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  #1  
Alt 30-08-2005, 08:44
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
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Standard KPST 24: Die Verteidigung

Im JKD ist das Abfangen, Unterbrechen, Stoppen des gegnerischen Angriffs und der gegnerischen Angriffsmotivation die beste Verteidigung. Der Gegenangriff, der in die Vorbereitung des gegnerischen Angriffs reinschlägt. Um die eigene Verteidigung aufzubauen, gibt es einige Prinzipien, die hier Thema sind:

- bei jedem eigenen Angriff muss die eigene Verteidigungshaltung 100% stehen, dass heisst es dürfen keine Lücken entstehen oder die Deckung fallengelassen oder geöffnet werden.

- eine trainierte Fussarbeit muss einem die Kontrolle über die Distanz geben. Ziel ist es, möglichst "brim of fire", d.h. kurz ausserhalb der Reichweite der längsten Waffe des Gegners zu stehen um so in seine Aktionen eingreifen zu können. Dazu gehören ein Wissen um die eigene Distanz und Reichweite.

- die Tiefe des gegnerischen Angriffs muss richtig eingeschätzt werden.

- Die eigene Position muss nicht nur die eigene Verteidigung und Fussarbeit möglich machen, sie muss einen auch in die Lage versetzen, jederzeit selber angreifen zu können. Balance in der Bewegung ist hierbei entscheidend.

- Sollte das gezielte Abfangen nicht klappen, so bleiben noch

Jam (das blockieren des gegnerischen Angriffs durch ein entschlossendes Vorgehen ohne eigene Lücken)

Ausweichen/Meiden (Dabei ist darauf zu achten, dass man sich selber in eine günstige Angriffsposition bringt)

Parieren (Ein Parry kann der Ausgangspunkt für einen guten offbeat Angriff sein, insbesondere der Riposte)

Blocken (starre Blöcke bergen die Gefahr des "Kraft vs. Kraft"-Spiels, sind aber manchmal nicht zu verhindern. Achte auf die eigene Stellung und Balance und setze einen Konter so früh wie möglich)

Im JKD gilt das Prinzip des "gleichzeitigen Angriff und Verteidigung", die eigene Abwehr solle also nicht als separate Technik, sondern immer als Bestandteil eines (Gegen)Angriffs trainiert werden.

Grüsse
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Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de
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  #2  
Alt 30-08-2005, 08:51
Benutzerbild von Sebastian
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Kampfkunst: Standup + Grappling
 
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Sehr interessant!

Eine Frage. Unter "Jam" ist also zu verstehen, dass im Falle dass das Abfangen des gegnerischen Angriffs mit gleichzeitigem Angriff nicht klappt, man sich auf den eigenen Angriff konzentriert und den gegnerischen Angriff "nimmt". D.h. nicht ignoriert, aber zumindest nicht so hoch gewichtet, da man davon ausgeht das der eigene Angriff erfolgreich ist und somit Folgetechniken des Gegners verhindert, bzw. den gegnerischen Angriff entschärft? (klingt nach grauer Theorie, so wie ich das formuliere, aber finde keine passendere Formulierung)
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  #3  
Alt 30-08-2005, 08:56
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
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Unter "Jam" verstehe ich das Vorgehen mit guter Deckung um den gegnerischen Angriff im Keim zu ersticken.
Im Jun Fan JKD Textbook von Tackett und Kent ist sowas in der Form eines Kneespikes und Doppeldeckung drin, bei Bremer halte ich das Vorgehen mit Leg Obstruction (um etwaige Fussangriffe abzuwehren) und Pack Sao Hand (um halt Schlagangriffe abzuwehren) für eindeutige "Jams"...ist halt sowas wie die "Universallösung des JKDs"

Grüsse
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Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de
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  #4  
Alt 30-08-2005, 09:02
Benutzerbild von Sebastian
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Kampfkunst: Standup + Grappling
 
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Alright, so in die Richtung dachte ich. Thanks!
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Have a break, have a ...discussion.
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  #5  
Alt 20-02-2006, 16:33
Benutzerbild von ElCativo
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Warum verstehe ich das nicht mit den Jams ?
Habt Ihr mal ein Beispiel?
So, Schritt für Schritt ??
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  #6  
Alt 20-02-2006, 17:58
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Kampfkunst:
 
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Hier ein Beispiel für das "jammen" eines gegnerischen Angriffs.
http://www.hardcorejkd.com/img/techn...se_tactics.jpg
(Ach, ja, die Fotos sind als Einzelbilder zu einer jeweiligen Technik - nicht als zusammengehörige Serie anzusehen!)
Gruß,
Michael

Geändert von Gin Lai (20-02-2006 um 18:04 Uhr).
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  #7  
Alt 20-02-2006, 19:57
Benutzerbild von El Loco
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Zitat:
Zitat von ElCativo
Warum verstehe ich das nicht mit den Jams ?
Habt Ihr mal ein Beispiel?
So, Schritt für Schritt ??
Also sozusagen auf Konfrontationskurs gehen, direkt rein als Kernprinzip des JKD? Oder bin ich da schief gewickelt?
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  #8  
Alt 21-02-2006, 08:03
Benutzerbild von jkdberlin
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JKD Textbook, Kent & Tackett, Seite 112, Jamming
"Jamming can also be used to offset the opponent's attack and put you in position to counterattack. When you jam an attack you crash into the attacking line in a well-covered position, (...)"

Grüsse
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  #9  
Alt 21-02-2006, 11:19
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Heißt also - rein in den sich entwickelnden Angriff und zwar so, dass man evtl. was abbekommt, aber der Angriff noch lange nicht seine volle Kraft entwickelt hat. Dazu dann der Effekt, dass man den Gegner im besten Fall "off balance" erwischt oder ihn dazu zwingt, eine feste, gute Position aufzugeben.
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  #10  
Alt 21-02-2006, 11:43
Benutzerbild von Trinculo
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Zitat:
Zitat von netwolff
Heißt also - rein in den sich entwickelnden Angriff und zwar so, dass man evtl. was abbekommt, aber der Angriff noch lange nicht seine volle Kraft entwickelt hat.
Daher die Betonung auf "well-covered position"; man geht geschützt vor, durch Unterarme, Knie etc.

Grüße,

Trinculo
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  #11  
Alt 21-02-2006, 13:05
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Das heißt also, Ellenbogenblocks, Thinking Man, Kneespikes sind jams.
Kann man die ganzen Gunting Geschichten auch als jam bezeichnen?
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  #12  
Alt 21-02-2006, 13:19
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Zitat:
Zitat von sumbrada
Das heißt also, Ellenbogenblocks, Thinking Man, Kneespikes sind jams.
Kann man die ganzen Gunting Geschichten auch als jam bezeichnen?
Gehst du beim Gunting "well-covered" in den Gegner rein, erwischst ihn bei der Vorbereitung eines Angriffs und bringst ihn aus der Balance?

Grüsse
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  #13  
Alt 21-02-2006, 13:34
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Zitat:
Zitat von jkdberlin
Gehst du beim Gunting "well-covered" in den Gegner rein, erwischst ihn bei der Vorbereitung eines Angriffs und bringst ihn aus der Balance?

Grüsse
Das nicht, aber das
Zitat:
Jamming can also be used to offset the opponent's attack and put you in position to counterattack.
bedeutet das ja auch nicht unbedingt.
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  #14  
Alt 21-02-2006, 13:47
Benutzerbild von Trinculo
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Zitat:
Zitat von sumbrada
Das heißt also, Ellenbogenblocks, Thinking Man, Kneespikes sind jams.
Kann man die ganzen Gunting Geschichten auch als jam bezeichnen?
Nur wenn der Gegner so in den/das? Gunting reinrennt, dass er sich damit selbst den Raum für weitere Angriffe nimmt. Wenn er weiterhin draußen stehen bleibt und schlägt (falls er das noch kann ...), dann nicht. Aber das ist eigentlich alles schon in der Grundbedeutung des Wortes "to jam" enthalten:

Zitat:
1 a : to press into a close or tight position <jam his hat on> b (1) : to cause to become wedged so as to be unworkable <jam the typewriter keys> (2) : to make unworkable by jamming c : to block passage of : OBSTRUCT
Viele Grüße,

Trinculo
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  #15  
Alt 21-02-2006, 13:49
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Aber Gunting "verschiebt, versetzt (räumlich)" (aus dem Weg bringen) ja den gegnerischen Angriff auch nicht, sondern greift die Angriffswaffe an Nope, ich würde Gunting nicht als "Jam" zählen...

Grüsse
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