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  #1  
Alt 16-08-2003, 22:09
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 16.08.2002
Alter: 8
Beiträge: 526
Standard Warum kein Trapping im UFC und Co?

Hallo,
ein Freund von mir meinte letztens, das Trapping im Standkampf neben Boxen so ziemlich das Non-Plus-Ultra darstellt.

Nun stelle ich mir dir Frage, warum, es in diesen Free-Fight Systemen/Kämpfen kein Trapping gibt?
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  #2  
Alt 16-08-2003, 22:17
Benutzerbild von Luggage
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: [beliebiges Klischee hier einsetzen]
 
Registrierungsdatum: 20.05.2002
Ort: Bei Mannheim, gerade noch Hessen
Alter: 25
Beiträge: 5.482
Standard

Weil a) dein Freund unrecht hat und b) UFC und Co nicht die richtige Plattform für Trapping ist.

mfg,
Luggage
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  #3  
Alt 16-08-2003, 22:46
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Südost Asien Institut der Kampfkünste
 
Registrierungsdatum: 01.01.2002
Ort: Mannheim
Beiträge: 190
Standard

Trapping ist vorhanden in MMA, nur die Anwendungen unterscheiden sich vom "traditionellen" HIA.

Jedesmal wenn Arme, Hände oder der Körper immobilisert werden, meist nur einen Augenblick lang, wurde man getrappt. Die Essenz bleibt gleich, die Technologie und Trainingsmethoden ändern sich und vieles wird schliesslich eine Frage des Trainings, sprich wie man es entwickelt damit es funktioniert und die gewünschten Resultate rumkommen.

Grüsse,


Bob Dubljanin
www.soai.de
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  #4  
Alt 17-08-2003, 01:24
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 16.08.2002
Alter: 8
Beiträge: 526
Standard

Aber wird Trapping nicht vielleicht auch etwas überschätzt?

Funktioniert es überhaupt gegen einen Gegner im Freikampf, der gut schlagen und treten kann, Boxen etc.
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  #5  
Alt 17-08-2003, 07:06
Benutzerbild von jkdberlin
Administrator
Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
Registrierungsdatum: 26.08.2001
Ort: Berlin
Alter: 43
Beiträge: 18.447
Standard

Wenn es in der richtigen Distanz passiert, klappt es wunderbar. Trapping ist das zeitlich limitierte Festlegen der Extremitäten des Gegners mit dem Ziel, ihn zu schlagen.
Wenn man dabei nur Ausschau nach Pak Sao und Lap Sao hält, wird das schon schwer, wenn ich das im lockeren Sparring ohne Druck, mit Handschuh, und mit ausreichend Platz und Bewegung mache, wird das noch viel schwerer. Und trotzdem kann zum Beispiel ein Overhook aus dem Ringen über einen Arm des Gegners (wie gestern beim Boxkampf von Green) ein ausreichender Trap sein, um meinen Gegner zu treffen.

Grüsse
__________________
Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de
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  #6  
Alt 17-08-2003, 11:32
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 16.08.2002
Alter: 8
Beiträge: 526
Standard

Klar Kann man sowas irgendwo auch als Trapping bezeichnen....aber mit dem ürsprünglichen Trapping, das man lernt hat es jedoch nur entfernt zu tun.

Wenn man schwierigkeiten hat diese ganzen Lap Saos usw. in einem stürmischen Freikampf anzuwenden, lohnt es sich dann überhaupt dieses so exzessiv zu üben? Sollte man da nicht lieber mehr Zeit verbringen Boxen und Grappling zu lernen?!
Ich meine wenn man den Lernaufwand mit dem Nutzen in Beziehung setzt. Was mir grad einfällt....würde ein Eric Paulson im Freikampf das Trapping was wir kennen überhaupt einsetzen?
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  #7  
Alt 17-08-2003, 13:26
Benutzerbild von jkdberlin
Administrator
Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
Registrierungsdatum: 26.08.2001
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Beiträge: 18.447
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Hmm, ich glaube, du verwechselst da immer noch was:

a) Es ist wenn dann das Trapping das du kennst, nicht "wir". Ich kenne nunmal das auch als Trapping und trainiere es so. Mit "ursprünglichem" Trapping meinst du wohl das Wing Chun Trapping. Nun, es gibt halt viele weitere Arten des Trappings...

b) Ein Freikampf/MMA/Vale Tudo Fight ist keine Selbstverteidigungssituation. So ein Kampf fängt in einer anderen Distanz, mit Wissen beider Partner an. Wenn du zum Beispiel deinem Gegner auf der Strasse auf Ellenbogendistanz gegenüber stehst und er dich schubsen will, klappt Trapping schon viel eher. Oder du greist mit einer Pak Sao / Schlag Comco an, da er schon die Hände vor's Gesicht genommen hat.

c) Ich habe Kämpfe von Erik gesehen, bei denen er zum Beispiel recht gut Trapping am Boden einsetzt

d) Ich würde für Trapping genauso viel Zeit aufwenden wie für Treten, Schlagen und Grappling im JKD Unterricht. Worauf ich mich dann spezialisiere und später in meinem individuellen Training mehr setze, ist eine andere Sache.

Grüsse
__________________
Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de
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  #8  
Alt 17-08-2003, 17:34
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Kampfkunst: Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 07.10.2002
Ort: Old Europe
Beiträge: 45
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Das Problem ist einfach dass fast niemand richtig "trappen" kann, in den meisten guten Kung Fu Stilen gibt es sehr effektives "Trapping", welches auch hervorragend gegen Boxer funktioniert. Es gibt aber leider nur sehr wenige gute Kung Fu Meister in Deutschland.
MfG
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  #9  
Alt 17-08-2003, 22:52
Benutzerbild von Ralf Engwer
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Kampfkunst: Full-Instructor in JKD-Concepts & FMA
 
Registrierungsdatum: 05.10.2002
Ort: Bavaria, but Home is where your heart live!
Alter: 38
Beiträge: 722
Standard

Hi Leute,

seit langem möchte ich mal wieder ein Posting schreiben.

Also als erstes Mal, Trapping gegen einen "guten" Boxer und dann vielleicht noch in einer der drei Boxdistanzen ist unklug, um nicht zu sagen dumm und gefährlich! -IMO-

Zweitens brauchen wir zum Trapping die nötige "Range" also Distanz und die ist oft in abgesprochenen Fights nunmal nicht so leicht zu kommen bzw. zu bleiben. "siehe Franks Posting"!

Aber auf der Straße in Rededistanz, vor allem wenn das meist übliche Ritualverhalten voraus geht, funktionieren Trapping Techniken sehr gut.

Und warum die ganzen Paks/Laps trainieren, weil sie die Basis darstellen um Sensitivty zu erlernen, also den Druck lernen.

Diese Trapps wendet man im Ernstfall kaum an, sondern ich nenn es mal "freies Trappen" oder Kampftrapping und dafür brauch ich nunmal die Basis.

-IMO-

Beste Grüße an Euch

Ralf
__________________
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