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  #1  
Alt 18-01-2005, 22:55
Daniel
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard Blut spenden

Hallo.
Mich würde mal interessieren, was genau nach einer Blut spende passiert. Also wie lange der Körper braucht, um das verlorene Blut wieder herzustellen und ob es irgendwelche Auswirkungen auf den Muskelaufbau oder die körperliche Leistungsfähigkeit gibt.

Ich habe heute zum ersten mal Blut gespendet und ich fühle mich jetzt irgendwie schlapp. Kann natürlich sein, dass ich mir das nur einbilde, aber es wäre mal interessant zu hören, ob das Normal ist.

Gruß Daniel
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  #2  
Alt 18-01-2005, 23:02
Benutzerbild von Mitsuomi
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Seppuku
 
Registrierungsdatum: 20.11.2004
Beiträge: 510
Standard

Zitat:
Zitat von Daniel
Ich habe heute zum ersten mal Blut gespendet und ich fühle mich jetzt irgendwie schlapp. Kann natürlich sein, dass ich mir das nur einbilde, aber es wäre mal interessant zu hören, ob das Normal ist.
ich verlier ständig irgendwie blut... meißt durch meine nase hab ne dünne nasenschleimhaut, das reißt bei dem trockenem wetter oft, aber schlapp fühle ich mich danach eher weniger

mhm... blut spenden würde ich auch gerne, aber ich glaub ich selbst habs nötiger
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  #3  
Alt 18-01-2005, 23:05
Benutzerbild von Baphomet
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Kampfkunst: kickboxen, muay thai
 
Registrierungsdatum: 05.10.2004
Beiträge: 1.199
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in deinem alter solltest du dich nicht schlapp fühlen, dir wird da so eine geringe menge entnommen, das steckt derin körper mit links weg. es ist wohl eher eine auswirkung von ungewohnter unangenehmer situation, abneigung gegen nadeln usw usw.

neinnein, keine faulen ausreden, du überlebst das
und es tut dir auch noch gut. dein körper ist jetzt gezwungen mal bisschen zu arbeiten und neues blut zu produzieren (einer der gründe warum frauen eine höhere lebenserwartung haben, sie produzieren viel mehr frisches blut als männer )
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  #4  
Alt 18-01-2005, 23:23
Benutzerbild von captainplanet
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Aikido
 
Registrierungsdatum: 13.12.2004
Ort: Steiermark
Alter: 30
Beiträge: 1.169
Standard

Also unmittelbar drauf ein bisserl schwummrig, das kann schon passieren. Und Marathon wirst du wahrscheinlich auch keinen gewinnen, wenn Du die Tage davor Blutspenden warst. Aber ich war schon mal und hab noch am selben Tag trainiert(man muß es ja nicht übertreiben ), war überhaupt kein Problem.
__________________
Halte die Augen offen, sonst siehst Du aus wie eine sterbende Frau.
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  #5  
Alt 18-01-2005, 23:29
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Telefonbücher zerreißen
 
Registrierungsdatum: 08.12.2004
Alter: 29
Beiträge: 20
Standard

Frag mal dort wo du spenden gehst nach - die haben meistens Broschüren da wo alles drin steht was du wissen musst.
Das du dich nach deiner ersten Blutspende schlapp fühlst ist normal - daran gewöhnst du dich aber recht schnell und wie captainplanet schon geschrieben hat kannst du sogar am selben Tag noch trainieren (musst aber glaube ich 2h warten).
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  #6  
Alt 18-01-2005, 23:42
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karate, etwas Luta Livre
 
Registrierungsdatum: 09.10.2001
Ort: Deutschland, NRW, Raum Köln
Beiträge: 2.381
Standard

Vom Sport am gleichen Tag wird im allgemeinen ehr abgeraten. Bei ~4-6 l Blut im Körper macht sich die entnommene Menge von ~400 ml schon bemerkbar. Der Körper sollte es nach 2-3 Wochen ersetzt haben (Die Menge die Frauen während der Tage verlieren ist übrigens deutlich kleiner).
Viel Trinken - die meisten Menschen trinken ohnehin zu wenig. Und nicht auf einmal einen halben Liter. Mehr als 0,2-0,3 l pro 15 Minuten kann der Körper nicht vernünftig verarbeiten. Am nächsten Tag trainieren ist dann normalerweise kein Problem. Und der Körper lernt mit solchen Blutverlusten besser umzugehen.
__________________
Grüße, Michael
Karate in Köln und Lindlar
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  #7  
Alt 19-01-2005, 10:03
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Raufen & Rangeln
 
Registrierungsdatum: 22.04.2004
Ort: Hamburg - St. Pauli
Beiträge: 1.848
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Zitat:
Zitat von Baphomet
in deinem alter solltest du dich nicht schlapp fühlen, dir wird da so eine geringe menge entnommen, das steckt derin körper mit links weg.
Das ist größtenteils unabhängig vom Alter. So wenig wird gar nicht entnommen, ca. 1/2 Liter und man hat 1/12 * Körpergewicht Liter Blut. Das merkt man schon. Warst Du schon mal Blut spenden? Tu ein gutes Werk, geh am selben Tag noch trainieren, in die Sauna und abends noch ordentlich einen trinken (falls Du's bis zum Abend überhaupt schaffst Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch eine harte Frau, die ein Mal im Monat wenige ml Blut verliert das merkt!


Zitat:
Zitat von Baphomet
neinnein, keine faulen ausreden, du überlebst das
und es tut dir auch noch gut. dein körper ist jetzt gezwungen mal bisschen zu arbeiten und neues blut zu produzieren (einer der gründe warum frauen eine höhere lebenserwartung haben, sie produzieren viel mehr frisches blut als männer )
Das sind keine faulen Ausreden, sondern normale Nebenwirkungen einer Blutspende. Es geht hier nicht um eine Blutabnahme, die wesentlich weniger Blut erfordert. Ein Körper produziert ständig neues Blut und eine höhere Lebenserwartung durch Blutspende ist mir nicht bekannt, genau so wie der Zusammenhang zwischen höhere Lebenserwartung und Menstruation. Aber ich vermute, dass die Smilies darauf hindeute, dass das nur ein Scherz war, oder? Falls doch Ernst: Erzähl doch mal mehr darüber.

Geändert von Kudos (19-01-2005 um 10:09 Uhr).
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  #8  
Alt 19-01-2005, 15:13
Daniel
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Danke für die Antworten

Dann bin ich ja beruhig, dass das normal ist. Keine Sorge @Baphomet, ich brech nicht jeden Moment zusammen, aber grade beim Sport ist mir aufgefallen, dass meine Leistung ziemlich gelitten hat. So schnell war ich noch nie außer Atem. Da es mein erstes Mal war, haben sie etwas mehr als normal abgenommen. 450ml für die Spende und nochmal ca 100ml für die ganzen Tests. Ich hoffe, dass ich bald wieder so fit wie vorher bin aber wenn der Körper sich mit der Zeit dran gewöhnt, werde ich wohl regelmäßig spenden gehen.

Gruß Daniel
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  #9  
Alt 19-01-2005, 16:54
Benutzerbild von Baphomet
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: kickboxen, muay thai
 
Registrierungsdatum: 05.10.2004
Beiträge: 1.199
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Zitat:
Zitat von Kudos
Das ist größtenteils unabhängig vom Alter. So wenig wird gar nicht entnommen, ca. 1/2 Liter und man hat 1/12 * Körpergewicht Liter Blut. Das merkt man schon. Warst Du schon mal Blut spenden? Tu ein gutes Werk, geh am selben Tag noch trainieren, in die Sauna und abends noch ordentlich einen trinken (falls Du's bis zum Abend überhaupt schaffst Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch eine harte Frau, die ein Mal im Monat wenige ml Blut verliert das merkt!

Das sind keine faulen Ausreden, sondern normale Nebenwirkungen einer Blutspende. Es geht hier nicht um eine Blutabnahme, die wesentlich weniger Blut erfordert. Ein Körper produziert ständig neues Blut und eine höhere Lebenserwartung durch Blutspende ist mir nicht bekannt, genau so wie der Zusammenhang zwischen höhere Lebenserwartung und Menstruation. Aber ich vermute, dass die Smilies darauf hindeute, dass das nur ein Scherz war, oder? Falls doch Ernst: Erzähl doch mal mehr darüber.
ich war schon mal blutspenden, aber nicht trainieren und nicht in der sauna und trinken tu ich sowieso nie
ich weiss schon dass die menge bei einer spende und bei normaler mestruation gar nicht vergleichbar ist (bei letzterer verliert frau im durchschnitt grade mal soviel wie in eine kleine mokka-kaffeetasse passt. das ist nicht grade viel).
natürlich ist es eine belastung, die leistungsfähigkeit lässt nach, aber es ist etwas, das ein 18jähriger normalerweise wegstecken können müsste. so hab ich das gemeint.

stimmt schon, der körper produziert sich ständig selbst neues blut, aber tatsache ist, dass ein kleiner aderlass eine reinigende wirkung hat, das haben die leute immer schon gewusst (blutegel..? ), es tut dem körper gut wenn man ihm ab und zu eine gewisse menge blut entreisst, dann ist er gezwungen mehr zu arbeiten.
dass frauen eine höhere lebenserwartung haben und auch im säuglingsalter schon widerstandsfähiger sind, hat vermutlich mehrere ursachen von denen längst nicht alle bekannt sind. prinzipiell sind sich die mediziner aber schon einig, dass regelmässiger blutverlust über jahre hinweg eine reinigende wirkung hat.
sind aber wie gesagt nur vermutungen, es gibt allerhand statistiken und langzeitstudien, die einen besagen dieses, die anderen besagen jenes... wer weiss das schon
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  #10  
Alt 19-01-2005, 17:33
Benutzerbild von Chris bamboozle
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Aha, dann können wir ja gleich den Aderlass und die 4-Säfte-Lehre wieder in die Medizin einführen!

Ich war Mittwoch letzte Woche Blutspenden im Klinikum, 450 ml + nen bisschen für das Testen. Habe mich danach nicht anders gefühlt, aber da reagiert auch jeder anders drauf. Ich glaube nicht, dass es jetzt unbedingt davon zeugt dass man ein besonders harter Kerl ist, wenn einem nicht schwindelig wird. Stand auf jeden Fall in der Broschüre beim Spenden, dass die Reaktion nicht unbedingt von der körperlichen Konstitution abhängig ist.

Vom Sport wird abgeraten, bin aber trotzdem am Abend zum Grappling gegangen - ging auch in Ordnung, ich hatte nur viel weniger Kondition und war viel früher platt. Die Ärztin meinte, dass es halt passieren kann, dass der Blutdruck nach dem Training total in den Keller geht und man Schwindelanfälle und Ohnmacht bekommen kann. War bei mir nicht der Fall.

Zur Regeneration: Also da mann am nächsten Tag wieder Sport machen darf und die negativen Effekte durch viel Trinken abgefedert werden können, gehe ich mal davon aus, dass die Menge an Flüssigkeit innerhalb von 24 Stunden wieder vom Körper reproduziert wird. Das, was etwas länger dauert ist wohl der "Inhalt" des Blutes, also die Blutkörperchen (und was da noch so drin ist, bin kein Mediziner ). Spenden darf ich wieder in 7 Wochen, also immer 8 Wochen Pause. Allerdings wird das auch sehr hochgegriffen sein, damit auch alle Leute garantiert 100% wieder hergestellt sind. Im Regelfall wird es wohl schneller gehen mit der Reproduktion(vielleicht sind in den 8 Wochen auch ne Schonzeit drin?).

Ich fand es auf jeden Fall gut, man tut was Gutes, kriegt nen Gesundheitscheck, erfährt seine Blutgruppe(wusste ich nicht bzw bekomme ich erst beim nächsten Spenden gesagt, könnte ich aber auch jetzt schon telefonisch erfragen), kann umsonst was spachteln und kriegt auch noch Kohle obendrauf(Hier 23 Euro). Aber: Man sollte mindestens 2 Mal spenden gehen, denn nur dann können sie das Blut verwenden, ansonsten bleibt das unter Quarantäne (Doppelte Virussicherheit oder so). Ich gehe wieder spenden, sobald ich kann!

Christian
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  #11  
Alt 19-01-2005, 18:03
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Zitat:
Zitat von Baphomet
tatsache ist, dass ein kleiner aderlass eine reinigende wirkung hat, das haben die leute immer schon gewusst (blutegel..? ), es tut dem körper gut wenn man ihm ab und zu eine gewisse menge blut entreisst, dann ist er gezwungen mehr zu arbeiten.
"Aderlass" war vor ein paar Hundert Jahren eine pseudo-medizinische Behandlung. Mir ist keine Studie bekannt, die belegt, dass regelmäßiger Blutverlust eine reinigende Wirkung hätte und eine höhere Lebenserwartung signifikant nachweisbar ist. Leben Blutspender etwa länger als Nicht-Blutspender? Ich lasse mich gerne überzeugen, mit guten Argumenten oder einer wissenschaftlichen Publikation.

Wie gesagt ein normaler Körper baut ständig Blut ab und auf. Blutverlust, "Aderlass" o.ä. ist imho überflüssig, von der Natur nicht vorgesehen, aber tolerierbar. Hätte die Natur einen regelmäßigen Blutverlust als sinnvoll angesehen, würden wir auch Blut ausscheiden können. Gesunde Menschen können das nicht.

Die positive Wirkung der Blutegel kommt meines Wissens nach nicht von dem minimalen Blutverlust (<100-200ml), sondern von dem abgegebenen Blutegelspeichel. Ganz geklärt ist das imho auch noch nicht, es funktioniert halt und hat wenig Nebenwirkungen. Histamin-ähnliche Substanzen sollen mit ihm Spiel sein.
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