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  #1  
Alt 09-05-2003, 22:35
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 09.05.2003
Beiträge: 3
Standard KK nach Verletzung?

Ich hatte vor ca. einem Jahr eine ziemlich schwere Verletzung am Knie (Tibiakopf), jetzt habe ich ein verdünntes Kreuzband, weshalb mir mein Arzt von KK und solchen Sportarten wie Rugby z.B. abgeraten hat.

Ich gebe mich aber mit dieser Antwort nicht zufrieden: Ich habe zwar noch nie eine KK gemacht, aber als der Sport-Unfall passierte, war ich gerade dabei mich zu informieren und wollte unbedingt ´was machen. (Also nicht der Reiz des Verbotenen)

Ich wollte fragen, ob jemand mit so einer Sache Erfahrungen hat, ob es vielleicht KKs gibt, die die Knie nicht so belasten und ob zufällig jemand einen guten Sportarzt oder ähnliches in Hannover oder Umgebung kennt...

Ich nehme meine Verletzung schon ernst, aber ich will wissen, dass ich wirklich alles versucht habe, bevor ich mich damit abfinde niemals eine KK erlernen zu können.
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  #2  
Alt 10-05-2003, 00:43
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: jo mach ich
 
Registrierungsdatum: 28.08.2003
Beiträge: 2.683
Standard

Hi,

ich würde es mal mit Tai chi versuchen.

Gruß

Alef
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  #3  
Alt 10-05-2003, 08:46
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 01.03.2003
Ort: München
Beiträge: 1.335
Standard

Taichi oder Taiji belastet die Knie für gewöhnlich relativ stark, kann aber bei sinnvollem Training die Beine stärken so dass das Gelenk und Bänder entlastet werden. Dafür wären aber auch andere Kungfu-richtungen verwendbar, es kommt nur darauf an, ob du einen Lehrer findest, der sich auch mit deiner Verletzung auseinandersetzen kann, also weis, wie weit du gehen kannst (letztendlich hängt das auch von deiner Einschätzung ab, aber am Anfang ist es ja nicht ungefährlich).
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  #4  
Alt 10-05-2003, 10:57
Benutzerbild von Tronix23
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 23.08.2002
Ort: Irgendwo in Deutschland
Beiträge: 138
Standard

Hallo NTess,

ich teile mit dir das gleiche Schicksal.
Bei einer Schlägerei vor einigen Jahren hat mir einer so unglücklich mein Kniegelenk durchgetreten, das ich einen Lateralen Tibiakopf Fraktur erlitt.
Ich habe über ein halbes Jahr Krank gefeiert.
Eine für mich sehr gute KK habe ich anschließend in FMA (genauer in Modern Arnis) gefunden.
Als ich damals das erstemal zum Probetraining gegangen bin und mit den Trainer über mein Problem sprach, sagte dieser das es auch Behinderten möglich sein muss eine SV auszuüben.
Behindert hört sich heftig an, aber wenn du nun mal Körperlich eingeschränkt bist, bist du Körperlich behindert.
Mein Trainer sagte mir immer wieder was ich beim Training nicht kann solle ich sein lassen, oder die Bewegung anpassen.
Musste sogar feststellen das in Modern Arnis das Kniegelenk gar nicht so extrem beansprucht wird.
Mehr Infos hierzu findet du unter http://www.modernarnis.de .

Gruß
Martin
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  #5  
Alt 10-05-2003, 12:21
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 01.03.2003
Ort: München
Beiträge: 1.335
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Mit einem verständnisvollen Lehrer klappt das bestimmt ganz gut!
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  #6  
Alt 10-05-2003, 21:56
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 09.05.2003
Beiträge: 3
Standard

Danke für eure Antworten, schonmal.
Das macht mir wieder Hoffnung.

@Tronix23: Hattest du auch was mit dem Kreuzband? Denn so wie ich meinen Arzt verstanden habe, ist das das Hauptproblem.
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  #7  
Alt 11-05-2003, 15:30
Benutzerbild von Dao
Dao Dao ist offline
Moderator
Kampfkunst: Taijiquan, Baguazhang, Xingyiquan, Waffen, Neigong
 
Registrierungsdatum: 28.01.2002
Ort: Bayern
Alter: 52
Beiträge: 4.438
Standard

Hi NTess,
Taijiquan geht mit Kreuzbandverletzungen. Zeigt die Praxis. Aber alle Verletzungen und alle Menschen sind nicht alle gleich. Die Belastung im Taijiquan ist auf die Knie enorm, kann aber wie Xiaoshi schreibt stabilisierend und kräftigned wirken.
Frag mal im Kung Fu Bereich nach, was die Leute meinen.
Es ist nicht aller Tage abend. Lass dir von deinem Arzt raten, aber du mußt letztendlich entscheiden und damit leben!
__________________
Liebe Grüße Dao
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  #8  
Alt 11-05-2003, 16:36
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 04.05.2003
Ort: Hamburg
Beiträge: 7
Standard

Ich habe leichte Knie- und Hüftprobleme - und hatte bis jetzt bei Gesprächen mit den Lehrern nach Probetrainings gehört, dass ein *ing*un-Stil oder JKD sich auch in dieser Beziehung ganz gut "dem Schüler" anpassen.
Würde mich interessieren: Wie sehen andere langjährig Trainierende das?
Es gibt auch im Hapkido Schulen, die sagen, dass sich der Stil dem Menschen anpassen muss und nicht umgekehrt - kenne ich aber nicht aus eigener Erfahrung.

Geändert von Mikado (11-05-2003 um 16:49 Uhr).
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  #9  
Alt 11-05-2003, 17:10
Benutzerbild von Kazuko
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Kampfkunst: Tan Kee Tze Wushu
 
Registrierungsdatum: 20.04.2003
Ort: Neckarsulm
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Also ich denke das prinzipiell chin. Kampf- und Bewegungskünste auch von Menschen mit körperliche Behinderungen erlernt werden können. Ich habe auch nach meiner Schulterverletzung einen neuen Stil erlernen müssen aber bisher sind kaum Probelem aufgetreten.

Ich bin der Anischt das es möglich ist zumal in unserem verein auch schon ein Rollstuhlfahrer trainiert hat und der war wirklich gut.

Kazuko
__________________
Viele Menschen sind zu gut erzogen um mit vollem Mund zu sprechen, haben
aber kein Problem damit, dies mit leerem Kopf zu tun.
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  #10  
Alt 11-05-2003, 17:17
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Beiträge: 279
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Zitat:
Original geschrieben von Mikado
Ich habe leichte Knie- und Hüftprobleme - und hatte bis jetzt bei Gesprächen mit den Lehrern nach Probetrainings gehört, dass ein *ing*un-Stil oder JKD sich auch in dieser Beziehung ganz gut "dem Schüler" anpassen.
Würde mich interessieren: Wie sehen andere langjährig Trainierende das?
...


naja sooo langjährig trainiere ich noch nicht, aber
nach einem vorderen Kreuzbandriss (beim Judo) hab´ ich zirka 1,5 Jahre nach der OP mit WT angefangen und hatte bisher keine Probleme
auf Nachfrage meinte mein Chirurg, gar kein Sport ist auch nicht gesund und ich soll mit Kniebandage trainieren (was ich meistens auch tue)



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  #11  
Alt 11-05-2003, 17:45
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 01.03.2003
Ort: München
Beiträge: 1.335
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Jede richtig unterrichtete chin. Kampfkunst passt sich dem Übenden an, nur während man die dem Stil zugrundeliegende "Form" lernt, muss man etwas aufpassen, wenn man einer höheren Verletzungsgefahr unterliegt.
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  #12  
Alt 12-05-2003, 00:13
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 04.05.2003
Ort: Hamburg
Beiträge: 7
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Zitat:
Original geschrieben von Xiaoshi
Jede richtig unterrichtete chin. Kampfkunst passt sich dem Übenden an, nur während man die dem Stil zugrundeliegende "Form" lernt, muss man etwas aufpassen, wenn man einer höheren Verletzungsgefahr unterliegt.
Klingt gut und bringt mich dazu, noch weitere KKe zu "testen".
Ich als Anfänger hätte vermutet, dass alle "klassischen" Kung Fu-Varianten mit tiefen Ständen und zum Teil akrobatisch aussehenden Bewegungen z.B. mit Hüft- oder Knieproblemen prinzipiell ausgeschlossen wären. Wie bekommt man das Gefühl für die richtigen Bewegungsabläufe dann hin?
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  #13  
Alt 12-05-2003, 07:40
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 01.03.2003
Ort: München
Beiträge: 1.335
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Akrobatische Bewegungen gibt es in den traditionellen Stilen kaum, die paar die enthalten sind dienen nur zum Training der Körperbeherrschung und können zur Not ausgelassen werden. Ich vermute jedoch, dass nicht alle Stile bei bestimmten körperlichen Beschwerden angebracht sind, aber es gibt sicherlich mehr als nur Taiji und Bagua, zumal sehr viel, wie schon mehrere gesagt haben, vom Lehrer abhängt. Taiji ist vor allem wegen seiner Stilvielfalt für jeden geeignet, hat man mit bestimmten Konzepten aus körperlicher Sicht Probleme, kann man entweder wechseln oder in anderen Stilen schauen, wie das Problem umgangen werden könnte.

Und nicht alle Stile bestehen auf den tiefen Stellungen, schon gar nicht für Anfänger. Man muss bedenken dass es darum geht, sich zu trainieren, man muss keine Fähigkeiten als Vorraussetzung bringen. Ich habe (bzw. hatte) auch lädierte Knie, keine so schlimme Sache wie bei Ntess, nur Haltungsschäden und ein leichter Defekt an den Kniescheiben, und mir hat Kungfu sehr geholfen. Entscheidend ist nicht, ob man die tiefen Stellungen mit der Verletzung machen kann, sondern ob man mit der Verletzung an den Körperhaltungen arbeiten kann oder ob das Gelenk (meistens sind es ja die Gelenke) bereits völlig kaputt ist.
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  #14  
Alt 13-05-2003, 08:18
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taekwondo
 
Registrierungsdatum: 27.02.2002
Beiträge: 1.440
Standard

Es gibt so viele unterschiedliche Kamfsportarten, dass du sicher etwas, was dein Knie nicht so stark belastet finden kannst.

Ich selbst betreibe mit "Knie-Totalschaden" zwar noch Taekwondo - das aber auch nur, weil ich vor meinem Unfall bereits 15 Jahre Taekwondo gemacht habe. Einem Anfänger mit Knieproblemen würde ich eher davon abraten.

In jedem Fall würde ich Dir aber eine ordentliche Knieorthese empfehlen. Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit der Genutrain von Bauerfeind gemacht. Und trotzdem habe ich nach dem (bereits eingeschränkten) Training anschließend oft ein dickes Knie. Dann kommt zu Hause mein Lieblingsspielzeug Quark bzw. Eis zum Einsatz.

Überleg es Dir gut - Wenn dein vorgeschädigtes Kreuzband erst einmal wie bei mir zerfetzt ist, ist Schluß mit Lustig. Mit einem Umknicken hat sich mein gesamtes Leben verändert.

Zu Deiner Frage bzgl. Arztempfehlung kann ich Dir nur das Medizinforum empfehlen: http://www.softrock.de/forum/thw/index.php
Da gibt es auch eine Rubrik Arztsuche.
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  #15  
Alt 14-05-2003, 21:08
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: nichts gefährliches
 
Registrierungsdatum: 02.03.2003
Ort: Deutschland
Beiträge: 279
Question

Zitat:
Original geschrieben von samabe

Wenn dein vorgeschädigtes Kreuzband erst einmal wie bei mir zerfetzt ist, ist Schluß mit Lustig. Mit einem Umknicken hat sich mein gesamtes Leben verändert.

Hast du dein Kreuzband operieren lassen ?

Gruß
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