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Gesundheit, Heilmethoden und Medizin Hier könnt ihr über alles, was die Gesundheit verbessert, diskutieren: TCM, Shiatsu, Akupressur, Akupunktur, Qi Gong, Tuina, Meditation, Thai-Massage, Moxa, Kräuterkunde usw. Dazu noch normale schulmedizinische Probleme.



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  #1  
Alt 05-12-2015, 11:48
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Kampfkunst: Fitness, neu-orientierung
 
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Standard Kampfsport nach Bypass-Op?

Hi Leute,
haben hier welche Erfahrung mit Kampfsporttraining nach einer Bypass-Op?
Geht dass nach einer solchen OP überhaupt noch? Wenn ja, wielange warten bis man wieder starten kann? Besonderheiten beim Training?

Grüße
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  #2  
Alt 05-12-2015, 12:25
Benutzerbild von dermatze
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Kampfkunst: AnWesenheit
 
Registrierungsdatum: 08.07.2007
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Standard

Zitat:
Zitat von Exodus73 Beitrag anzeigen
Hi Leute,
haben hier welche Erfahrung mit Kampfsporttraining nach einer Bypass-Op?
Geht dass nach einer solchen OP überhaupt noch? Wenn ja, wielange warten bis man wieder starten kann? Besonderheiten beim Training?

Grüße
Ich glaube, dazu wird es kaum Erfahrungen geben, weil Kampfsport so ziemlich das Letzte ist, was der durchschnittliche Bypasspatient im Sinn hat.
Unsere Patienten, die zur Bypass-OP kommen bewegen sich etwa zwischen dem 6ten und 8ten Lebensjahrzehnt und sind multimorbid, tragen also weitere Krankheiten mit sich herum. Die meisten sind niereninsuffizient mit unterschiedlicher Schwere, arterielle Hypertoniker, paVkler, Diabetiker etc. KHK haben sie ja sowieso.

Die Art des Trainings würde ich vom Allgemeinzustand, aber zum Teil auch von der Operationstechnik abhängig machen. Will sagen, bei einer offenen OP, dann ja üblicherweise mit vollständiger Eröffnung des Brustraums via Sternotomie würde ich diesen Bereich sehr deutlich verhaltener belasten, als bei einem minimalinvasiven Vorgehen ohne vollständige Eröffnung des Brustraumes.

Ich würde dir dazu raten dieses Thema mit den Kardiochirurgen an der durchführenden Klinik zu besprechen und mein Gefühl sagt mir, dass ich stumpfe Gewalteinwirkung auf den Thorax ehr grundsätzlich vermeiden würde.

Viele Grüße
__________________
Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du.
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  #3  
Alt 05-12-2015, 20:03
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Kampfkunst: 八極拳
 
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Beiträge: 3.833
Standard

Hi,

Definiere Kampfsport?!

Ich denke mal Vollkontakt/Wettkampf fällt erstmal flach, aber es gibt ja diverse Stile unter dem Himmel!

Gruß

Alef
__________________
http://www.bajiquan-hamburg.de/
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  #4  
Alt 07-12-2015, 14:51
Benutzerbild von va+an
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Hi

Ja kenne jemand, der es gut überstanden hat, und mit seinen 60 Lenzen weiterhin KK betreibt. Nicht mehr mit der Verbissenheit wie vorher, aber es geht.
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  #5  
Alt 07-12-2015, 14:58
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kommt eben drauf an wie er das ganze weggesteckthat.
Die emeisten sind froh wenn sie spazieren gehen können ohne Atemnot zu bekommen.
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  #6  
Alt 07-12-2015, 15:28
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Kampfkunst: BJJ, Muay Thai, Judo
 
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Ort: Lübeck
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Zitat:
Zitat von va+an Beitrag anzeigen
Ja kenne jemand, der es gut überstanden hat, und mit seinen 60 Lenzen weiterhin KK betreibt. Nicht mehr mit der Verbissenheit wie vorher, aber es geht.
Was macht er denn?
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  #7  
Alt 07-12-2015, 15:46
Benutzerbild von dermatze
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Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
kommt eben drauf an wie er das ganze weggesteckthat.
Die emeisten sind froh wenn sie spazieren gehen können ohne Atemnot zu bekommen.
Naja, nach so einer OP und einer entsprechenden Regenerationsphase sollte man schon spazieren gehen können, ohne Herzinsuffizienzsymptomatik, AP... zu entwickeln.
Wenn so ein Patient dann immernoch so "rumhängt", was im Einzelfall schon sein kann, aber nicht die Regel sein sollte (abhängig von der Ausgangssituation), dann muss man sich fragen, ob das, was man dem Patienten da hat angedeihen lassen so sinnvoll gewesen ist und man wird Probleme haben einen solch invasiven Eingriff vor dem Patienten zu rechtfertigen.

Sollte der TE selber der Patient sein, dann würde ich, angesichts des Alters mal einen Blick auf Aorta und Klappen, vor allem Aortenklappe werfen. Es ist das 4te Lebensjahrzehnt und damit ein Alter, wo sich z.B. eine bisher unbemerkte Fehlentwicklung der Aortenklappe (häufigster, angeborener Herzfehler, auch wenn die Kinderkardiologen da was anderes sagen, die sehen aber bikuspide Aortenkllappen i.d.R. nie) symptomatisch manifestieren würden.

Häufig sind die Ursachen, gerade in diesem Alter aber auch nicht kardial.
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Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du.

Geändert von dermatze (07-12-2015 um 15:54 Uhr).
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  #8  
Alt 09-12-2015, 11:26
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hi matze.
Ja ich bin der angehende 3-Bypässe-Patient
Herzklappen, Halsschlagadern, Bein-Venen und alle anderen möglichen Arterien/Venen sind völlig ok. Ich hab allerdings in jedem der 3 Hauptstämme des Herzens eine Stenose, bedingt durch eine Lipoprotein (a) - Störung. Zwei davon liegen im linken Hauptstamm im Segment 2 und damit so blöd dass mir dringend von einer STentlösung abgeraten wurde. Ich war erst im KH Olpe dann zur 2. Diagnose und weiteren Untersuchungen im Herzzentrum der Uni-Klinik Köln (FFR-Messung, Ultraschall der Herzkranzgefäße, normales Doppler-Ultraschall, Lungenvolumen-Messung 113%, Blutwerte alles Top bis auf Cholesterin leicht erhöht wegen des Lipo a).
Derzeit bin ich wegen der (stabilen) Angina Pectoris auf ein Mindestmaß an Bewegung und körperlicher Tätigkeit runtergeschraubt mit "Schnellem Gehen" und leichtem Krafttraining (50% mit 15 - 20 Wdh., 3 Sätze). Das geht mir jetzt schon nach ca. 7 Wochen auf den Zeiger... Von den ganzen Medis die ich mom. Schlucken muß, will ich mal garnicht anfangen zu reden.
Und das alles ... weil ich Rückenschmerzen beim Sport bekommen habe.

Na dass ich nicht direkt nach der OP/Reha ins KK/KS wieder einsteigen kann - vor allem bei den Stilen mit VK etc. ist mir schon bewusst. Vermutlich werde ich mich eher etwas an Stilen wie den FMA orientieren. Wenn ich da mit leichten STockdrills etc. anfangen kann bin ich vermutlich schon ganz froh (By the way: Bitte mal einen gescheiten FMA-Trainer ins Südsauerland!!!!!!)

Geändert von Exodus73 (09-12-2015 um 11:30 Uhr).
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  #9  
Alt 09-12-2015, 11:37
Smoo
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Zitat:
Zitat von Exodus73 Beitrag anzeigen
hi matze.
Ja ich bin der angehende 3-Bypässe-Patient
Herzklappen, Halsschlagadern, Bein-Venen und alle anderen möglichen Arterien/Venen sind völlig ok. Ich hab allerdings in jedem der 3 Hauptstämme des Herzens eine Stenose, bedingt durch eine Lipoprotein (a) - Störung. Zwei davon liegen im linken Hauptstamm im Segment 2 und damit so blöd dass mir dringend von einer STentlösung abgeraten wurde. Ich war erst im KH Olpe dann zur 2. Diagnose und weiteren Untersuchungen im Herzzentrum der Uni-Klinik Köln (FFR-Messung, Ultraschall der Herzkranzgefäße, normales Doppler-Ultraschall, Lungenvolumen-Messung 113%, Blutwerte alles Top bis auf Cholesterin leicht erhöht wegen des Lipo a).
Derzeit bin ich wegen der (stabilen) Angina Pectoris auf ein Mindestmaß an Bewegung und körperlicher Tätigkeit runtergeschraubt mit "Schnellem Gehen" und leichtem Krafttraining (50% mit 15 - 20 Wdh., 3 Sätze). Das geht mir jetzt schon nach ca. 7 Wochen auf den Zeiger... Von den ganzen Medis die ich mom. Schlucken muß, will ich mal garnicht anfangen zu reden.
Und das alles ... weil ich Rückenschmerzen beim Sport bekommen habe.

Na dass ich nicht direkt nach der OP/Reha ins KK/KS wieder einsteigen kann - vor allem bei den Stilen mit VK etc. ist mir schon bewusst. Vermutlich werde ich mich eher etwas an Stilen wie den FMA orientieren. Wenn ich da mit leichten STockdrills etc. anfangen kann bin ich vermutlich schon ganz froh (By the way: Bitte mal einen gescheiten FMA-Trainer ins Südsauerland!!!!!!)
Gute Besserung!

So wie ich das verstanden habe müssen Herzpatienten und überhaupt alle Patienten mit Krankheiten oder Anomalien im Herz-/Kreislaufsystem einen individuellen Weg zum Sport zurck finden.

Dabei ist mir diese Metapher von einem Zug wieder eingefallen, der "langsam ins rollen kommt" und "lange ausrollt". Und damit das System nicht überlastet wird muss
1. Man die Zeitspannen der Belastung abschätzen
+
2. Stressfaktoren nach dem Training kennen und vermeiden
+
3. Die Intensität nur langsam erhöhen

Das erklären einem eigentlich die Ärzte.

Hoffe, du regenerierst wie gewünscht.
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  #10  
Alt 09-12-2015, 13:06
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Zitat:
Zitat von Exodus73 Beitrag anzeigen
hi matze.
Ja ich bin der angehende 3-Bypässe-Patient
Herzklappen, Halsschlagadern, Bein-Venen und alle anderen möglichen Arterien/Venen sind völlig ok. Ich hab allerdings in jedem der 3 Hauptstämme des Herzens eine Stenose, bedingt durch eine Lipoprotein (a) - Störung. Zwei davon liegen im linken Hauptstamm im Segment 2 und damit so blöd dass mir dringend von einer STentlösung abgeraten wurde. Ich war erst im KH Olpe dann zur 2. Diagnose und weiteren Untersuchungen im Herzzentrum der Uni-Klinik Köln (FFR-Messung, Ultraschall der Herzkranzgefäße, normales Doppler-Ultraschall, Lungenvolumen-Messung 113%, Blutwerte alles Top bis auf Cholesterin leicht erhöht wegen des Lipo a).
Derzeit bin ich wegen der (stabilen) Angina Pectoris auf ein Mindestmaß an Bewegung und körperlicher Tätigkeit runtergeschraubt mit "Schnellem Gehen" und leichtem Krafttraining (50% mit 15 - 20 Wdh., 3 Sätze). Das geht mir jetzt schon nach ca. 7 Wochen auf den Zeiger... Von den ganzen Medis die ich mom. Schlucken muß, will ich mal garnicht anfangen zu reden.
Und das alles ... weil ich Rückenschmerzen beim Sport bekommen habe.

Na dass ich nicht direkt nach der OP/Reha ins KK/KS wieder einsteigen kann - vor allem bei den Stilen mit VK etc. ist mir schon bewusst. Vermutlich werde ich mich eher etwas an Stilen wie den FMA orientieren. Wenn ich da mit leichten STockdrills etc. anfangen kann bin ich vermutlich schon ganz froh (By the way: Bitte mal einen gescheiten FMA-Trainer ins Südsauerland!!!!!!)
Oh, tut mir Leid. Das ist wirklich doof. Ich denke, dass mit dem Befund auch die Option minimalinvasiven Vorgehens fällt. Das ist aber eh nicht so schlecht.
Warte erstmal ab, wie es nach der OP aussieht. Du bist ja vermutlich kein Diabetiker, was hinsichtlich der Auswahl des Bypassmaterials recht gut ist.
Und du bist ja noch verhältnismäßig jung, fit und wirst dich vermutlich dementsprechend auch besser erholen, als das übliche Patientenklientel solcher Operationen.
Deine konkreten Fragen zum Sport sind bei den zuständigen Medizinern vor Ort sicherlich am besten aufgehoben. Der Brustkorb wird ja hinterher mit Drahtcerklagen verschlossen. Vermutlich sind Stöße in diesem Bereich auch nach vollständiger Regeneration recht unangenehm. Aber das sind echt alles Detailfragen. Primär ist erstmal wichtig, dass die adäquate Versorgung des Herzens auch unter Belastung wieder sichergestellt ist.
Sei mal guter Dinge, das ist alles wirklich kein Weltuntergang und deine sonstige Konstitution wird sich sicherlich recht positiv auf die Regeneration auswirken.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und lass den Kopf nicht hängen, wenn du zwischendurch mal den Eindruck haben solltest, dass es mit der Regeneration doch nicht schnell genug geht. Das wird schon.
__________________
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  #11  
Alt 11-12-2015, 11:24
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hi matze,
nein - minimalinvasiv ist da leider nichts zu machen. Ob mit Herz-Lungen-Maschine oder ohne ist wohl die einzige Frage die noch im Raum steht. Hatte gestern ein vorläufiges Vorgespräch mit dem Leitenden Oberarzt des Herzzentrums der Uni-Klinik Köln und der meinte dass eine vollständige Arterielle Versorgung mit den drei Bypässen erfolgt (Seite, Vorderwand, Hinterwand).
Was die sportliche Betätigung und die generelle Genesung angeht, meinte der Arzt nur dass man das Abwarten müsse, jeder würde eine solche Op anders verdauen. Aufgrund der Tatsache dass ich ansonsten aber Fit bin und keine weiteren Krankheiten oder Störungen der Organe/Arterien/Venen habe (außer der KHK/Lipo-Störung die Ursächlich für die ganze Schei... ist und Bluthochdruck) sieht er da ziemlich hoffnungsvoll in die Zukunft.

Sicher ist nur dass in den ersten 3 Monaten nach der OP, bis das Brustbein wieder verwachsen ist, keine schweren Gewichte gestemmt werden dürften, und natürlich auch keine stumpfe Gewaltanwendung auf den Brustkorb erfolgen sollte. Des weiteren keine Flugreisen, und mind. 6 Monate kein Tauchen, Bergsteigen oder ähnliche Tätigkeiten bis ein Kardiologe wieder vollständig grünes Licht gibt.
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  #12  
Alt 11-12-2015, 11:30
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Zitat von Exodus73 Beitrag anzeigen
Hi Leute,
haben hier welche Erfahrung mit Kampfsporttraining nach einer Bypass-Op?
Geht dass nach einer solchen OP überhaupt noch? Wenn ja, wielange warten bis man wieder starten kann? Besonderheiten beim Training?

Grüße
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  #13  
Alt 11-12-2015, 11:51
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Zitat:
Zitat von Exodus73 Beitrag anzeigen
hi matze,
nein - minimalinvasiv ist da leider nichts zu machen. Ob mit Herz-Lungen-Maschine oder ohne ist wohl die einzige Frage die noch im Raum steht. Hatte gestern ein vorläufiges Vorgespräch mit dem Leitenden Oberarzt des Herzzentrums der Uni-Klinik Köln und der meinte dass eine vollständige Arterielle Versorgung mit den drei Bypässen erfolgt (Seite, Vorderwand, Hinterwand).
Was die sportliche Betätigung und die generelle Genesung angeht, meinte der Arzt nur dass man das Abwarten müsse, jeder würde eine solche Op anders verdauen. Aufgrund der Tatsache dass ich ansonsten aber Fit bin und keine weiteren Krankheiten oder Störungen der Organe/Arterien/Venen habe (außer der KHK/Lipo-Störung die Ursächlich für die ganze Schei... ist und Bluthochdruck) sieht er da ziemlich hoffnungsvoll in die Zukunft.

Sicher ist nur dass in den ersten 3 Monaten nach der OP, bis das Brustbein wieder verwachsen ist, keine schweren Gewichte gestemmt werden dürften, und natürlich auch keine stumpfe Gewaltanwendung auf den Brustkorb erfolgen sollte. Des weiteren keine Flugreisen, und mind. 6 Monate kein Tauchen, Bergsteigen oder ähnliche Tätigkeiten bis ein Kardiologe wieder vollständig grünes Licht gibt.
Die aktuelle Studienlage sieht so aus, dass das postoperative Outcome mit HLM etwas besser ist. Das Thema ist nicht unumstritten. Wir an der Charitè bevorzugen eindeutig die Variante mit HLM und weichen nur in Ausnahmefällen davon ab.

Bei Bypässen geht es ja um die Offenheitsrate nach Jahren. Da sind arterielle Versorgungen, wie sei bei dir gemacht werden deutlich zu bevorzugen, besonders, wenn man die inneren Brustwandarterien nutzt. (Bei z.B. einem Diabetiker müsste man hier aber abwägen, aber das spielt für dich ja keine Rolle)
Macht man es nicht mit HLM sondern am schlagenden Herzen wird immer ein Teil des Herzens mit einer Art Saugnapfklemme (Octopus) (wahrscheinlich gibt es auch andere Devices) stillgelegt. Das ist aber nur eine relative Stillegung, Bewegung ist da dennoch und vermutlich erschwert dies das Procedere. Möglicherweise führt dies zu dem, im Moment gesehenen leichten Vorteil hinsichtlich Offenheitsrate und postoperativer Revaskularisierung bei HLM-Verwendung.

Wie gesagt, die Frage mit Herz-Lungen-Maschine, oder ohne ist kontrovers diskutiert und auch abhängig von der Philosophie des jeweiligen Chefarztes etc. Die Zahlen sind nicht so eindeutig, dass man ein Verfahren glasklar favorisieren könnte und bei den Studien ist immer die Frage, wie sich die Zahlen zusammensetzen, was konkret im Rahmen der Maschinenunterstützung gemacht wird (HLM ist ein sehr multidimensionales Thema.... Kardioplegie, Blutdruckregime, Volumenersatz...). Wahrscheinlich ist das Verfahren am besten, mit dem der durchführende Operateur die meiste Erfahrung hat.
__________________
Das Verstehen ist ein Wiederfinden des Ich im Du.

Geändert von dermatze (11-12-2015 um 12:14 Uhr).
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  #14  
Alt 11-12-2015, 13:33
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alles gute für di op und genesung .

dem kampfsport kann man auch als inaktiver treu bleiben, als funktionär , betreuer oder als fan.

sucht dir auf jeden fall etwas, was dir gut tut und versteife dich nicht, auf kampfsport.
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  #15  
Alt 13-12-2015, 13:15
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Zitat:
Zitat von marq Beitrag anzeigen
alles gute für di op und genesung .

dem kampfsport kann man auch als inaktiver treu bleiben, als funktionär , betreuer oder als fan.

sucht dir auf jeden fall etwas, was dir gut tut und versteife dich nicht, auf kampfsport.
Danke dir, hab ich ja schon seit ein-zwei jahren. gehe ich segeln und mache generell etwas mehr "normale" Fitness. Trotzdem würde ich in diesem Bereich zumindest noch ein bischen was machen - was und in welcher Intenstität wird sich dann noch zeigen.
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