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#1
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| Seit 5 Jahren übe ich Systema. Heute habe ich und ein Kumpel zu wiederholten Male das Ausweichen und das Kontern von Schlägen geübt. Nach 5 Jahren habe ich immernoch Riesenprobleme bei extrem schnellen Schlägen (Sparring) was vernünftiges draus zu machen. Mit dem was Andreas lehrt komme ich da einfach nicht weiter. Was aber sehr gut funktioniert ist eine Doppeldeckung wie im Boxen oder Muay Thai und die Schläge kurz wegschlagen (ich nenne das "tappen"). Überhaupt komme ich in Stresssituationen mit sportlichen Box-, Muay Thai- und Grapling Sachen viel besser zurecht als mit Systema. Mir gefällt Systema wirklich gut, und langsam ausgeführt funktioniert auch diese Kampfkunst besser als alles andere, nur schnell komme ich damit nicht zurecht. Ist für sehr schnelle Angriffe (z.B. in SV-Situationen) ein Sportstil besser geeignet als eine Kampfkunst? Sind Kampfsportarten den Kampfkünsten prinzipiell überlegen? Ich poste das im Anfänger- und im Allgemeinen Forum. Wenns stört kann mans ja löschen. |
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#2
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| Ich würde nicht sagen, dass das "System" definiert, ob es Sport oder Kunst ist, sondern die Philosophie, die im Dojo gelebt wird... Als typischtes Beispiel ist sicher Karate zu nennen, dass sowohl Sport oder Lunst sein kann, je nachdem wie man halt den Schwerpunkt legt. In diesem Sinne kann man auch nicht definieren, ob Sport der Kunst (oder umgekehrt) überlegen ist. Wichtig ist, dass "man" in Stresssituationen richtig reagiert, und das kann durch die Kombination von "gutem" Training (im Sinne des Unterrichts) und passendem Stil (für einem persönlich) erreicht werden. Ich hoffe, ich habe mich klar genug ausgedrückt, auch wenn ich nicht mit "Sport" oder "Kunst" geantwortet habe... selber ich ich ein grosser Anhänger von "Kunst", m.E. hat die ja auf dem Schlachtfeld "überlebt" und sich somit bewiesen... Aber ich weiss von Leuten die "Sport" machen (im speziellen Fall Karate und Judo), die sich mit "ihrem Sport" im Ernstfall effizient auf der Strasse verteidigen konnten... |
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#3
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| ich seh das so: Kampfsport hat den Vorteil, dass das üben von techniken in der Praxis durch ausgiebiges und regelmäßiges sparring normalerweise selbstverständlich ist, man will sich ja auf wettkämpfe etc. vorbereiten und da is das ein muss, dadurch lernt man, die techniken auch unter druck zu benutzen und generell besser kampfsituationen umzugehen, auch wenn das natürlich keiner realistischen selbstverteidigung entspricht. Kampfsport hat aber eben durch die versportlichung auch den nachteil das nicht alles gemacht wird was gemacht werden kann (keine tiefschläge/tritte, keine stiche in die augen), der gegner im sport ist etwas völlig anderes als ein "echter" gegner, man nimmt rücksicht auf ihn und will ihn nicht nachhaltig verletzen. Kampfkunst ist daher von den techniken her meist kompromissloser und dadurch unter umständen "effektiver". Ein Problem wie du es mit Systema hast lässt sich wohl am ehesten lösen durch regelmäßiges "versportlichtes" sparring, in dem du dann eben nur die techniken aus dem systema anwendest die deinen trainingspartner nicht gefährden, bzw. die betreffenden körperstellen werden ausreichend geschützt. |
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#4
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