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  #16  
Alt 18-11-2005, 20:26
Benutzerbild von WuaccaWuacca
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Machtkampf.
 
Registrierungsdatum: 13.11.2005
Ort: Tübingen
Alter: 23
Beiträge: 28
Standard

Also, was ich so gesehen hab, ist Wing Tsung sehr gut zur selbstverteidigung, gerade auf der Straße geeignet und das lernst du wirklich schnell, auf jeden Fall weit scheller als Karatè.
Auch wenn der Trainer bei nem Kumpel das ganze ein wenig anders auffasst, so dass dort, beim Wing Tzun, Sprüche a là "Angriff ist die beste Verteidigung" und "Immer auf den Kehlkopf" kommen *g*

Gruß,
Wuacca
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  #17  
Alt 18-11-2005, 21:27
Benutzerbild von -Cobra-
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Sei Budokai Karate
 
Registrierungsdatum: 13.05.2005
Alter: 25
Beiträge: 978
Standard

Es stimmt, dass es im Karate wohl länger dauert um kämpfen zu können als beispielsweise im Muay Thai, Kickboxen oder WingTsun, aber "vollkommen wehrlos" biste bei weitem nicht, wie vielleicht hier der Eindruck entsteht.

Ich betreibe nun 5 Jahre Shotokan Karate und kann mich - natürlich bei einem SV ausgerichteten Training - gegen die o.g. Gruppen im Sparring ganz gut durchsetzen. Der Vorteil von Vollkontaktsportarten ist der, dass man "einstecken" lernt, aber ansonsten kochen sie - wie bereits hier erwähnt -auch nur mit Wasser.

Das Wichtigste in einer (waffenlosen) Auseinandersetzung ist Entschlossenheit und das Wissen, dass der Gegenüber auch nur ein Mensch und genausowenig deine Techniken kennt wie du seine.

Wenn du dann deine Techniken ordentlich auf einem Makiwara geschärft hast, dann wird so mancher Vollkontaktler sein blaues Wunder erleben, was so ein Shotokankarateka neben einer schönen Kata so kann...

Darüber hinaus sind die durchschnittlichen "Anpöbler" keine kampferprobten Muay Thai Kämpfer, die zusätzlich 4x die Woche Arnis trainieren und jährlich zweimal an Undergroundfights in Thailand teilnehmen.

Gruß,
-Cobra-
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  #18  
Alt 18-11-2005, 23:41
Benutzerbild von Zanshin
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shotokan Karate
 
Registrierungsdatum: 10.10.2005
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 28
Standard Karate oder Aikido?

Zitat:
Zitat von Hadoken
Hallo Leute.

Ich bin neu hier und hoffe das ihr mir weiterhelfen könnt. Ich möchte gerne eine Kampfkunst erlernen und hab das Glück das bei mir im Ort 2 Kampfkünste angeboten werden welche mich auch interessieren.
Das wären einmal Karate in der Stilrichtung Shotokan Karate Do der JKA und Aikido. Beim Aikido weiß ich die Stilrichtung noch nicht.

Ich weiß nicht welche ich erlernen soll. Es gibt da viele Dinge die mich beschäftigen. Deshalb hoffe ich hier ein paar Antworten zu bekommen.

Erstmal was zu meiner Person. Ich bin männlich, 28 Jahre alt, 180 cm groß und wiege 90 kg. Ich habe um ehrlich zu sein eine miese Kondition und auch nicht viel Kraft. Ich hab seit Jahren nen Schreibtischjob und bewege mich gleich Null. Dazu kommt das ich ein paar Probleme mit meinen Kniescheiben habe.
Sie springen manchmal raus weil sie ein wenig locker sitzen. Aber auch nur in Extremfällen. Beim letzten mal sprang eine kurzeitig raus weil ich mit nem Sessel den ich trug 3 Stufen aufeinmal nehmen wollte. Das klappte halt nicht. Trotzdem kann ich Kniebeugen und schleppe 2 Kisten Cola in den 3. Stock ohne Probleme mit meinen Knien zu haben. Aber dazu schreibe ich nachher nochwas.


1. Ich bin seit 4 Monaten 28 Jahre alt. Lohnt es sich noch um eine KK zu erlernen? Ich meine, ich bin in 10 Jahren 38.
Bin ich nach 10 Jahren Karate so gut wie man nach 10 Jahren Karate halt so ist oder wär es dann bei mir schon eingeschränkt wegen dem Alter? Wär ich vielleicht mit Aikido besser drann?
Hi Hadoken, klar kann man mit 28 J. noch eine KK elernen. Inwieweit das mit "turnierlastigen" KK sinnvoll ist, weiß ich nicht - solltest dich informieren, wie das z.B. bei dem Karate bei Dir ist. Sollten die vor allem Wettkämpfer ausbilden/wollen, wärste wohl fehl am Platz.


Zitat:
Zitat von Hadoken
2. Bei welcher KK würde sich meine Kondition verbessern? Vielleicht noch das ich mehr Kalorien verbrenne und nicht mehr ganz so schwach auf der Brust bin? Wegen meinen Knien hat mein Arzt mir gesagt das ich umbedingt Sport machen muss damit meine Kniescheiben mehr halt bekommen. Wäre Karate da gut/schlecht, Aikido gut/schlecht und sollte ich lieber noch zusätzlich
ins Fitnessstudio gehen um meine Beinmuskeln gezielt zu trainieren und um Kondition zu bekommen? Mein Doc meinte ich brauch Beine wie ein Fußballer.
Hier kann ich nicht fürs Aikido sprechen, da ich das überhaupt nicht kenne. Beim Karate ist das, wie bei allem andern wohl übrigens auch, ne Sache, wie du selbst das willst und mitmachst: bei uns im Karate sind 'n paar Leute, die machen zwar, was der Trainer sagt, sieht aber eher schlapp aus, aber bei andern ist viel mehr Zunder dahinter. Gut, kommt zum Teil auch auf die Motivation des Trainers an, aber natürlich auch auf dich selbst. Musst schon Motivation mitbringen.

Zitat:
Zitat von Hadoken
3. Woran erkenne ich das die Schule gut ist? Ist es wichtig welchen Rang die Trainer haben? Beim Aikido ist es ein Trainer mit dem 1. DAN und einer mit dem 4. DAN. Beim Karate weiß ich noch nicht welchen Rang die beiden Trainer haben. Ich weiß nur das der Stützpunkttrainer den 4. DAN hat, im Nationalkader ist und Weltmeister war oder es noch ist. Mehr konnte ich den Webseiten nicht entnehmen. Oder kommt es nicht auf den Rang an sondern auf andere Sachen an? Wie kann ich das im Vorfeld testen?
Sollte ich bestimmte Fragen stellen?
Graduierungen sagen eher wenig aus über das Training. Probier's aus! Vereine sind da meistens noch kulanter als Schulen, die sind nicht so am Geld verdienen interessiert.
Bei uns kommen fast jedes Training neue, die's probieren wollen. Der Trainer sagt da allenfalls mal nach 3 Monaten was, von wegen anmelden. (Wir sind ein Verein)

Zitat:
Zitat von Hadoken
4. Hat der Trainingsort was zu sagen? Karatetraining wär in einer Turnhalle. Man müsste also vielleicht warten bis die Handballer fertig sind und hätte dann kurz vor Trainingsschluss die Bodenturner als Zuschauer weil die gleich die Halle haben. Kann sowas stören?
Beim Aikido gibt es eine eigene Trainingshalle mit 125 qm Mattenfläche. An den Wänden hängen echte und Übungsschwerter, japanische Kalligraphi,
es gibt Pflanzen, eine Küche und eine Aufenthaltsraum.
Ist man in so einer Umgebung entspannter?
Der Trainingsort hat m.E. nicht viel zu sagen. Kommt, denke ich, auf deine Persönlichkeit an. Wenn du dich richtig konzentrierst, sollte der Ort eigentlich nicht das Problem sein.

Zitat:
Zitat von Hadoken
5. Das jetzt ist für mich der wichtigste Punkt. Vorweg will ich noch sagen das ich nicht der Typ bin der unbedingt jemanden platt machen will oder immer auf Ärger aus ist. Ich komme mit den Leuten immer gut klar und bin noch nie in eine Schlägerei geraten. Dennoch würde ich im absoluten Ernstfall hart durchgreifen.
Mit welcher KK kann man sich am besten verteidigen und andere Beschützen?
Ich denke da an solche Sachen: Wenn jemand Ärger machen will und handgreiflich wird kann man ihn ja mit einen Wurf oder Griff ins leere laufen lassen sodas er merkt das die ganze Sache nichts bringt und es auch keine Verletzten gibt.
Was ist aber wenn so eine Person mal richtig ausrastet? Ich habe einen 9 Monate alten Sohn und wenn er oder meine Freundin dabei sind wenn so ein
Typ sich nen Knüppel oder änliches schnappt würde ich doch lieber so handeln können das derjenige nicht mehr so schnell aufsteht.
Haben beide KKs für sowas etwas in Petto?

Dann gibt es da noch folgenden Punkt: Ich kann das jetzt nur so schreiben wie ich es kenne. Bitte verbessert mich wenn ich falsch liege.
Wenn mich jemand schlagen oder greifen will kann man ja mit Aikido dem Schlag/Griff ausweichen, sich die Hand oder den Arm packen und den Gegner
so umher führen bis er liegt. Beim Karate blocke ich oder weiche aus und lande einen Schlag oder Kick.
Was ist wenn mich schon jemand am Kragen gepackt hat?
Haben beide KKs dagegen etwas auf Lager?

Was ist wenn jemand anderes am Kragen ist dem ich helfen will? Muss ich bei Karate mit einen Schlag oder Tritt dazwischen gehen oder geht es mit Karate auch anders?
Wie ist es beim Aikido? Muss ich den Gegner auf mich lenken damit er nach mir greift damit ich was machen kann oder kann man mit Aikido gleich dazwischen gehen?


Kann sein das ich von einigen Sachen eine völlig falsche Vorstellung habe. Aber dafür seid ihr ja da und klärt mich auf. Hoffe ich jetzt mal das ihr so nett seid.
Ich weiß das ich euch hier viel Text geliefert habe. Deshalb Danke ich euch für eure Zeit zum Durchlesen und eure Antworten.
Also, was ich aus Erfahrung weiss, und was ich noch hier und anderswo so gelesen hab, ist, dass es wohl KK/KS gibt, die möglichst genau auf Alltagssituationen eingehen und versuchen, so SV direkt zu vermitteln. Mag sein, dass das auch funktioniert. Weiss ich nicht, keine Erfahrung damit, da das nie die Motivation für mich war, Karate (was ich ja mache) zu erlernen.
Denke aber, dass, egal was für ein "System" du lernst, du eine bestimmte - wahrscheinlich nicht allzu kurze - Zeit brauchen wirst, um das auch wirklich im Ernstfall anzuwenden. Und dann kommt es immer noch auf die Art des Falls an. Von daher: Probieren, was dir persönlich vom Charakter her zusagt!

Ich trainiere z.B. in einem Verein, in dem nicht allzu viel Wert oder Zeit in Sv investiert wird - wo willst du auch anfangen? Im Karate sind halt die Grundbewegungen erst mal wichtig - Kihon/Grundschule. Und so schlecht finde ich das auch nicht: es vermittelt Fitness, Kraft und Körperkoordination. Ich denke aber doch, dass ich im Falle des Falles ragieren könnte, anders als ein Ungeübter. Je nach Typ, Trainingsdauer und -intensität verschieden, aber Zeit brauchst du - letztendlich überall

ich finde eh das ganze Gesäusel über SV-Tauglichkeit etwas fehl am Platze. Wieviel Schlägereien hattest Du z.B. schon? Ich noch nicht eine einzige (bin aber auch 'ne Frau- ob das wohl 'n Unterschied macht )
Mir würde z.B. ein Training, das die ganze Zeit Partnertraining verlangt und nur Situationen durchspielt, in denen du von irgendwo mit irgendwas, irgenwie angegriffen wirst, nicht so liegen.
Von dem her nochmal: Probieren geht über Studieren. Mach möglichst bei allem, was dich interessiert, Probetrainings mit - und am besten nicht nur eins
Das Wichtigste ist eh doch, dass keine SV-Situation aufkommt und ich weiss nicht, wieviel solche "Situationen", z.B. auch hier im Board geschilderte, erst auftauchen, weil die Leute irgend 'ne KK gelernt haben, bzw. wohl meist angefangen zu lernen, und dann denken: "ich bin hier King Käse, mir sagt keiner was, und wenn doch, hau ich ihm eine rein, kann ja schließlich xyz-Kampfkunst...., lass mir nix gefallen"
und das ist, denk ich, der denkbar schlechteste Weg.
Schönes WE noch - Gruß Zanshin
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  #19  
Alt 22-11-2005, 17:21
Benutzerbild von Hadoken
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Kampfkunst: Arnis Kombatan, Kali Sikaran, Thaiboxen
 
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Beiträge: 35
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Vielen dank für eure Antworten.

Kann mir vielleicht noch jemand sagen welchen Kyu man hat wenn man im Aikido grad anfängt? Geht das bei 10 los?
Ich glaub ich hab mal aufgeschnappt das es im Aikikai Aikido bei 5 losgeht?

Hab ich da was verwechselt?

Geändert von Hadoken (22-11-2005 um 17:37 Uhr).
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  #20  
Alt 22-11-2005, 19:50
Benutzerbild von Alex!
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Kampfkunst: Boxen - LL - MMA
 
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Also ich trainiere Kyokushin und bin begeistert. Vor einiger Zeit habe ich Muay Thai trainiert und ich bei mir ist es so dass ich das Training als solches nicht sonderlich verändert hat. Im Gegenteil, es ist härter geworden und die Techniken sind schon relativ gleich, wobei ich den SV-Anteil bei meinem Training für höher halten würde. Wie du merkst, es kommt darauf an wer trainiert und wie trainiert wird ...
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  #21  
Alt 22-11-2005, 21:43
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Kampfkunst: I am the Driver
 
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also, schnellere ergebnisse erzielst du mit karate. dafür könnte man behaupten ist es eher konditionsfördernd, dafür aber schädlicher (belastung der gelenke, wettkampfverletzungen...). aikido is much komplexer. sehr schwierig zu erlernen... du brauchst unheimlich viel geduld. jahrelange geduld. zu bedenken ist folgendes: karate ist die 180° wendung vom aikido und umgekehrt. es sind die unterschiedlichsten budo sportarten die es gibt... aikido besteht aus würfen, hebeln, roll - und fallschule und karate ist Treten, Schlagen, Blocken...+ Kata und das es im karate wettkämpfe gibt und im aikido nicht. wenn du aikido mal machst verstehst du auch warum...ich würd beides machen
guck es dir an... den unterschied stellst du nach den ersten 10 minuten fest...

ps: im aikikai deutschland geht es wenn du 18 oder älter bist mit dem 5. kyu los, das ist richtig. aber beim aikikai gibt es eh keine lustigen bunten gürtel...
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  #22  
Alt 12-12-2005, 22:52
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Kampfkunst: Arnis Kombatan, Kali Sikaran, Thaiboxen
 
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Beiträge: 35
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Danke für eure Antworten.
Ich hab mich nun für Aikido entschieden. Gleichzeitig werde ich noch mit Arnis anfangen. Das wird praktischerweise im gleichen Dojo angeboten und ist im Monatsbeitrag des Aikidos schon mit drinn.
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  #23  
Alt 13-12-2005, 13:52
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Zitat:
Zitat von Hadoken
Nochmal ne kleine Frage.
Wenn man fragt wie lange es dauert bis man sich mit Aikido verteidigen kann oder wie lange es dauert bis man es effektiv einsetzen kann, kommt immer die Antwort das es drauf ankommt wie gut man trainiert und wie lange man es schon macht.

Wäre die Frage einfacher zu beantworten wenn man fragen würde:Ab welchem Kyu Grad kann man es effektiv einsetzen und wie gut ist man mit dem 1 Dan?
Aus eigener Erfahrung:

Bei gutem Lehrer mit viel Training und etwas Talent kann man sich nach dem 2. Dan schon ganz gut verteidigen.

Ich hab aber auch schon Meister mit 7.Dan erlebt, die nur einzelne Techniken koennen, diese aber im Ernstfall nicht anwenden koennen weil sie sie nicht richtig verinnerlicht haben und von "Aiki" keine Ahnung haben. Das sind dann die "Trockenschwimmer" im Aikido, die nie im Wasser waren.
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