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Alt 24-07-2003, 14:27
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
Registrierungsdatum: 26.08.2001
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Standard KPST 13: Using no way as way

Der physische Kampf zwischen menschlichen Wesen ist ein Chaos, in dem viele verschiedene Faktoren mit hineinspielen. Umgebung, Beleuchtung, Distanz, Rhythmus, Kraft, Geschicklichkeit, Timing, Wetter, Ort, usw. Einige dieser Faktoren lassen sich zum Beispiel durch Training beeinflussen, andere nicht. Durch die Vielzahl dieser Faktoren sowie deren Weiterentwicklung ist ein in sich geschlossenes Kampfsystem immer limitiert. Kein System kann die Antwort auf alle diese Faktoren oder deren Beeinflussung bieten. Eine Entwicklung des einen Faktors kann unter Umständen andere Faktoren beeinflussen und somit weitere Auswirkungen haben. Der Trainierende, der sich somit mit einem geschlossenem System beschäftigt, trifft eine Auswahl, die ihn selber limitieren kann.
Ein System, das ebenfalls nicht den diversen körperlichen Voraussetzungen der Trainierenden Rechnung trägt, sondern von dem Trainierenden erwarten sich an das System anzupassen und ihm untypische Bewegungen abverlangt, die er in einem Notfall nicht oder nur unzureichend ausführen kann, ist ebenfalls eine Beschränkung des Ganzen.
Im JKD wird diesem Umstand mit der Maxime "Using no way as way" begegnet. Hierbei soll der Trainierende nicht 1000 Wege versuchen zu erlernen, sondern einfach nur seine Augen und seinen Geist offen halten für anderes, dass ihm oder seinem Training helfen kann. Eine Addition zum Beispiel einer technik kann dabei sehr wohl zum Aufgeben einer alten Technik und somit nicht zu einer Anhäufung von nutzlosem Wissen führen. Ein JKD'ler wird sich im Kampf nicht auf einen bestimmten Weg festlegen (der dann vielleicht auch vom Gegner erkannt und ausgenutzt werden kann), er wird sich verschiedene passende Optionen freihalten. Und er wird gegebenenfalls sein Training ändern, wenn ihm Wege zu einer Optimierung seines Trainings bekannt werden. JKD ist ein in der Entwicklung offenes System, das keinen feststehenden Stundenplan am Ende hat. JKD zu trainieren ist ein Prozess der Entwicklung eines Individuums, JKD ist kein Produkt dass man abschliessend erlernen oder gar kaufen kann. Letztendlich ist der Weg wichtig sowie die Erfolge, die am Weg liegen. Um zu diesen Erfolgen zu kommen, muss der eine oder andere vielleicht bestimmte Wege begehen, die für andere nicht optimal scheinen. Doch letztendlich zählt am Ende der Erfolg, nicht der Weg oder die Art und Weise des Entstehens.

Grüsse
__________________
Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de
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