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  #1  
Alt 29-07-2003, 12:55
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
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Standard KPST 14: Trapping im JKD

Trapping ist im JKD das zeitlich begrenzte Festlegen der Extremitäten oder anderer Teile des Körpers des Gegners mit dem vorrangigen Ziel, ihn zu schlagen.
Im Training werden dabei verschiedene Arten von Trapping unterschieden:

- das Trapping, das ohne Absicht bei einer anderen Angriffsart passiert. D.h., es wird zum Beispiel mit Single Direct Attack angegriffen und der Gegner erschafft eine Barriere, um den Angriff zu blocken. Nun ergibt sich eine Möglichkeit, diese Barriere aus dem Weg zu räumen und den Gegner damit in eine schlechtere Verteidigungssituation zu bringen.

- das Trapping in der Verteidigung ist eine weitere Option. Hierbei wird der Angriff des Gegners durch einen Konter abgefangen und es ergibt sich hierbei die Möglichkeit zum Trapping.

- Der Trapping-Angriff. Es gibt Arten von Gegnern, bei denen man mit einer anderen Angriffsart nicht zum Erfolg kommt. Hierbei bietet sich die Möglichkeit, zusammen mit dem Schlag oder Tritt den Gegner festzulegen und so zum Erfolg zu kommen. Hierbei können Finten und Täuschungen zum Vorbereiten der Trappingtechnik von Nutzen sein.

- Im Infight während einer Auseinandersetzung kann es aufgrund von Infight-Positionen zum Clinchen kommen. Generell wird der Clinch im JKD auch als Trapping trainiert, da hier Teile des Körpers oder der Körper des Gegners blockiert werden, um den Gegner zu schlagen.

Trapping beinhaltet im JKD nicht nur das vom *ing *un bekannte Festlegen der Arme oder Beine, sondern bietet durchaus auch noch Techniken zum Festlegen des Kopfes (Haare ziehen) oder des Körpers (Clinchen in verschiedenen Ausführungen). Auch Techniken, die den Gegner durch Körpermanipulationen aus der Balance und dadurch aus einer festen Verteidigungshaltung bringen, werden trainiert.

Dabei muss jede Trapping Technik den Anspüchen an die Technik-Ökonomie und die Synchronisation mit dem Anwender, dem Gegner und der Anwendung an sich genügen. Eigene Lücken dürfen beim Trapping nicht entstehen. Man sollte immer auf ein Zurückweichen des Gegners als Konter gefasst sein und mit anderen Angriffe folgen können.

Gewisse Anforderungen und Eigenschaften, die man haben muss, um Trapping Techniken erfolgreich anwenden zu können, setzen ein stetes Training voraus. Sensitivität, Distanzgefühl, Balance, Ökonomie der Technik, Struktur, Druck und Geschwindigkeit sind einige davon.

Wichtig ist dabei, das Trapping nicht als Selbstzweck angesehen wird. Es kann vorrangig nicht darum gehen, den Gegner nur festzulegen. Primär ist immer das Schlagen des Gegners das Ziel.

Grüsse
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  #2  
Alt 30-07-2003, 14:34
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Artikel ist klasse. Gefällt mir.

Keep them coming.

Gruss,

Bob Dubljanin
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  #3  
Alt 31-07-2003, 15:00
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Zitat:
Wichtig ist dabei, das Trapping nicht als Selbstzweck angesehen wird. Es kann vorrangig nicht darum gehen, den Gegner nur festzulegen. Primär ist immer das Schlagen des Gegners das Ziel.
Genau...und meine erfahrung ist das manche es sehen alsob Trapping das ziel ist.

Well written Frank

John
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  #4  
Alt 03-08-2003, 16:08
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: PFS, JKD, FMA
 
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Das große Problem beim Trapping ist wirklich, dass es oft zum Selbstzweck praktiziert wird. Der Grund: Im Training sieht das einfach toll und spielerisch einfach aus.

In der Realität liegt die Sache aber anders. Ich würde sogar soweit gehen, dass eine High Low High Kombination als Formel der bessere Weg ist, um eine Blockade des Gegners zu umgehen: Also Gegner wehrt ab - Low Line Kicking - und nach der Schmerzreaktion gehts oben wieder weiter.

Ich habe schon des öfteren im Training gesehen, dass man sich ganz einfach "zu Tode trappen" kann. Gilt übrigends auch für Gunting und Destruction Techniken aus dem Kali. Versucht mal einen Boxer zu "gunten" - much fun!
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