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  #1  
Alt 29-05-2003, 17:46
Benutzerbild von jkdberlin
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Standard Trainingsmethodik: Sparring und Drills

Wie ich in einem früheren Thread schon mal geschrieben habe, halte ich Sparring für einen unverzichtbaren Bestandteil eines jeden Trainings, egal in welchem System. Richtig, Sparring ist nicht wie reale Selbstverteidigung, und mehr oder weniger Regeln schützen die Teilnehmer im Gegensatz zur Strasse.

Trotzdem gibt es für mich
- keine bessere Methode, den "Ernstfall" zu simulieren
- seine Fähigkeiten gegen echten Widerstand zu testen
- wichtige Eigenschaften wie Timing, Geschwindigkeit, Distanzgefühl, Schnelligkeit etc. zu trainieren
- ein Stressszenario zu schaffen
- trotz allem ein sicheres Training zu gewährleisten
- sich mit anderen Aktiven, auch aus anderen Systemen, auszutauschen.

Heisst das, man sollte nur noch ein "all-out Sparring" machen und auf Techniken und andere Übungen verzichten? Sicher nicht! Nicht nur, dass das ungesund für den Körper wäre, es bringt keinen richtigen Trainingserfolg.

Um erfolgreich im Sparring zu bestehen und einen Nutzen daraus zu ziehen, muss man technische Fähigkeiten erlernen. Diese werden bei uns in Einzelübungen trainiert. Wenn die Form und Choreographie stimmen, erhöht man die Geschwindigkeit und die Kraft. Und zwar auf allen Seiten. Das heisst, bestimmte Technikübungen werden mit mehr Kraft und Geschwindigkeit gegen einen immer mehr unkooperativen Partner geübt. Die einzelnen Technikübungen können dann zu bestimmten Gesamtdrills zusammengesetzt werden, in dem alle Partner mehrere Option als Aktion und Reaktion zur Auswahl haben. Dabei steht "alle Partner" hier sehr wohl mit Absicht, da man diese Übungen auch mit mehr als einem Gegner trainieren kann. So werden über die Zeit aus einzelnen Technikübungen und isolierten Drills spezielle einzelne Sparringsübungen, bei denen alle Teilnehmer Angriff und Verteidigung etc. üben können. Dies führt in einer vernünftigen Progression zum Sparring. Die jeweiligen Fähigkeiten auf der technischen und auf der Eigenschaftsseite der Teilnehmer bestimmt dabei die Intensität des Sparrings.

Meiner Meinung nach eine sehr vernünftige Trainingsmethodik.

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #2  
Alt 29-05-2003, 18:04
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Yo Man,
hört sich cool an. Ich frage mich manchmal, ob es im fortgeschrittenen Stadium allerdings nicht vielleicht besser ist, sofort mit dem Partner sofort im lockeren Sparring anzufangen und die Übungen direkt dort zu üben, anstatt zunächst 20-50 mal trocken. Das ist mir irgendwie immer zu langweilig. Damit habe ich bessere und schnellere Erfolge erzielt, weil ich dann nicht nach ein paar mal Trockenübung abschalte. Was meinst Du jkdberlin oder Ihr Anderen?
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  #3  
Alt 29-05-2003, 18:31
Benutzerbild von jkdberlin
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Ich denke nicht, dass das ein Problem ist, wenn alle Beteiligten auf einem relativ gleichen Niveau und weit genug fortgeschritten sind. Meine oben beschriebene Progression sollte von Anfang bis zum Fortgeschrittenen gelten

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #4  
Alt 29-05-2003, 20:27
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Kampfkunst: Karate/Shotokan
 
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Ich habe eine ganze Zeit lang fast nur noch Sparing gemacht und festgestellt, daß ich schlechter wurde. Jetzt mache ich wieder beides und sofort hat sich der Erfolg auch wieder eingestellt. Liegt vieleicht auch daran, daß ich erst seit vier Jahren KK mache. Also meine Meinung, beides ist notwendig und wichtig.
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  #5  
Alt 29-05-2003, 21:11
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Tach zusammen,
unter folgendem Link findet ihr einen Artikel von Roy Harris, indem er recht anschaulich verdeutlicht, warum (hier speziell für JKD, aber meiner Meinung auch auf andere KK übertragbar) Sparring langfristig so wichtig sein kann:
What is JKD?

Sid N.
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  #6  
Alt 29-05-2003, 22:02
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Ein wirklich guter Artikel! Obwohl ich vielleicht nicht mit einem Anfänger sofort in der ersten Stunde Sparring machen würde, sollte das isolierte Sparring relativ früh einsetzen. Gefällt mir...

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #7  
Alt 30-05-2003, 09:47
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Standard Fragen zu Sensitivity Training

Hallo zusammen,

wie trainiert Ihr das Gefühl für Infight Techniken/Trapping etc. ?

Macht Ihr Chi Sau, Hubud oder welche Übungen bzw. Drills könnt Ihr empfehlen ?

Ich selbst finde Hubud mit seinen vielen Variationen einfacher zu erlernen als Chi Sau.

Wie schult Ihr diese Reflexe u. habt Ihr Sie schon mit WC/WT/VT Leuten ausprobiert ?

Viele Gruesse
Andreas
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  #8  
Alt 30-05-2003, 10:08
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Standard Drills

Hallo zusammen,
ich schließe mich Franks Ausführungen an,eine sehr gute Methode um seine Fähigkeiten zu verbessern.

Ich glaube auch nicht das es noch KK´s gibt die sich SV auf die Fahnen schreiben und keinen Sparring machen,oder doch?

Es kommt halt immer drauf an wie,aber wie Frank schon ausführlich beschrieb halte ich es genauso.

Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten úm den Ernstfall zu simulieren,natürlich geht die Sicherheit der Übenden vor und so ist es auch erforderlich Grenzen zu setzten damit niemand ernsthaft verletzt wird,Grenzen die es da draußen nicht gibt,aber richtiger SV Drill oder Reality Sparring ist eine gute Möglichkeit um seine Fähigkeiten zu verbessern.

- einstudieren der Basistechniken
- erstellen von Kombinationen aus den BT
- Drill´s (abwechselndes Angreifen und Abwehren)
- angesagte Angriffe
- freie Angriffe (intensität langsam steigend in Bezug auf Kraft und Wiederstand)
- Szenarientraining
- Szenarientraining draußen (Auto,Park,Bahn,Kneipe,Zimmer usw.)

So läuft das im UCS ab (grob umrissen)

Gruß Markus
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  #9  
Alt 30-05-2003, 11:39
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Zum Infight:

ich persönlich bevorzuge in der Basisklasse neben den Trapping-Techniken das Arbeiten aus dem Clinch. Sensitivitäsübungen wie Chi Sao oder Technikdrills wie Hubud kommen bei mir erst später. Im JKD würde ich allerdings Chi Sao den Vorrang vor Hubud Lubud geben....persönliche Präferenz

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #10  
Alt 30-05-2003, 12:14
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Hi Frank,

ist es möglich Chi Sau zu verstehen ohne WC im Detail zu lernen ?
Was meinst Du ?

Also nach dem Prinzip learning by doing ?

Bisher hatte ich nur in irgendwelchen WC/WT Clubs das Vergnuegen Chi Sau zu ueben. Leider wird darum ein viel zu grosses Geheimnis gemacht.
Ich bin der Meinung wenn man einigermassen an die Sache herangeführt wird, durchaus Chi Sau auch als NIcht-WC/WTler lernen kann.

Es kommt ja auf das Gefuehl an u. nicht auf irgendwelche system-spezifischen Stellungen oder Gepflogenheiten.

Viele Gruesse
Andreas
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  #11  
Alt 30-05-2003, 13:10
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Obwohl das wieder einen Aufschrei bei einigen *ing *unlern hervorrufen wird (du musst es ja nicht petzen), ich halte
a.) Chi Sao für einen ganz normalen Übungsdrill und verstehe nicht den "Mythos", der darum gemacht wird

und ich denke, dass man
b.) Chi Sao auch ohne jedes Detail des Wing Chuns zu kennen lernen kann. Jau, damit mag es einige Prinzipien des Wing Chuns nicht mehr erfüllen und nicht mehr echt und authentisch und für einen Wing Chunler nicht mehr sinnvoll sein. So what? Hauptsache ist doch, ich kann was daraus für mich ziehen. Meine Tasse Tee ist jedenfalls leer...

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #12  
Alt 30-05-2003, 13:21
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Hi Frank,


groesse Verneigung von dem der versucht hat 1,5 Jahre auf einem Bein herrumzurutschen.

Jetzt werde se mich sowieso steinigen.

Aber dennoch vielen Dank fuer diese Info Du sprichst mir aus der Seele.

Richtig, es wird zwar nicht mehr authentsich sein, dass soll es aber auch gar nicht.


Viele Gruesse
Andreas
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  #13  
Alt 05-06-2003, 11:22
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Standard Trainings-Equipment Holzpuppe/Wandsack/Boxsack etc.

Hallo zusammen,


mit welchen Hilsmitteln trainiert ihr u.a. Trapping-Techniken ?

Bzw. wie bekommt Mann/Frau die ernorme Stabilität nach vorne ausser durch Übungen wie Chi Sau ?

Die Holzpuppe leistet hier doch sicher gute Dienste oder ?

Welche Techniken bzw. speziellen Eigenschaften trainiert ihr am Boxsack, am Wandsack oder an der Holzpuppe ?

Bisher haben mich die Kosten bzw. die relative aufwendige Handarbeit von der Anschaffung abgehalten.

Die Schulter-Muskulatur spielt hier doch auch eine grosse Rolle, richtig ?


Vielleicht waere ein neuer Thread besser gewesen.


Viele Gruesse
Andreas
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  #14  
Alt 05-06-2003, 12:29
Benutzerbild von jkdberlin
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Ich würde das auch in einen oder zwei neue Threads packen, da ist es bestimmt besser aufgehoben

Grüsse
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Frank Burczynski
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