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  #1  
Alt 12-04-2011, 19:21
Benutzerbild von *kukuli*
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Kampfkunst: Thaiboxen,Wing Chun(inaktiv),Boxen,Grappling
 
Registrierungsdatum: 10.11.2007
Ort: ganz im Süden, FN^^
Alter: 21
Beiträge: 70
Arrow psychische Erkrankung/ Kampfsport

Hallo Leute

Bin seit langem mal wieder da, auch mit dem Antrieb wieder Kampfsport zu machen... Vor 4 Jahren hatte ich mir das Ziel gesetzt einmal ''gut'' im Muay Thai zu werden... Ich hab mich damals so in den Sport verliebt und hab sogar relativ gute Fortschritte gemacht bis mir meine Gedanken einen Strich durch die Rechnung gemacht haben... Mir wurde von verschiedenen Ärzten mal ne Schizophrenie, dann ne Angststörung dann eine Mischform diagnostiziert. So groß die Ziele für mich waren, so schlecht hat es nur geklappt. Aber jetzt wird das schon... Mich würde interessieren ob jemand von euch psychische/seelische Probleme hat und ob ihr es geschafft habt dennoch den Sport weiterzu machen. Ich hab es nicht geschafft...

lG *kukuli*

PS: Ah das hat gut getan mal die Gedanken rauszuschreiben
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  #2  
Alt 25-04-2011, 16:03
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 02.04.2007
Beiträge: 481
Standard

Hi,

ich denke, dass Kampfsport grundsätzlich etwas sehr positives ist.
Du kannst dein Adrenalin auf gesunde Art rauslassen!

Solange du aufgrund deiner Erkrankung keine Gefahr für deine Trainingspartner darstellst, seh ich im Muay Thai absolut kein Problem.

Ich würde mir zu Anfang kleine Ziele setzen - "gut" im MT zu werden, ist eine recht allgemeine Aussage.
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  #3  
Alt 25-04-2011, 16:22
Benutzerbild von Klaus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 31.08.2001
Ort: NRW
Beiträge: 12.557
Standard

Da emotionale Störungen in der Regel von traumatischen Erlebnissen kommen in denen es mittelbar auch um Gewalt geht, ist Kampfsport nicht unbedingt sehr hilfreich. Kommt darauf an wie das wirkt. Leute die eher Angst haben können davon profitieren. Leute die Probleme mit Impulskontrolle haben, können ihre Probleme verschärfen. Ich tendiere aber dazu eher sowas wie Judo / Grappling zu favorisieren, wenn es schon Kampfsport sein muss. Das Thema mit sowas umzugehen und wovon man sich eher fernhalten sollte ist allerdings sehr komplex. Ich würde mich von allem fernhalten, das Trigger für irgendwelche Konflikte auslöst.
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"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)
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  #4  
Alt 25-04-2011, 18:22
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Raufen & Rangeln
 
Registrierungsdatum: 22.04.2004
Ort: Hamburg - St. Pauli
Beiträge: 1.848
Standard

Vielleicht hat Dein Sportabbruch gar nichts direkt Deiner Krankheit zu tun? Ich will nichts Dir ausreden oder beschönigen, nur anmerken, dass die meisten Abbrecher, nicht (psychisch) krank sind. Was aber nicht heißt, dass jeder psychische Kranke auch Sport machen kann/will. Sprich mit Deinem Arzt/Therapeuten darüber, warum Du nicht zum Sport gehst oder wie man dieses Thema in Angriff nehmen könnte. Vielleicht öffnet man dadurch auch eine andere Tür...


Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Da emotionale Störungen in der Regel von traumatischen Erlebnissen kommen in denen es mittelbar auch um Gewalt geht, ist Kampfsport nicht unbedingt sehr hilfreich.
Die zur Zeit am weitesten verbreitete medizinische Lehrmeinung behauptet nicht, dass psychische Störungen in der Regel von traumatischen Gewalt-Erlebnissen kommt! Es kann auch "gar keine erkennbare Ursache" geben, sondern die Krankheit ist "einfach da" (bspw. genetische Disposition). Das kann auch ein Problem von manchen Patienten sein, da sie eben keine Erklärung, kein traumatisches Erlebnis vorzuweisen haben, aber trotzdem krank sind und sich auch dafür rechtfertigen müssen.
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  #5  
Alt 25-04-2011, 22:37
Benutzerbild von KlingonJake
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Ching Wu Men Kung Fu;TaiJi Yang-Stil; Shaolin Quan Tuan Ta
 
Registrierungsdatum: 11.06.2008
Ort: Berlin
Alter: 28
Beiträge: 744
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mhm...schwer zu sagen...als ich merine depressive Phase/quarterlife crisis (ja den Begriff gibt's inzwischen) hatte bin ich weiter zum Training gegangen...dann kam ne Zeit da war ich eher sehr selten beim Training (da hat mein Meister mich nicht aufgegeben und immerwieder angerufen, er braucht mich für Vorführungen und so)...naja...und jetzt bin ich seit 4 Jahren wieder intensiver im Training...
parallel kann ich sagen, dass ich wen beim Keysi-Training kennen gelernt habe, der ne diagnostizierte psychische Störung hat(te) und durch den Sport das ausgeglichen hat...aso, dessen Diagnose war schon ne krasse...
meine Meinung: nich soviel drauf geben was uns die Ärzte/die Schulmedizin erzählen, sondern eben für sich selber den richtigen Weg finden...grad die fernöstlichen KKs geben da, denk ich, ne Menge her...
nur meine persönliche Meinung und Erfahrung...
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Kung Fu ist nicht kämpfen; Kung Fu ist nicht zu kämpfen;"It's a long way to go"
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  #6  
Alt 25-04-2011, 23:43
KKB-Userstatus: Intermediate
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Ich gehe 4 mal die Woche ins Training und habe/hatte diagnostizierte Depressionen und Verfolgungswahn.
Sport am persönlichem Limit ist bei weitem hilfreicher, als jeglicher Tablettenschwachsinn
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  #7  
Alt 26-04-2011, 01:07
Benutzerbild von Klaus
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Jemand mit einer echten klinischen Depression geht nicht 4 mal die Woche ins Training und "powert sich aus", der hat Probleme aus dem Bett zu kommen, sich Essen zu machen, sich die Zähne zu putzen, und andere banale Alltagsdinge halbwegs zu bewältigen. Und da sind Tabletten auch nicht unbedingt verzichtbar. Was anderes ist Leute mit leichten Problemen mit irgendwas zuzuballern und haufenweise Nebenwirkungen zu haben, oder Abhängigkeit zu erreichen. Aber es gibt Stoffwechselzustände aus denen man im Alltag unter Stress nicht mehr rauskommt, da sind entweder Klinikaufenthalte oder medikamentöse Behandlungen zwingend notwendig.

Kukuli, eigentlich ist Deine Aufgabe, einen vernünftigen Neurologen/Psychiater oder eine psychiatrische Ambulanz zu finden die das begleiten kann. Das Allheilmittel gibt es nicht. Kann sein dass ein Aufenthalt in einer sogenannten Tagesklinik für ein paar Monate schon reicht, da sich das Seelenleben das über einen längeren Zeitraum dereguliert wurde auch wieder selbst regulieren kann. Tritt das Umfeld in dem es zur Deregulierung kam nicht mehr in Erscheinung, dann wird das auch nicht unbedingt nochmal passieren. Langfristig helfen moderierte Gesprächskreise mit Betroffenen wesentlich besser als einfach nur Tabletten einwerfen oder Einzelgespräche, weil man nicht gezwungen wird zu reden - sprich zu labern. Viele Dinge brauchen Zeit um sich erstmal zu formieren, bevor das wie ein Wasserfall aus einem rausbricht, teils auch nur körperlich ohne Sprechen.

Medikamente können helfen, müssen aber nicht, und die falschen Medikamente sind auch ein Riesenproblem. Nur weil man das Gehirn ausschaltet heilt es nicht. Aber manchmal läuft das Gehirn auch auf Notstrom, weil man durch Stress seine Hormonproduktion völlig überfordert hat, und dann kommt man buchstäblich nicht mehr ohne Nachhelfen runter. Dafür gibt es Medikamente. Die die helfen erkennt man daran dass sie helfen, sonst waren es wohl die falschen. Über längere Zeit würde ich auch keine nehmen, aber das hängt auch von der Art der Störung ab. Wenn man ohne Medikation abdreht und die Hunde vom Nachbarn als Aliens erwürgt, oder seine Kinder von der Brücke schmeisst wie eine Amerikanerin vor ein paar Jahren die ihre Tabletten abgesetzt hat (war bestimmt ein Tipp aus dem Internet, von Experten die eine genetische Störung diagnostiziert hatten ), dann sind Tabletten das kleinere Übel.

Meiner Meinung nach, wenn Du längere Zeit versuchst Sport zu treiben, aber "es geht nicht", dann hast Du auch einen inneren Konflikt der Dich lähmt. Ich habe den übrigens auch, aber ich bin wenigstens so vernünftig das zu merken, zu akzeptieren, und die notwendige Lösung anzugehen, und mich nicht zu irgendwas zu zwingen, nur weil's cool wäre. Bei mir sind es die falschen Antriebe, ich habe Sport aus Gründen gemacht die nicht gesund waren, grob gesprochen waren da Beziehungsgefühle im Spiel, in ungünstiger Konstellation. Das ganze Geheimnis ist, die Gefühle die da in Konflikt geraten alle zu akzeptieren, und sobald es klemmt halt aufzuhören. Mit der Zeit reguliert sich das. Zeit ist das einzige was man da braucht, nur, man gibt sie sich oft nicht. Wenn man das macht, sich Zeit geben, Ruhe, nicht ständig irgendwas tut, dann heilt das auch mit der Zeit. Allerdings ist die Lösung nicht immer das was man wollte, sondern das was man besser hätte stattdessen tun sollen.

BTW, es kann übrigens gut sein dass Du deshalb nicht gerne aus vollem Herzen ins Muay-Thai-Training gehen kannst, weil Du da einen Ort aufsuchst aus Gründen die Dir gar nicht gut tun. Manchmal ist es besser auf so ein Gefühl zu hören, und zu merken warum man etwas macht. Ich habe mal in Sportarten Gewalt aufgesucht um zu "üben" mich mit Gewalt zu wehren, indem ich die Leute richtig zusammenkloppe und eintüte. Langfristig hat das nicht geholfen, also habe ich es sein gelassen. Es ist ein Unterschied ob man sich kloppt weil einer einen in der U-Bahn angreift, oder in der eigenen Wohnung im eigenen Bett, oder weil der Trainer oder der Kampfplan das sagen. Seine eigenen Gefühle kann man nicht überlisten, die wissen warum man was macht oder nicht macht. Jemand anderen stellvertretend für böse Menschen unter denen man gelitten hat zusammenzuschlagen ist nicht immer die richtige Lösung, bei Leuten die von Natur aus eher gut sind klappt es nicht. Hat auch was positives, wenn man so klug ist das selbst zu merken und es dann nicht mehr zu mögen. Spiel vielleicht stattdessen mal Fussball, oder geh mal zum Judo.
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  #8  
Alt 26-04-2011, 09:02
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Jemand mit einer echten klinischen Depression geht nicht 4 mal die Woche ins Training und "powert sich aus", der hat Probleme aus dem Bett zu kommen, sich Essen zu machen, sich die Zähne zu putzen, und andere banale Alltagsdinge halbwegs zu bewältigen. Und da sind Tabletten auch nicht unbedingt verzichtbar. Was anderes ist Leute mit leichten Problemen mit irgendwas zuzuballern und haufenweise Nebenwirkungen zu haben, oder Abhängigkeit zu erreichen.
aha. Und du bist Psychiater und kannst soetwas genau beurteilen? Oder bist du doch eher ein Wikipedia Wissender mit ein paar bekannten die mal dies und das hatten und meinst jetz jeden Fall einordnen zu können?

Besonders wenns ums Hirn geht ist kein Fall der gleiche. Alle Lösungen sind verschieden weil jeder Mensch verschieden ist.
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  #9  
Alt 26-04-2011, 14:57
Benutzerbild von Klaus
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Aha. Und Du bist ein qualifizierter Experte, der einer Heerschar von hunderttausenden Betroffenen hierzulande, und Millionen weltweit einfach mal Sport treiben als ultimatives Heilungsverfahren ans Herz legt, statt diesen Unsinn einer weltweiten Verschwörung von Medizinern von Psychotherapie, stationären oder ambulanten Klinikaufenthalten, und Medikation wo nötig.

Ich halte Dich eher für einen ekelerregenden jugendlichen Troll der sich nicht entblödet, bei einem ernsten Thema "Tipps" zu geben ohne auch nur einen Anflug von Erfahrung oder Wissen. Und es ist Dir auch sche*ssegal was mit Betroffenen passiert, Hauptsache es ist lustig sich launig zu äussern. Depression und Verfolgungswahn, und dagegen hilft Sport, aber keine Medikation. Sicher. Wie wäre es mit Taebo gegen schwere Psychosen, und Fussball bei Borderline-Syndrom ?

Leichter Sport und Bewegung ist bei so ziemlich allen Störungen eine Hilfe, aber bis zur Leistungsgrenze wird das ein Mediziner bei ernsthaften Störungen sicher nicht sehen wollen. Wenn man versucht Sport zu treiben und der Antrieb reicht nicht mehr, dann ist man in einem Stadium in dem man sich mit ernsteren Behandlungen beschäftigen sollte. Das tut nicht weh und kann auch erstmal vorsichtig angegangen werden, aber sicher nicht in einem Forum in der es nur von nicht ernst gemeintem Bullshit wimmelt. Man muss aber ernsthaft eine ganze Latte an Psychiatern/Neurologen, Ambulanzen und Einrichtungen abklappern um an Leute zu gelangen die einem auch wirklich weiterhelfen. Auf einen guten Arzt kommen ziemlich viele schlechte. Aber die Trolle Ernie und Bert sind keine Alternative.

Für mich ist das Thema hier durch, Ende der Baustelle.
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Geändert von Klaus (26-04-2011 um 14:59 Uhr).
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  #10  
Alt 26-04-2011, 15:11
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Zitat:
Zitat von *kukuli* Beitrag anzeigen
Mich würde interessieren ob jemand von euch psychische/seelische Probleme hat und ob ihr es geschafft habt dennoch den Sport weiterzu machen. Ich hab es nicht geschafft...
Das war die Frage und ich habe die auf mich bezogene Antwort gegeben

@Klaus Ich bin natürlich kein Experte, aber kenne mich trotzdem denke ich bei meinem Fall denke ich ganz gut aus.
Meine Meinung ist lediglich das Sport einigen Leuten sehr gut tut. Als Beispiel nenne ich jetzt Robert Enke. Der hatte nicht nur "leichte Probleme" und ging glaube ich öfter als 4mal die Woche zu seinem Sport bzw. Arbeit. Ich glaube nicht, dass ihn die körperliche Belastung negativ beeinflusst hat.

Ich habe mich außerdem nicht zur Angststörung des Threaderstellers geäußert, geschweigedenn wollte ich tipps geben. Weder habe ich eine um mitreden zu können, noch bin ich Therapeut um mich darüber auslassen zu können.

Also beruhig dich. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
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  #11  
Alt 26-04-2011, 15:19
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Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu and NOTHING else.....
 
Registrierungsdatum: 02.09.2001
Ort: Rhein-Main Gebiet
Beiträge: 3.185
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Ganz ehrlich, ein großteil der Kampfsportarten und die Art wie sie heute unterrichtet werden, bieten perfekten Nährboden für Angst, unkontrollierte Aggression und unzählige weitere körperliche und mentale Traumen.....

Ich würde Kampfsport nicht per se verurteilen, aber man sollte schon bewusst überlegen was man da tut, wie man es tut und was bei solchen aktivitäten emotional ausgelöst wird.

Tschüß
Björn Friedrich
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  #12  
Alt 26-04-2011, 15:56
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Kampfkunst: Raufen & Rangeln
 
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@Klaus
"Normal" hast Du schon Recht, dass eine Depression auch mit physischer Niedergeschlagenheit einhergeht. Ich habe schon von Fällen gelesen, die nichts anderes gemacht haben und deren einziger Fokus Sport (oder andere körperliche Aktivitäten) war. Das haben die hervorragend hinbekommen, aber sonst eher weniger in ihrem Leben. Vermutlich könnte das auch bei R. Enke so gewesen sein. Nach außen hin der starke Sportler, der sehr viel leisten kann, aber innerlich... Das ist aber reine Spekulation, da ich nichts über ihn weiß. Es ist durchaus möglich auch in einer depressiven Phase Hochleistungssport (irgendwie) zu betreiben.


Zitat:
Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
Ganz ehrlich, ein großteil der Kampfsportarten und die Art wie sie heute unterrichtet werden, bieten perfekten Nährboden für Angst, unkontrollierte Aggression und unzählige weitere körperliche und mentale Traumen.....

Ich würde Kampfsport nicht per se verurteilen, aber man sollte schon bewusst überlegen was man da tut, wie man es tut und was bei solchen aktivitäten emotional ausgelöst wird.
aber zum Glück, gibt's ja den Budo-TÜV, der uns den richtigen Weg zeigt


Meine Meinung

Genau so wie jeder Mensch, jede Krankheit unteschiedlich ist, kann KS gut tun, nicht schaden oder Schaden anrichten. Was es bei jedem in welcher Art und Weise verursacht, könnte man zumindest mal versuchen herauszufinden, da ich eher auf einen neutralen bis sehr positiven Effekt wetten würde.
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  #13  
Alt 26-04-2011, 16:02
Benutzerbild von C-MO
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: boxen (bald vielleicht mma)
 
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habe auch psychische probleme (mittlerweile gehts) und mir hilft kampfsport schon aber die gefahr ist groß dass du dich da zu sehr hineinsteigerst und sonstiges im leben anfängst zu vernachlässigen .....wie ich zb
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"I dont believe in an eye for an eye, I believe in two eyes for an eye" - Bas Rutten
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  #14  
Alt 28-04-2011, 13:24
Benutzerbild von Annatomy
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: BJJ/MMA
 
Registrierungsdatum: 03.12.2009
Ort: Vienna!
Alter: 27
Beiträge: 159
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Kampfsport kann therapeutische Wirkung haben. Allerdings muss die Persönlichkeit so weit sein, dass man nicht die Kontrolle verliert im Training. Für ein normales Kampfsporttraining muss du auch bereit sein. Und das ganze reflektieren können. Sonst wird er schwierig.
Ich habe eine Fortbildung zum therapeutischen Boxen gemacht, habe aber leider noch nicht so viel Erfahrung in der Anwendung. Mit ein paar Patienten, die leicht zu führen sind, ging es gut, an einen hab ich mich nicht rangewagt, da haben wir andere Therapieansätze verfolgt. Von der Dozentin habe ich verschiedene Erfahrungsberichte gehört und nicht jeden konnte Sie danach ein einem normalen Verein trainieren schicken. Bzw. nicht in jedem Verein ist der Rahmen dafür gegeben. Aber vielleicht wäre soetwas ein guter Wiedereinstieg?

Therapeutisches Boxen
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Deine Mutter hätte dich schlucken sollen!
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  #15  
Alt 28-04-2011, 20:27
Benutzerbild von Helmut Gensler
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Kampfkunst: shodokan, kae-in-sog-in
 
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Ort: Dörfles-Esbach bei Coburg, Bayern
Alter: 59
Beiträge: 1.391
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Bei uns im Kae-In-Sog-In sind jetzt ganz wichtige Dan-Träger, die früher entsprechende psychische Probleme hatten.
Jeder Sport kann eine "heilende" Wirkung haben, aber es müssen die notwendigen Rahmenbedingungen herrschen, um ein Zusammenwirken der positiven Elemente zu gewährleisten.
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