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#1
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| Hallo, ich bin 16 Jahre alt, treibe Sport und möchte gerne eine Kampfkunst erlernen. Meine Größe beträgt 179 cm und ich wiege 71 kg. Ich suche eine Kampfkunst bei der man sowohl mit der Hand als auch mit dem Fuß kämpft. Mit Hand und Fuß ist die ganze Hand und das ganze Bein gemeint z.B. Schienbein, Ellbogen, Ferse, usw.. Bei dieser Kampfsportart sollten alle Kampfentfernungen(nahe, mittlere, weite)abgedeckt sein. Man sollte den Gegner auf allen Ebenen(tief, mittle, hoch)angreifen können. Doch diese Kampfkunst sollte auch Würfe und so etwas enthalten z.B. Fußfeger, Schulterwurf, usw.. Es sollten vielleicht auch Sprünge vorkommen. Diese Kampfsportart sollte man aber nicht nur gegen Menschen bestreiten und gewinnen können die dieselbe Kampfkunst becherschen, sondern gegen die meisten Angriffe(auch auf der Straße, wo es keine wirklichen Regeln gibt) abwehren und kontern können. In dieser Kampfkunst sollte man auch den Umgang mit Waffen(Schwert, Messer, Stab,…)erlernen können. Es sollte nicht im Vordergrund stehen, doch man sollte es trotzdem erlernen können. Es sollte also eine Art „allround“ Kampfkunst sein. Mir ist klar so mehr Anforderungen ich stelle und je vielfältiger die Attacken und Techniken sind so länger dauert es bis man die Kampfkunst perfekt kann. Doch das ist mir egal, denn wenn ich mich erst einmal für etwas interessiere bleibe ich auch am Ball. ![]() Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen und bedanke mich schon einmal im Voraus. ![]() |
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#2
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| Servus Zwerg, das klingt mir schwer nach einem trad. Kung Fu Stil, zu den Einzelheiten erkundigst du dich am besten im Kung Fu Forum. Was auch etwas für dich sein könnte, wäre Hapkido, was fast alles abdeckt, was du beschrieben hast, allerdings ist der Waffenkampf wenn überhaupt, dann nur sporadisch vertreten. Zum Schluss noch den ultimativen Leitsatz für Anfänger: "Nicht der Stil entscheidet über die Effektivität im Kampf, sondern der Lehrer und der Übende!" ![]() mfg, Luggage |
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#3
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| Also dein Problem könnte werden, dass Stile die Waffen mit im Curriculum haben oft das waffenlose mit mangeldem "Enthusiasmus" umsetzen... Aber Kung Fu dürfte schon in etwa in die Richtung gehen, musst halt darauf achten, dass Ellbogen etc. nicht unterschlagen werden und ausreichend Freikampf zugelassen wird (wenn auch evtl. erst nach einiger Erfahrung). Was auch noch in Frage kommen könnte, wenn die Betonung eher auf Waffen liegen soll, eine philipinische Schule zu besuchen, in der viel waffenlos trainiert wird... Seb |
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#4
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| Chen Taijiquan In den Handformen 19-er Form, 38-er Form, lange Form alter Rahmen, lange Form neuer Rahmen, Kanonenfaust-Form kommen alle genannten Techniken vor, Waffen: Schwert, Doppelschwert, Säbel, Doppelsäbel, Stock, Hellebarde Dauert nur ein paar Jahre, alle Formen zu lernen ![]() |
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#5
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| Die Empfehlung von taiji-ulrich ist nicht schlecht, wobei Taijiquan sicher nichts für jedermann ist. Alle authentischen (wichtig!!) chinesischen Stile sind voll anwendungstauglich und umfassen verschiedene Formen des Kampfes (lang, kurz, stoßen, werfen, hebeln, treten, Waffen etc.), immer mit dem Stil-spezifischen Schwerpunkt natürlich... und alle dauern eben eine Zeit, und man muss etwas mehr Aufwand betreiben als nur zweimal die Woche trainieren. P.S. Ich glaube allerdings, das jemand, der dir einen "umfassenden" Stil verspricht, also einer, der verschieden Bereiche umfasst und auf realen Kampf ausgelegt ist, und dann meint, das oben beschriebene Trainingsverhalten reiche locker aus um sich effektiv zu verteidigen, in die Kategorie Lügner fällt... obwohl jeder was anderes unter der Fähigkeit, sich verteidigen zu können, versteht! |
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#6
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| Ninjutsu wäre vielleicht auch noch eine Idee. Deckt alle Distanzen ab, benutzt Ellbogen, Hände... als Waffe, hat Würfe und legt noch einen großen Wert auf Umgang mit Waffen. Und Sprünge kommen natürlich auch massenhaft vor. Das bezieht sich aber nur auf das, was ich bisher gesehen hab. Ninjutsu selber trainiere ich auch nicht.
__________________ Wer faul ist, darf nicht dumm sein. |
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#7
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| Hi, ich schließe mich mal Miyagis Meinung an, Ninjutsu dürfte schon passen. Obwohl auch Escrima deckt die Wünsche größtenteils ab. Gruß Alef |
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#8
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| Ich würde auch sagen, die Filipinischen Systeme, wie z.B. Escrima, Arnis usw. , denn die decken alles ab. Gruß Martin |
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#9
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| Erst ein Mal herzlichen dank euch allen. Ich hoffe Ihr könnt mir noch genauer sagen wie ihr meine Auswahl Kriterien findet und wie ihr die genannten Vorschläge von den Anderen haltet. Ihr solltet aber total ehrlich sein Ihr müsst nicht nur Unterstützungen schreiben, sondern ruhig auch mal die negativen Seiten der Kampfkunst erläutern, denn nur so kann ich die Pro und Kontra Argumente abwiegen und mich entscheiden. Ihr könnt mir auch sagen, dass ich viel zu viel von einer Kampfkunst verlange oder das die oben genannten Kampfkünste nicht für einen Kampf (außer halb eines Ringes)geeignet sind. Ich suche auch eine Kampfkunst die mit dem Thai-Boxen (ich finde sie ist eine sehr harte und starke Kampfkunst ) mithalten kann, denn ich habe einen Freund der diese Sportart betreibt. Ich könnte mir daher sicher vorstellen, dass ich mal gegen ihn kämpfen werde(unter Freunden).Doch möchte ich dann nicht so eine Sportart betreiben wo ich sofort verliere. Daher wäre z.B Judo nichts für mich. Ich finde Judo ist ein schöner Sport. Habe mich auch schon an einigen Probetrainingstunden teilgenommen, doch finde ich ist Judo eine Kampfkunst die man nur gegen Menschen bestreiten kann die selbst Judo betreiben. Danke ![]() |
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#10
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| Ich sehe das mit Judo genau so, ein guter Judoka hat sicherlich einige bewundernswerte Fähigkeiten entwickelt, aber im freien Kampf (eben ohne Regeln) hält er nicht allzu lange durch. Zum contra Kungfu kann ich eigentlich nur Adam Hsu zitieren: "If you are not prepared to invest years of practise, don´t expect to advance far in the art." Ein Könner allerdings kann, davon bin ich überzeugt, prinzipiell mit jedem anderen mithalten. Es hängt dann nur von seiner Hingabe ab (und von seinem Lehrer, seinem Verständnis etc.). Ninjutsu könnte in der Tat auch eine Option sein, manche Schulen legen jedoch sehr viel Wert auf Waffen, was dir wohl eher nicht so zusagen würde... kommt auf den Lehrer an. Die meisten Bujinkan-dojos die ich kenne unterrichten auch nur ein- oder zweimal die Woche, was vom Übenden einiges an Eigeninitiative erfordert, zumindest auf fortgeschrittenem Niveau. Über phillipinische Sachen kann ich persönlich keine fundierte Aussage fällen, schlecht sind sie aber bestimmt nicht... nur das auch hier viele Schulen wohl Schwerpunkt auf Stockkampf haben, wenn ich mich nicht irre. |
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#11
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| Naja, beim Ninjutsu könnte vielleicht noch das Problem auftreten, dass nicht soviel Sparring gemacht wird. Das ist aber eine Sache die wohl von Verein zu Verein unterschiedlich gehandhabt wird. Beim Jujutsu hättest du auch alle Distanzen abgedeckt, aber dort hast du kein Waffentraining. Um bei einem Thaiboxer mithalten zu können, solltest du eine Sportart machen, in der auch regelmäßig Sparring gemacht wird. Standardmäßig Sparring wird natürlich beim Thaiboxen, Kickboxen und Boxen gemacht. Bei anderen Schulen ist das meist eine Sache des Trainers, da kann man allgemein nichts zu sagen. Bei einem Judoka fehlen natürlich die Kicks und die Boxtechniken und die Abwehr dagegen, aber ein Thaiboxer, der nicht unbedingt auf Würfe vorbereitet ist, kann dort schon ganz schön alt aussehen.
__________________ Wer faul ist, darf nicht dumm sein. |
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#12
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| Miyagi welche Kampfkunst betreibst du und was hälst du von Kung Fu? Dort sind doch auch alle Distanzen abgedeckt?Und was ist eigentlich mit Sparring?Auf jeden fall was denkst du? ![]() |
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#13
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| Ich denke nicht dass Sparring in seiner klassischen Form die Grundlage für effektive SV ist, ich würde es eher freie Anwendungsübung nennen. Im Sparring gewöhnen sich die meisten nämlich die Erwartung an, dass nach einer verbockten Technik der Kampf weiter geht - nur ausserhalb des Rings sieht das ganz anders aus. Wer den ersten Angriff nicht übersteht, der braucht sich keine Gedanken mehr um den zweiten zu machen. |
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#14
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| Im Sparring gewöhnen sich die meisten nämlich die Erwartung an, dass nach einer verbockten Technik der Kampf weiter geht - nur ausserhalb des Rings sieht das ganz anders aus. okay, aber: ohne Sparring entwickelt man aber auch nur schwer eine reale Vorstellung davonwie schnell , hart und aus welch völlig unerwarteten Positionen einem manchmal dinge an den Kopf fliegen können. Ohne Sparring ist es, als wenn man der Weltmeister im Trockenschwimmen ist ![]() Geändert von Ulrich (26-04-2003 um 18:37 Uhr). |
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#15
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| Ich mach selber Kickboxen. Da es aber auch nicht alle Distanzen abdeckt, gehts vielleicht noch in den nächsten Monaten mit Ringen los. Mit Kung Fu kenn ich mich nicht so aus, aber es gibt dort so viele Stile, dass man darauf kaum eine Antwort geben kann. Bei uns im Verein trainieren die Kung Fu Leute viel Katas (Formenlauf) und sowas, von Sparring hab ich da noch nichts gesehen. Für mich selbst wär das nichts, es gibt aber auch bestimmt einige Kung Fu Stile, die auch Freikampf machen und damit bestimmt auch alle Distanzen abdecken. Aber SV ohne Sparring ist meiner Meinung nach Unsinn, da man sonst kein Gefühl für Gegenangriffe bekommt. Ausserdem nimmt es die Schlaghemmung und man lernt einzustecken. Kannst natürlich auch mit einer Sportart anfangen, die nicht alle Distanzen abdeckt und später immer noch eine andere Kampfkunst dazunehmen.
__________________ Wer faul ist, darf nicht dumm sein. |
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