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Gesundheit, Heilmethoden und Medizin Hier könnt ihr über alles, was die Gesundheit verbessert, diskutieren: TCM, Shiatsu, Akupressur, Akupunktur, Qi Gong, Tuina, Meditation, Thai-Massage, Moxa, Kräuterkunde usw. Dazu noch normale schulmedizinische Probleme.



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  #1  
Alt 15-05-2017, 14:37
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Standard Meditation

So allgemein der Titel, so allgemein die Frage :-P Ich interessiere mich sehr für Meditation, weiß aber im Grunde nichts darüber - bzw bestenfalls das "übliche Halbwissen". Ich würde mich also gerne von Grund auf darüber informieren, wie man es erlernen kann, was es für Methoden gibt, usw. Büchertips, videos etc sind herzlich willkommen Es kann also durchaus ersteinmal ein bunes Sammelsurium an Daten, Fakten und Gerüchten werden ;-) Euch vielen Dank
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  #2  
Alt 15-05-2017, 14:50
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Zitat:
Zitat von okami 04 Beitrag anzeigen
So allgemein der Titel, so allgemein die Frage :-P Ich interessiere mich sehr für Meditation, weiß aber im Grunde nichts darüber - bzw bestenfalls das "übliche Halbwissen". Ich würde mich also gerne von Grund auf darüber informieren, wie man es erlernen kann, was es für Methoden gibt, usw. Büchertips, videos etc sind herzlich willkommen Es kann also durchaus ersteinmal ein bunes Sammelsurium an Daten, Fakten und Gerüchten werden ;-) Euch vielen Dank
Hier ein IMO schönes Buch über Achtsamkeitsmeditation von Jon Kabat Zinn.
(siehe auch "Blick in's Buch"):

https://www.amazon.de/Alltag-Ruhe-fi.../dp/3426875292

Die Methode arbeitet damit, Atem, Körpergefühlen, Geräuschen, Gedanken, Emotionen... achtsam zu begegnen:
D.h. wahrzunehmen, ohne verändern zu wollen....mit dem gegenwärtigem Moment in Kontakt kommen...

Geändert von Aruna (15-05-2017 um 15:10 Uhr).
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  #3  
Alt 15-05-2017, 17:42
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Zitat:
Zitat von okami 04 Beitrag anzeigen
So allgemein der Titel, so allgemein die Frage :-P Ich interessiere mich sehr für Meditation, weiß aber im Grunde nichts darüber - bzw bestenfalls das "übliche Halbwissen". Ich würde mich also gerne von Grund auf darüber informieren, wie man es erlernen kann, was es für Methoden gibt, usw. Büchertips, videos etc sind herzlich willkommen Es kann also durchaus ersteinmal ein bunes Sammelsurium an Daten, Fakten und Gerüchten werden ;-) Euch vielen Dank
Gibt ein Buch von Matthieu Ricard, heißt "Meditation".
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  #4  
Alt 15-05-2017, 18:54
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Vielen dank euch zwei!!! Besteht eurer Erfahrung nach die Möglichkeit sich dem Thema im Selbstversuch zu nähern oder ist das schon im Ansatz verfehlt? Um ein Beispiel zu nennen: ich habe vor meinem Wiedereinstieg in die KK recht viel vinyasa yoga gemacht und würde ausgehend von diesen Erfahrungen sagen das es praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist yoga zu Hause zu lernen. Ich nehme an der Vergleich hinkt schon im Ansatz :-P Aber mir geht es darum was man da grundsätzlich schonmal "in Eigeninitiative" sich aneignen kann - den ob ich so schnell einen Lehrer dafür finde ist fraglich. Bzw. an all jene die es schonmal unter Anleitung erlernt haben? Was sind Qualifikationen eines Meditations-lehrers? Wie würdet ihr einen solchen suchen? Danke nochmal
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  #5  
Alt 15-05-2017, 19:48
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Zitat:
Zitat von okami 04 Beitrag anzeigen
Vielen dank euch zwei!!! Besteht eurer Erfahrung nach die Möglichkeit sich dem Thema im Selbstversuch zu nähern oder ist das schon im Ansatz verfehlt? Um ein Beispiel zu nennen: ich habe vor meinem Wiedereinstieg in die KK recht viel vinyasa yoga gemacht und würde ausgehend von diesen Erfahrungen sagen das es praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist yoga zu Hause zu lernen. Ich nehme an der Vergleich hinkt schon im Ansatz :-P Aber mir geht es darum was man da grundsätzlich schonmal "in Eigeninitiative" sich aneignen kann - den ob ich so schnell einen Lehrer dafür finde ist fraglich. Bzw. an all jene die es schonmal unter Anleitung erlernt haben? Was sind Qualifikationen eines Meditations-lehrers? Wie würdet ihr einen solchen suchen? Danke nochmal
Ich werde dich enttäuschen müssen. Ich bin überhaupt nicht kompetent deine Fragen zu beantworten.
Ich habe über einige (wenige) Jahre hinweg konstant i.d.R. mehrmals täglich meditiert. Es war ein sehr ernsthafter Selbstversuch. Dass es mir persönlich etwas gebracht hätte kann ich nicht behaupten. Ich hatte die vorsichtige Ahnung, dass es mich, im Gegenteil anfälliger im Alltag gemacht hat. Aber das kann ich nicht sicher sagen, ist nur eine vorsichtige Ahnung.
Klar gibt es gesundheitliche Aspekte, ist auch logisch. Wenn man sitzt und meditiert kann man in der Zeit nicht mit der Freundin durch die City hetzen, einen Termin versuchen einzuhalten etc.

Aber darüber hinaus, keine Ahnung. Wo soll Meditation hinführen? Es ändert doch nichts. Kein Hai hätte jemals einen Taucher verschont, weil dieser tausende Stunden meditiert hat. Ich will damit sagen, in der realen Welt ist es einfach egal.
Als die Chinesen in Tibet einfielen trafen sich auf Garden der Tibeter, ärmlich bewaffnet, aber mit einem vom Lama gesegneten Zeichen, dass sie vor den chinesischen Kugeln schützen sollte. Hat nicht so geklappt, die wurden einfach erschossen.

Ich wünsche dir viel Erfolg, mit Lehrer oder ohne. Wenn ich die Wahl habe eine Stunde zu meditieren oder Korn, Dope oder Disturbed zu hören, dann fällt meine Wahl nicht auf Meditation.
Sorry, ich will dir nur ehrlich antworten. Wie gesagt, viel Erfolg.
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  #6  
Alt 15-05-2017, 20:10
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Zitat:
Zitat von dermatze Beitrag anzeigen
Ich werde dich enttäuschen müssen. Ich bin überhaupt nicht kompetent deine Fragen zu beantworten.
Ich habe über einige (wenige) Jahre hinweg konstant i.d.R. mehrmals täglich meditiert. Es war ein sehr ernsthafter Selbstversuch. Dass es mir persönlich etwas gebracht hätte kann ich nicht behaupten. Ich hatte die vorsichtige Ahnung, dass es mich, im Gegenteil anfälliger im Alltag gemacht hat. Aber das kann ich nicht sicher sagen, ist nur eine vorsichtige Ahnung.
Klar gibt es gesundheitliche Aspekte, ist auch logisch. Wenn man sitzt und meditiert kann man in der Zeit nicht mit der Freundin durch die City hetzen, einen Termin versuchen einzuhalten etc.

Aber darüber hinaus, keine Ahnung. Wo soll Meditation hinführen? Es ändert doch nichts. Kein Hai hätte jemals einen Taucher verschont, weil dieser tausende Stunden meditiert hat. Ich will damit sagen, in der realen Welt ist es einfach egal.
Als die Chinesen in Tibet einfielen trafen sich auf Garden der Tibeter, ärmlich bewaffnet, aber mit einem vom Lama gesegneten Zeichen, dass sie vor den chinesischen Kugeln schützen sollte. Hat nicht so geklappt, die wurden einfach erschossen.

Ich wünsche dir viel Erfolg, mit Lehrer oder ohne. Wenn ich die Wahl habe eine Stunde zu meditieren oder Korn, Dope oder Disturbed zu hören, dann fällt meine Wahl nicht auf Meditation.
Sorry, ich will dir nur ehrlich antworten. Wie gesagt, viel Erfolg.

Was meinst du mit, es hat dich vielleicht anfälliger gemacht? Wofür denn?
Ich bin jetzt auch nicht der Befürworter von "Meditation statt Wirklichkeit", aber was du schreibst verwundert mich doch etwas? Was hast du denn da ein paar Jahre mehrmals täglich gemacht??
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  #7  
Alt 15-05-2017, 21:41
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Zitat:
Zitat von okami 04 Beitrag anzeigen
Besteht eurer Erfahrung nach die Möglichkeit sich dem Thema im Selbstversuch zu nähern
ja. bitte unbedingt selbst versuchen :-)


Zitat:
Um ein Beispiel zu nennen: ich habe vor meinem Wiedereinstieg in die KK recht viel vinyasa yoga gemacht und würde ausgehend von diesen Erfahrungen sagen das es praktisch ein Ding der Unmöglichkeit ist yoga zu Hause zu lernen.
Es gibt Meditationen, die sind sehr viel einfacher als eine ganze Yoga-Richtung.

zum Beispiel: setz dich hin, zünde eine Kerze an, betrachte die Kerze. Tu das mindestens eine Viertelstunde lang jeden Tag.

Krafttraining finde ich sehr meditationsfördernd, die Gewichte zwingen einen zu Ernsthaftigkeit und Konzentration.

Man kann Formen / Katas etc aus diversen Kampfkünsten auf meditative Weise machen, wenn man sie schon kann.

Man kann Hausarbeit auf meditative Weise machen.

Man kann im öffentlichen Verkehr still sitzen und sich auf den Atem konzentrieren und die Eindrücke der Welt wie ein Fluss vorbei ziehen lassen.

Zitat:
den ob ich so schnell einen Lehrer dafür finde ist fraglich.
Wenn du in einer mittelgrossen oder auch nur schon kleinen Stadt lebst, wird es ziemlich sicher viele Angebote geben.


Zitat:
Was sind Qualifikationen eines Meditations-lehrers? Wie würdet ihr einen solchen suchen?
ich würde per Zufall suchen, mal eine Probestunde an einem Gruppenanlass nehmen, und gucken, wie ich mich nachher fühle.
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  #8  
Alt 15-05-2017, 22:16
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Zitat:
Zitat von okami 04 Beitrag anzeigen
Vielen dank euch zwei!!! Besteht eurer Erfahrung nach die Möglichkeit sich dem Thema im Selbstversuch zu nähern oder ist das schon im Ansatz verfehlt?
Hast Du irgendwelche psychischen Probleme über das übliche Maß hinaus?
Dann ist so eine Selbstkonfrontation nicht unbedingt anzuraten.
Von Kabat Zinn gibt es z.B. Audio-Cds mit geführten Meditationen.
Das vermittelt schon die Idee der Achtsamkeit.
Wenn's denn Achtsamkeit sein soll.

(da gibt es auch verschiedene Videos von MBSR-LehrerInnen auf YT, aber da hab ich auf die Schnelle nix gefunden, was mir tatsächlich zusagt)

hier eine geführte Meditation über liebende Güte, inclusive Einführung mit etwas optimistischerem Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten:




Zitat:
Zitat von okami 04 Beitrag anzeigen
den ob ich so schnell einen Lehrer dafür finde ist fraglich. Bzw. an all jene die es schonmal unter Anleitung erlernt haben? Was sind Qualifikationen eines Meditations-lehrers? Wie würdet ihr einen solchen suchen? Danke nochmal
Wo kommst Du denn her?
In vielen Städten gibt es Meditationsgruppen aus verschiedenen Richtungen.
Zur Not gibt es auch WE-Kurse.
Ich würde drauf schauen, dass die Leute da nicht abgehoben sind oder sich was drauf einbilden.....
Wenn man Dir Superkräfte verspricht, wäre ich schon mal vorsichtig...

Geändert von Aruna (15-05-2017 um 22:23 Uhr).
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  #9  
Alt 16-05-2017, 08:12
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Hallo Julian,

Zitat:
Was meinst du mit, es hat dich vielleicht anfälliger gemacht? Wofür denn?
Auch wenn ich nicht der angesprochene bin, vielleicht doch eine Antwort von mir: Ich habe festgestellt, dass tägliche Meditation (ohne Ausleitung, Versuch die Beschreibungen aus Büchern umzusetzen) meine latenten Depressionen massiv verstärkt hat.

Es ist nicht ganz ungefährlich, mit Bewusstseinszuständen herumzuexperimentieren. Zumindest ohne kompetente Anleitung.

Grüße
SVen
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  #10  
Alt 16-05-2017, 08:13
Benutzerbild von CeKaVau
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Hallo okami 04,

Zitat:
setz dich hin, zünde eine Kerze an, betrachte die Kerze. Tu das mindestens eine Viertelstunde lang jeden Tag.
Ähm, diesen Ratschlage würde ich, im Sinne einer funktionierenden Netzhaut, dann doch lieber lassen.

Grüße
SVen
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  #11  
Alt 16-05-2017, 09:09
Benutzerbild von Gawan
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https://www.amazon.de/Meditation-All.../dp/3940185124

Da erfährst du alles, was du brauchst, um selbständig mit Meditation anzufangen. Und welche „Erfolge“ man erwarten kann, wenn man intensiv praktiziert. Die Autoren empfehlen eine tägliche Übungszeit von 3 Stunden (nicht notwendigerweise am Stück), um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Meditation ist eine Kunst, die beständiges Übung erfordert. Ebenso wie wenn man ein Musikinstrument oder eine Kampfkunst oder irgendeine andere Kunst lernt. Je mehr Zeit du dafür aufbringen kannst, umso größer werden deine Fortschritte sein.

Andererseits genügen „für den Hausgebrauch“ schon wenige Minuten am Tag, dabei wird es jedoch nur eher langsame Fortschritte geben und man wird kaum über ein bestimmtes Niveau hinaus kommen.

Ziel der Meditation nach diesem Buch ist die Kultivierung von Aufmerksamkeit, Konzentration, Bewusstheit. Letztlich geht es darum, dieses einzigartige und wahrscheinlich einmalige Leben intensiver zu erfahren und mehr vom Leben zu haben.
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  #12  
Alt 16-05-2017, 13:30
Benutzerbild von Aruna
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Zitat:
Zitat von Gawan Beitrag anzeigen
https://www.amazon.de/Meditation-All.../dp/3940185124

Da erfährst du alles, was du brauchst, um selbständig mit Meditation anzufangen. Und welche „Erfolge“ man erwarten kann, wenn man intensiv praktiziert. Die Autoren empfehlen eine tägliche Übungszeit von 3 Stunden (nicht notwendigerweise am Stück), um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Also ein Achtel des Lebens meditieren, um mehr davon zu haben...
Machst Du das?
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  #13  
Alt 16-05-2017, 13:31
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Kampfkunst: La Superba, dt. Fechten des 19. Jhdts, 沢手, Rutzkunst, Yoga
 
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Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass hier ersteinmal geklärt werden sollte, was wer überhaupt unter "Meditation" versteht.

In vielen Kulturen der Erde gibt es Praktiken, die als "Meditation" bezeichnet werden. Diese unterschieden sich teilweise massiv voneinander.

Zunächst denke ich kann man recht offensichtlich zwischen Meditation in Ruhe und Bewegungsmeditation unterscheiden. Beispiele für Bewegungsmeditation wäre z. B. die Derwischtänze der Sufi oder auch Meditationsformen, in denen Bewegungen immer wieder wiederholt werden, um einen "Flow-Zustand" zu erreichen (Mantra-Singen funtioniert z.B. so).

Dann wäre zu klären, was das Ziel der Meditation sein soll. Z.B.:
- Die in den letzten Jahren zum Hype gewordene Achtsamkeits-Meditation z.B. strebt ja nach eine allgemeinen Öffnung der Sinne.
- Das Pratyahara-Prinzip aus dem Ashtanga- bzw. Raja-Yoga erstrebt das vollständige Zurückziehen der Wahrnehmung nach innen
- Die christliche Meditation besteht meist aus dem Betrachten eines Bildes oder eines Textes, um darüber tiefere Erkenntnisse zu gewinnen
- Verschiedene schamanistische Meditationen bstehen im Beobachten der Umgebung
- In einem obskuren Buch über mittelalterliche Hermetik habe ich über das Prinzip der "Gedankenzucht" gelesen. Diese besteht im Beobachten und strikten Nicht-Beeinflussen der eigenen Gedankenbilder. Ich weiß nicht, wie historisch korrekt das ist, ist aber trotzdem eine gute Übung.

Zum Thema Selbstversuch:
Mir hat es bisher immer am meisten gebracht, einige Impulse von einem Wochenendseminar bekommen, und dann selbst damit rumzuexperimentieren. Was allerdings Vorraussetzung ist, ist, dass man sich Zeit dafür nimmt.
Einen Spruch, den ich sehr passend finde, der glaube ich ursprünglich aus dem Buddhismus stammt:
"Du sollst jeden Tag eine Stunde meditieren. Wenn du dafür keine Zeit hast, solltest du jeden Tag 3 Stunden meditieren."
__________________
"Natürlich bewegen kannst du dich, wenn es egal ist." - ein Fechtlehrer
Scuola d'Armi Tigre di Giada - Duellkunst italienischer Tradition in München

Geändert von Jadetiger (16-05-2017 um 13:38 Uhr).
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  #14  
Alt 16-05-2017, 14:33
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Zitat:
Zitat von CeKaVau Beitrag anzeigen
Hallo Julian,



Auch wenn ich nicht der angesprochene bin, vielleicht doch eine Antwort von mir: Ich habe festgestellt, dass tägliche Meditation (ohne Ausleitung, Versuch die Beschreibungen aus Büchern umzusetzen) meine latenten Depressionen massiv verstärkt hat.

Es ist nicht ganz ungefährlich, mit Bewusstseinszuständen herumzuexperimentieren. Zumindest ohne kompetente Anleitung.

Grüße
SVen
An Depressionen hatte ich dabei gar nicht gedacht, aber ich würde dem zustimmen, dahingehend, dass das problematisch sein kann.
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  #15  
Alt 16-05-2017, 14:40
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@dermatze: vielen Dank für den kritisches Statement. In der Tat will geht es mir um nichts weniger als den Glauben das Mediation DAS Allheilmittel ist. "Wo soll Meditation hinführen?" mein eher diffuses Interesse daran kommt von dem Hitzkopf in mir. Hat zwar über die Jahre nachgelassen, ist aber immer noch in Spuren vorhanden. Ich verstehe was du meinst wenn du sagst das du gener Korn hörst, auch ohne Korn Fan zu sein, oder auf eine Meditationspraxis zurückzublicken ;-)

@aruna und CeKaVau: bei mir wurde 2014 ein Burn-out diagnostiziert; dazu noch eine Angststörung. Heute gelte ich als geheilt. Ich habe ziemlich reinen Tisch gemacht, bin ins Ausland gezogen (Paris) habe einen neuen Job und trainiere zwei KK. Ich habe durch meine Suche nach einem Therapieplatz seinerzeit auch den Eindruck gewonnen das nicht alles für jeden in jeder lebensphase gut sein muss. Mich würde darum interessieren inwiefern sich das konkret negativ auf einen depressiven Menschen auswirken kann? Hier schließe ich mich auch der Frage von Julian Braun an Matze an.

@jadetiger: vielen Dank für deinen Beitrag, du triffst damit genau mein großes Problem: was ist mediation überhaupt? Was für Varianten gibt es usw. Ich stand da immer wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg. Obwohl ich selber nicht gerade krampfhafter Atheist bin muss ich sagen das ich mich eher für Methoden interessieren würde die in Sachen religiösen Überbau nicht allzu belastet sind. Falls es soetwas überhaupt gibt? Den Begriff Achtsamkeit habe ich aus dem yoga noch im Ohr, das war da aber dermaßen penetrant das ich schon eher eine Abneigung entwickelt habe :-p Ähnlich wie bei manchen Krav/Combatives etc pp Geschichten ihr permanentes "Street dies/Dirty das" Gelaber. manche Wahrheiten verlieren ihre Kraft durch inflationären Gebrauch.... Allerdings interessiert mich die Achtsamkeits-meditation selbst durchaus!!!!

Geändert von okami 04 (16-05-2017 um 14:43 Uhr).
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