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Alt 28-08-2008, 13:06
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Welche Muskeln außer Bizeps ziehen noch den Arm runter?
Was ist eigentlich mit Deltamuskeln? Was für Rolle spielen sie bei der Krankheit, sollen sie beansprucht werden oder weniger
Und wie soll man Latissmus trainieren ohne die Schulter zu beanspruchen? In der Muckibude gibts eher die für uns momentan verbotene Sachen, alle Arten von Schulterdrücken, und Rudern.
Boxsacktraining fällt mir ein. da kann man die Stärke immer selbst bestimmen.
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Alt 28-08-2008, 13:35
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Zitat:
Zitat von Shining Beitrag anzeigen
Und wie soll man Latissmus trainieren ohne die Schulter zu beanspruchen? In der Muckibude gibts eher die für uns momentan verbotene Sachen, alle Arten von Schulterdrücken, und Rudern.
Boxsacktraining fällt mir ein. da kann man die Stärke immer selbst bestimmen.
Sandsacktraining ist in jeder Hinsicht schlecht, wenn du nicht fit bist. Das ist voll von schnellen Scher-, Beschleunigungs- und Abbremskräften. Grundsätzlich sind solche Aufprall-intensiven Sachen mit großen Leistungsspitzen schlecht für die passiven Strukturen (also alles, was an der Bewegung beteiligt und nicht Muskel ist). Ein Beispiel für diesen Sachverhalt, das jeder kennt, ist Joggen vs Radfahren od. Schwimmen: Harte Aufprallkräfte, unrunde Bewegung mit sekundenweise abwechselnden Beschleunigungs- und Abbremsphasen (laufen) gegen eine runde, gleichmäßig schnelle Bewegung (radfahren/schwimmen). Nicht umsonst wird zu letzterem geraten, bei Gelenksproblemen, ähnlich verhält es sich mit dem Boxen. Kraftübungen, Gymnastik, Yoga, Taichi und Co kann man in gleichmäßigem Tempo mit angepasster, kontrollierter Last machen und damit die Gelenke möglichst schonend bewegen. Das ist überhaupt das oberste Ziel beim Aufbau passiver Strukturen: möglichst viel Bewegung auf möglichst großer ROM, mit möglichst wenig Belastung/Verschleiß. Mit dieser Brille sollte man jede Übung betrachten und sie daran messen.

Die Armadduktoren (also die Muskeln, die den Arm runter ziehen) kann man ganz gut trainieren. Seitliches Kabelziehen am Seilzug etwa: (Bsp rechte Seite)
Aufstellung:seitlich zum Kabelzug aufstellen, Umlenkrolle ganz oben fixieren, Griff in die rechte Hand nehmen, Handfläche zeigt nach unten, Arm 90° (weniger, wenn ROM durch impingement eingeschränkt) zur Seite wegstrecken.
Ausführung: Schulter-, Brustbereich anspannen, Schulter damit tief und hinten halten. Arm gestreckt seitlich langsam nach unten führen, kurz halten, Zentrierung der Schulter spüren, wieder langsam (~3sek lang) nach oben führen, Bewegung wiederholen.

Daneben hilft der Lat bei der Innen-Rotation, wer also die Innenrotatoren, etwa am Seilzug, trainiert, belastet den Lat mit - natürlich nicht in einem hypertrophierenden Maß.

Ansonsten ist das Ziel ja, den Humeruskopf im Gelenk zu zentrieren und zu halten (-> aufrechte Haltung, Schultern zurück und tief). Das ist auch die Grundposition im Yoga und wird durch etliche Übungen dort trainiert. Daneben kann man das als isometrische Übung gestalten: (Bsp rechte Seite) Linke Hand in die rechte Achsel legen, mit abgespreiztem Daumen. Daumen und Daumenballen liegen vorne auf dem oberen Pec, restliche Fingerspitzen fühlen den Lat. Jetzt rechte Schulter zurück und runterziehen und Kontraktion in Pek und Lat mit der linken Hand fühlen, halten, kurze Pause, wiederholen.

Zitat:
Welche Muskeln außer Bizeps ziehen noch den Arm runter?
Was ist eigentlich mit Deltamuskeln? Was für Rolle spielen sie bei der Krankheit, sollen sie beansprucht werden oder weniger
Hier gibts unter Pkt 5.2 Reha-Übungen, unter 4 Erklärung der Schulter- und Armmuskulatur und wozu sie dienen (Abduktion, Adduktion, innen/außen Rotation), das aber nochmal kürzer in einer Tabelle unter 2.4

Deltamuskeln ziehen den Arm hoch (Abduktion), helfen aber auch bei der Rotation. In erstgenannter Funktion sind sie momentan unser Feind In letztgenannter verhindern sie - zumindest wenn man den Schulterhilfen-Leuten glaubt - mit das intensive Training der kleinen Muskeln der Rotatorenmanschette.

Die Adduktion wird meinem Link zufolge von folgenden Muskeln besorgt, der Bizeps ist dabei übrigens zu vernachlässigen:
M. deltoideus
(Pars clavicularis, Pars spinalis)
M. teres minor
M. pectoralis major
M. latissimus dorsi
M. infraspinatus
M. teres major
M. subscapularis
M. coracobrachialis
M. biceps brachii (Caput breve)
M. triceps brachii (Caput longum)
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  #33  
Alt 28-08-2008, 16:02
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wooooah wat ist dat kompliziert

gut das es in Wirklichkeit so wunderbar einfach sein kann

Also viel Spass an den Geräten.
*lach*
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  #34  
Alt 29-08-2008, 11:11
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Zitat:
Zitat von Zwiebelfisch Beitrag anzeigen
wooooah wat ist dat kompliziert

gut das es in Wirklichkeit so wunderbar einfach sein kann
Klar, in deiner privaten Realität gibt es ja auch nur verklebte Faszien und Ablagerungen, die Probleme machen können...
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  #35  
Alt 29-08-2008, 11:34
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Zitat:
Zitat von Luggage Beitrag anzeigen
Klar, in deiner privaten Realität gibt es ja auch nur verklebte Faszien und Ablagerungen, die Probleme machen können...
Ja, ist das nicht herrlich?
Ist in meiner "öffentlichen" Realität übrigens auch so

"verkürzte" Faszien gibts auch noch aber das ist einerlei.
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  #36  
Alt 29-08-2008, 11:40
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ui danke, Luggage, wir könnten mal eine Impingement Selbsthilfegruppe gründen In welchem Fitnesstudio trainierst du noch mal?

Zitat:
Sandsacktraining ist in jeder Hinsicht schlecht, wenn du nicht fit bist. Das ist voll von schnellen Scher-, Beschleunigungs- und Abbremskräften. Grundsätzlich sind solche Aufprall-intensiven Sachen mit großen Leistungsspitzen schlecht für die passiven Strukturen (also alles, was an der Bewegung beteiligt und nicht Muskel ist). Ein Beispiel für diesen Sachverhalt, das jeder kennt, ist Joggen vs Radfahren od. Schwimmen: Harte Aufprallkräfte, unrunde Bewegung mit sekundenweise abwechselnden Beschleunigungs- und Abbremsphasen (laufen) gegen eine runde, gleichmäßig schnelle Bewegung (radfahren/schwimmen).
Das mag ja sein, aber denke darüber lässt sich diskutieren. Also erstens, die Gymnastin sagte, daß Brustschwimmen nur bedingt gut ist und zwar wenn die Haltung stimmt. Ich hatte zum Schluss auch beschwerden nach dem Schwimmen.

Bei mir entstanden die schlimmsten Beschwerden nach dem Krafttraining, nicht nach Kampfsport, als ich auf Krafttraining verzichtete ist wieder besser geworden.
Wie ich finde, ein "für" für KS Training: beim Krafttraining werden alle Muskeln entlastet um eine bestimmte Muskelgruppe schwer zu belasten.
Beim Sandsacktraining arbeiten alle Oberkörpermuskeln, und die Stärke wird nicht vom Gerät sondern von dir bestimmt. wenn man probleme hat, dann kann man auch wunderbar Schnelligkeit trainieren anstatt volle Kanne durchziehen.Bei dem kampfsportüblichen Krafttraining, wie zb Liegestützen, ist für mich die Bewegung gewohnter als die bei den Krafttrainingsgeräten, und verursacht nicht ganz so schlimme Beschwerden. Burpees sind denke ich mit vorsicht zu geniessen, weil man sich auf die Hände "stürzt"
Am schlimmsten ist für mich Pratzenhalten für den Kopfhaken. Das tut der Schulter weh, frage mich obs Pratzenhalten für die Lowkicks Impingement verursachen kann?
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  #37  
Alt 29-08-2008, 12:37
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"Wie ich finde, ein "für" für KS Training: beim Krafttraining werden alle Muskeln entlastet um eine bestimmte Muskelgruppe schwer zu belasten. "

Lustige Sichtweise.
fällt mir ein wenig schwer mir das vorzustellen
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  #38  
Alt 29-08-2008, 12:39
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Zitat:
Zitat von Shining Beitrag anzeigen
Am schlimmsten ist für mich Pratzenhalten für den Kopfhaken.
Du sollst auch die Pratze nicht nur hinhalten. Du musst dagegenschlagen.
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  #39  
Alt 29-08-2008, 14:16
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Zitat:
Zitat von Joachim Deeken Beitrag anzeigen
Du sollst auch die Pratze nicht nur hinhalten. Du musst dagegenschlagen.
Klar, aber mit akkuter Entzündung ist das kein Vergnügen, auch nicht mit Gegenimpuls.
Zitat:
Zitat von Shining
ui danke, Luggage, wir könnten mal eine Impingement Selbsthilfegruppe gründen In welchem Fitnesstudio trainierst du noch mal?
Ich bin im Pfitzenmeier...
Zitat:
Das mag ja sein, aber denke darüber lässt sich diskutieren. Also erstens, die Gymnastin sagte, daß Brustschwimmen nur bedingt gut ist und zwar wenn die Haltung stimmt. Ich hatte zum Schluss auch beschwerden nach dem Schwimmen.
Das war vllt etwas missverständlich von mir ausgedrückt - ich wollte dir nicht direkt schwimmen empfehlen, sondern es nur als Beispiel für eine grundsätzlich runde, bindegewebsschonende Aktivität nennen, das man gut nachvollziehen kann. Brustschwimmen ist kritisch, wenn man es nicht in der Profivariante mit Tauchphase macht. In der Amateurvariante verspannt der ganze Rücken und Nacken dabei, was hinterher eine erhöhte Spannung auch auf die Schultern aufbaut. Gewöhnlich empfiehlt man dann eher Kraulen oder Rückenschwimmen - mein Ding ist das aber auch nicht. Außerdem ist dafür notwendig, dass man soweit gesund ist, dass man die Arme über die ganze ROM rotieren kann, was bei zB nicht möglich ist, derzeit.
Zitat:
Bei mir entstanden die schlimmsten Beschwerden nach dem Krafttraining, nicht nach Kampfsport, als ich auf Krafttraining verzichtete ist wieder besser geworden.
Es wäre hier wichtig genau zu analysieren, wie dein Krafttraining aussah. Entzündete Schultern sind DAS Standart-Symptom von falschem Krafttraining (im weitesten Sinne), dafür braucht es noch nichtmal Anlagen für ein Impingement-Syndrom. Hauptursache ist ein zu hartes Training nach zu kurzer Aufbauphase für das Bindegewebe in Verbindung mit zu hohen Gewichten, bei zu kleiner ROM in schlechter Ausführung (meist wird zu schnell gehoben). Man muss wissen, dass man nicht einfach so die Gewichte heben darf, die die Muskeln ansich bewältigen können, denn damit überbeansprucht man praktisch sofort die passiven Strukturen. Je nach Veranlagung, Vorbelastung und Ernährung geht das dann mehr oder weniger schnell auf's Bindegewebe und Gelenke. Man muss von langer Hand aufbauen, gezielt Übungen zum Aufbau wählen (also nicht etwa gleich mit Grundübungen anfangen und Übungen mit vielen Zwangslagen vermeiden), sowie Pensum und Ausführung anpassen (die meisten machen pro einheit viel zu viele Sätze, meist auch noch überflüssiger Isolationsübungen und machen die Bewegungen zu schnell, verkürzt und unsauber).
Zitat:
Wie ich finde, ein "für" für KS Training: beim Krafttraining werden alle Muskeln entlastet um eine bestimmte Muskelgruppe schwer zu belasten.
Beim Sandsacktraining arbeiten alle Oberkörpermuskeln, und die Stärke wird nicht vom Gerät sondern von dir bestimmt. wenn man probleme hat, dann kann man auch wunderbar Schnelligkeit trainieren anstatt volle Kanne durchziehen.
Abgesehen davon, dass du völlig unterschiedliche Sachen trainierst beim Krafttraining am Eisen und beim Sandsacktraining, ist doch gerade die Möglichkeit zur exakten Anpassung der Vorteil vom Krafttraining. Dass da irgendwas isoliert wird, trifft nur auf isolationsübungen zu, die zwar ihren Stellenwert haben, aber grundsätzlich nicht Mittel der Wahl zum Aufbau sein sollten. Komplexe, synergetische Übungen mit möglichst vielen Freiheitsgraden beanspruchen stets neben Agonisten und Antagonisten einen Haufen Synergisten und setzen auf Ganzkörperspannung (Deadlifts, KH-Bankdrücken, KH-Pullovers usw). Man sollte sie wohl gewählt trainieren und im Plan antagonistisch anordnen (also etwa 1 Satz Upright Rows, dann sofort 1 Satz Pullovers und wieder von vorne), dann werden immer alle Gegenspieler gleichmäßig austrainiert. Zudem kommt bei langsamer exzentrischer Phase eine jeweils hohe antagonistische Last zustande (der Bizeps muss etwa beim Trizepsdrücken die exzentrische Phase "bremsen"), so dass insgesamt viel weniger Sätze nötig sind, um alle Muskelgruppen angemessen auszulasten, wodurch Bindegewebe und ZNS geschont, und die Regenerationszeiten verkürzt werden.
Zitat:
Bei dem kampfsportüblichen Krafttraining, wie zb Liegestützen, ist für mich die Bewegung gewohnter als die bei den Krafttrainingsgeräten, und verursacht nicht ganz so schlimme Beschwerden. Burpees sind denke ich mit vorsicht zu geniessen, weil man sich auf die Hände "stürzt"
Das Problem bei diesen BWE's ist, dass meisten das eigene Körpergewicht viel zu viel für einen ist. Sicher, man bewältigt es irgendwie, aber man überlastet damit leicht die passiven Strukturen und trainiert ansonsten jedenfalls nicht mit dem optimalen Gewicht, um sich effektiv zu fördern. Ein Fitnessstudio-Anfänger macht ja auch nicht ab dem ersten Tag Bankdrücken mit 75kg, was aber meine Last bei Liegestützen wäre. Außerdem haben BWE's ihre Grenzen, was den gleichmäßigen Aufbaue aller Muskelgruppen angeht, so dass man schnell Dysbalancen antrainiert. Meist werden die vordere Torsomuskulatur und der Quadrizeps überbetont.
Du bist BWE's gewohnter, deswegen fallen sie dir leichter, aber das muss nicht heißen, dass sie auch langfristig besser für dich sind. Es hat schon seinen Grund, dass dir deine Physio LS verboten hat. Im Kraftraum kann man da eben ganz klein anfangen und mit leichten Gewichten aufbauen, bis man wirklich fit genug ist (und nicht nur gefühlt fit genug) um gute Erfolge mit dem eigenen Körpergewicht zu erzielen.
Zitat:
Am schlimmsten ist für mich Pratzenhalten für den Kopfhaken. Das tut der Schulter weh, frage mich obs Pratzenhalten für die Lowkicks Impingement verursachen kann?
Beim Pratzenhalten für LK kann ich mir gerade nicht vorstellen, wie das schlecht für die Schultern sein soll - aber vllt. haltet ihr die anders, als ich es kenne... Kopfhaken halten ist, wie ganz oben angeschnitten, wirklich kritisch, wenn man da Probleme hat. Das sollte man lassen, bis man wirklich komplett gut eingestellt und aufgebaut ist, damit die Schultern das wegstecken. Ich weiß aus eigener Erfahrung bestens, wie schlimm und schwer es ist, Sport sein lassen zu müssen, den man liebt, weil der Körper in momentan nicht verkraftet. Ich habe auch stets versucht entweder meine Probleme zu ignorieren oder wenigstens mit kleinen Zugeständnissen weiter zu trainieren. Dabei haben sich aber langfristig die Probleme immer verstärkt und irgendwann geht einfach gar nichts mehr, was dann die Hölle für Sportjunkies wie mich ist. Besser ist da gleich loszulassen, das ganze Leben zu überdenken, anzupassen und alles ordentlich von Grund auf aufzubauen. Später, wenn man alles ins Lot gebracht hat, kann man dann schauen was noch geht.

Ich sage mit Absicht "das ganze Leben", weil nicht nur Training Dinge beeinflusst, wie die Gelenke. Eine Säureüberschüssige Ernährung, wie sie in unseren Breiten fast garantiert ist, geht ua als erstes auf das Bindegewebe (dort werden überschüssige Säuren, die im Stoffwechsel anfallen und nicht abgebaut werden können gebunden und abgelagert) und fördert Degeneration und Entzündungen. Zu viel Stress, zu wenig Schlaf, Verspannungen, "verkürzte" Muskulatur (gibt's genau genommen nicht, aber ihr wisst, was ich meine), einseitige Bewegung in zu geringer ROM (im Alltag und im Sport), zu flache Atmung, schlechte Luft, zu wenig Ausdauersport, Umweltbelastungen, Unausgeglichenheit, unbewältigte Konflikte usw - das alles ist ua entzündlichen Prozessen zuträglich und sorgt langfristig zu Problemen.
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  #40  
Alt 29-08-2008, 16:27
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Zitat:
Zitat von Joachim Deeken Beitrag anzeigen
Du sollst auch die Pratze nicht nur hinhalten. Du musst dagegenschlagen.
oh das tue ich immer, hab auch genug kraft und trainiere oft mit Männern , diese bewegung tut halt momentan weh, auch wenn ich selbst Haken schlage. Meine Haken und Schwinger sind derzeit nicht so gut, vor allem links ist ja die Führhand.
Zitat:
Ich bin im Pfitzenmeier...
Wollte mir den in Neckarau anschauen, soll ja 40 Euro im Monat kosten (?) und ist bald um die Ecke, aber hab mich bereits bei Mc Fit angemeldet.
Ich mache das Studio nicht verantwortlich für mein Leid, weil man gleich denkt beim billigtrainieren wird man gar nicht betreut. Die Trainer bemühen sich mehr als die in einem anderen teueren Studio, und schauen immer, auch beim Vorbeigehen und korrigieren wenns nötig und achte immer auch auf meine Haltung.
Ich war selbst schuld, weil ich zu selten (1 mal die Woche) und zu intensiv trainiert habe, hab auch zu schnell die Lasten erhöht.
Was schlecht ist, ist meiner Meinung nach daß zu wenig zwischenstufen bei Gewichterhöhen gibt. Das war im teueren Studio anders. zb von 20 gleich auf 25 und habe fast jede woche fast um 5 Kilo erhöht und war noch stolz drauf


Zitat:
Das war vllt etwas missverständlich von mir ausgedrückt - ich wollte dir nicht direkt schwimmen empfehlen, sondern es nur als Beispiel für eine grundsätzlich runde, bindegewebsschonende Aktivität nennen,
Ich habe dich schon richtig verstanden, und ich sage, wenn die Haltung nicht stimmt macht auch diese krank.

Zitat:
Es wäre hier wichtig genau zu analysieren, wie dein Krafttraining aussah
siehe oben, das passiert sicher wenn man zu ehrrgeizig an die Sache herangeht, undschlauer sein möchte als der Trainer
Zitat:
Beim Pratzenhalten für LK kann ich mir gerade nicht vorstellen, wie das schlecht für die Schultern sein soll - aber vllt. haltet ihr die anders, als ich es kenne...
LK?? was ist das?
Ich sprach die Gymnastin auf Schlagpolster an, sie nannte sofort den Haken als beispiel, ohne daß ich sie genauer gefragt hätte, daß es ganz schlecht ist. Und es stimmt mit meinen Beschwerden überein.

was sind BWEs?
Danke für den Tipp beim Brustschwimmen, wollte mir sowieso eine Schwimmbrille zulegen, mir ist nämlich aufgefallen daß mir Freizeitbrustschwimmen unangenehm ist.
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Geändert von Shining (29-08-2008 um 17:04 Uhr).
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  #41  
Alt 29-08-2008, 16:37
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Irgendwo habe ich einen klugen Satz gelesen, die Sehnen gewöhnen sich viel langsamer an die Lasten als die Muskulatur, voila, das ganze Problem, und daß man kleine Muskelchen wie die rotatorenmanchete und Supraspinatus auf keinen Fall vernachlässigen kann.


Zitat:
Zitat von Zwiebelfisch Beitrag anzeigen
"Wie ich finde, ein "für" für KS Training: beim Krafttraining werden alle Muskeln entlastet um eine bestimmte Muskelgruppe schwer zu belasten. "

Lustige Sichtweise.
fällt mir ein wenig schwer mir das vorzustellen

Ähm ich finde es nicht lustig, sondern es ist eine Tatsache. vielleicht solltest du diese Sichtweise mal wagen. Auf einer Hantelbank trainierst du nur deine Brust Schulter (Delta) und Armmuskulatur. Bei liegestütz oder Burpee sogut wie den gesammten Körper
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Geändert von Shining (29-08-2008 um 16:39 Uhr).
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  #42  
Alt 29-08-2008, 17:29
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Zitat:
Zitat von Shining Beitrag anzeigen
Irgendwo habe ich einen klugen Satz gelesen, die Sehnen gewöhnen sich viel langsamer an die Lasten als die Muskulatur, voila, das ganze Problem, und daß man kleine Muskelchen wie die rotatorenmanchete und Supraspinatus auf keinen Fall vernachlässigen kann.
Eben, genau. Das dumme ist halt, dass man nur merkt, was der Muskel heben kann, nicht aber, was das Bindegewebe aushält. Also: Nicht überlasten, komplexe Übungen machen (Iso's trainieren das Bindegewebe deutlich schlechter!) und die Bewegungs ganz langsam ausführen (exzentrische Phase etwa 3 bis 6 sek lang!), ohne Schwung arbeiten.
Zitat:
Auf einer Hantelbank trainierst du nur deine Brust Schulter (Delta) und Armmuskulatur. Bei liegestütz oder Burpee sogut wie den gesammten Körper
Naja, da ist schon mehr beteiligt. Der Rumpf muss nicht ganz unerhebliche Arbeit zum Stabilisieren verrichten, der Rücken bei manchem Powerlifter ist beim Bankdrücken gebogen wie ein Hulahup-Reifen (ergo massiv angespannt), beides mehr noch, wenn man die Beine hochnimmt, was belegt, dass auch die Beine arbeiten, wenn sie unten sind. Bankdrücken ist schon eine komplexe Übung. Und so verhält es sich auch mit den anderen (Grund)Übungen, so gelten Kreuzheben und Kniebeugen mit LH nicht umsonst als mit die effektivsten Bauch(!)übungen. Das ist ja das schöne, mit komplexen Übungen und einem guten Plan kann man alles mit wenig Sätzen trainieren. Der Vorteil gegenüber Sandsacktraining und Bodyweight-Exercises (=BWE's) ist, dass sich die Last minutiös einstellen läßt und man sich so nicht überfordert und effektiver Reize setzen kann.

@LK: Sollte "Lowkick" heißen, dachte das sei klar, weil ich oben drüber den Satz mit dem Halten von Pads für Lowkicks zitiert hatte. Wie soll das denn auf die Schulter gehen?
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  #43  
Alt 02-09-2008, 21:27
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vielleicht hilfts ja jemand
Zusammenfassung Sportverletzungen
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"Der Mensch ist das einzige Tier, das freundschaftlichen Verkehr mit seinen Opfern pflegen kann, bis er sie verspeist." Samuel Butler, englischer Schriftsteller
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  #44  
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da wird doch glatt`n oller Fred von mir nach über nem Jahr wiederbelebt, und ich krieg nix mit...

Also Danke an alle die sich so ehrlich nach meinem Wohlergehen erkundigt haben. Nein, ich hab´s freilich NICHT geschaftt mein Impingement wegzukriegen... Hab aber auch dummsinnigerweise nicht davon lassen können, immer sobald die Symptome etwas besser wurden gleich wieder derbe Boxen, Treten und Ringen zu trainieren, selber schuld, blöd muss man eben sein...

Das meiste was hier an konkreten Üungen/Haltungstipps beschrieben wurde, ist inzwischen mein täglich Brot, auch das Schulterhorn übrigens. Der Weg ist lang und dornenreich, aber immer wenn ich dran bleib, wird es auch etwas besser. Leider führen falsche Bewegungen auch immer wieder zu Rückfällen.

Kraulschwumm würde ich übrigens, weil das hier erwähnt wurde, mitnichten empfehlen, ebensowenig Bodenkampf und Sandsackboxen. Neben Tennisaufschlägen und Bankdrücken dürften diese Dinge zu den Schulter-Killern überhaupt gehören Ich kenne zu viele Ringer mit kaputten Schultern, und bei Kraulschwimmern ist das wohl sogar die Sportkrankheit Nummero Uno. Und je unsauberer die Kraul-Technik (Anfänger...) umso bösartiger für die Schultern.

Was ich gut fand in Luggage´Beiträgen war erstens die Bemerkung, dass man auch mal allgemein nachdenken sollte, ob nicht das ganze momentane Leben auf die Haltung drückt. M;an sagt ja auch "Kopf hängen lassen, Schultern hängen lassen"... Das denk ich mir seit einiger Zeit nämlich auch, dass DAS der eigentliche Kasus Knaxus ist. Und seine Lebensprobleme kann man nicht wegtrainieren, da kämpft man an der falschen Front.
Zweitens fand ich das mit dem Yoga gut. Ich merke, dass mir tägliches Meditieren in einer sauberen Haltung genauso viel bringt, wenn nicht mehr, wie sämtliche Dehn-, Mobilisierungs-, Haltungs- und Kräftigungsübungen zusammen.

Hat @Luggage nen Link zu ner empfehlenswerten Einsteiger-(Anfänger-) Seite für Yoga ? Möchte da nicht gleich in nen Verein rennen...

Was mich derezit auch beschäftigt ist der Zusammenhang zwischen Beckenposition, Wirbeln und Schulterproblematik. Ich beobachtete mithilfe zweier Spiegel , dass bei mir möglicherweise mindestens 2, wenn nicht drei Wirbel verdreht und verschoben sind (einer direkt über dem Becken, einer zwischen den Schulterblättern und evtl. einer dort, wo die BWS aufhört und die HWS beginnt).

Außerdem ist rechts irgendwas mit dem psoas nicht OK, es scheint mir dass der Hüftstrecker einseitig extrem verkürzt, verhärtet und in der Koordination verkümmert ist. Das scheint sich außer auf die Becken- und LWS-haltung auch auf Beinachse, Abrollverhalten, Belastungsverteilung und Körperhaltung beim Gehen sowie auf die Statik der Wirbelsäule bis hoch zum Schultergürtel und der Halswirbelsäule fortzupflanzen.

Und nein, ich geh nicht zum Orthopäden. Die können sowas nicht.
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  #45  
Alt 02-09-2008, 23:30
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Zitat:
Was ich gut fand in Luggage´Beiträgen war erstens die Bemerkung, dass man auch mal allgemein nachdenken sollte, ob nicht das ganze momentane Leben auf die Haltung drückt
ja richtig, sagt auch meine Krankengymnastin. Ich beobachte mich die ganze Zeit selbst, wenn ich müde bin am Computer sitze oder Auto fahre ist aufrecht sitzen sehr angstrengend. Ich muss sagen, vielleicht ist es ein tipp für euch, als ich Ju Jutsu machte war meine Haltung besser. Wir machten viel Bodenkampf wie auch Würfe und Fallschule, das war sehr gut für den Rücken, aber andererseits vermutlich nicht so gut für die Gelenke.
Wenn ihr in Nobelfitnessstudios angemeldet seid, Pfitzemeier (da wo Luggage angemeldet ist) ist so ein Nobelstudio würde ich euch echt empfehlen die Rückenkurse, Pilateskurse oder auch Bauch- oder Ganzkörper kurse mal mitzumachen, auch wenn Männern manche vielleicht "schwul" erscheinen, weil viele Frauen dort hingehen (ich meine nicht Aerobic, sondern die wo Muskeln trainiert werden) . Das hat mir damals auch viel gebracht, die Trainerinnen haben auch korrigiert. Krankengymnastik ist zu wenig.Achja, in Yoga wird mehr gedehnt. Würde Yoga aber auch Pilates machen.

Ich habe wieder mal lustige Unterhaltung mit der Krankengymnastin gehabt, ich fragte ob ich immer bis zum Muskelbrennen trainieren soll, weil mein früherer Trainer meinte ich soll nicht aufhören wenn die Muskel brennen. Sie sagte auf keinen Fall muss man das tun, das es sogar ungesund sei. Sie sagte, sonst würde keiner mehr Trainieren gehen wenn er jedesmal schmerzen hätte, da sagte ich, oh das machen sehr viele, die meisten Mal ehrlich, ich kenne keinen einzigen der nur leicht trainiert, und gerade das ist das geile am TRaining.

Zitat:
Und seine Lebensprobleme kann man nicht wegtrainieren, da kämpft man an der falschen Front.
Ah wo... etzt wirds esoterisch , ich weiss warum ich den Sch.. habe, ich sitze zu viel und habe beim Autofahren total falsche Haltung, jetzt hab ich den Sitz nähergerückt.
Wie ich finde sind die meisten Tische zu niedrig, 70 cm, alles für kleine Menschen gemacht. Und wenn man viel tippt kann man sich nicht wirklich am Tisch anlehnen, das ist tödlich für den Rücken. Meine Gymnastin sagte , diejenigen die keine Haltungsprobleme haben, haben ganz andere Probleme, jeder hat so seine Schwachstellen. Ich weiss nicht ob ich richtig in erinnerung habe, du bist nicht der jüngste? Also ich kenne Kampfsportler über 40 die Knie und Hüftprobleme haben. Man wird halt nicht jünger...
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Geändert von Shining (02-09-2008 um 23:47 Uhr).
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