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#1
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| Wie seht Ihr das? Wenn man extrem aggressive Leute als Antiaggressionstherapie ins Boxen schickt, ist das dann wirklich das kleiner Übel? Gibt man wenn der Wille nicht wirklich da ist und es nur der Strafreduzierung wegen gemacht wird, solchen Leuten nicht auch noch eine Waffe in die Hand? Oder gibt es auch andere Methoden? Meint Ihr, dass die meisten dieser Leute sich insgeheim ins Fäustchen lachen, weil sie a)boxen lernen und b) zusätzlich nicht so lange eingesperrt werden? Neulich hab ich wieder so einen Fall erlebt der geht so ein Antiaggresionstraining machen, aber er haut trotzdem immer noch gerne Leuten aufs Maul.
__________________ http://www.youtube.com/watch?v=EvKbCA5AxEU |
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#2
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| Gewalt und Respeklosigkeit spielt sich im Kopf ab.Ob da derartige Kurse wirklich etwas bei gewalttätigen Jugendlichen verändern? Ich kann mir auch gut vorstellen dass eine traditionelle Kampfkunst (von meinetwegen mit dem ganzen esoterischen Hintergrund) evt. zielführender wäre als jemandem tatsächlich auf schnellstem Wege solche "einschlagenden Werkzeuge" zur Hand zu geben. Gibt es eigentlich Studien zu dieser Thematik (Rückfallquote etc.)? |
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#3
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| [QUOTE=boxxer77;2648368.... Gibt es eigentlich Studien zu dieser Thematik (Rückfallquote etc.)?[/QUOTE] Wenn es welche gibt, dann sind die mit Vorsicht zu geniessen: Viele dieser Boxen-zur-Resozialisierung-Campleiter suchen sich ihre Schützlinge selbst raus und nehmen dann natürlich welche, die in ihren Augengute Erfolgsaussichten haben |
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#4
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| "Reines" Boxen als Antiaggressionstherapie funktioniert nur bedingt. Echte Aggressionen kann man durch Kampfsport nicht abbauen. Es gibt sogar Studien, die einen gegenteiligen Effekt belegen. Hier wurde dies auch schon von einigen Usern erwähnt. Als Therapie ist Boxen (oder andere KK/KS) nur eine Teil des ganzen. Es ist auch immer ein ganzes Spektrum von Aspekten, die jemanden Aggressiv werden lassen. Es gibt auch AAT, die kommen ganz ohne sportliche Betätigung aus. |
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#5
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| Ich verstehe auch nicht, warum man zB Jugendlichen, die wegen schwerer Körperverletzung vorbestraft sind, u.U. sogar als Intensivtäter gelten, auch noch Boxen beibringt. Mir selber tut das Boxen gut, es baut Spannung ab. Allerdings würde ich diese Spannung auch nie durch Gewalt an anderen Leuten abbauen. Damit wir uns richtig verstehen Von daher sehe ich das so und so, einerseits kann es bei denen genauso wirken und es kann sie evtl ausgeglichener machen, andererseits steht zu befürchten, dass man jemandem nur beibringt, wie er noch effektiver zuschlägt.In dem Zusammenhang finde ich, dass Strafen für Körperverletzung usw härter sein müssten. Wenn ich lese, dass jemand brutal zusammengeschlagen wurde von Leuten, die schon wegen mehrfacher Körperverletzung der Polizei aufgefallen sind, dann frage ich mich echt, was das soll, da finde ich keine Worte für. |
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#6
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| -Um überschüssige Energie abzubauen könnten die auch Steine klopfen und zum Geduld lernen Handarbeiten wie Häkeln oder Stricken oder klassisches Ballett für die Disziplin. - Zitat:
-Eventuell findet ein Boxtrainer ehr Zugang/wird eher akzeptiert, als ein Sozialarbeiter. |
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#7
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| Zum Energie rauslassen fände ich 400m-Lauftraining auch geeignet. Nach einer ordentlichen Einheit ist man gut ausgepowert. Aber das wird sich wohl nicht durchsetzen ![]() |
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#8
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| wenn der Erstzugang da ist, dann kann man Inhalte vermitteln. |
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#9
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| Zitat:
![]() Man könnte auch mit Schach "resozialisieren, wenn es nicht so "uncool" wäre. ![]() Es geht um das vermitteln der sogn. "Softskillz" aka Soziale Kompetenz. Die müssen wieder erweckt werden, da sie -aus den verschiedensten Gründen- abhanden gekommen sind. Der "Eingang" ist über KK/KS erheblich leichter, als über Jazzdance, Synchronschwimmen oder eben Schach. Die Leute brauchen auch einen Rahmen bzw. ein klaren Raum, in dem sie sich bewegen können. |
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#10
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| Wie kommst Du zu dieser Aussage? Die Meinung Straftäter, hätten im Allgemeinen ein geringes Selbstbewusstsein, das aufgebaut werden müsste, ist meines Wissens ein Irrtum. Körperliche Gewalt ist ein gutes Mittel, Interessen durchzusetzen, solange man der Stärkere ist. In Deutschland ist die Staatsmacht die Stärkere, hinter der sich der "brave" Bürger versteckt. Oder tragen Polizisten Waffen und treten meist in Gruppen auf, weil denen die soziale Kompetenz abhanden gekommen ist? Wenn ich als Kind lerne, dass ich bis 14 und noch darüber hinaus keine ersthaften Konsequenzen zu erwarten habe, aber große Vorteile, wenn ich mich gewalttätig gegenüber anderen verhalte, dann werde ich das tun. Es gibt sicher Leute, die nie gelernt haben, Konflikte anders auszutragen, bzw. sich zu beherrschen. Es gibt aber genauso Leute, die bewusst die Gewalt wählen und geziehlt und beherrscht einsetzen, um ihre Interessen durchzusetzen. Sein Umfeld durch Gewalt zu kontrollieren ist auch eine soziale Kompetenz. Da es hier allerdings um Antiaggressionstherapie geht, haben wir es wohl eher mit dem unkontrollierten Typ zu tun. |
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#11
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| Wieso bekommen die opfer nicht eine möglichkeit umsonst solche kurse zu belegen sondern müssen dafür geld bezahlen wärend täter sowas mehr oder weniger "umsonst" bekommen.
__________________ Unerfahrene Menschen glauben so einen Lötzin und gehen mit offenem Mund zum Training lassen sich da als bessere Dummys rumschubsen gehen dann nach Hause und spielen 5 gegen Willi unter der Bettdecke. |
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#12
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| Zitat:
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#13
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| Zitat:
mal mit Verhaltensforschung, Psychologie und Täterverhalten auseinander zu setzen. Gerade für die SV öffnen es (jedenfalls mir) Augen. Es fängt an, mit der Mutter/Kind-Bindung und geht bis zu Erfahrung von Scham, in der Gesellschaft. Dies alle KANN zu Aggression führen. Daran muss man dann arbeiten. Selbstbewusstsein ist nicht alles, aber sicher ein Teil des Kuchens. Das Straftäter generell ein geringes Selbstbewusstsein haben, wurde nirgends erwähnt, oder doch? Es gibt wirklich viel (Fach)-Literatur zu diesem Thema. Auch gibt es immer wieder Veröffentlichungen, in diversen Fachzeitschriften. |
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#14
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| Wahrscheinlich kann man für 90% der Personenin Deutschland eine gestörte Mutter-Kind-Bindung oder eine schwierige Jugend nachweisen, mit denen man dann im Nachhinein Gewalttaten erklärt. Wenn die Psychologen so genau wissen, wie Gewalttäter ticken, warum lassen die dann immer wieder gefährliche Menschen als "harmlos" auf die Mitmenschen los? |
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#15
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| Zitat:
![]() Natürlich sind aber auch die Püchologen nur Menschen und können somit irren. |
![]() |
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