch Erfahrungswerte in der Arbeit mit betroffenen Kindern?

Lt. Welt am Sonntag 27. Juli gibt es rund 500.000 Kinder die unter dem s.g. ADS oder ADHS leiden .... Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit oder ohne Hyperaktivität!

Dies ist die häufigste diagnostizierte Störung bei Kindern und Jugendlichen!

Ist jemanden bekannt ob es hier so zu sagen eine bestimmbaren Zeitpunkt gibt? Sprich, ab wann diese Störung erstmals bekannt wurde!

Lt. Medizin soll es ja eine krankhafte, genetisch bedingte Konzentrationsstörung bei Kindern sein! Es sollen die notwendigen Botenstoffe des Gehirns, die s.g. Neurotransmitter nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Die Kinder stehen also förmlich den ganzen Tag unter Strom!

Gruß
Mike
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  #2  
Alt 28-07-2003, 16:20
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Moin

Ich habe im Fernsehen mal gesehen das in Amerika die Kinder mit diesen Syndrom Canabis auf rezept bekommen und die Mütter hatten keinerlei bedenken das Kind täglich damit vollzupumpen damit es still ist.
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  #3  
Alt 28-07-2003, 16:29
Benutzerbild von -erdmännchen-
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Hiho!
Wow Mike, Dein Themenkreis ist generell ja seehr breit gefächert...

Ich hatte mal eine Mutter mit einem ADS Kind bei mir in der Berufsschulklasse. Es ist ein Junge und der soll immerzu agressiv sein und sich mit anderen Prügeln und das Problem wäre, dass wenn Du ihm versuchst was beizubringen oder dich mit ihm unterhältst das Geräusch einer Stecknadel, sofern er es wahrnimmt in sofort ablenken würde/könnte.
Er bekommt Ritalin und damit hätte Sie, so meint Sie Zeitweise ruhe und ER könne sich auch wieder konzentrieren.
Angeblich haben Sie schon alles ausprobiert von pflanzlichen Substanzen bis zum Kampfsport um ihn ins Gleichgewicht zu bringen. Sie meint nichts helfe so wie Ritalin. Ich hätte es trotzdem mit anderen Sachen weiterversucht da Chemie bestimmt keine dauerhafte Lösung ist. Eben nur Symptombekämpfung
Sie liebt Ihn natürlich trotzdem.
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  #4  
Alt 28-07-2003, 18:10
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Bei meiner Mutter (Lehrerin) hat ein Junge mit dem Problem mal ein anderes Kind versehentlich volle Breitseite in der Tür eingeklemmt. Und meine Mutter hat dann erst hinterher erfahren, was das Kind hatte. Und sich dann erstmal informiert und so... Naja... Soweit ich weiß empfinden das viele Kinder als Erleichterung Mittel wie Ritalin zu bekommen, weil sie ja nicht die Fähigkeit haben zu Filtern. Und bei so viel Info die ganze Zeit würd ich zumindest wohl irgendwann durchdrehn.
*grusel*

Kiddie
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  #5  
Alt 28-07-2003, 21:19
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Hallo Mike!

Als Betroffener werde ich dir morgen mal einige Infos posten.

Schönen Abend noch, Mike
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  #6  
Alt 29-07-2003, 11:09
Benutzerbild von Mike
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Lightbulb ADS

Hallo Zusammen, hallo Mike,

im Vorfeld möchte ich festlegen das ADS (Aufmerksamkeis-Defizit-Syndrom) keine Modekrankheit und keine Zeitkrankheit ist. Es ist eine neurobiologisch bedingte Störung der Informations-Verarbeitung. ADS gab es schon immer, nur hat es sich durch die zunehmende Komplexität unserer Informationsgesellschaft immer deutlicher bemerkbar gemacht.

ADS ist keineswegs eine Kinderkrankheit. Man kann ADS haben, es aber erst im Erwachsenenalter diagnotizieren. ADS ist nicht gleich Hyperaktivität, deswegen kann es ADS auch ohne dem Symptom der Hyperaktivität geben, sodaß es schwer ist dieses frühzeitig zu erkennen.

Die 12 wichtigsten Symptome bei ADS sind:

Unaufmerksam und ablenkbar
  • Kurze Aufmerksamkeits-Spanne
  • Vermehrte Ablenkbarkeit bei Tätigkeiten, die nicht sehr stark motivieren
  • Schnell wechselnder Brennpunkt des Interesses

Hyperaktiv und/oder verträumt
  • Immer auf dem Sprung, innere Unruhe - insbesondere wenn Abwarten oder Zuhören erwartet wird
  • Tagträumerei, schaut Löcher in die Luft

Impulsiv
  • Handelt ohne nachzudenken, lebt Gefühle sofort aus
  • Ungeduldig - Abwarten fällt schwer, ist reizbar
  • Unterschtäzen von Gefahr

Vergesslich und schlechtes Kurzzeit-Gedächtnis
  • Verlegt oder verliert dauernd Dinge

Wirkt zerstreut und chaotisch
  • Probleme beim Planen, desorganisiert, chaotisch
  • Kein Überblick und wenig Strategie

Kommunikation und soziale Kontakte oft schwierig
  • Mangelnde Einschätzung von sich und anderen
  • Integration in eine Gruppe meist schwierig
  • Hört nicht zu, hat wenig Blickkontakt, redet dafür ständig oder schaltet ab

Wirkt eigensinnig/eigenbrötlicherisch
  • Will seinen Willen durchsetzen
  • Kann sich schwer einordnen/unterordnen

Sehr motivationsgesteuert
  • Beginnt Aufgaben oft enthusiastisch, schließt sie häufig nicht ab
  • Kann sich total begeistern oder auch verweigern, je nach Interesse
  • Hat schnell Langeweile

Selbstwertgefühl im Keller
  • Geringes Selbstwertgefühl, niedrige Selbsteinschätzung
  • Niedrige Frustrations-Schwelle, überempfindlich bei Kritik

Stimmungslabil: Berg- und Talfahrten der Emotionen
  • Starke emotionale Schwankungen, auch bei Kleinigkeiten
  • Niedrige Frustrations-Toleranz

Mangelnde Leistung in Relation zu den Möglichkeiten/Fähigkeiten
  • Schlechte emotionale Intelligenz in Relation zu rationalen Intelligenz
  • Braucht häufig Struktur von außen (ist dann aber zu ungewöhnlichen bzw. nicht erwarteten Leistungen fähig)

Arbeitsverhalten lässt zu wünschen übrig
  • Anfang schwer - lieber alles auf die lange Bank schieben
  • Arbeitet nur unter Termindruck
  • Zu hastiger oder zu langsamer Arbeitsstil
  • Schlechte Zeit-Einschätzung bzw. Zeit-Einteilung
  • Schließt viele Aufgaben nicht ab

Das waren die Symptome im wesentlichen. Der Alltag eines Erwachsenen der ADS hat ist vollkommen unterschiedlich. Der eine ist mehr der gemütlichere, lässt nicht anbrennen und weisst nur einige Symptome auf. Andere wiederum müssten am Tag 36 Stunden zur Verfügung haben, sie stehen dauernd unter Strom.

Menschen mit ADS sind oftmals sehr begabt und besitzen oftmals sehr viel Talent.

Das Wichtigste was man also über ADS und seine Facetten wissen sollte:
  • Die typischen Verhaltensweisen von ADS kennt jeder. Aber die Wenigstens erkennen Symptome von ADS
  • ADS zu haben bedeutet zum Beispiel, ein schlechtes Zeit-Gefühl zu haben
  • Die Ausprägung der ADS-Symptomatik im Alltag wird durch interne und externe Faktoren und deren Zusammenspiel bestimmt
  • ADS zu haben bedeutet, häufig in "Extremen" zu leben
  • ADS und Erfolg schließen sich nicht gegenseitig aus

Es gibt bereits sehr gute Konzepte der Konzentrations- und Organisations-Hilfen für das Berufs- und auch Privatleben.

Zu dem Medikament Retalin möchte ich noch erwähnen das Retalin als Nebenwirkung Depressionen hervorrufen kann. Oftmals sind Kinder dann zwar ruhig, bekommen aber nach längerer Anwendung starke Depressionen und sind suizidgefährdet. Bestes Beispiel dafür ist Kurt Cobain (Sänger von Nirvana), der während seiner vielen Therapien oft mit Retalin behandelt wurde. Auch Canabis ist ein medizinisch anerkannter Wirkstoff, nur sind dort die Nebenwirkung in Form von Suchtgefahr zu hoch.

Bei den ADS-Betroffenen ist es fast so wie bei einem Blinden. Für sein eines Handicap hat er dafür eine andere stark ausgeprägte Eigenschaft.

Hoffe ich konnte ein wenig Einblick verschaffen in die Welt der liebenswerten Chaoten, zerstreuten Professoren und der emotionalen Achterbahnfahrern.

Viele Grüße, Mike
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  #7  
Alt 25-03-2005, 15:18
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Oh, wie Recht hier einige haben.
Modekrankheit ist es wirklich nicht. Denn ich (bin jetzt 28) bin eigentlich ein Beispiel für eine berühmte Hypie (ADHS) Karriere.
Doch was tun, wenn man es nicht mehr weiß? Schließlich hat man bei einfachen Dingen ja die Grundstufe von Alzheimer?
Ohne Medis (Ritalin und Co) helfe ich mir, wie so viele halt selbst. Also Rauchen dämpft den Bewegungsdrang extrem. Dazu kommt Kaffee. Dieser hat zwar leichte Wirkung auf die Konentration, aber extreme Nebenwirkungen. Auch die Dosis wird immer stärker. nennt man dann Selbstmedikation. Übrigens ist Canabis (Hasch) bei AD(H)S Kontra Indiziert. Denn es verschlimmer alles! (Doch jeder Mensch ist anders)

Das mit Extremen stimmt auch. nennt man Versteifen, oder auch Hyperfockussieren. Übrigens ist ADHS nur eine Modebezeichnung. Nennt man eigentlich Minimale Celebrabe Dysfunktion und Hyperkinetisches Syndrom.

Tja, um halt wirklich mit so etwas zu lernen umzugehen, gibt es zig Therapien. Ich habe halt nun auch eine gewählt.

Denn Karate verbindet halt zig Sachen, welche wichtig sind.

Aber jetzt kommt das witzige. Ich habe mich schon mehrmals gefragt, ob man bei Karate, und andere entsprechende Sportarten Ritalin und Co nehmen soll.

Antwort, Nein!
Warum? Die Sinne werden zu einem Radar. Ohne diese Hilfsmittel sehe ich Dinge, welche man mit automatischer Konzentration nicht kann. Damit meine ich keine Halluzinationen oder so. Sondern ich schaue nach vorne. Laufe. Von der Seite kommt jemand angerannt. Ich sehe ihn bereits Automatisch aus dem Seitenwinkel, und kann Reagieren, währen eine normale Person entsprechende Stelle überhaupt nicht wahrnimt. Beim Hören ist es sehr ähnlich. Auch kann man sehr gut Orten. So habe ich gestern in einer Kneipe einen versteckten Lautsprecher ausgemacht. Nur durch mein Gehör. Gleichzeitig bekomme ich die Gespräche und alles weitere mit.

Nachteil, so etwas führ recht schnell zum Kollaps. Ohne halt die Künstliche Konzentration muß ich mich nach ca. 5 Stunden hinlegen. Körperlich bin ich ok. Aber mein Kopf ist in seiner Leistung absolut ausgelastet und erschöpft.

Dennoch bringt, soweit ich das glaube, gerade diese völlig andere Warnehmung einen Vorteil bei Karate. Doch richtig einsetzen, das kann ich bei meinem Stand noch lange nicht. Schließlich bin ich ja ein Pre Weißgürtel.

Übrigens ist alles, rund um Karate (mal jetzt vom Kämpfen abgesehen) nur für Hypies nützlich. So kann man auch lernen, mit sich selbst umzugehen. Und dadurch, Richtig zu reagieren. Ebenso zu handeln!




Mache den Karate Do zu deinem, und du bist richtig!
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  #8  
Alt 25-03-2005, 18:02
Benutzerbild von Le James
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Die beiden kleinen Brüder (13 und 15) meiner Freundin sind auch hyperaktiv. Welche Medikamente sie bekommen weiß ich nicht, aber einige der von Mike geschilderten Symptome kommen mir sehr bekannt vor!
Die beiden sind sehr leicht reizbar und störrisch, lassen sich fast nichts sagen, erkennen die Strafen für den Ungehorsam nicht an und sind sehr "gesprächig".
Sie unterscheiden sich aber auch in ein paar Punkten: Der Ältere ist zwar allgemein etwas ruhiger, rastet dafür aber auch schneller aus, z.B. wenns darum geht wer das Telefon meiner Freundin geklaut hat: Nein, er hätte es nicht, warum immer er, das würd ihn ankotzen, sie hats doch eh wieder nur verbummelt, und wo liegt das Ding: Beim Bruder aufm Bett
Der Kleine ist deutlich aufgedrehter, rennt Sonntag morgens um halb 9 sirenengleich jaulend und singend und rülpsend durch die Wohnung und ärgert den Hund, kann am Tisch schwer stillsitzen und provoziert/stichelt seinen großen Bruder so lange bis der "etwas lauter" wird...
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  #9  
Alt 25-03-2005, 18:13
Benutzerbild von esdo
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Hatte bis vor 3 Monaten 3 Kinder mit ADHS im Untericht,etwa 2 Jahre bis sie 10 waren,dann ging es nicht mehr. Die 3 bräuchten einen eigenen Trainer,endweder konnte ich mich um sie Kümmern oder um den Rest. Die 3 durfte man keine Sek. aus den Augen lassen.
mfg
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esdo Trainer der I.H.S.D.O
www.esdo-wertheim.beep.de
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  #10  
Alt 25-03-2005, 18:13
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Die Medikamente sind meist Retalin

soweit ich das noch im Kopf habe wurde 1993 Deutschlanweit um die 30 kg verschrieben

2004 waren es über 230 kg.
Man spricht auch bei Ritalin vob Koks für Kinder.

Soweit ich weiß soll man bei Kindern wo ADS vermutet wird Kaffe zum trinken geben . Dieser puscht nicht auf sondern beruhigt. Also verkehrte welt.
Eine bekannte von mir hat ein Kind was ADS hat. ich habe das 5 JAhre lang begleitet. Der junge war der Knaller habe mit PSychologen gesprochen und dem Jugendamt habe antworten bekommen von Ämtern
"dafür gibt es kein Gesetz da müssen sie sich an den Bundekanzler wenden"

Denke bei Mike dem vorschreiber bekommst du gute informationen.

falls fragen sind stell sie hier vieleicht hat einer ein ratschlag.
mein freund hat ein schüler der ADS hat.

Schon eine seltsame aber auch sehr sehr sehr anstrengende krankheit für das umfeld
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  #11  
Alt 25-03-2005, 19:54
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Hi Mike,

mein kleiner Sohn ist auch betroffen, ADS und Hypie, ich habe bei ihm schon als Baby vermutet, daß er es ist, der Arzt meinte aber, bei so kleinen Kindern kann man das noch nicht feststellen. Nun war letzten Sommer eine Untersuchung, und da erzählte er mir doch glatt, er hätte ADS (wußte wohl nicht mehr, dass ich es ihm schon Jahre zuvor gesagt hatte).

GSD braucht er (noch?) keine Medikamente, aber es ist oft recht anstrengend mit ihm...
Ich steh ihm gegenüber und sag ihm dreimal das gleiche, wenn es dann immer noch nicht angekommen ist, frag ich ihn ob er mich hören kann, wenn das auch nicht angekommen ist, drehe ich seinen Kopf in meine Richtung und wiederhole es nochmals.
Er hüpft und rennt manchmal den ganzen Tag, ich wär tot, wenn ich 3 Stunden so toben müsste...
Er ist aber sehr intelligent und hat einen unheimlichen Forscherdrang, macht leider auch manchmal was kaputt beim "verstehen lernen". Er versucht ständig, Leute zu manipulieren (er kann ur-süß sein), ist aber nie zufrieden mit dem Ergebnis und reizt einen weiter...
Er hat einen unheimlichen Vorwärts-Drang, sei es Groß-sein-wollen, Geschickt-werden, Sachen nach seinen Prinzipien ordnen (ist sehr stur). Andrerseits hat er nicht die Geduld, Dinge genau zu lernen, er sagt: Das kann ich schon, wenn er nur mal kurz hingeschaut hat, macht es dann natürlich total falsch, aber keine Geduld für Erklärungen. Seine recht niedere Frustgrenze ist daher oft dauer-gereizt.
Momentan bekommt er neben dem Kindergarten noch Frühförderung, um ihm den Schuleintritt zu erleichtern. Die Betreuerin versucht, seine Frustgrenze nach oben zu verschieben durch Spiele und Aufgaben. Auch seine Aufmerksamkeitsspanne sollte größer werden (dabei kann er ohne Mucks vor dem TV sitzen ;-)).
Vieles klingt jetzt nach einem normalen Kind, aber die ganzen Sachen sind halt recht gebündelt -- das kann nerven!

Aber ich kenne Kinder, die schlimmer betroffen sind, mein Sohn ist trotz allem recht gut zu "steuern" und ist nur selten agressiv.
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  #12  
Alt 26-03-2005, 00:03
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Bettina und @ all:
Sorry, wenn ich jetzt ganz Barsch bin. Gebt euren Kindern, welche Betroffen sind, eine Medi Chance. Frustgrenze verschieben und alles weitere geht schon seit Jahren nach hinten los. Da bin ich selbst geplagt. Und da ist halt Shotokan Do angesagt!

Und das mit erklären, und verstehen. Es ist nun mal so, das es nicht, mit nicht wollen, sondern nicht können zu tun hat!

Genau aus den Gründen, und meiner Inneren Einstellung, Endlich was an mir zu tun, Deshalb und aus keinem anderen Grund bin ich bei Karate gelandet!

Wenn es Spaß macht, ist es eher noch ein Ansporn. Aber der muß bei Hypies von innen kommen. Unbewußt. Alles andere geht nach hinten los.

Das Verständnis von Strafen, das haben gerade Hypies ohne Medis überhaupt nicht! Erst weit später kommt das.

Ok, bei der Ettiquette mußte auch ich tief schlucken. Aber die innere Einstellung ist nun gleichzeitig auch geändert. Wenn ich mißt baue, ein sensei mir dann halt entsprechendes aufbrumt, dann zu Recht. Früher, da waren immer andere Schuld. Nie ich selbst. Und genau das ist der Punkt, wo es bei Hypies hapert, und sie absolut nichts dafür können.

Kurz, wo extra Trainer abgestellt werden mußten. Da sage ich klip und klar, was auch in meine eigene Birne mußte. Anpassen und fügen. Ansonsten ist man fehl am Platze. Also bei entsprechenden Kiddies, nahe legen, etwas anderes zu suchen.
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  #13  
Alt 27-03-2005, 09:13
Benutzerbild von MeenzerBub
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Also mein lieber Marcus2005 sei mir nicht böse, aber kann es sein das du etwas zuviel von deinen "Medi`s" nimmst????
Sei bitte nicht gleich persönlich beleidigt, aber deine Beiträge lesen sich echt wie von einem überdosierten, Medikamenten geplagten Menschen. Der Beitrag von der "Bewusstseinserweiterung", Zitat:
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Aber jetzt kommt das witzige. Ich habe mich schon mehrmals gefragt, ob man bei Karate, und andere entsprechende Sportarten Ritalin und Co nehmen soll.
Antwort, Nein!
Warum? Die Sinne werden zu einem Radar. Ohne diese Hilfsmittel sehe ich Dinge, welche man mit automatischer Konzentration nicht kann. Damit meine ich keine Halluzinationen oder so. Sondern ich schaue nach vorne. Laufe. Von der Seite kommt jemand angerannt. Ich sehe ihn bereits Automatisch aus dem Seitenwinkel, und kann Reagieren, währen eine normale Person entsprechende Stelle überhaupt nicht wahrnimt. Beim Hören ist es sehr ähnlich. Auch kann man sehr gut Orten. So habe ich gestern in einer Kneipe einen versteckten Lautsprecher ausgemacht. Nur durch mein Gehör. Gleichzeitig bekomme ich die Gespräche und alles weitere mit.
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------------
Genau aus solchen Gründen (und Texten) würde ich von jeglicher bewusstseinsverändernder Medikation absehen. Und das gerade bei Kindern.

Mein Neffe + Patenkind hat auch ADS diagnostiziert, insofern bin ich nur am Rande betroffen. Aber das intensive Arbeiten seiner Mutter mit ihm und seiner Krankheit erscheint mir um Meilen besser als ihn mit Drogen voll zu pumpen.

Geändert von MeenzerBub (27-03-2005 um 09:16 Uhr).
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  #14  
Alt 28-03-2005, 10:42
Benutzerbild von Michael Kann
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Zitat:
Zitat von MeenzerBub
Aber das intensive Arbeiten seiner Mutter mit ihm und seiner Krankheit erscheint mir um Meilen besser als ihn mit Drogen voll zu pumpen.
Dem schließe ich mich doch gleich mal wieder an ...
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  #15  
Alt 28-03-2005, 11:58
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Zitat:
Zitat von Michael Kann
Dem schließe ich mich doch gleich mal wieder an ...
Ich denke es kommt da auch wieder auf den ADS Menschen selber an.
Bei meiner bekannten der Junge ist mit 15 Jahren 184 cm und wiegt knapp über 100 kg massig nicht Fett
sie ist 160 cm
wenn der junge schub bekommt nimmt er ein messer wo er schon auf ein andere Betreuten im Heim los gegangen ist.
Wie soll die Mutter sich da gegen stellen???
Mit nett zu reden? das funktioniert nicht mehr!

Ich fragte den Mitarbeiter beim Jugendamt was ist er für ein Typ mal so unter uns ist das ganz normal das verhalten oder ist das eher noch dezent . Oder wie ist das zu sehen sie machen den Job nun seit 17 Jahren.
Er sagte solch ein Knaller hat er noch nier erlebt in den ganzen Jahren.

Eine lösung wie man mit der krankheit umgehen soll ist mir in den ganzen 6 oder 7 jahren nicht ein gefallen.

Zu erst sicherlich fürsorge und zuneigung nach 5 jahren war meine meinung dann aber auch mal um ehrlich zu sein den würde ich den schädel runter schlagen.

Die meisten psychologen sagen er muss "eingestellt" werden und eine psychologische betreuung ist bindend.

na ja
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