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  #1  
Alt 18-12-2003, 21:02
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 03.07.2002
Beiträge: 11
Smile Kampfsport mit Bandscheibenproblemen möglich?

hallo Leute,

verfolge schon seit einiger Zeit Euer Forum!

Als ehemals aktiver Kraftsportler (Kraftdreikampf) möchte ich nun
zusammen mit meiner Partnerin einen geeigneten Kampfsport für uns
beide finden.

Zu unseren Daten:
Sie: 26 Jahre, 159cm gross, 52-53kg schwer.
Einschränkungen: Asthma

Ich: 30 Jahre, 180cm, 129kg
Einschränkungen: Neben dem hohen Körpergewicht, Bandscheibenvorfall
L4-L5, L5-S1. Jedoch keine Schmerzen und Behinderungen, ausgenommen bei
schweren Kniebeugen und schweres Kreuzheben (was ich aber eh nimmer absolviere).
Und......der beweglichste bin ich auch nicht gerade ;-)

Beide schon sportlich vorbelastet - Krafttraining.

Ziele:
Selbstverteidigung (vor allem meine Partnerin)
Ausgleich
neuen Sport kennen lernen
Fettverbrennung
Kondition

was meint Ihr?

denke an Kickboxen - dürfte für meine Bandscheiben schonender sein
als Jiu Jitsu (auch in Überlegung) und Krav Maga Maor.

achja und was ganz wichtig ist:
Wir suchen KEINEN Kampfsport mit "Philosophie" oder gar "Religion" (womögl. etwas übertrieben ausgedrückt).

Vielen Dank an Alle schon mal im Voraus,
Sparrer
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  #2  
Alt 18-12-2003, 23:17
Benutzerbild von Darkpaperinik
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Balintawak Arnis / hauen, treten, werfen, hebeln...alles völlig gewaltfrei!
 
Registrierungsdatum: 08.12.2003
Ort: BRD / Italia/ Suomi
Alter: 36
Beiträge: 2.828
Lightbulb

Hi,

also vom JJ wür ich Euch abraten..nicht wegen dem JJ an sich - aber ich bin mir nicht so wirklich sicher, ob man Fallschule, Techniken mit Würfen und Stürzen mit einem Bandscheibenvorfall machen sollte.. ich weiss nicht, ob Ihr das bedacht habt.

Aus eigener Erfahrung (mit Rückenproblemen und Leuten die starke Bscheibenprobleme haben) kann ich da FMA (Filipino Martial Arts), also Arnis, Escrima, Kali empfehlen. Auch hier gibt es Würfe usw - aber sie nehmen nicht einen so hohen Stellenwert ein, sodass man das durchaus durch verstärktes "anderes" Training kompensieren kann (Schlagtraining, Stand- und Steptraining.....). Ich denke es gibt keinen FMA Lehrer/Instructor der da kein Verständnis aufbringt und ein Problem darin sieht, gerade den Bereich der Würfe auszuklammern.

Prinzipiell solltet Ihr nach einer KK suchen, die es Euch erlaubt möglichst natürlich zu arbeiten und wenn möglich diese für Euren Körper anzupassen. Je nach Körperdefekt (im Sinne Erkrankung nicht Behinderung) scheiden eben schon einige KKs von Anfang an aus. Selbst beim Kickboxen wäre ich sehr vorsichtig mit der Bandscheibe!

Im Grunde würde ich sowieso erstmal mit dem Arzt reden..

Vielleicht schreiben hier ja noch mehr "geschädigte" was zu..

Viel Glück!
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  #3  
Alt 18-12-2003, 23:29
Benutzerbild von soares
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: boxen - submission wrestling - jkd
 
Registrierungsdatum: 27.11.2003
Beiträge: 564
Standard

ich würde euch auch was phillippinisches empfehlen. zb escrima. hat noch den vorteil das es eine sehr wirkungsvolle sv ist. jedenfalls fällt schonmal alles am boden und mit vielen würfen, falltechniken und akrobatik weg. falls der sv aspekt nicht im vordergrund steht ist sicher auch tai chi ne möglichkeit. und sucht euch einen wirklich guten trainer.
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  #4  
Alt 19-12-2003, 00:16
Benutzerbild von roberto
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: La Superba - italienischer Messer- und Stockkampf & Cavalieri d`Umiltà
 
Registrierungsdatum: 24.06.2002
Ort: 74172 Neckarsulm, Deutschland
Alter: 42
Beiträge: 3.219
Standard

@sparrer

Hallo erstmal,

ic habe selbst einen Bandscheibenvorfall im unteren Lendenwirbel (L5/S1). Es ist 1994 während meiner Zeit als Boxer beim Krafttraining passiert (Freihantelkniebeuge).

Heute trainiere ich Escrima und noch eine italienische Waffenkampfkunst und kann diese, trotz bestehenden Vorfall, problemlos ausüben. Im Gegenteil, das Bewegen hat mir eher Linderung verschafft.

Ich kann Dir also die philippinischen Kampfkünste wärmstens empfehlen. Es ist einfach wichtig, dass ihr euch eine KK aussucht, die nicht allzu starr ist. Mobilität ist der Schlüssel!

Ciao

Roberto
__________________
"Wenn ich nach Berlin reise, wenn ich nach London fahre, wenn ich nach Paris fahre oder nach Madrid, finde ich Neapel. Das Schicksal dieser Städte ist es, Neapel zu werden." Curzio Malaparte
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  #5  
Alt 20-12-2003, 14:42
Benutzerbild von Sir Lothar
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Beiträge: 378
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@ Sparrer
Ich steck in dir nicht drin, und weiß somit auch nicht wie weit deine Bandscheibenprobleme gehen. Aber ich würde dir eher zu etwas "ruhigerem" als z.b. Kickboxen raten. Wenn man sich bei einer KK nicht gleich von Anfang an gegenseitig "verhaut" heißt, das ja noch lang nicht, das diese nicht zur SV dienen kann. Kickboxen ist für mich persönlich sowieso mehr Wettkampfsport als SV, aber naja, jeder hat da so seine Ansichten. Warum suchst du keine KK mit Philosophie, wenn man fragen darf ? Bist du nur auf's prüglen aus ?


mfg Claus
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  #6  
Alt 20-12-2003, 15:06
Benutzerbild von Luggage
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Kampfkunst: DJKB Shotokan
 
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Beiträge: 8.028
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Zitat:
Zitat von Sir Lothar
@ Sparrer
Warum suchst du keine KK mit Philosophie, wenn man fragen darf ? Bist du nur auf's prüglen aus ?
Das eine bedeutet nicht zwangsläufig das andere... nicht immer so vorschnell! Nicht jeder kann etwas mit derlei Dingen anfangen, deswegen ist er noch lange kein Schläger.

@Sparrer:
Gute, unkompliziert SV gibt's bei:
- Krav Maga (Maor)
- PFS
- JKD
- Filipino Martial Arts (ich empfehle besonders Pekiti Tirsia Kali und Modern Arnis (Achtung: Letzteres beinhaltet hässliche Anzüge! ))

Bei allen genannten wird weitestgehend auf Akrobatik und allzuviel Rollerei verzichtet. Inwieweit das Training Cardio/ Konditions-lastig ist, hängt vom Trainer ab, wird aber eher in den ersten drei Stilen zu finden sein.

Etwas mehr Schnickschnack, aber nicht allzu viel, gibt's hier:
- WT, andere *ing *ung Derivate

Sicher SV-Technisch nicht schlecht sind Kickboxen, Muay-Thai, Boxen, Brazilien Jiu-Jitsu, Ringen, Cross-Fighting etc.. Für Frauen würde ich aber eher zu oben aufgeführten Systemen raten, da letztere vorallem Kraftlastig arbeiten. Außerdem werden diese stets Wettkampf-lastig trainiert, es wird also weitestgehend auf Techniken verzichtet, die nicht dem Reglement entsprechen, auf der Straße gibt es aber keine Regeln, erstrecht nicht in der Frauen-SV. Vorteil dieser Disziplinen ist der hohe Kraft- und Cardio-Anteil.

mfg,
Luggage
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  #7  
Alt 20-12-2003, 15:13
Benutzerbild von Sir Lothar
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Shaolin Quan Kung Fu und gelegentlich anderes ...
 
Registrierungsdatum: 14.11.2002
Ort: regelmäßig: Würzburg, Ulm, Xi'an, Beijing
Alter: 24
Beiträge: 378
Standard

Zitat:
Zitat von Luggage
Das eine bedeutet nicht zwangsläufig das andere... nicht immer so vorschnell! Nicht jeder kann etwas mit derlei Dingen anfangen, deswegen ist er noch lange kein Schläger.
...
Hi Luggage !
Ich habe niemanden eines Schlägerdarseins beschuldigt. Ich wollte nur wissen, ob er die KK mehr nebenher machen will, oder nicht auch nach ihr seine Lebenseinstellung richten möchte ...


mfg Claus
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  #8  
Alt 21-12-2003, 23:00
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 03.07.2002
Beiträge: 11
Standard

Vielen Dank für Eure Antworten!


@Sir Lothar:

Zu Deiner Frage: Ich möchte es eben wie gesagt als neue Sportart betreiben (nach jahrzehntelangem Krafttraining) und meine philosophischen Ansichten sind in einer anderen Richtung fest geprägt und verankert als die von Kampfkünsten oder zumindest vom dem was ich davon weiss (oder zu wissen glaube).

Und nein......ich habe nicht vor mich als Schläger zu betätigen.


lg,
Sparrer
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