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  #16  
Alt 29-08-2003, 00:41
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: WingTzun
 
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Hi Samtex,
Zitat:
Original geschrieben von Samtex
BTW, das mit dem Wenden ist auch so eine Sache, im WT wird immer versucht aus einem Angriff rauszuwenden, auf Demos sieht man dann wie der agressive Angreifer hilflos am WTler vorbei ins Leere rennt und der WTler ihn locker von hinten fertigmacht.
Sieht nett aus auf Demos, funktioniert aber in der Realität nicht so, außer man hat einen völlig besoffenen Gegner
Stimmt, das klappt nur in Ausnahmen.
Aber da müßten wir uns darüber unterhalten, was für "tolle" Sachen immer wieder von den verschiedensten KKs demonstriert werden.
Zitat:

In Wirklichkeit wird ein Gegener, der nicht völlig daneben ist, seine Angriffsrichtung korrigieren und vor seinen neu ausgerichteten Fäusten einen Typen vorfinden der gewendet und mit dem Gewicht auf dem hinteren Bein dasteht, und der im Falle einer Fortführung den Angriffs jetzt nur noch in eine Richtung weg kann, außer er verlagert natürlich sein Körpergewicht in die ganz andere Richtung als vorher, was zweifellos mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als die Richtungskorrektur des Angreifers.
Ich habe versucht zu beschreiben, dass der Konterpunch bei korrekter Ausführung der Mechanik zu dem Zeitpunkt erfolgt, wo der Gegner versucht seine Ausrichtung nachzuführen.
Wenn man aber zuweit gewendet hat, so dass man das von dir beschriebene Druckfallenrisiko hat, ist die Lösung üblicherweise dass man mehr oder weniger antizipierend schon wenn der Gegner nachführt wieder aus seiner Linie rausgeht (Schrittwechsel). Also keine passiven Manöver, sondern aktive.
(Es gibt da den Mythos der "passiven Wendung" im WT, aber ich halte davon so ziemlich gar nichts. Selbst die Druckdetektion ist letztlich ein aktiver Vorgang.)
Die dafür notwendige Schrittarbeit ist aber zugegebener Massen nichttrivial, letztlich lernt sich aber alles.
Gruss
Martin
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  #17  
Alt 29-08-2003, 13:01
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Kampfkunst: VT
 
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@Martin
Hast Du schon mal über Reinwenden in den Gegner statt Rauswenden nachgedacht, oder gar ausprobiert??
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  #18  
Alt 29-08-2003, 13:17
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: WingTzun
 
Registrierungsdatum: 04.03.2002
Alter: 47
Beiträge: 4.147
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Hi Samtex,

Zitat:
Original geschrieben von Samtex
@Martin
Hast Du schon mal über Reinwenden in den Gegner statt Rauswenden nachgedacht, oder gar ausprobiert??
Vielleicht nochmal zu Erläuterung: Ich wende mich in der Anwendung fast nie "raus" und das gilt für alle kampfstarken Leute in unserer Gruppe. Entweder haben die die entsprechende Physis entweder im Sinne von Masse und Kraft wie meine Wenigkeit oder sind so schnell auf den Beinen, dass sie den Druck eh nicht ausgesetzt sind. (Sind tatsächlich zwei verschiedene Typen, jeder muss so trainieren wie es zu seiner Physionomie passt.)

Zu deiner Frage. Du hast leider nicht beschrieben, was du mit "reinwenden" konkret meinst.
Wenn du z.B. sowas meinst wie eine rechte Gerade eines Angreifers mit linkem Pak-Sao rechts am Kopf vorbeizuleiten, gleichzeitig reinzugehen und mit rechts unter seinem Arm drunterdurch zu punchen, dann ist die Antwort "Ja!"oder besser "Ja, natürlich!".
Bitte beschreib' doch mal genauer, was du mit "reinwenden" meinst.

Gruss
Martin
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  #19  
Alt 29-08-2003, 13:27
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: VT
 
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Beiträge: 191
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Beim Wenden auf den Ballen wendest Du automatisch raus, weil Du Deinen Schwerpunkt aus der Angriffslinie bewegen willst, wendest Du aber auf den Fersen bleibt Dein Schwerpunkt und Deine Zentrallinie da wo sie ist und Du nimmst dem Gegner Platz weg.
Ein wenig schwierig zu beschreiben, besser währe es natürlich man könnte es demonstrieren
Im Prinzip schneided man seinem Gegner den Weg ab anstatt ihn zu umgehen.
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  #20  
Alt 29-08-2003, 23:27
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: WingTzun
 
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Beiträge: 4.147
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Hallo Samtex,

vermutlich werden wir in Kürze die Grenzen des Mediums erreichen und offtopic ist eh ein bißchen. Ich probier's trotzdem mal, solange kein Moderator mir auf die Patschehändchen haut.

Zitat:
Original geschrieben von Samtex
Beim Wenden auf den Ballen wendest Du automatisch raus, weil Du Deinen Schwerpunkt aus der Angriffslinie bewegen willst, wendest Du aber auf den Fersen bleibt Dein Schwerpunkt und Deine Zentrallinie da wo sie ist und Du nimmst dem Gegner Platz weg.
Ein wenig schwierig zu beschreiben, besser währe es natürlich man könnte es demonstrieren
Im Prinzip schneided man seinem Gegner den Weg ab anstatt ihn zu umgehen.
Vorab: In unserer Linie wenden wir nicht auf dem Ballen, sondern auf dem ganzen Fuß, etwa mittig. Dass was ich bis jetzt vom VT gesehen habe, konnte mich vor kurzen auch persönlich mit einem VTler austauschen, war diesbezüglich nicht so unterschiedlich, halt nur der Drehpunkt noch etwas weiter auf der Ferse.
Aber irgendwie scheint mir das nicht der Punkt zu sein. Grundlegend entsteht die Anfälligkeit des WT für Druckfallen nicht durch die Art der Wendung sondern aus dem resultierenden Stand, wo extrem Richtung Katzenstand gearbeitet wird.
Aber das Resultat der Wendung ist - wenn man mit gleichem Schwerpunktwahl arbeitet ist fast identisch, egal ob man im Extrem über die Ballen oder über die Ferse pivotisiert.
(Zumindest bei mir, habe damit experimentiert. Wenn jemand "andere" Füße hat, soll er mir ein Bild schicken. )
Und natürlich will ich meinen Körper - ergo auch den Schwerpunkt -aus der Angriffslinie rausbekommen, so dass ich nicht getroffen oder zumindest nur tangiert werde.
Entweder muss ich den Angriff des Gegners ableiten (der Keil) oder ich muss im Extremfall ein Stück aus dem Weg gehen.

Ich hoffe, dass wir zumindest mit der Zentralinie denselben Begriff meinen. Def. : Die obere Zentrallinie ist (vereinfacht) die Verbindungsgrade zwischen meinem Solarplexus und meinem Trefferziel beim Gegner. Dieses Ziel liegt auf dessen Dochtlinie, der vertikalen Körperachse.
Und natürlich rotiert die Zentrallinie mit meiner Wendung mit, weswegen ja gerade der Knackpunkt ist, dass man nicht zu viel wenden darf, weil man sonst im Off landet, die eigenen Waffen ungünstig positioniert sind und man Lücken öffnet. Ich will auch in der Wendung (nochmals: so gering wie möglich) den Gegner direkt vor mir stehen haben, nicht links von mir und nicht rechts von mir. Er dabei nach Möglichkeit verdreht und ich schön gerade ausgerichtet.
(Eine andere Option ist natürlich den Gegner zu umlaufen, das ist aber eine völlig andere Geschichte.)

Probiers doch bitte nochmal deine Beschreibung zu vertiefen, vielleicht packt's dieses Medium ja gerade noch so.
Gruss
Martin
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