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  #1  
Alt 10-02-2011, 13:16
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kempo
 
Registrierungsdatum: 22.10.2010
Alter: 33
Beiträge: 6
Standard Sport, Job und Regeneration

Hallo Zusammen,

will mal kurz was zu mir sagen. Ich bin jetzt 32 Jahre mache mit gelegentlichen Unterbrechungen seit dem jugendlichen Alter Kampfsport in jeglichen Formen. Also Judo, Boxen zuletzt Ju-Jutsu und jetzt aktuell seit ca. 3 Jahren eher was in der Free-Fight Richtung also Stand up und Grappling zusammen. Judo hab ich damals wettkampfmäßig betrieben alles andere als Freizeitsport mit 2-3 Trainingeinheiten pro Woche. Mitte letzten Jahres wollte ich mich sogar noch mal auf Wettkampfniveau bringen. Mein Trainer hatte mich angesprochen ob ich nicht Lust dazu hätte. Im Juni letzten Jahres ist dann meine Tochter geboren.

Ich wollte euch einfach mal fragen, wie Ihr das alles unter einen Hut bekommt. Ich bin jetzt den zweiten Winter hintereinander völlig ausgebrannt und bekomme die komischsten Erkrankungen. Komischerweise habe ich im Winter eigentlich immer wenig zu tun (arbeite im Außendienst in der Baubranche). Eigentlich müßte ich der ausgeglichenste Mensch sein. Vor allem habe ich im Winter eigentlich mehr Zeit als im Sommer. Im Sommer habe ich solche Probleme nicht da bin ich aber zusätzlich noch durch Arbeit unter Strom.
Habt Ihr z.B. erst mal eine Auszeit vom Sport gemacht nachdem der Nachwuchs kam? Der wenige Schlaf den man da bekommt ist echt unerholsam. Wie regeneriert ihr euch am besten. Ich komme komischerweise nach dem Training nicht mehr so richtig runter. Die Trainingszeiten habe ich jetzt extra auf 18-20 Uhr gelegt. Ich bin dann so gegen 20.30 zu Hause. Einschlafen kann ich jedoch meist erst gegen 23.30. Macht Ihr noch zusätlich Entspannungsübungen oder so oder bin ich jetzt einfach zu alt und hab zu viel um die Ohren für so einen Sport?

Bin wirklich für jeden Rat dankbar.

Beste Grüße Nico
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  #2  
Alt 10-02-2011, 13:33
Benutzerbild von HierUndDaMaL
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 13.04.2010
Beiträge: 566
Standard

@ tuma

Bin gerade nicht so in Schreiblaune, aber wir haben nach dem Training immer noch eine Runde Meditation gemacht und das hat aufjedenfall immer sein Zweck erfüllt. Egal ob du nach dem Trainig eher geladen warst oder total erschöpft oder wo auch immer deine Gedanken rumgeflogen sind, nach dem Meditieren kamst du immer wieder auf den selben Ruhepunkt zurück
__________________
R.I.P. Signatur 06.01.2011 - 29.03.2011 Du warst die Beste! Leider ist auf so einer durchschnittlichen Welt nicht immer Platz für solch Schönes. Es war mir stets eine Ehre... :,(
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  #3  
Alt 10-02-2011, 13:37
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Kali Sikaran, Pencak Silat Concept
 
Registrierungsdatum: 12.07.2005
Ort: Köln - Hauptstadt des pathologischen Frohsinns
Alter: 45
Beiträge: 984
Standard

Na ja, da kommen bei Dir einfach viele Dinge zusammen: Beruf, junge Familie und dann noch (Leistungs-)Sport.

Das geht bei keinem längere Zeit gut!

Hinzu kommt: Du musst nicht nur immer mehr (zeitintensive) Aufgaben in den Tag hineinquetschen (er hat nunmal nur 24 Stunden) - Dein Posting liest sich auch so, als ob Du dazu neigen würdest, Dich selbst dabei auch noch unter (Leistungs-)Druck zu setzen. Da kann ich mich natürlich irren, aber wie gesagt - das liest sich so.

Klar ist: Du schläfst viel zu wenig!!!

Das ist mit 'nem Kleinkind zwar völlig normal (seh' ich im Kreis meiner "Jung-Väter"-Kollegen), aber in Kombination mit beruflichem und Freizeit-Stress macht das schlicht und ergreifend krank.

Ich hab's mit Mitte dreißig alleine durch beruflichen Stress zum Burnout gebracht. Ist 'ne Erfahrung, die man nicht wirklich "live" machen muss.

Mein Tipp:

- versuch' früher ins Bett zu kommen (Ziel: Acht Stunden Schlaf)

- auch wenn's schwer fällt: Fahr' das Sportpensum runter

- nimm' Dir bewusst kurze "Auszeiten" (einfach mal alleine 'ne Viertelstunde spazieren gehen oder - wenn's die Arbeit erlaubt - in Ruhe 'ne Tasse Kaffee trinken und die Gedanken einfach treiben lassen etc.)

- Erholung suchen (je nach Geschmack: Sauna, Schwimmen, bei schönem Wetter ohne Leistungsdruck 'ne Radtour etc. pp.)

Das Grundproblem ist: So zwischen Jugend und "Erwachsen-sein" wächst die Zahl der Aufgaben, die wir mehr oder weniger gleichzeitig bewältigen wollen (oder müssen) stetig an (eben wg. Beruf, Familie etc.). Das lässt sich aber nur bewältigen, wenn man für sich klare Prioritäten setzt und dementsprechend auch die ein oder andere Aktivität zurück fährt. Daran geht kein Weg vorbei.

Dicke Daumen
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  #4  
Alt 10-02-2011, 13:43
Benutzerbild von C.A.Mclane
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Modern Arnis
 
Registrierungsdatum: 21.02.2009
Ort: Essen
Alter: 44
Beiträge: 147
Standard

Hallo Nico,
ich habe als vor 13 Jahren mein Sohn geboren wurde mit Kampfsport aufgehört, weil ich dachte so besser für meinen Sohn dasein zu können.
Ich habe jetzt vor 1,5 Jahren wieder angefangen etwas zu machen.
Wenn ich auch nicht so intensiv trainiert habe wie Du (2-3 mal die Woche) bin ich im Rückblick der Meinung das es ein Fehler war ganz aufzuhören. Wenn man Vater wird ändern sich nätürlich die Prioritäten aber es wäre besser gewesen auf Sparflamme weiterzumachen, die Ambitionen etwas herunterzuschrauben.
Der Sport und der Kontakt zu den Kameraden hat mir gefehlt und ich wäre in vielen Situationen sicher ausgeglichener gewesen. Ich übrigen habe ich mit 43 ernsthafte Probleme wieder reinzukommen, die hätte ich sich nicht gehabt wenn ich wenigtens 1-2 mal die Woche was gemacht hätte. Die Zeit kann man immer irgendwie einplanen. Wenn Du dich also ausgebrannt fühlst reduziere das Training vieleicht etwas, zumindes solange bis das Kind etwas pflegeleichter wird, so in 10 Jahren.
Alles gute für die Familie.
Grüße Thomas
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  #5  
Alt 13-02-2011, 11:27
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kempo
 
Registrierungsdatum: 22.10.2010
Alter: 33
Beiträge: 6
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Wahrschenlich habt ihr recht. Man muss halt Prioritäten setzen. Alles geht halt nicht. Wenn der Nachwuchs kommt steht der nun mal an erster Stelle. Ist einfach nur schwer zu merken, dass man etwas, was man lange und mit Leidenschaft gemacht hat, nicht mehr hin bekommt. Das ist eben auch kein Federball. Wenn man da nicht regelmäßig bei bleibt leidet die Kondition, die Reaktion und die Routine. Werd wahrscheinlich erstmal pausieren und mit Joggen u.s.w. fit halten. Mal sehen ob sich das Schlafverhalten unserer Tochter irgendwann in Richtung Durchschlafen verändert. Vielleicht auch noch mal wechseln. Es gibt ja auch Kampfsportarten die nicht so konditionsbetont sind.

Besten Dank erstmal für eure Ratschläge
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  #6  
Alt 13-02-2011, 11:35
Benutzerbild von Tea-Kwon_Joe
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Muay Thai, MMA
 
Registrierungsdatum: 14.10.2009
Alter: 19
Beiträge: 339
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Zitat:
Zitat von HierUndDaMaL Beitrag anzeigen
@ tuma

Bin gerade nicht so in Schreiblaune, aber wir haben nach dem Training immer noch eine Runde Meditation gemacht und das hat aufjedenfall immer sein Zweck erfüllt. Egal ob du nach dem Trainig eher geladen warst oder total erschöpft oder wo auch immer deine Gedanken rumgeflogen sind, nach dem Meditieren kamst du immer wieder auf den selben Ruhepunkt zurück
Beim Boxen ?
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  #7  
Alt 13-02-2011, 13:02
Hancock
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo,

kenne das selber nur zu gut...

Ich habe damals auch eher sporadisch trainiert, so 2-4 mal die Woche Abends und dann je nach persönlichem Empfinden (Schlafzeit etc.), nochmal vormittags ne Fitnesseinheit (Krafttraining, Laufen oder Zirkeltraining) eingeschoben, das hat gereicht um ein gewisses Level zu halten und als wir nachts wieder mehr Schlaf bekommen haben, konnte ich mein Pensum wieder hochfahren

Also warte am besten nochmal 1-2 Monate ab bevor du über einen KS/KK Wechsel nachdenkst, denn meist ändern sich die Schlafzeiten ziemlich schnell
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