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#1
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| Hallo Ihr Lieben, hilft mir jemand bei der Zuordnung dieses Kampfsportes? Werde demnächst einen solchen Kurs besuchen und weiss nicht so recht, was mich dort erwartet. Danke Sandra |
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#2
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| Sorry, habe ich noch nie gehört! Grüsse
__________________ Frank Burczynski - J.A.B. JKD Akademie Berlin + IMAG e.V. http://www.jkdberlin.de |
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#3
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| Hallo Hab auch noch nie davon gehört.Du kannst uns ja berichten,wies war,wenn du den Kurs besucht hast. Grüsse Alex |
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#4
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| Shalömchen, vielleicht bringt folgende Kursbeschreibung Licht in das Dunkel: "Im Ti-Yong Kung-Fu werden dynamische Techniken zur angewandten Selbstverteidigung vorgestellt. Ein erfahrenes LehrerInnen-Team trainiert mit euch eine Auswahl an effektiven Techniken. Chinesische Lehren als Substanz (ti) und westliche Lehren zur Anwendung (yong) bilden die Basis zum Erlernen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Der Intensivkurs setzt die Einhaltung gewisser Grundregeln voraus - dazu gehören vor allem Verantwortungsbewusstsein, gegenseitiger Respekt und eine grundsätzlich friedliche Grundeinstellung. " Hört sich doch eigentlich ganz gut an, oder? Sandra P.S.: Werde spätestens Mittwoch mehr darüber zu berichten wissen ;o) |
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#5
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| Hallo Sandra, diesen Kurs den Du besuchst findet der zufällig an der Uni Essen statt? Dort trainiert ein bekannter, von dem erfuhr ich zum erstenmal über diese Kung-Fu Art. |
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#6
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| Ti Yong KF dürfte ungefähr so chinesisch sein wie die erste offizielle Wok-WM. "Ti und Yong" ist ein philosophischer Begriff und meint Substanz und Funktion. Ob das im Einzelfall auch was bringen kann, weiß man nicht. Schliesslich kann jede Beschäftigung mit der Idee sich zu verteidigen auch einen Fortschritt auf dem Gebiet bewirken. Ein Kollege von mir macht VHS-Kurse für Frauen-SV, und ein paar von den kräftigeren, sportlichen können ihn inzwischen auch KO schlagen wenn er nicht aufpasst. Genau darum geht es. Die Gefahr ernsthaft verletzt oder getötet zu werden ist erheblich grösser wenn man sich nicht wehrt als wenn man es tut. Vielleicht hilft da so ein Kurs, vielleicht auch nicht. Ernsthaftes "Kung-Fu" würde ich aber nicht erwarten. Das wäre nämlich im Wesentlichen ein herzliches Krafttraining für funktionelle Kraft, und wenig Philosophie. Helfen könnte es trotzdem. |
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#7
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| Hi, also, ich habe an besagtem Training beim Hochschulsport in Essen teilgenommen, mußte dann aber aufhören, wegen Umzugs. Ich bin völlig begeistert davon. Die Unterrichtsmethoden sind super, und die Techniken sind durchaus wirksam. Schnell, dynamisch und sinnvoll zusammengesetzt. (natürlich weiß ich jetzt nicht, WER, WAS unter "ernsthaftem" Kung Fu versteht...) Richtig ist, daß "Ti Yong" Kung Fu nicht chinesischen Ursprungs ist sondern von einem Deutschen entwickelt wurde, und der (falls jemand auf Authoritäts- argumente steht) war jahrelang verdeckter Ermittler und anschließend Leibwächter und Sicherheitsberater... man kann also davon ausgehen, daß er zumindest ein oder zwei reale Situationen er- und überlebt hat. Wenn ich mich richtig erinnere heißt er Andreas Nitz. Er unterrichtet in Bocholt und einer seiner Schüler in Essen, soweit ich weiß, sind die beiden auch die einzigen Trainer für diese Technik. Ich war in der Gruppe seines Schülers und sowohl er, als auch besagter Großmeister (ich hoffe, der Name ist richtig, hab ihn nur einmal gesehen) sind nette, charismatische Menschen, ohne das Schüler-Lehrer- Respektsverhältnis einbröckeln zu lassen. Beide kennen sich bestens mit rechtlichen Grundlagen der Selbstverteidigung aus und lassen das auch in´s Training einfließen. Den Unterrichtsaufbau fand ich ziemlich interessant, weil es nicht nur mit leichten Techniken anfing und sich dann steigerte, sondern auch die erdachten Situationen fingen relativ harmlos an und wurden parallel zu den Techniken immer aggressiver und bedrohlicher. Angefangen bei Konflikt- bewältigung ohne Gewalt über Befreiungsgriffe mit denen man gegen Rüpel in Schule oder Freizeit Würde bewahrt, bis hin zu Fingerstößen auf Stellen, die auch (zumindest theoretisch) zwei Meter großen, Berserkern Probleme bereiten. Ich habe das als eine sehr gelungene Methode empfunden, das Selbstvertrauen (essentiell bei jedem Kampfsport) zu stärken... Klassische Kung-Fu-Formen haben ebenfalls ihren Platz und helfen, sich die Grundbewegungsmuster schnell und effektiv einzuprägen. Auch werden sowohl rein physikalisch-motorische Techniken als auch Übungen gemacht, bei denen der Geist im Fordergrund steht, ohne ins Mystische oder Lächerliche abzudriften. Außerdem habe ich seitdem ca. zehn Kampfkunstschulen ausprobiert und bei keiner einzigen davon wird ein anatomisch und medizinisch so korrektes Aufwärmtraining durchgeführt wie dort. Ok, da bin ich wohl etwas ins Schwärmen geraten...hoffe, ich konnte dir trotzdem irgendwie helfen :-) Geändert von 72fingers (03-04-2005 um 18:06 Uhr). |
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