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#1
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| Hi Leute, was sind euere Herangehensweisen, wenn ein Trainings-Anfänger allg. von Rückenschmerzen spricht. Das können bereits bestehende und aus dem Training heraus entstehende sein. Mich würde euere Sichtweise 1. aus den asiatischen Heilmethoden 2. aus der KK interessieren! Was sind dann euere Überlegungen, euere Methoden, Gespräche, ..., was immer für euch da wichtig ist? peter j. |
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#2
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| Hi Peter, vor allem lass ich meine Leute auf Haltung achten. Ich gebe das auch als Hausaufgabe auf (wie im Themenbereich Kung Fu/Tai Ji). Das heisst, eine aufrechte, nicht steife Haltung. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Stellung des Beckens: kein Rundrücken, kein Hohlkreuz, einfach senkrecht halten und dazu den Bauch leicht (!) einziehen. Das Becken ist damit die Basis für eine bessere Haltung. Im Training werden als Erwärmung in jeder Stunde Yoga-Übungen gemacht. Auch hier ist ein Erfolg "automatisch" zu verzeichnen: Die verkrampfte (Rücken-)Muskulatur, die ja der Schmerzfaktor Nummer Eins ist, entspannt sich. Und durch gezielten Muskelaufbau kommt man langsam in die Lage, mit einem gestärkten und gesunderen Rücken durchs Leben zu gehen (immer vorausgesetzt, dass das Trainining nicht an der Dojotür zu Ende ist). Gruß Dirk |
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#3
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| Hi Peter, in einem kurzen Vorgespräch kläre ich immer, ob der Interessent bestehende Probleme hat. Ich würde z.B. niemanden unterrichten, der einen akuten Bandscheibenvorfall hat, da mir das einfach zu heiss ist. Alles in allem erkläre ich den Leuten, warum die Shaolinkünste (Kungfu und Qigong) so sinnvoll für den Rücken (und die Wirbelsäule) sind: - Haltungsschulung - Entspannung der großflächigen Muskulatur - Aufbau der Stützmuskulatur der Wirbelsäule - Dekompression der Wirbelzwischenräume (Bandscheiben) - anatomisch und physisch korrekte Bewegungen der Wirbelsäule - Richtigstellung der benachbarten Gelenke - Hüft- und Beckenfehlstellungen korrigieren - Sensibilisierung für Fehler tja, und der Rest wird duch intensives TRaining von alleine passieren... ....wenn jemand Schmerzen während des Trainings oder aufgrund des Trainings angibt, wird natürlich besonders viel Achtsamkeit auf ihn geschenkt, um herauszufinden, warum. Gegebenenfalls sollte er Übungen erstmal weglassen, die ihm Schmerzen bereiten... |
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#4
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| hi @peter wenn schon vor dem beginn mit dem training rückenschmerzen bestehen, ist schon wichtig von wo sie kommen. ist es nur muskelhartspann wegen einem bürojob, so ist es sicherlich gut mit qi gong/tai chi übungen die haltung zu verbessern und die rücken muskulatur zu stärken. sind es aber mechanische probleme wie ein beckenschiefstand oder eine skoliose, degenative veränderungen wie arthrose, oder entzündlich-reumatische beschwerden, sollte zu erst eine ärztliche abklärung vorliegen. so kann verhindert werden, dass durch unwissenheit und unsachgemässem trainieren noch weiterer schaden dazu kommt. aus tcm sicht, sind mechanische probleme mit akupunktur und kräuter nur symptomatisch zu behandeln. man kann aber mit nadeln die schmerzsymptomatik gut bekämpfen. doch wird das problem wieder auftreten. hier eignet sich vorallem tui na - an mo wo man auch chiropraktische techniken hat und so mit eine neu ausrichtung der ws machen kann oder einen beckenschiefstand richten. bei muskulären störungen/verspannungen ist akupunktur und tui na angesagt und man wird diese störungen damit auch gut behandeln können. vorallem wenn man die methoden mit schröpfen und moxa kombiniert. wichtig ist aber, dass in zukunft haltungsschäden verhindert werden und somit das übel bekämpft wird. durch die unterstützung mit training und qi gong werden die störungen in zukunft auch ausbleiben. treten die schmerzen aber durch das training auf und betreffen mehrere leute, so sollte man sich überlegen ob die gezeigten übungen nicht falsch sind. falls ihr unsicher seid wegen speziellen übungen, so fragt einen befreundeten physio oder orthopäden wie ihr die übung verbessern könnt. mir ist klar, dass es viele übungen im kung fu gibt welche immer schon so ausgeführt worden sind. doch man muss halt trotz tradition, körperschädigende übungen abändern und der zeit anpassen. gruss Le Lôi |
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#5
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| Nicht um der asiatischen Heilweise in den Rücken zu fallen, aber wenn einer Deiner Trainings-Anfänger Probleme mit dem Rücken hat, schick ihn zuerst mal zum Chiropraktor oder einem in Osteopathie oder Manueller Medizin geschulten Orthopäden, der zuerst mal eine gründliche Differentiadiagnose erstellt. Akupunktur, Moxibustion und TCM helfen da gar nichts. Von Tuina würde ich abraten, ist viel zu verwaschen. |
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#6
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| @BADLARRUPER mit tui na ist es doch das gleiche wie mit allem anderen. es genügt nicht ein wochenendkurs zu machen und dann ist tui na gelernt. eine tui na ausbildung dauert auch über jahre wie die akupunktur oder kräuter. nur weil überall wochendseminare angeboten werden, kann man nicht das gefühl haben das dies für die tui na standard ist. gruss Le Lôi |
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#7
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| Hi, hier ist ein großes Vertrauen in die Ärzte aus eueren mails zu lesen. Habe da ganz andere Erfahrungen. Spritzen, Spritzen, Spritzen ohne was zu verstehen. Das Tarining darf nicht an der Dojotür beendet sein, das sehe ich auch so Bokudo. Was mich in eueren mails freut, daß hier keine vorschnellen Schreiberlinge rumlungern, die sofort den Zeigefinger erheben. "Also wenn da jemand Rückenschmerzen hat, dann hast du aber was falsch gemacht". Wenn jemand Tuina gut beherrscht ist sicher Linderung zu erwarten. Prinzipiell ist das heil nur in den eigen Händen. Strechen, Nachgeben, rein in den Schmerz, ... und keine Laberreien über die anderen die alle so schuldig sind über meinen Zustand. Habe da für mich eine riesige Erleichterung in meinem Training und Taijiquan gefunden. Hatte vor ca. 20 Jahren einen massiven Bandscheibenvorfall und jetzt bin ich beweglicher denn je. Habt ihr eine spezielle Methode oder auch herangehensweise oder eine Übung (sorry wegen meiner Vereinfachung), die ihr bei Trainierenden erfolgreich verwendet? Es gibt sicher nicht die spezielle Methode oder die Übung, aber so ein kleines Repertoire hat jeder inder Schatulle. Was mir selbst gut tut ist auf einer Isomatte mir dem Rücken täglich rollen und sich wie ein Igel dabei verhalten. Rund und weich und zum Abschluß die Zehen längere Zeit am Boden lassen. Was fällt euch da ein? peter j. |
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#8
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| @ peter arzt ist nicht gleich arzt. doch wenn jemand über einen längeren zeitraum chronische rückenschmerzen hat, sollte wirklich mal ein röntgen gemacht werden. man darf die schulmedizin nicht immer nur verteufeln! ich würde es ratsam finden, wenn kk-trainer oder kk-lehrer ihren leuten ab und zu raten würden, sich von einer fachperson untersuchen zu lassen, wenn sich ein chronischer schmerz eingestellt hat. wenn man all den kung fu schulen zu hört, wie grossartige heilmethoden dort gelernt werden, wundert es mich nicht, wenn kk-lehrer wässrige auskünfte darüber geben oder ein kleines herum gedrücke an den schülern machen und glauben sie seien die grossen healer! sorry aber ich will die heilmethoden in den kk nicht schlecht machen. ich betreibe selbst traditionelle kk und dort wird auch immer grossartig von den heilkünsten erzählt. doch eine tcm ausbildung wird von niemandem angeboten, als dass man danach von einer seriösen heilmethode sprechen kann. ich habe genug kk-leute/lehrer gesehen welche ein bisschen vom qi und den meridianen gelabbert haben. dann haben sie ein bisschen dort und ein bisschen dort gedrückt. hat man danach gefragt was sie nun machen, kommt meist an den haaren herbei gezogene antwort. wissen sie dann nicht mehr weiter ist das schlusswort noch, dass der meister ihnen und nur ihnen diese geheime technik gezeigt hat. gruss Le Lôi |
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#9
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| Hi LeLoi, bei einem komplizierten Bruch lege ich mich lieber in ein westliches Krankenhaus, da würde ich dir zustimmen. Leider ist das richtige Lesen des Röntgenbildes und eine entsprechende Therapie nicht so einfach zu bewerkstelligen für unsere Ärzte. Habe viele Leutz in meinem Training die von Pontius zu Pilates liefen und leider nichts dabei herauskam. Die Eigendynamik wird entweder vom Patienten oder auch vom Therapeuten nicht wahrgenommen, d. h. heilen kannst du dich nur selbst, erwarte nicht zu viel vom Gegenüber, er zeigt dir den Weg. Meister Song war bestens ausgebildet im Heilen von innneren und äußeren Verletzungen. Er hat auch in seinem Buch "Tai-Chi-Chüan-Übungen für Fortgeschrittene" ein großes Kapitel "Heilverfahren aus der Kampfkunst" mit über 160 Seiten. Das in aller Kürze. peter j. |
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#10
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| @ peter das ist genau der punkt den ich meine. es gibt die wahren kk-meister mit dem wissen vom heilen. und es gibt die tausend pseudomeister welche auf dem trittbrett ihres meisters herum tanzen. nur weil der meister eines stils die heilungsmethoden kennt, heisst das noch lange nicht das die schüler dieses meisters sie auch kennen, geschweige beherrschen. es tönt eben schön, wenn ein system auch heilmethoden besitzt. doch wenn der lehrer sie niemals von seinem meister richtig gelernt hat, so ist es dann schon fraglich ob man mit seiner ach so kompletten kk prahlen sollte. gruss Le Lôi |
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#11
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| Zitat:
es gibt hierzu keine Pauschallösung. In meiner 10jährigen Shiatsupraxis erlebe ich alle möglichen Varianten immer wieder. In 95% aller Fälle ist nie der Rücken selbst die Ursache für die Beschwerden. Gruß huangbo |
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#12
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| Hi huangbo, dann zähl doch mal auf, was dich so in deiner Praxis so begleitet, als Auslöser für Rückenschmerzen. peter j. |
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#13
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| @ huangbo kommt immer drauf an, was du alles als rücken klassifizierst. werde bitte konkreter, sonst kann man kaum darüber disskutieren. gruss Le Lôi |
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#14
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| Zitat:
Zitat:
Gruß huangbo |
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#15
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| @ huangbo danke für deine antwort. weiss jetzt mehr!?! wollte eigentlich wissen ob du als auslöser nur die ws meinst oder auch die muskulatur, nerven oder rein energetische beschwerden. gruss Le Lôi |
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