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#76
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| @ Vamacara: RISCHTICHHHHHH Allerdings mit einer kleinen Einschränkung wenns erlaubt ist. Auch jemand der KB/TB/KM etc macht kann ein Ohnmachtsgefühl bekommen wenn er zum ersten mal wirklich KÄMPFEN muß... auch wenn Du das Training noch so nah an die Realität heranholst... die Realität wirst Du nie wirklich trainieren können! Ganz viel hängt auch von der eigenen Einstellung ab! Trainerlizenz C ist theoretisch schon ab Blaugurt möglich, aber man sollte wirklich schon den 1. Dan haben, macht auch einen besseren Eindruck auf die potentiellen Schüler (die wollen halt nen Schwarzgut sehen... ist halt so). Für den 1. Dan im JJ, solltest Du bei regelmässigem 3 mal wöchentlichem Training ungefähr 4 - 5 Jahre einplanen! Nicht wenige fallen nämlich in den Prüfungen auch mal Durch... Geschenkt wie in einigen anderen Systemen (die ich zum Teil auch selbst gemacht habe) bekommst Du im JJ wirklich nichts! |
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#77
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| Zitat:
![]() Ich hab ja schonmal irgendwo geschrieben, dass ich überhaupt nicht die Skupellosigkeit habe, die so mancher Strassenschläger schon fast per Geburt geschenkt bekommt... aber man kann zumindest darauf hinarbeiten, diese Ohnmacht zu minimieren... dann hat man viel gewonnen. Daher würde ich auch nie sagen: man schaltet mit einen KB/MT/KM oder auch anderen Vollkontakttraining diese Ohnmacht komplett ab, aber im Umkehrschluss würde ich daraus nicht ziehen, dass man überhaupt keine Stresssituation trainieren müsse, sondern für mich ist die logische Schlussfolgerung, dass es lediglich um Minimierung von Stress in einer Ernstsituation geht, und zwar in einem Maße, dass man halbwegs gut aus der Sache raus kommt... ausserdem, was viele übersehen: ein Training von Stress - sei es durch Szenariotraining wie im KM oder beim Sparring beim KB - hilft eben auch dabei, in hitzigen Situationen die Ruhe zu bewahren und bewusst zu bleiben. Rambophantasien sind sicher völlig verkehrt... |
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#78
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| Zitat:
Es geht nicht nur darum, nur den motorischen Ablauf einer Technik zu lernen. Wenn du damit auch wirklich im Ernstfall was anfangen können willst, mußt du dir die Fähigkeit erarbeiten, die Technik auch bei einem sich heftig wehrenden, dich seinerseits angreifenden Gegner vorzubereiten, anzusetzen und durchzubringen. Dazu brauchst du außer dem technischen Verständnis für den Bewegungsablauf auch Kraft, Timing, Distanzgefühl, Reflexe, Schnelligkeit und generelles kämpferisches Bewegungsgefühl, und das ist selbst bei einfachen Techniken eine Herausforderung, die dich durchaus Jahre kosten kann. Zitat:
Im übrigen ist das auch nichts, was ich beim Aikido gesehen habe. Ich gebe zu, daß ich selber aus einer etwas anderen kampfsportlichen Richtung komme und Aikido nur über einen guten Kumpel von mir und ein Probetraining kenne, aber was ich dort vorgefunden habe, waren im Kern eigentlich knallharte Hebel, die im Ernstfall wohl Knochenbrecherpotential hätten, und Würfe, die bei einem Gegner, der nicht fallen kann, auf hartem Boden wahrscheinlich schwere Verletzungen verursachen würden. Aikido mag im Training relativ sanft, entspannt und friedlich aussehen, aber seine Wurzeln liegen - wie die jedes anderen Kampfstils auch - in einer "killing art". |
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#79
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| Ok, danke erstmal. Wenn es also sinnvoller ist 2-3 Techniken aus dem effeff zu können, dann kann man doch z.B. beim Aikido oder Hapkido einfach erst dann die nächste Gurtelphase machen wenn man selber meint die Techniken richtig verinnerlicht zu haben. Wie sind denn die Gürtelphasen eingeteilt? Grundtechniken bestimmt und dann? Oder kriegt man beim Aikido alles vor die Füße geworfen, wild durcheinander? Ich meine wenn man 1-2 Griffe übt um den Gegner umzulenken und 1-2 Tritte bzw. Schläge wie beim Hapkido dann kann man die doch bis zum erbrechen lernen, oder sagt der Trainer irgendwann---wir wechseln zur nächsten Übung, wer es nicht kann hat pech? Es gibt doch sicherlich Anfängerkurse, Fortgeschrittenenkurse u.s.w - dann geh ich eben solange in den jeweiligen Kurs bis ich die Sachen im schlaf kann. |
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#80
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| Geh einfach erstmal zum Training und mach ein paar mal bei allen in Frage kommenden Stilen mit! ![]() |
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#81
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![]() Ansonsten ist ein Hebel oder Wurf auch nicht so schnell zu lernen wie z.b. ein Schnapp oder Stampftritt. Du wirst also schon eine zeitlang trainieren müssen, um die Sachen überhaupt ansatzweise zu können, bevor Du sie wiederholen kannst. Ausserdem dürfte eine erhebliche Zeit am Anfang für die Bewegungsschule und das Rollen drauf gehen, Zeit die Du woanders z.b. mit Kraft, Konditions und Kampftraining verbringst. Und last but not least: ich glaube kaum, dass Dein Lehrer eine abgespeckte, svorientierte Aikido-Variante mit Drillartigen WH für den Anfänger durchziehen wird, nur weil Du schnell SV fähig sein willst. Zitat:
Du unterschätzt Aikido ganz massiv. Und das Problem ist, dass Du hier Spekulationen anstellst, wie Du trainieren könntest, dass es der SV dienlich ist, ohne überhaupt eine praktische Vorstellung von dieser KK, noch Einblick in ein Training gehabt zu haben. Daher schliesse ich mich meinem Vorredner an: hin zum Probetraining (und wirst vielleicht völlig desillusioniert). Geändert von Vamacara (15-05-2008 um 17:57 Uhr). |
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#82
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| Ernie, du hast eine falsche Vorstellung vom Lernen einer KK. Es ist nicht etwa so, daß du eine Technik so erlernst, daß du sie beherrscht, und dann zur nächsten übergehst. Was den Meister vom Anfänger unterscheidet, ist nicht die Art der Technik, sondern die Perfektion der Ausführung. Beim Aikido kommt noch hinzu, daß richtiges Aikido etwas ist, daß durch das Beherrschen der Techniken erst entstehen kann. Es ist so ein bißchen wie mit der Dichtkunst: Um ein Kunstwerk zu schaffen, mußt du Lesen und Schreiben können, die Grammatik beherrschen, einen großen Wortschatz haben - aber all das ist nur der Grundstoff für das, worum es eigentlich geht. |
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#83
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| Es geht nicht darum, einen einzelnen Trick zu beherschen, sondern man muß das Prinzip hinter einer KK verstehen. Daraus erschließen sich einem erst die Techniken. Ich habe selbst 3-4 Jahre im Judo gebraucht, bis die Prinzipien ins Blut übergegangen sind. Erst dann fällt es dir auf einmal leicht Neues zu lernen und Du wirst alte Sachen völlig neu bewerten. Im Aikido ist das sicher nicht anders. Wenn Du es selbst vernünftig lehren willst, rechne in Jahren, nicht in Monaten. Die SV-Fähigkeit einer KK kommt dann ganz von selbst. Dabei ist nicht die Technik das Wichtige, sondern das Wirkprinzip der KK (Gleichgewichtsbrechung, Schlagtechniken, Hebel, was auch immer). Das muß intuitiv ohne zu zögern zum Einsatz kommen, dann hast Du Erfolg. Alles andere ist Selbstbetrug und wird im Ernstfall nicht funktionieren. Versuche es - lerne eine Technik und versuche diese an einem Trainingspartner auszuführen. Der Partner soll sich dabei so verhalten, wie sich ein eventueller Angreifer verhalten würde. Deine Technik wird warscheinlich nicht funktionieren. Gruß Heiko
__________________ Die Zunge ist immer noch das schärfste Schwert. |
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#84
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| Danke.....Nächste Woche stehen ein paar Probetermine an. Hapkio fällt nun aber raus, da der einzige Kurs leider nicht in meinen Zeitrahmen passt. Krav Maga würde ich mir auch gerne anschauen, wird aber nicht in Bielefeld angeboten, liegt vielleicht daran das es Bielefeld gar nicht gibt ![]() Somit wird es ein Probetraining in der KK Aikido und Ju-Jutsu - ich gehe sehr unbefangen rein, weil ich keine der beiden absolut favorisiere oder ablehne. Nun aber noch 3 Fragen. Habt ihr Erfahrungen mit Trainern im Unisport? Beide KK´s werden sowohl in der Uni-/FH Bielefeld wie auch in anderen Räumlichkeiten gelehrt. Ju-Jutsu wird in Bielefeld nur noch im Polizei-Sport-Verein Bielefeld (PSV-Bielefeld) angeboten. Hat jemand Erfahrungen mit dem Laden ? Und woran erkenne ich einen guten Trainer von dem ich was lernen kann bzw. ein gutes Trainingsprogramm?! |
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#85
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__________________ Die Zunge ist immer noch das schärfste Schwert. |
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#86
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| Hi Ernie! Da ich selbst so ein wenig Erfahrung mit Unis, Unisport und den dortigen Trainern habe... würde ich Dir so aus dem Bauch heraus wohl eher zum Polizeisportverein raten... schon allein weil Du dort davon ausgehen kannst das Du nicht von nem Grün- oder Blaugurt trainierst wird... wie es an Unis leider häufiger mal vorkommt (und das sind nicht immer die besten Grün- oder Blaugurte ). Außerdem kann es Dir beim Unisport passieren das irgendwann das Training nicht mehr angeboten wird, weil dein Trainer dort mit seinem Studium fertig ist und dann wegzieht, und es keinen (vernünftigen) Nachfolger gibt der das Training weiterführt... Ansonsten schließe ich mich den Empfehlungen von Ichi-ni-san an! ![]() Gruß Stephan |
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#87
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| Zum Thema Bielefeld... ... neeee ich sag nix, hab schon ne Verwarnung bekommen heute! ![]() Gruß Stephan |
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#88
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| Musst Du sehen, wie Dir der Unterricht gefällt, ob Dir die Art, wie er etwas vermittelt, angenehm ist, ob das Training mit Deinen Zielsetzungen übereinstimmt und ob die menschliche Basis stimmt. Wenn das soweit passt, würde ich dort bleiben. |
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#89
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| Auf Kursbasis (wie das öfters im Unisport läuft) taugt das sowieso bestenfalls zum Reinschnuppern. Wenn man wirklich was lernen will, muß man die Sache kontinuierlich über einen längeren Zeitraum betreiben. |
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#90
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| Ich habe mit dem Unisport (andere Uni, andere KK) super Erfahrungen gemacht und betreibe dort auch weiterhin zusätzlich zum Vereinstraining Judo. Kursbasis?? Nein, ganz regulär einmal die Woche, jahrein, jahraus .Die Trainer im HSP sind nicht unbedingt Studenten (unsere beiden sind es z.B. nicht), und bei uns mit Sicherheit auch keine Blau- oder Grüngurte (wobei ich auch von denen lernen könnte *g*). Auch hier gilt: Hingehen, ansehen, nachfragen, dann entscheiden. Gruß, Syniad Geändert von Syniad (16-05-2008 um 20:37 Uhr). |
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