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  #1  
Alt 26-09-2004, 17:36
chrugeli chrugeli ist offline
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: noch nichts
 
Registrierungsdatum: 26.09.2004
Beiträge: 2
Standard Qual der Wahl

Hi,
Ich möchte mit 25 noch eine Kampfsportart lernen. Da trifft es sich gerade gut, dass an meiner Uni verschiedene Sachen angeboten werden: Aikido, Boxen, Bujutsu, Capoeira, Judo, Ju-Jitsu, Karate, Kendo, Kick Power, Kungfu und T'ai Chi.

Naja, bis jetzt war leider unter meine Auswahl nicht dasjenige was ich suche. War eine Weile im Kick Power (=Thai Bo?). War nicht schlecht, aber mit der Zeit einfach zu langweilig. Und dann habe ich noch Kungfu und Thai Chi ausprobiert. Daran hat mich die ganze Choreographie gestört, kam mir ein bisschen vor wie ein Tanzkurs.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, was vom Profil am besten zu mir passt. Fühle mich nämlich ein bisschen überfordert bei dieser Auswahl. Ich habe mir also mal die Anhaltspunkte überlegt:
-Alter: 24, bisher keine Kampfsportart länger als ein halbes Jahr
-Konstitution: weiblich, 68kg, sportlich (Joggen,Schwimmen,Badminton und Volley)
-keine Chreographien und längere Abläufe zum Auswendiglernen
-körperbetont oder ohne Kraft ist egal. Wahrscheinlich ein Mittelding wäre das beste.
-Verhältnis von Tritt-,Schlag- und Bodenkampf-Techniken weiss ich auch nicht genau. Das Luftboxen beim Kick Power war schon ganz lustig. Habe aber extrem hohe Schlaghemmung gegen Leute.
-keine Wettkämpfe, kein grosses Traditionsgetue
-Selbstverteidigung ist eigentlich meine Hauptmotivation, dennoch möchte ich eigentlich nicht die ganze Zeit mit jemanden kämpfen müssen. Luftboxen ala Kick Power wäre schon in Ordnung, wenns nicht so langweilig wäre.
-Und zum Schluss noch wegen den Waffen. Traditionelles interessiert mich gar nicht, jedoch ein bisschen zu Entwaffnung bei Messern oder so wäre cool.

Mir wäre es auch am liebsten wenn ich vorläufig noch keinen Anzug kaufen/mieten müsste. Ist an der Uni im Karate so, dass es da zuerst auch ohne geht. Weiss aber nicht wie es allgemein ist. Beim Judo und co. braucht es sicher unbedingt einen, oder?

Ja, vielleicht weiss ja gerade jemand, 'dies tönt genau nach dieser Sportart'. Keine Ahnung. Ich habe ein bisschen die Tendenz zu Bujutsu oder Ju-Jitsu. Bin aber noch sehr unsicher.

Gruss,
Susanne
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  #2  
Alt 26-09-2004, 18:18
Benutzerbild von Franz
Franz Franz ist offline
Moderator
Kampfkunst: FMA JuJutsu TMA
 
Registrierungsdatum: 08.05.2003
Ort: Bayern
Alter: 36
Beiträge: 8.221
Standard

Zitat:
Zitat von chrugeli
Hi,
Ich möchte mit 25 noch eine Kampfsportart lernen. Da trifft es sich gerade gut, dass an meiner Uni verschiedene Sachen angeboten werden: Aikido, Boxen, Bujutsu, Capoeira, Judo, Ju-Jitsu, Karate, Kendo, Kick Power, Kungfu und T'ai Chi.
Boxen erfordert keinen Anzug
Capoeira erfordert keinen Anzug
Karate an sich auch nicht
Kendo erfordert einiges an Ausstattung und ist nicht ganz billig
Judo erfordert Anzug sonst zerreissen deine Klamotten
Bujutsu erfordert von der Bewegung her nicht unbeding einen Anzug
Jujitsu erfordert Anzug wegen Würfen
Kung Fu erfordert nur weite Kleidung
Tai chi erfordert nur bequeme Kleidung

Karate, Judo, Bujutsu, Kendo, Kung Fu laufen vom Unterricht her sehr traditionell ab.
Tai Chi je nach dem wo und bei wem es der Lehrer gelernt hat.
Waffen kannst du bei Judo, Karate und Capoeira vergessen.
Capoeira hat viel mit Artistik zu tun, das muss einem liegen.
weitere Infos findest du in unserem Wissensbereich.
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  #3  
Alt 26-09-2004, 18:27
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Kensei Kensei ist offline
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Kampfkunst: Kali & Grappling
 
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Beiträge: 1.512
Standard

Hi chrugeli,

Ich könnte jetzt natürlich den standard spruch hier im board für solche fragen bringen, und sagen probier alles aus und mach dann das was dir am ehesten zusagt/gefällt...aber das verkneif ich mir diesmal

Informier dich am besten in den verschiedenen foren auf dieser seite über die einzelnen stile, is zwar bisschen was zum schmökern aber so kannste dir am ehesten deine eigene Meinung bilden.

Zum BuJutsu kann ich dir nix sagen, jiu-jitsu ist ein sehr "Körperbetonter" Kampfsport mit etwa gleichem verhältniss schlagtechniken/tritttechniken/wurf-und hebeltechniken und auch viel bodenkampf, (Körperbetont soll an dieser stelle heissen "engen Körperkontakt zum trainingspartner" )

Nachdem was du so gepostet hast würd ich sagen Karate könnte dir eventuell liegen allerdings werden da auch viel solcher "Formen" (heissen da Kata) geübt...

Schau dir am besten beides mal an und mach ein zweimal probetraining...
__________________
"Free people will never remain free, if they are not willing, if need be, to fight for their vital interests."
- John Foster Dulles
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  #4  
Alt 26-09-2004, 18:33
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Franz Franz ist offline
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Kampfkunst: FMA JuJutsu TMA
 
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Beiträge: 8.221
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Formen gibt es im Karate genannt Kata, im Kung Fu und im Tai Chi
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  #5  
Alt 27-09-2004, 08:06
Engelsfeuerchen Engelsfeuerchen ist offline
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Kampfkunst: Wing Chun
 
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Ort: nähe Giessen
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Beiträge: 144
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Zitat:
Zitat von chrugeli
-Selbstverteidigung ist eigentlich meine Hauptmotivation
In wie weit eine KK für die Selbstverteidigung brauchbar ist hängt m.E. sehr vom Trainer ab und davon worauf er seinen Schwerpunkt legt.
Von den von dir genannten KKs sehe ich bei Ju-Jitsu, Karate und Kung Fu die größten Chancen, dass die SV eine Rolle spielt.

Alles Liebe,

ein Engelsfeuerchen
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  #6  
Alt 27-09-2004, 12:13
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marq marq ist offline
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ju jutsu
__________________
Brazilian Jiu Jitsu - Submission Wrestling - Kassel
Kettlebell & Functional Strength & Endurance Training
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  #7  
Alt 27-09-2004, 12:27
joe82 joe82 ist offline
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Kampfkunst: Kickboxen, Karate
 
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Beiträge: 126
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Hi chrugeli,

bei deinen Wünschen würde ich dir am ehesten zu Ju-Jitsu oder Boxen raten (wobei ich zugeben muss, dass ich Bujutsu nicht kenne -> ist also evtl. auch was für dich). Probier einfach mal diese zwei/drei Sachen aus: Wenn es dir Spaß macht, bleib dabei, wenn nicht, such dir was anderes. Wo ist denn deine Uni? In einer Stadt wo's eine Uni gibt, gibt's doch sicher auch viele Vereine, oder?

Wenn du vor allem den SV-Aspekt willst, dann musst du aber aktiv daran arbeiten, die Schlaghemmung gegen Leute abzubauen. Das kommt selten von allein, sondern erfordert psychische Mitarbeit. Straßenkämpfe und SV-Situationen werden nämlich nun mal meistens durch Schläge entschieden, und das sind meistens Schläge zum Kopf. Dass du dich allein durch das Erlernen einer KK noch nicht zwangsläufig verteidigen kannst, brauch ich dir wohl nicht zu erählen. Hier gilt es also, über den Tellerrand zu sehen, eigenständig zu trainieren, Bücher zu lesen und umzusetzen und immer ein kritisches Auge für die Techniken, die du lernst, zu bewahren.

Viel Spaß beim Trainieren!

Grüße
Joe
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  #8  
Alt 27-09-2004, 19:00
sigi sigi ist offline
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Kampfkunst: Jiu ,Escrima- und Systema ;so Wochenendweise
 
Registrierungsdatum: 29.06.2002
Ort: ost CH
Alter: 38
Beiträge: 148
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sali chrugeli,
kann mich den Vorrednern anschliessen -
Jiu ist ( je nach Trainer ) vielseitig
aber ..... das probetraining , voher zuschauen ev einen kurs besuchen ( bei vielen sind auch " Ahnungslose " willkommen ist der nächste Schritt den Du machen musst .
dein Nick tönt ein bisschen zerknittert , kommst Du aus der Schweiz ?

gruss sigi
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  #9  
Alt 28-09-2004, 16:34
Senftube Senftube ist offline
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Escrima (und in einiges reingeschnuppert)
 
Registrierungsdatum: 23.09.2004
Beiträge: 18
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Zitat:
Zitat von chrugeli
Traditionelles interessiert mich gar nicht, jedoch ein bisschen zu Entwaffnung bei Messern oder so wäre cool.
messer sind so ne sache. du solltest niemals davon ausgehen eine situation/ einen angreifer mit messer kontrollieren zu können. du mußt eigentlich damit rechnen mehr oder weniger schwer verletzt zu werden. die devise lautet also rennen wenns geht. ich schreib das dehalb, weil du dich von trainern fernhalten solltest die dir weißmachen wollen sie hätten die ultimativen techniken gegen messerangriffe, es gibt nur solche die deine chancen verbessern...

zum unisport: hab eigentlich durchweg positive erfahrungen mit ks/kk an der uni gemacht. allerdings habe ich auch jedesmal feststellen müssen, daß ich das training zu "lasch" finde. denke mal das kommt daher daß studenten in der regel etwas "harmloser" sind und somit auch das training.
sollte es dir wirklich in aller erster linie um selbstverteidigung gehen würde ich dir eher raten in einen verein zu gehen, denn dort trainiert der zahnarzt mit dem bauarbeiter oder dem polizisten usw. (ich hoffe da ließt jetzt niemand irgendwelche bewertungen rein...)

mfg
senf
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  #10  
Alt 28-09-2004, 16:38
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redeagle redeagle ist offline
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Kampfkunst: JuJutsu, Zen Do Karate, Iaido,
 
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Ort: Lkr Schwandorf, Bayern
Alter: 30
Beiträge: 363
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Bin auch der Ansicht das Ju Jitsu das beste für dich wär aber probiers am besten selbst mal aus.
Gruß Felix
__________________
www.KSC-Amberg.ev....www.sanjuro-dojo.de
Wer nicht das Herz zum kämpfen hat, der wird in im Kampf nicht bestehn.
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  #11  
Alt 24-10-2004, 19:01
Benutzerbild von Suyana
Suyana Suyana ist offline
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Ju-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 24.10.2004
Ort: Köln-Porz
Alter: 18
Beiträge: 39
Standard

Hi Susanne!
Bei uns im Ju-Jitsu Verein ist es so, dass jeder nen Gi braucht (wegen Würfen, sonst reißen die Klamotten) und vor und nach dem Unterricht wird der Lehrer mit Verbeugung etc. begrüßt, aber sonst ist nix mit großem „Traditionsgetue“. Choreographien sind eigentlich nicht mit drin und Wettkämpfe sind freiwillig, ob die Gürtel-Prüfungen Pflicht sind, keine Ahnung. Entwaffnung und so ein Zeug ist auch mit drin.
Du sagst, dass deine Hauptmotivation Selbstverteidigung ist, da ist Ju-Jitsu ziemlich okay, aber es bringt nichts, wenn du dich nicht traust zuzuschlagen. Bevor ich damit angefangen hab, konnte ich auch nicht zuschlagen, aber beim Training habe ich meine Hemmschwelle überwunden. Außerdem werden während dem Training die Tritte und Schläge nicht durchgezogen, aber im Ernstfall, also auf der Straße oder so, ist es besser richtig zuschlagen zu können. Und um diese Hemmschwelle zu überwinden ist es besser mit einem Partner zu kämpfen als Luftboxen, da du dort wenigstens vortäuschen musst, dass du zuschlägst.
Für alle Kampfsportarten ist es notwendig Schlaghemmungen zu überwinden, sonst ist es nutzlos.
Hoffe ich konnte dir helfen,
Suyana
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  #12  
Alt 26-10-2004, 07:45
chrugeli chrugeli ist offline
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: noch nichts
 
Registrierungsdatum: 26.09.2004
Beiträge: 2
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Danke vielmals für eure vielen Antworten,
Leider weiss ich immer noch nicht genau was. Kungfu ist jedenfalls nichts für mich - naja immerhin weiss ich das schon mal . Im Moment sieht es am ehesten nach Karate (passt am besten in meinen Wochenablauf) oder Ju-Jitsu (tönt am interessantesten) aus. Im Einführungskurs muss man bei beiden noch kein 'Gewand' haben. Werde da mal schauen gehen... In einen Verein möchte ich nämlich nicht, da (war jedenfalls im Volley so) zu fest die Leistung im Zentrum steht. Ich möchte ein bisschen was lernen, aber mit Freude und Spass.

@sigi ja, aus Bern. Wieso 'zerknittert'?
@joe82 Meinst du nicht, dass es in einer ernsten Situation eher weniger Überwindung braucht, um zu 'schlagen'. Da musst du ja keine Angst mehr haben jemanden zu verletzten (im Gegensatz zum Training wo du deine Freunde verletzen kannst).

Nochmals vielen Dank,
Susanne
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