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Alt 02-02-2003, 15:56
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
Registrierungsdatum: 26.08.2001
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Standard K.P.S.T., 2. Teil

Okay, kommen wir zu den nächsten 2 Punkten.
Direkt und nicht-klassisch.

- Direkt
Im JKD wird versucht, den Gegner mit "direkten" Techniken zu treffen. D.h., das direkte Vorgehen auf das Ziel ist das eigentliche Ziel. Gerade, einache und unkomplizierte Bewegungen werden bevorzugt. Passive Verteidigung, sprich: einfaches Blocken, wird als uneffizient, da nicht angriffsbeendet betrachtet. Jede Technik und jede Bewegung sollte nach Möglichkeit von allen unnötigen Zusatzbewegungen befreit werden. "Stripped down to their essentials." JKD ist eine offensive SV, die direkte, kampfbeendene Antwort ist das Ziel.
Ein Beispiel, dass Bruce Lee immer zu "directness" brachte, war das des geworfenen Objektes.
Wenn dir jemand etwas zuwirft und dich damit überrascht, dann versuchst du aller Wahrscheinlichkeit nach das Objekt erst einmal zu fangen. Du machst dir keinen Kopf darüber, was es ist, aus welchem Winkel es kommt, ob man es "sanft" oder "hart" fangen kann, ob man es umlenken oder abprallen lassen kann etc. Diese Reaktion ist das Trainingsziel für die "directness".


- Nicht-Klassisch
Zu den Zeiten, in denen JKD entstand, gab es in Amerika eine Anzahl von Kampfkunstarten, die teilweise nur innerhalb einer Etnie weitergegeben oder von heimkehrenden Soldaten aus dem pazifischen Raum mitgebracht wurden. Viele dieser Schulen mystifizierten ihre Kampfkunst mit Ritualen, Begrüssungen und Formen, die von der eigentlichen Trainingszeit abgingen. Scheinbar wurden ein Teil dieser ornamentalen Zeremonien auch dazu genommen, Lücken im Stoff oder System zu überdecken. Geheimtechniken wurden ersponnen, die erst dem fortgeschrittenen Schüler nach Beweis seiner Loyalität gezeigt werden sollten. Es wurde klassische Stellungen und mechanische Abläufe trainiert, die nichts oder kaum etwas mit tatsächlichem Kämpfen oder SV zu tun hatten.
Im JKD sollten die Übungen anders sein. Keine unrealistische Fussarbeit, keine mechanischen und damit "toten" Bewegungen, keine Drills mit andauernder Kooperation zwischen den Partnern; Spontanität und das Verändern des Kampfrhythmusses und des Bewegungsrhythmusses sind das Ziel. Nach dem Einstudieren und Üben der Techniken sollen diese nicht in choreographierten Bewegunsgabläufen, sondern im Sparring gegen einen sich immer mehr wehrenden Partner trainiert und damit mit "Leben erfüllt" werden.


Grüsse
__________________
Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de
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