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#1
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| Im Gegensatz zu den Filmen mit Bruce Lee, in denen hohe, gesprungene und/oder gedrehte Kicks häufig vorkommen, werden im JKD Training an die Trittübungen bestimmte Anforderungen gestellt, die anders als in den Spielfilmen sind: - Tritte werden hauptsächlich unterhalb der Hüfte des Gegners ihr Ziel haben. Tiefe Tritte sind schneller und dadurch schwerer abzuwehren; sie sind sicherer, da der Ausführende dabei seine Balance nicht opfern muss und seine eigene Deckung nicht aufmachen muss; sie gehen auf direktem Weg zu dem nächstgelegenen Ziel. - Wie auch beim Schlagen wird im JKD bei Tritten nicht ausgeholt, d.h. das tretende Bein wird vorher nicht angezogen oder vorgespannt, damit der Gegner weder die Trittabsicht erkennt noch das Ziel erahnen kann. Es können auch Finten mit der Hand die Tritte einleiten. - Nach dem Tritt wird das Bein so schnell wie möglich wieder zurückgebracht und die Struktur des Bai Jong (der Kampfhaltung) wird wieder geschlossen. Beim Treten wird sehr viel Wert auf eine dichte Verteidigungshaltung gelegt. - Es ist wichtig, dass jeder Tritt mit der Bewegung des Körpers, der Fussarbeit und den Händen korrespondiert und zusammen passt. Der Fluss des Ganzen sollte nicht dem einzelnen Kick geopfert werden. Im "worst-case scenario" sollte berücksichtigt werden, dass der Kick a.) sein Ziel verfehlen kann oder b.) der Gegner den Tritt abwehren oder "einstecken" kann. Hierzu ist es zwingend notwendig weitere Techniken nachfolgen zu lassen. - Obwohl Tritte eine grössere Reichweite haben als zum Beispiel Schläge, sollte man nicht übersehen, dass man Tritte auch erfolgreich in mittlerer und naher Distanz sowie am Boden einsetzen kann. - Tritte eignen sich hervorragend zum Überbrücken der Distanz bzw. zum Abschluss oder um den Gegner wieder auf Distanz zu bringen. Tritte sollten im Training generell als Angriffswaffe und als Verteidigungswaffe trainiert werden. Besonderes Augenmerk wird hierbei im JKD auf die Verwendung als Stoppkick bzw. "Leg Obstruction" gelegt. Der Sidekick mit dem führenden Fuss zum gegnerischen Knie/Schienbein ist eine der Hauptwaffen im JKD. Obwohl im realen Kampf Tritte selten über die Hüfte des Gegners gehen sollten, sollte im Training Wert auf Flexibilität, Kontrolle und Kraft in den hohen Tritten gelegt werden. Dies erhöht die Schnelligkeit des tiefen Trittes. Im Training können zur Koordination und zur Körpermechanik sehr wohl hohe Tritte trainiert werden. Man sollte auch niemals hohe Tritte ganz aus dem eigenen Arsenal streichen, um für keinen Gegner vorausberechenbar zu werden. Dabei sollte im Training immer Wert auf gute Form gelegt werden. Kraft kommt durch die richtige Anwendung der Form sowie einer gesteigerten Geschwindigkeit in die Tritte. Grüsse |
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#2
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| Wieder mal ein schöner Artikel! Zwei Fragen noch: Sidekick(?) zum Schienbein? nicht ganz günstig für nachfolgende Manöver, oder? Wie trainiert ihr Tritte zum Knie im Sparring? spez. Schützer? zu hoch oder zu niedrig ansetzen kann ja auch nicht das Wahre sein... Gruss reno
__________________ You gotta be clever, you gotta be smart and not get hit. That´s what boxing is all about. Cus D`Amato |
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#3
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| Ich finde, dass gerade der (JKD) Sidekick zum Knie und Schienbein extrem günstig für weitere Techniken sind. Liegt in der Art der Ausführung der Technik, die man vielleicht mal im Training sehen sollte. So wird im JKD der Sidekick vorher nicht hochgezogen und dann ausgeschnappt, bzw. die Rückführung des Trittes erfolgt direkt wieder nach unten in den Stand, und nicht auf gerader Linie zurück. Ich hatte das grosse Glück, bei Ebay Motocross-Schienbeinschoner von der Berliner Polizei in grösserer Stückzahl zu kleinem Preis zu bekommen Damit kann man das sehr gut trainieren.Grüsse |
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#4
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| Technikerklärung leuchtet mir ein, wenn auch nicht zum Schienbein. Das mit den Motorcross-Schützern ist ne gute Idee. Gruss
__________________ You gotta be clever, you gotta be smart and not get hit. That´s what boxing is all about. Cus D`Amato |
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#5
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| Frank, im Training kann man auch den Stop-Kick zum Schienbein treten, also nicht direkt auf die Patellasehne, sondern etwas unterhalb. Oder sollte man lieber gleich Versuchen, gerade als Anfänge genau die Patellasehne zu erwischen und dafür lieber Schützer anzuziehen? Grüße Sebastian PS.: Super Artikel, wie alle Deine! ![]()
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
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#6
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| Ich denke es reicht den Tritt im Training zum Schienbein zu üben.Bei uns wird er so trainiert, und ich hatte bis jetzt wenig Schwierigkeiten im Ernstfall ein paar Zentimeter höher zu gehen.Meiner Meinung nach sehr effektive Waffe! @ Frank Kommt Ihr am WE nach Hannover?
__________________ My Life - My Rules R.I.P Chrischi |
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#7
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| Ist mittlerweile richtig umfangreich geworden, deine Artikelreihe. Macht vielleicht Sinn, die mal gesammelt ins Netz zu stellen (oder ist sie schon auf deiner HP)? Seb |
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#8
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| besser: Buch! ![]()
__________________ Have a break, have a ...discussion. |
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#9
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| Quatsch, DVD ist viel besser Ich übe den Kick auch mal zum Schienbein, wenn grad keine Schützer da sind. Ansonsten mit Knie und Schienbeinschoner vorsichtig aufs Knie. Tja, motocross-schoner müsste man haben.. Grüsse |
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#10
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| Wie gesagt, wir haben ja unsere Schoner und können uns so auch natürlich das Zielen erlauben. Ohne Schoner würde ich auch immer wenigstens in die richtige Richtung treten. Habe meinen neuen Clip ebenfalls über den Lead Sidekick gemacht. Müsste die nächsten Tage auf meiner Homepage online sein. @ Boucer Wenn es stattfindet, sind wir da. Natürlich ![]() Grüsse |
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#11
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| Hallo, ich habe eine Frage zu folgender Aussage: "Man sollte auch niemals hohe Tritte ganz aus dem eigenen Arsenal streichen, um für keinen Gegner vorausberechenbar zu werden." Heisst das man sollte in der Lage sein, einen hohen Tritt im Kampf anwenden zu können oder ihn lediglich als Übung in seinen Trainingsumfang mit einzubauen ? MFG Tidus |
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#12
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| Beides, wenn sich die Gelegenheit bietet Ich würde einen hohen Tritt zwar nicht als primäre oder sekundäre Waffe ansehen, aber wer weiss...Grüsse |
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#13
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| Hallo Frank, wieder ein super Artikel. Ich halte das Ueben von hohen Tritten bzw. die versch. Moeglichkeiten zu treten auch fuer sehr wichtig. Der Sidekick in all seinen verschiedenen Varianten ist ein gutes Beispiel. Sei es klassisch oder eher praktisch orientiert, KICKS helfen dabei gutes Koerpergefuehl zu entwickeln. Zudem ist es sehr interessant die versch. Unteschiede u. Trainingsmethoden mal kennen gelernt zu haben (Japanese, Korean, Thai etc. blabla ). Man lernt auch eher einzuschaetzen welche der Trittechniken/Trainingsmethoden einem am besten liegen. Im Endeffekt hat man dann seinen Side-Kick. Wie man dahin kommt ist im Prinzip ja egal. Das Ergebnis sollte halt stimmen. P.S @Frank Die Low Kicks werden durch das Ueben von High Kicks wirklich besser. Viele Gruesse Andreas |
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#14
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| >>- Wie auch beim Schlagen wird im JKD bei Tritten nicht ausgeholt, d.h. das tretende Bein wird vorher nicht angezogen oder vorgespannt, damit der Gegner weder die Trittabsicht erkennt noch das Ziel erahnen kann.<< Aber es gibt doch einen Sidekick wo das hintere Bein das vordere ersetzt und da kann der Gegner die Trittabsicht doch erahnen, oder? Gruß, Old Fist |
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#15
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| Das ist ein Sidekick aus dem Pendelum-Shuffle. Hierbei zwingt die Distanz zu dem Schritt. Trotzdem sollte das Bein so nach vorne gehen, dass der gegner nicht erkennen kann, welcher Tritt kommt. D.h. aus dieser Bewegung kann ich auch einen geraden oder einen Hook-Kick machen. Grüsse |
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