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#1
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| Hallo, mal ein ganz anderes Thema (@Moderatoren: Falls Ihr denkt, dass es in ein anderes Forum gehört, dann nur fleißig verschieben): Ist es für einen Depressiven (Depression als Krankheit nicht als momentaner Zustand.) überhaupt möglich ein Kämpfer zu sein? Schließlich muss der Mensch ja einen Willen haben zu überleben, also sich in einer bedrohlichen Situation an etwas klammern, dass ihn nicht aufgeben lässt. Ein Depressiver kann das auf Grund seiner Krankheit ja gar nicht leisten. Was ist einem solchen Menschen zu raten? Danke für Eure Antworten. Gruß PS: Ich habe da einen speziellen Fall: Der Mann war bisher sehr aktiv in der Kampfkunst. Seit seiner Depression aber nur noch in "Schattenboxform" aktiv. Zitat: "Ich liebe die Kampfkunst, aber irgendwie weiß ich gar nicht, was ich überhaupt in diesem Leben soll. Lohnt es sich überhaupt mich zu verteidigen?" |
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#2
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| Interessante Frage, evtl geht die Freude am Körper fühlen zu wecken, oder sich mit dem Körpe zusammengehörig zu fühlen, der Körper wird gezielt gespannt und entspannt was auch zu Stimmungsänderungen führen kann deweiteren lenkt es ab, Depression ist aber eine ernstzunehmende Krankheit die Therapeutisch behandelt werden muss, evtl. sogar stationär, KK kann unterstützend wirken viele machen zB Tai Chi weil sie hier lernen sich auf was anderes zu konzentrieren und sich kontrolliert gehen zu lassen. Das heilt die Krnakheit nicht verlängert aber die Zeiten ohne Symptome.
__________________ Gruss Franz - Trainingsbücher - Trainingspläne- Telekommunikation - Japan Thailand Burma Fotos - GoodBody Shirts |
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#3
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| Bei jeglicher Form von psychischen Erkrankungen muss mit Kampf- und Bewegungskünsten sehr vorsichtig umgegangen werden. Kampfkünste z.B. arbeiten mit bewußten Stresssituationen und können vorhandene Leiden verstärken. Qi Gong z.B. verstärkt u.U. die vorherschende Emotion, ist diese Depression kann es schwere Folgen nach sich ziehen. |
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#4
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| @Shaolin Quan Meinst Du, dass regelmäßiges Üben (auch solo) seinen Zustand verschlimmern könnte? Wenn ja, könntest Du näher erläutern? Gruß |
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#5
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| Ich vermute, dass gerade ein Solotraining zur Verstärkung von Depressionen führen kann. Schliesslich beschäftigt man sich ja dabei noch stärker mit sich selbst. So ist niemand in dern Nähe, der einen eventuell aus diesem "Loch" herausreissen könnte. Aber mal ein Positiv-Beispiel: Unter meinen behinderten Schülern ist einer, der wegen seiner Zerebralparese (genauer: Athetose) anfangs nur im E-Rolli zum Training kommen konnte. Als Teenager hatte so starke Depressionen wg. seiner Behinderung, dass er einige Selbstmordversuche startete. Im Training brach er oft zusammen, weil seine Muskeln gemeinschaftlich beschlossen, mal kurz Pause zu machen. Inzischen ist er mein treuester Schüler, läuft zum Training und sagte mir bei einem privaten Telefonat letztens folgendes: "Hätte ich einen Wunsch frei, würde ich mir jedenfalls NICHT wünschen, mein Handikap loszuwerden! Ich hab durch das Training jetzt schon so viel erreicht - ich will es auch weiter ohne Zauberei schaffen. Ich will richtig gut werden!" Mannomann ... mir ist fast die Brust geplatzt vor Stolz Da hier die Depression nicht pathologisch, sondern eine Ursache der Lebensumstände war, kann man natürlich dieses Ergebnis nicht als repräsentativ für die Eingangsfrage werten.Gruß Dirk |
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#6
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| stimmt dirk absolut zu. ich habe in meiner qigong gruppe auch einzelne menschen mit psychischen erkrankungen (z.b. deppresion). diesen schülern empfehle ich, wirklich nur am unterricht teilzunehmen, erst mal nicht daheim zu üben. die qigong oder kungfu gruppe und die schule gibt jedem einzelnen schüler einen schutz und ein wohlfühl-gefühl. wenn sich viele menschen zum selben guten zweck in den gleichen räumlichkeiten treffen, wird nie eine deppresive oder schlechte stimmung aufkommen, daher ist diese art von therapie sehr sinnvoll, allerdings kann dies daheim ohne raum und gruppe nicht gewährleistet werden.... |
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#7
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| hallo ich stimme shaolin quan zu. chi gung aber auch tai ji können nicht nur den körper kräftigen und stärken. sie können auch emotionen verstärken und wenn diese negativ sind, kann das sehr unangenehm werden. gruß caine |
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#8
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| na hallo caine aus neu-ulm, bist ja fast mein nachbar, schreib mir doch mal ne email, vielleicht kennen wir uns... info@shaolinquan.de danke! |
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#9
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| Ich bedanke mich für die Antworten und werde meinem Bekannten Eure Ratschläge ans Herz legen. Allerdings ist dazu zu sagen, dass Solo-Übungen ihm helfen nicht ins Loch zu fallen. Wenn er einen "Schub" hat, könnte ihn auch keine noch so nette Gruppe "auffangen." Das liegt leider in der Natur der Krankheit. Gruß |
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#10
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| Also wenn das einzel Training der betreffenden Person hilft vermute ich mal das es daher kommt sich selbst etwas zu beweisen sich zu zeigen das man etwas kann. Daher vermute ich das bei Training unter Anleitung der Mensch noch mehr gestärkt werden kann durch das Lob seines Trainiers allerdings dürfte die für den Trainer eine sehr hohe Blastung sein weil Korrekturen äußerst schwierig anzubringen sind. Kazuko
__________________ Viele Menschen sind zu gut erzogen um mit vollem Mund zu sprechen, haben aber kein Problem damit, dies mit leerem Kopf zu tun. |
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#11
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| Kampfkunst-Training ist Beschäftigung mit dem Selbst und beeinflusst auch das Selbstbewusstsein wie auch das Körperbewusstsein und die Identifikation mit dem Körper. Von daher sehe ich das als sinnvoll an. Aus meiner Erfahrung muss ich jedoch sagen, dass es die Depression nicht bekämpfen mag. Wenn der Schüler Freude am Training hat kriegt er dadurch einen Halt und wenn er aus eigenem Antrieb regelmässig zum Training kommt dann haben wir doch eigentlich schon viel erreicht, denn der tut was für sich, in der Regel, ohne sich dessen bewusst zu sein. Gruss Skyguide |
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#12
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| Voll Zustimmung Skyguide Kazuko
__________________ Viele Menschen sind zu gut erzogen um mit vollem Mund zu sprechen, haben aber kein Problem damit, dies mit leerem Kopf zu tun. |
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#13
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| Danke für das Feedback. Nur zur Klarstellung: Eine endogene Depression muss durch Medikamente behandelt werden. Meine Frage zielte eher darauf ab, ob der Mann überhaupt fähig ist, ein Kämpfer zu sein; sprich eine entsprechende Kunst auszuüben und auch gegen Gegner zu bestehen. Nur so genannte reaktive Depressionen können durch eine Änderung von Sicht- und Lebensumständen "geheilt" werden. Interessant ist im übrigen, dass Chi Kung, regelmäßiges Fitnesstraining mit Gewichten und auf dem Rad (alleine) und eine nicht-wettkampforientierte Kampfkunst ihm offenbar besser bekommen, als Yoga, Fitnesstraining in Clubs oder in Gruppen und wettkampforientierte und agressive Kampfkünste. Im Moment nimmt er regelmäßig seine Medikamente und ist gut eingestellt. Ich hoffe, dass er auch bald regelmäßig etwas für seine Kampfkunst tun kann. Gruß |
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#14
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| @mars: diese vereinfachende einteilung der depression ist nicht mehr stand der wissenschaft und für die behandlung nicht wirklich relevant. die krankheitsursache ist immer ein komplexes gebilde verschiedener faktoren. wichtiger für die bestimmung der behandlung sind dinge wie häufigkeit, dauer und tiefe der depressiven zustände. gruss skyguide |
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#15
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| Zitat:
Das ist mir schon klar gewesen. Eine eindeutige Trennung ist nicht möglich. Nochmals einen schönen Dank vom Betroffenen soll ich Euch ausrichten. Gruß |
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