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#1
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| Hallo, ich hatte am 16.02.2009 beim Ju Jutsu einen Unfall beim Fallen. Ich bin von mittlerer Höhe ungünstig beim seitlichen Fallen auf die Schulter gefallen. Starke Schmerzen im Gelenk und ein allgemeines Unwohlsein deuteten auf ein größeres Problem hin. Mein Trainingspartner hat mich dann gleich in Krankenhaus gefahren. Dort wurden sofort Röntgenaufnahmen von meiner Schulter gemacht und mir gesagt, dass die Knochen OK sind, aber die Bänder wegen dem Klaviertasten-Syndrom defekt wären. Ich bekam ein Gilchrist und sollte zum Hausartzt gehen, welcher mich dann überweisen sollte. Mein Hausartzt hat mich in die Röhre geschickt. Von dort sollte ich mit den erstellten Bildern und Gutachten zum Orthopäden bzw. zum Unfall Chirurgen gehen. Ich bin dann zum Unfall Chirurgen gegangen und dieser konnte mit der CD und den Bildern nichts anfangen, hat jedoch den Bericht gelesen. Er hat dann Röntgenbilder gemacht mit 15kg in der Hand (schmerz) und mir anschließend gesagt, dass es ein Tossy 2-3 (Arztbericht von Röhre) bzw 3 (nach seiner Ansicht) ist. Er meinte, das kann man operieren, muss aber nicht und hat mich wieder ins Krankenhaus zur Entscheidung geschickt. Dort habe ich dann mit einen Arzt gesprochen und dieser meinte auch, dass man es operieren kann oder auch nicht. Er fragte mich dann nach meinen Sportarten (Bodybuilding und Ju Jutsu) und meinte, er würde operieren und wollte schon einen Termin abmachen. Das war dann keine eindeutige Aussage für mich und ich wollte außerdem noch eine weitere Meinung einholen von einem Schulterspezialisten. Nach einer Empfehlung bin ich dann auf folgende Klink gestoßen: Willkommen bei der Orthopädischen Klinik Markgröningen Die Klinik ist zw. Stuttgart und Heilbronn. Ich habe dann dort angerufen und mir wurde gesagt, dass ich eine Überweisung von meinem Orthopäden bzw. Unfall Chirurgen brauche (Hausarzt reicht leider nicht aus). Also wieder zum Unfall Chirurgen. Dieser gab mir jedoch keine Überweisung und meinte, dass es nicht notwendig sei in meinem Fall, sich eine 2. Meinung einzuholen (fand ich echt hart und kam mir sehr verloren vor). Da es aber um meine Schulter geht, habe ich mich entschlossen, jetzt als Selbstzahler trotzdem den Termin bei dem Spezialisten "Sektionsleiter Schulterchirurgie" zu nehmen. Ich hatte ja ein Röntgenbild mit den 10kg bzw. 15kg in der Hand und den Bericht von dem Arzt, bei dem ich in der Röhre war inklusive Bilder. Zuerst einmal ein großes Lob an den Herrn, da dieser sich Zeit genommen hatte für mich und mir alle Möglichkeiten sehr ausführlich erklärt hat (ob OP oder nicht). Er gab auch keine Empfehlung ab, sondern erklärte alle Optionen sehr sehr ausführlich. Ich bin dort das erste Mal auf meiner Suche nach Antworten sehr gut, ausführlich und höchst kompetent beraten worden und würde mich auf jeden Fall wieder an diesen Dr. wenden. Da es immer Risiken bei einer Operation gibt, habe ich mich dagegen entschieden. Ich hoffe nur, dass ich meine Lieblingssportart "Ju Jutsu" wieder ausüben kann. Es ist jetzt 5 Tage her seit meinem Unfall und ich trage immer noch den Gilchrist, da ich Angst habe, das sich die Situation verschlechtern könnte. Dr. meinte, ich könne den Gilchrist sofort abnehmen und nur bei Schmerzen wieder anlegen. Da ich auch diverse Meinungen in Foren gelesen habe, werde ich ihn noch ein paar Tage dran lassen und möglichst schnell Krankengymnastik machen. Ich habe schon noch Probleme und kann kann den Arm noch nicht gut bewegen nach außen, trotz gut trainierter Schultermuskulatur. Habe auch manchmal trotz Gilchrist leichte Schmerzen bzw. ein komisches Gefühl in der Schulter bei manchen Bewegungen. Außerdem bin ich sehr verspannt, seit ich den Gilchrist tragen muss. Ich hoffe, das gibt sich bald. Gibt es noch mehr Leute, welche Judo, Ju Jutsu oder ähnliche Kontaktsportarten machen nach einem Tossy 3 und konservativer Behandlung? Wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr wieder anfangen konntet? Hattet ihr anschließend Probleme mit eurer Schulter? Ich will unbedingt wieder schnell auf die Matte und in meinen Beruf zurück :-) Gruß MT Geändert von mt1976 (22-02-2009 um 02:05 Uhr). |
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#2
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| Also meist ist die Rotatoren-manschette auch in Mitleidenschaft gezogen ( bei mir ) war -ist es so seit ca. 8 jahren habe es damals nicht auskuriert sondern mich schnell mit Reha maßnamen gesund gefühlt und kurz darauf wieder weiter gemacht ... jetzt weiß ich das ich hätte warten sollen ( mein Tip ) nimm dir lieber eine längere auszeit meiner meinung nach besser !!! gute Besserung |
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#3
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| Möchte dir eigentlich auch nur eine möglichst komplikationsarme und schnelle Genesung wünschen - aber den Tipp vom Vorredner ebenfalls aufgreifen: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. |
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#4
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| danke ![]() denke wir sehen uns auf dem Lions oder im Mai ? |
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#5
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| Zitat:
Hallo MT, ich hatte auch Tossy 3 Keine OPNach ca. 3 Monaten habe ich das Training wieder aufgenommen, weitere 2 Monate später ging eigentlich alles wieder wie vor dem Unfall. Keine Schmerzen mehr, vermeide aber gewagte Sprünge. Hebeln-Freikampf-Schlagtraining alles kein Problem ![]() Schau mal hier rein: Unfall bei Auftritt Noch Fragen ?? Gerne ![]() ![]() ![]() |
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#6
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| Danke erst einmal für die Infos. @Goshin Wie lange hat es gedauert, bis du den Arm wieder bewegen konntest? Hattest du auch Schmerzen bei diversen Bewegungen? Danke für den Hinweis übrigens. Wenn ich in 5 Monaten wieder trainieren kann, wäre das ein Traum :-) |
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#7
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| Hallo, Zitat:
Zitat:
Bewegungen über Kopf (ca. 3 bis 4 Monate) Bewegungen nach innen, zur Körpermitte (ca. 3 Monate) Lass dir Zeit, teste immer mal wieder, mit Vorsicht, deine Schmerzgrenze und bloß nicht den Mut verlieren....das wird wieder. Wie ich schon heute Nacht getextet habe, nach ca. 3 Monaten, bin ich wieder locker in den Trainingsalltag eingestiegen und habe mich dann Woche für Woche weiter gewagt ..... irgendwann kommt das erste schmerzfreie Training und somit auch das Vertrauen in die Schulter zurück. Gute Besserung, Jochen ![]() |
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#8
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| Bericht: 7. bis 9. Tag nach dem Unfall: Am 7. Tag nach dem Unfall war ich noch einmal bei meinem Hausarzt, welcher mich noch 2 weitere Wochen krank geschrieben hat. Außerdem habe ich von ihm eine Überweisung zum Orthopäden bekommen. Meiner Schulter ging es noch nicht wirklich besser, da ich den Gilchrist noch immer den ganzen Tag dran hatte. Am 8. Tag nach dem Unfall bin ich dann zum Orthopäden und wollte mit ihm über Krankengymnastik und über den langsam störenden Gilchrist sprechen. Er hat mir dann die Schulter abgetastet und mir gesagt, ich sollte möglichst schnell, sofern ich keine Schmerzen habe, auf den Gilchrist verzichten und verschrieb mir 6 Einheiten Krankengymnastik. --> Außerdem meinte er, dass ich mich hätte operieren lassen sollen. <-- Nicht mit der Plattenmethode, sondern mit einem Draht, da es so weniger zu Komplikationen kommt. Das war ein herber Rückschlag für mich, da ich mir jetzt nicht mehr sicher war, ob ich die richtige Entscheidung getroffen hatte. Dann schaute er sich noch meine Schulter an und drückte ein bisschen den Knochen runter --> keine Schmerzen. Dann drückte er entweder den Knochen in das Gelenk oder auf das Gelenk --> *schmerz*. Das fühlte sich an, als ob jemand einen großen Stahlnagel direkt in die Schulter bohrte (kein Witz!). Danach verspannte sich meine Muskulatur um die schmerzende Stelle innerhalb von ein paar Sekunden und ich fühlte mich wieder ein paar Tage zurück versetzt. Anschließend habe ich mir gleich Termine für die Krankengymnastik geholt (den ersten am gleichen Abend). Die Schmerzen hatte ich so ca. 2-3 Stunden von dem Druckexperiment vom Orthopäden. Dann habe ich mir erst einmal eine sehr heiße Dusche gegönnt, damit sich die Verspannungen vor meinem ersten Besuch bei der Krankengymnastik lösen. Am Abend dann ab zur Krankengymnastik. Ich machte mir schon Sorgen, dass dort ein brutaler Metzger auf mich wartet und mir meinen schmerzenden Arm in alle Richtungen verdreht. Aber das Blatt wendete sich sich zum Guten. Eine nette junge Dame erwartete mich dort und hat meine Schulter sehr vorsichtig ohne Schmerzen abgetastet. Dann hat sie meinen Arm in alle Richtungen bewegt, bis ich geringe Scherzen hatte, um sich ein Bild zu machen (war wirklich sehr vorsichtig). Anschließend war sie sehr positiv überrascht, dass sich mein Arm wohl sehr gut in alle Richtungen bewegen lies (*freu*), da sie schon ganz andere Fälle gehabt hatte. Weiterhin sagte sie mir, dass es sogar jetzt schon sehr gut aussieht und das ich schon bald die Muskulatur aufbauen sollte, welche dann die Bänder ersetzen sollten. Es war anscheinend auch die richtige Entscheidung, sofort mit der Krankengymnastik zu beginnen. Dann massierte sie die komplette Muskulatur an meiner linken Schulter und klebte mir ein paar Tapes (Bänder wie von Pflaster) auf meine Schulter, damit es schneller heilt (regen vermutlich Durchblutung an). Nach ein paar Minuten war ich dann fertig. Als ich anschließend daheim den Gilchrist ab nahm, wunderte ich mich selbst, wie gut es mir schon ging. Ich bekam an diesem Tag ca. 10 - 20% Bewegungsraum von meinem Arm zurück und konnte schon wieder sehr viele Bewegungen machen. Das war jetzt der erste Tag, wo es am Abend steil bergauf ging :-) In der Nacht lies ich den Gilchrist noch dran, damit ich mich nicht auf die noch defekte Schulter legen konnte. Am nächsten morgen (9. Tag, jetzt) ging es mir noch besser und ich bin optimistisch eingestellt und bin außerdem schon wieder mit beiden Händen am Tippen und kann den Arm schon besser anheben. Außerdem habe ich so gut wie keine Verspannungen mehr in den Muskeln um die Schulter, was sich echt gut anfühlt. Ich kann nur jedem empfehlen, so schnell wie möglich mit der Krankengymnastik zu beginnen. Gruß MT Geändert von mt1976 (02-03-2009 um 11:10 Uhr). |
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#9
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| leichtes training nach 6 wochen, erträgliche schmerzen 10 - 12 monate beim training. dauerhaft bei starker belastung leichte schmerzen und muskelverspannungen in der schulterregion. später arthrose. Geändert von marq (25-02-2009 um 13:56 Uhr). |
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#10
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| Zitat:
Denke, du bist auf einem guten Weg....halt uns bitte auf dem laufenden. ![]() ![]() |
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#11
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| Hallo, heute ist Tag 14 nach dem Unfall und ich will euch wieder einmal berichten: 9. Tag: Am 9. Tag wanderte mein Knochen gut 1 cm nach oben und ging nicht mehr zurück. Bisher ging er immer bei manchen Bewegungen wieder fast in die Ausgangstellung zurück und ich fühlte mich dann relativ gut. Ich vermute, dass es auch an der verkrampften Muskulatur gelegen hat. Ich hatte somit wieder leichte Schmerzen, konnte aber den Arm trotzdem ganz gut bewegen. 10. Tag: Der Knochen steht immer noch ca. 1 cm nach oben, habe jedoch weniger Schmerzen und kann den Arm schon wieder ein bisschen gebrauchen. Abends bin ich dann wieder zum 2. Termin bei der Krankengymnastik. Dort hat man mir die Rückenmuskeln massiert, da diese anscheinend sehr verkrampft waren. Dann hat man mir 2 Übungen gezeigt, welche ich ab sofort daheim machen sollte. 1. Meinen Arm angewinkelt auf eine Unterlage (z.B. Stuhl) seitlich auflegen und den Arm auf 90° ohne Last und ohne Eigengewicht bewegen mit geradem Rücken. Also den Oberkörper so bewegen, dass der Arm 90° in der Schulter erreicht, ohne den Arm von der Unterlage zu erheben. Das dehnt wohl die Muskulatur und macht ihn beweglich. 2. Die Hände vor mir auf eine Wand legen mit 90° angewinkeltem Arm und Kniebeugen machen, ohne die Hände auf der Wand zu bewegen bis max. 90° Winkel im Schultergelenk wie seitlich bei Übung 1. Hier wird auch die Muskulatur gedehnt. 14. Tag: Die Übungen habe ich morgens und abends gemacht und muss ehrlich zugeben, dass es schon viel besser ist und ich immer mehr Kraft und Beweglichkeit im Arm zurück bekomme. Ich habe zwar keine Schmerzen mehr, jedoch immer mal wieder ein leichtes und komisches Ziehen in der Schulter, was aber nicht schmerzhaft ist. Ich vergesse jetzt sogar schon manchmal die Schulter, da ich den Arm bis 90° schon fast wieder voll in alle Richtungen verwenden kann. Ich bin sehr zufrieden bis jetzt und wundere mich selbst über die schnelle Selbstheilung von meinem Körper (*freu*). Abgesehen von dem Knochen, welcher je nach Armposition ca. 3 bis 10mm nach oben steht, bin ich schon fast wieder alltagstauglich. Aber ich werde vorerst noch jede Belastung wie z.B. Gewichte für die linke Schulter vermeiden, damit die Heilung auch weiter ohne Rückfall verläuft. Den Arm verwende ich jedoch wieder normal und erledige viele Alltagsaufgaben damit, da sich die Muskulatur ja anpassen muss. Nachts trage ich den Gilchrist noch, um eine korrekte Position vom Arm für die Schulter zu bekommen. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit der konservativen Methode und hoffe weiterhin auf eine schnelle und unproblematische Genesung. Gruß MT |
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#12
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| der knochen wird immer so bleiben, evtl durch krafttraining senkt er sich ein wenig. |
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#13
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| He super, das klingt ja sehr gut. ....marq hat aber recht, der Knochen wird höchstwahrscheinlich so bleiben, ist zumindest bei mir so. Weiter gute Besserung ![]() |
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#14
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| Hallo, heute ist Tag 24 seit meinem Unfall. Ich will euch nun weiter von meinem Verlauf mit Tossy 3 und konservativer Behandlung erzählen. Nach der dritten Woche konnte ich zwar meinem Arm wieder relativ gut bewegen, aber nur "ohne Belastung". Bei manchen Bewegungen hatte ich auch noch ein komisches Gefühl (Verhaken der Knochen) in der Schulter. Ich war mittlerweile der Meinung, dass es nicht richtig vorwärts geht nach 3 Wochen. Die Bewegung war zwar da, aber ich hatte starke Bedenken bei jeder Belastung und schonte entsprechend meinen Arm (Schulter fühlte sich noch sehr instabil an). So kann man leider keine Muskeln aufbauen, welche die Bänder zum Teil ersetzen sollen. Bei der 4. Krankengymnastikeinheit am Tag 20 habe ich zum ersten Mal mit leichten Kraftübungen angefangen. Ich bin auf dem Rücken auf einer Liege gelegen und habe meinem Arm 90° aus dem Ellenbogengelenk nach oben gestreckt. Die Physiotherapeutin hat dann die Hand genommen und Druck in alle Richtungen aufgebaut. Ich sollte dann erkennen, in welche Richtung sie drückt und sollte dagegen drücken. Das klappte schon ganz gut, was mich selbst verwunderte, da ich den Arm noch extrem schonte bei Belastung. Dann zeigte sie mir 3 Übungen mit einem Theraband, welche ich "jeden" Tag daheim machen sollte (2-3 Sätze mit 20x) . Zusätzlich hat sie mir noch eine Trizepsübung mit einer Hantel gezeigt, welche ich auch täglich machen sollte. Dann noch eine wohl sehr wichtige Dehnübung: Waagrecht auf den Boden legen und beide Arme noch oben strecken. Dann wie beim Beten die Hände zusammen nehmen (Finger in andere Hand verhaken) und aus dem Schultergelenk bei gestreckten Armen 90° nach unten zum Genitalbereich und dann möglichst 180° nach oben über den Kopf gehen in einer Halbkreisbewegung (soweit es ohne Schmerz geht). Am 22. Tag hatte ich dann doch abends Muskelkater, da der Arm bzw. die Schultermuskulatur diese Belastungen noch nicht gewöhnt war. Aber ich blieb optimistisch und machte alles nach den Vorgaben weiter. Heute, am 24. Tag muss ich zugeben, dass die Vorgehensweise mit den täglichen Übungen sehr sehr gut ist und ich erst jetzt auch selbst wieder eine größere Besserung wahrnehme. Mir geht seit den Kraftübungen schon viel besser und ich kann auch leichte Belastungen ohne Schmerzen oder Bedenken ertragen. Autofahren und leichte Gewichte usw. sind auch kein Problem. Manchmal habe ich zwar immer noch das komische Gefühl in meiner Schulter, aber keine Schmerzen mehr. Daher meine Empfehlung an alle Tossy 3 Patienten: 1.) Geht unbedingt schnell zur Krankengymnastik. Das bringt sehr sehr viel und der Arm wird wieder schnell beweglich. Das Schultergelenk muss unbedingt im schmerzfreien Bereich bewegt werden. Nur so ging es bei mir vorwärts ohne Last. 2.) Kauft euch eine Hantel (ich hab 2,5kg) und ein Theraband (ich hab mittlere Stärke --> rosa) und lasst euch die Übungen von eurem Physiotherapeuten erklären. Allein nach meinem 4 tägigen Training bin ich schon wieder ca. 10-20% weiter gekommen nach meiner Einschätzung (wirklich, ist fast unglaublich, aber wahr). Erst jetzt traue ich mich auch wieder, kleine Belastungen auf das Gelenk zu nehmen. Ich merke richtig, wie die Muskulatur in der Schulter Kraft bekommt und ich den Arm immer besser verwenden kann. Natürlich muss ich noch lange an den Folgen von Tossy 3 arbeiten, aber die Übungen sind unbedingt notwendig für eine rasche Genesung . Nachts trage ich den Gilchrist noch, da ich eine schlechte Schlafposition vermeiden will. Aber ich denke, in ein paar Tagen werde ich den nicht mehr anlegen in der Nacht. Falls jemand an den Übungen interessiert ist, kann ich gerne weitere Details geben. Natürlich mache ich die Übungen relativ langsam ohne ruckartige Bewegungen und achte sehr auf die schmerzfreie Ausführung. Erst jetzt habe ich wieder richtig Hoffnung bekommen und glaube auch an eine weiterhin schnelle Genesung mit den täglichen Übungen. Das es jeden Tag ca. 30 bis 45 min Zeit braucht, sollte auch jedem klar sein. Aber es lohnt sich wirklich!!! Gruß MT |
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#15
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| weitere gute genesung! welche übungen hat die / der krankengymnast/in empfohlen???? |
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