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Gesundheit, Heilmethoden und Medizin Hier könnt ihr über alles, was die Gesundheit verbessert, diskutieren: TCM, Shiatsu, Akupressur, Akupunktur, Qi Gong, Tuina, Meditation, Thai-Massage, Moxa, Kräuterkunde usw. Dazu noch normale schulmedizinische Probleme.



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  #1  
Alt 04-10-2016, 14:51
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Standard Wie begegne ich Antibiotika-Missbrauch?

Hallo Leute,

ich habe mir neul. beim Training durch eine kleine Wunde am Fuß, die bei einem Fegeangriff entstanden ist, eine schwere bakterielle Infektion zugezogen, die stationär behandelt werden musste. Das wirft die Frage nach Hygienemaßstäben im KK-Training auf; das nur am Rande.

Worauf ich aber aufgrund meiner berufl. Kenntnisse sowie o.s. Erfahrung hinweisen möchte:
wenn ihr etwas ähnliches habt, so fragt vor Einnahme des Antibiotikum, das euch der Arzt spontan verschreibt, nach einem Antibiogramm, denn, das verschriebene Präparat wirkt möglicherweise nicht, da es für den Erregertyp nicht konzipiert ist, bzw. der Erreger sogar schon immun ist gegen das Präparat und außerdem könnt ihr damit unnötigen Antibiotika-Gebrauch u. damit das Entstehen von Resistenzen vermeiden.

Fragt also nach einem Antibiogramm! So könnt ihr sicher sein, ein adäquates Präparat zu bekommen.

Das nur als kleiner Tipp!

Geändert von TeJutsu (05-10-2016 um 00:09 Uhr).
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  #2  
Alt 04-10-2016, 14:55
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Standard

bei einer nachgewiesenen bakt. infektion, insbesondere eine die stationär behandelt werden muss, gibts eigentlich immer ein antibiogramm. bis dieses fertig ist selbstverständlich explorative therapie, ich mein, ddu kannst den haxn ja nicht vor sich hin eitern lassen. ei arzt der "irgendein antibiotikum" ohne entsprechende leitlinie verschreibt begeht einen kunstfehler.
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  #3  
Alt 04-10-2016, 14:59
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Standard

Zitat:
Zitat von Filzstift Beitrag anzeigen
ei arzt der "irgendein antibiotikum" ohne entsprechende leitlinie verschreibt begeht einen kunstfehler.
  • Es gibt doch auch Breitbandantibiotika, wie ist da die Leitlinie dazu?
  • Werden Anitbiotika nicht auch als Pseudoplacebo eingesetzt?
__________________
Ich habs euch doch gesagt. Ich bin der Nostradamus des Forums.
-Kannix-
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  #4  
Alt 04-10-2016, 15:34
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Zitat:
Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
  • Es gibt doch auch Breitbandantibiotika, wie ist da die Leitlinie dazu?
  • Werden Anitbiotika nicht auch als Pseudoplacebo eingesetzt?
wie gesagt, Breitbandantibiotika wirken gegen eine große zahl keime. daher sind sie geeignet in fällen in denen ein erregernachweis nicht möglich oder nützlich ist. außerdem in der erwähnten antherapie einer infektion bis ein antibiogramm da ist.

placebogabe ist ein ganz andere geschichte und hat nicht wirklich was mit antibiose zu tun. allgemein gibt man aber eher keine ABs wenn keine infektion vorliegt (wozu auch. es gibt andere tabletten die man dafür nehmen kann).

was einzelne mediziner so fabrizieren ist wieder eine andere geschichte.
ich wollte nur klarstellen, nachdem der TE mir so vorkam als meinte er, bei einer hospitalisierung würde man prinzipiell ins blaue schießen.
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  #5  
Alt 04-10-2016, 16:08
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Zitat:
Zitat von TeJutsu Beitrag anzeigen
Hallo Leute,

ich habe mir neul. beim Training durch eine kleine Wunde am Fuß, die bei einem Fegeangriff entstanden ist, eine schwere bakterielle Infektion zugezogen, die stationär behandelt werden musste. Das wirft die Frage nach Hygienemaßstäben im KK-Training auf; das nur am Rande.

Worauf ich aber aufgrund meiner berufl. Kenntnisse sowie o.s. Erfahrung hinweisen möchte:
wenn ihr etwas ähnliches habt, so nehmt nicht irgendein Antibiotikum, das euch der Arzt sponatan verschreibt, denn
1. wirkt es möglicherweise nicht, da es für den Erregertyp nicht konzipiert ist, bzw. der Erreger sogar schon immun ist gegen das Präparat
2. könnt ihr damit unnötigen Antibiotika-Gebrauch u. damit das Entstehen von Resistenzen vermeiden

Fragt nach einem Antibiogramm! So könnt ihr sicher sein, ein adäquates Präparat zu bekommen.

Das nur als kleiner Tipp!
Ich finde den Tipp, noch dazu in einem Onlineforum, auf einen ärztlichen Rat explizit NICHT zu hören wenig hilfreich, Resistenzentwicklung hin oder her.

Kein Arzt setzt blind und blöde einfach irgendein Antibiotikum an.

Bei Bagatellen wie hier wenn nötig ein Breitbandantibiotikum zu nutzen ist ebenso vollkommen richtig, wie bei schweren Verläufen, wie bei einer Sepsis zunächst bis zur Erstellung eines Antibiograms breitbandig zu fahren und dann gezielt. Einfach weil die Uhr tickt.

Resistenzentwicklungen wird es immer geben und dagegen kann man auch nichts tun, einfach weil Bakterien eben auch einer Evolution unterliegen, die durch ihre Umwelt bestimmt wird und Antibiotika im Falle eben Teil ihrer Umwelt sind. Hinzu kommt der schnelle Generationenwechsel, der die Evolution der Bakterien im Vergleich zu uns wie im Zeitraffer erscheinen lässt.

Was man als Patient wirklich tun kann, statt so einem Quatsch, wie das Zeug nicht zu nehmen und massive Schäden zu riskieren ist, das Zeug sehr wohl zu nehmen und zwar nach Anweisung, also nicht die Therapie eigenständig früher abbrechen, weil man genau so dafür sorgt, dass die "stärksten" Bakterien noch leben, während man die "schwächeren" gekillt hat. In der Folge vermehren sich nur diese überlebenden Stärkeren.

90% der Antibiotikaanwendungen finden übrigens gar nicht im Humanbereich statt. Darüber sollte man sich vllt. zu aller erst mal Gedanken machen.
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  #6  
Alt 04-10-2016, 21:43
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der matze hats drauf.
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  #7  
Alt 04-10-2016, 21:59
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Zitat:
Bei Bagatellen wie hier wenn nötig ein Breitbandantibiotikum zu nutzen ist ebenso vollkommen richtig, wie bei schweren Verläufen, wie bei einer Sepsis zunächst bis zur Erstellung eines Antibiograms breitbandig zu fahren und dann gezielt. Einfach weil die Uhr tickt.
so isses!

ich hatte 2010 'ne schwere sepsis im rechten ellbogen.
zuerst hat man mich im krankenhaus mit 'nem breitbandantibiotikum zugeschossen, und DAS hat mir nach auskunft der ärzte wahrscheinlich das leben gerettet. klingt dramatisch - war es auch.

bei schweren verläufen, so habe ich mir sagen lassen, kommt es sehr häufig zu einem multi-organversagen (@filzstift, matze: nennt man das eine kaskadenreaktion, oder hab ich da etwas falsch verstanden?), und dann sind alle messen gelesen.

ich bin jedenfalls sehr froh, daß die ärzte im krankenhaus mich mit antibiotika zugebombt haben.
sonst wäre es das nämlich gewesen ...
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  #8  
Alt 05-10-2016, 07:30
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Zitat:
Zitat von Filzstift Beitrag anzeigen
placebogabe ist ein ganz andere geschichte und hat nicht wirklich was mit antibiose zu tun. allgemein gibt man aber eher keine ABs wenn keine infektion vorliegt (wozu auch. es gibt andere tabletten die man dafür nehmen kann).

Die Anwendung von Antibiotika zur Behandlung von ausschließlich viralen Infekten der
oberen Luftwege ist etwa ein Beispiel für eine häufig vorkommende Anwendung von Pseudo-
Placebos in der täglichen Routineversorgung [Koch, 1999; Fischer, 2003; Butler, 2009].


Placebo in der Medizin
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  #9  
Alt 05-10-2016, 08:52
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Zitat:
Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
Die Anwendung von Antibiotika zur Behandlung von ausschließlich viralen Infekten der
oberen Luftwege ist etwa ein Beispiel für eine häufig vorkommende Anwendung von Pseudo-
Placebos in der täglichen Routineversorgung [Koch, 1999; Fischer, 2003; Butler, 2009].


Placebo in der Medizin
...die mir mittlerweile als kunstfehler beigebracht wurde. Im ernst, 1999 und 2003 ist in der medizin meistens uralt.
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  #10  
Alt 05-10-2016, 08:57
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@filzstift:

da hat sich ja wieder mal eine ganz schlaue geäußert ...

ich vergleiche mal deine aussage ...
Zitat:
placebogabe ist ein ganz andere geschichte und hat nicht wirklich was mit antibiose zu tun. allgemein gibt man aber eher keine ABs wenn keine infektion vorliegt (wozu auch. es gibt andere tabletten die man dafür nehmen kann).
... mit der daraufhin erfolgenden:

auf diese eindeutige aussage eines arztes (!) kommt dann nämlich sowas:
Zitat:
Die Anwendung von Antibiotika zur Behandlung von ausschließlich viralen Infekten der oberen Luftwege ist etwa ein Beispiel für eine häufig vorkommende Anwendung von Pseudo-
Placebos
in der täglichen Routineversorgung [Koch, 1999; Fischer, 2003; Butler, 2009].


(hervorhebungen von mir)

filzstift sagt: antibiotika als placebos eher nicht, wenn keine infektion vorliegt.

aruna sagt: antibiotika bei viralen infektionen als placebos.


pointe kriegt ihr selbst raus, nä?



edit: ich find's immer geil, wenn sich laien ohne fundierte medizinische kenntnisse dazu versteigen, auf der grundlage einiger im internet angelesener oberflächlicher "kenntnisse" einem veritablen mediziner widersprechen und diesen korrigieren zu wollen ...
widersprechen um des widerspruchs willen.
kanken kann ein lied davon singen.
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Geändert von rambat (05-10-2016 um 09:00 Uhr).
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  #11  
Alt 05-10-2016, 09:30
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Naja. Offiziell arzt bin ich seit buchstäblich vorgestern.
Und einerseits hat er zwar recht dass es noch in vielen köpfen von medizinern drin ist dass man auf gut glück ohne anhaltspunkt auf bakterielle infektionen ABS verschreibt, aber offiziell ist das absolutes no go.

Der initiale post man solle aufpassen dass man vei einer drohenden sepsis im krankenhaus bitte keine antibiotika nehmen soll bevor es kein antibiogramm gibt ist halt richtig dämlich.
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  #12  
Alt 06-10-2016, 07:13
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Zitat:
Zitat von rambat Beitrag anzeigen
da hat sich ja wieder mal eine ganz schlaue geäußert ...
[...]

[...]
filzstift sagt: antibiotika als placebos eher nicht, wenn keine infektion vorliegt.

aruna sagt: antibiotika bei viralen infektionen als placebos.


pointe kriegt ihr selbst raus, nä?

Ich hatte tatsächlich angenommen, dass Filzstift sich (mit seiner Originalaussage) implizit auf bakterielle Infektionen bezieht.
Ansonsten würde seine Antwort meine zuvor gestellte Frage:

"Werden Anitbiotika nicht auch als Pseudoplacebo eingesetzt?"

nur teilweise beantworten.
In diesem Fall wäre die von mir zitierte Aussage geeignet, zu verdeutlichen, was ich meine.
Irgendwie hat mich Filzstift ja verstanden und meine Frage entsprechend beantwortet...
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