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#1
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| Im JKD Training wird sehr viel Wert auf die eigene Offensive gelegt. Hintergrund dieses Gdankens im Gegensatz zum stärkeren Training der Defensive ist der Umstand, dass die Reaktion auf einen gegnerischen Angriff immer langsamer ist als die eigentliche Aktion. Die erfolgreiche Abwehr, insbesondere die Abwehr der gesamten Gefahrensituation, kann nicht über die blosse Verteidigung erfolgen, da der Gegner zwangsläufig mit seinen Attacken erfolgreich sein wird und den Verteidiger somit überrennt. Ziel im JKD ist es vielmehr, die Gefahr beim ersten Anzeichen durch einen eigenen Angriff abzufangen, zu stoppen, zu unterbrechen und somit den physischen Angriff sowie die psychische Angriffsmotivation des Gegners zu brechen und in die eigene Offensive zu gehen. Der eigene Angriff wird dabei so lange ohne Unterbrechung fortgesetzt, bis die Situation beendet ist. Timing, Distanzgefühl und ein technischer Fluss sind hierbei wichtige Eigenschaften im JKD. Sollte eine Auseinandersetzung in einer weiten Distanz beginnen, so muss sich der Gegner dem JKD'ler nähern, um diesen anzugreifen. Dieser Annäherung wird im JKD mit dem Abfangen durch einen Stoppkick trainiert. Wichtig ist, dass entweder der eigene Angriff nach diesem Stoppkick sofort weitergeführt wird oder nach Möglichkeit die sichere Flucht ergriffen wird. Zum Stoppkick gehört das Prinzip der "längsten Waffe gegen das nächste Ziel". Um den Gegner abzufangen, der sich auf einen zu bewegt, wird der vordere Sidekick gegen dessen Knie, Patellasehne oder Schienbein benutzt. Ist der Gegner schon in einer Distanz, in der er den JKD'ler ohne Schritt erreichen kann, wird versucht, nach dem ersten Anzeichen eines Angriffs diesen mit einem Stoppschlag oder einem Hookkick abzubrechen. Auch hier wird anschliessend sofort der eigene Angriff eingesetzt, man wartet nicht erst und sucht nach einer Reaktion beim Gegner. Sollte der gegnersiche Angriff nicht vorher erkannt werden können, so muss gleichzeitig zur Abwehr des Angriffs (Parieren oder Ausweichen, nach Möglichkeit kein Zurückweichen) der eigene Gegenangriff gestartet werden. Diese Gleichzeitigkeit ist wichtig, um weiteren, folgenden Angriffen des Gegners zuvor zu kommen. Unter Berücksichtigung dieser Punkte wird im JKD keine passive Verteidigung trainiert, sondern so früh wie möglich die eigene Offensive eingeleitet. Daher die offensive Verteidigung. Grüsse
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#2
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| Hi Frank, irgenwie gefällt mir der Begriff "JKDler" ja nicht, er entspricht auch so gar nicht der denkweise Si-Jo's. Aber ansonsten hochinteressantes und informatives Posting! Gruß |
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#3
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| Ersetze JKD'ler mit: JKD-Trainierende JKD-Ausführende JKD-Schüler ( Bruce Lee schreibt selber häufig vom "JKD man") Kampfkünstler oder was fällt dir ein? Was würde denn deiner Meinung nach der Denkweise Bruce Lees entsprechen? Und wie kommst du darauf? Grüsse
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#4
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#5
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| Me too. Thanx ![]() Greets
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#6
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| Da kann man leicht in Konflikt mit der deutschen Justiz kommen? oder? |
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#7
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| Hmm, weil? Ein Angriff nach Notwehr Paragraph beginnt nicht mit dem Einschlag des ersten Treffers. Man sollte schon wissen, was man gegebenfalls einem Richter erklären muss...aber das trifft doch auf jede SV zu. Diese Diskussion ist müssig und abstrakt, und sie führt wohl zu nichts... Grüsse
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#8
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| Die Üebrlegung kannst du nach der Abwehr anstellen Hauptsache erstmal nichts abbekommen! Finde die JKD Prinzipien immer wieder nett, so schön Zweckorientiert ![]()
__________________ Gruss Franz - Trainingsbücher - Trainingspläne- Telekommunikation - Japan Thailand Burma Fotos - GoodBody Shirts |
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#9
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| Schließe mich Franz an,sehr gut geschrieben sehr informativ. Jedoch sollte jeder Stil der sich Praxisorientiert auf die Fahnen schreibt so vorgehen,so auch das Universal Combat System. Evade - First Impact Gruß an Alle Markus Geändert von UC-System (18-07-2003 um 16:26 Uhr). |
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#10
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| Ein ähnlicher/gleicher Gedanke liegt ja der WT-Universallösung zugrunde. Und damit auch das gleiche Problem: Wie kann ich einen Präventiv-Angriff noch als Notwehr rechtfertigen? Unsere Antwort spiegelt sich im Blitzdefence-Program wieder: Aufmerksamkeit der Zeugen erregen, den Zeugen dann verbal, mimisch und gestisch dokumentieren, dass der andere der Aggressor ist... Aber vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand..ich hab da schon Urteile erlebt, da hauts einen nach hinten.... |
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#11
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| Die 'WT-Universallösung' ist keine Erfindung des WT. Sie war eine von Bruce Lees bevorzugten Bewegungen in Seattle, und das bereits bevor es WT gab. Da Bruce Lee seinen Stil änderte, scheint er seine Vorliebe dafür wieder verworfen zu haben. Eine Zeichnung davon findest Du in Jesse Glovers erstem Buch "Bruce Lee between Wing Chun and JKD". Es scheint so, als lassen sich aus ähnlichen Wurzeln die gleichen Dinge extrahieren. In diesem Buch findest Du übrigens auch einige Ideen/Erkenntnisse, die Jahre später in dem Buch "Vom Zweikampf" wieder aufgetaucht sind. Grüße, Andreas |
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#12
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| Die Körpersprachen-Geschichte wurde sowohl schon vor zig Jahren mal auf einem Joe_Lewis-Video angesprochen, ich glaube es war "Self Defense - 10 best techniques"... |
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#13
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| Hallo Andreas Bruce Lee hat auch noch in Los Angeles eine Art "Universallösung" unterrichtet Diese kommt der Zeichnung in Glovers Buch sehr nah. Und auch der WT Universallösung...Grüsse
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#14
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| Hi Frank, Danke für die Info! - Meinst Du die Technik 'Leg Obstruction'? Ich ging hypothetisch davon aus, daß er die auf der Zeichnung dargestellte Technik wieder verworfen hätte, da man sie in keinem JKD-Dokument / Buch etc. findet. Diese sind nicht allumfassend, daher auch meine Wortwahl: "scheint" .... Interessant zu wissen, daß es das auch schon vor dem WT gab, das sich selbst auch die revolutionärste und ketzerischste Form der SV versteht...Wo wir schon mal beim Thema sind: Hält's Du die WT-Lat Sao-Programme und Einteilung in verschiedene Distanzen für etwas, daß vom L.A.-Curriculum inspiriert sein könnte?Grüße Geändert von A.M. (19-07-2003 um 05:02 Uhr). |
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#15
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| Jau, ich meine "Leg Obstruction". In der Art, wie es mir von Tackett gezeigt wurde, erinnert es sehr stark an die "WT-Universallösung", nur mit anderer Fussarbeit. Ich kenne die Lat Sao Programme zu wenig, um sie direkt vergleichen zu können. Das, was ich kenne, hat mich aber eher an Übungen erinnert, die so aus der Jesse Glover Richtung kommen könnten. Aber da irre ich mich wahrscheinlich. Grüsse (nach Niederschrift auf 4-tägige Tour mit Sifu Larry Hartsell gefahren )
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