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  #1  
Alt 03-01-2010, 18:35
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: altes yang taijiquan
 
Registrierungsdatum: 19.01.2008
Alter: 46
Beiträge: 97
Standard 24 form " Peking"

Hallo ein gesundes neues Jahr wünsche ich euch allen!!

Mich interessiert mal eure Meinung dazu:
YouTube - Taijiquan fast form

LG
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  #2  
Alt 03-01-2010, 18:50
Moderator
Kampfkunst: Liechtenauer, Taijiquan & komisches Zeug
 
Registrierungsdatum: 10.12.2004
Ort: Nahe Bonn
Alter: 32
Beiträge: 2.268
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Standard

Eigenwillige Variante der Form.

Die Fajins sind gut, allerdings fehlt da ein bischen die Ganzkörperbeteiligung, ich habe das Gefühl, da läuft etwas unrund, allerdings kanns auch einfach daran liegen, dass der Mann offenbar primär Shaolin trainiert und daher eben ein paar Sachen anders macht.

Gruss, Thomas
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Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte
Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte
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  #3  
Alt 03-01-2010, 20:00
Benutzerbild von Jochen Wolfgramm
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Tong Bei Quan, Tang Lang Quan, Taiji Quan
 
Registrierungsdatum: 26.01.2002
Ort: Osnabrück
Alter: 46
Beiträge: 1.682
Blog-Einträge: 3
Standard

Einiges ist wirklich nicht schlecht.

Allerdings fehlt mir der Sinn für die Techniken. So haut er nur einfach jedesmal am Ende derTechnik "voll rein".
Die Prinzipien dahinter gehen unter. Ich übe die 24er selber hin und wieder dynamischer mit Fajin, aber ich versuche trotzdem beim eigentlichen Sinn der Anwendungen in den Techniken zu bleiben.

Auch gefallen mir einige Stände in der gezeigten Form nicht so sehr.
Auf jeden Fall arbeitet er mit der Form, das ist schonmal gut.
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  #4  
Alt 03-01-2010, 20:27
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan
 
Registrierungsdatum: 12.01.2006
Ort: Berlin
Alter: 49
Beiträge: 969
Standard

Prinzipiell stimme ich Thomas und Jochen zu.

Meiner Meinung nacht ist diese Ausführung vom Konzept her eigentlich eine etwas abgehackte "langsame" Form, die mit fajins gewürzt wird. Die fajins selber scheinen mir relativ gut, aber diese entstehen nicht aus dem Fluß des Aufnehmens und Zurückgebens, sondern sind eher "rangetackert".

Wenn man eine Tai Chi-Form schnell machen will, finde ich es persönlich sinnvoller, das Ganze schneller zu machen. Also auch die yin-Phasen und die Übergänge von Figur zu Figur, und dann auch noch mit einigen fajins dazu. Dann kann es schnell passieren, daß man nach kurzer Zeit anfängt, die Erdung zu verlieren. Gerade das nicht geschehen zu lassen, ist ein gutes Training... Hier macht es sich der Herr leicht, da er sich immer wieder abbremst und stabilisiert bevor er wieder "schnell" wird. Wenn man auf diese Weise Form läuft, übt man nicht, schnelle Angriffe aufzunehmen/umzuleiten und die gespeicherte Energie als fajin zurückzugeben. (Das muß man natürlich mit Partnern üben, aber Form kann dieses Prozeß unterstützen...)

Schöne Grüsse,

GIles
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  #5  
Alt 03-01-2010, 21:32
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Aufwandslose Bewegung, Liuhe Bafa
 
Registrierungsdatum: 10.08.2005
Ort: 41470 Neuss
Alter: 58
Beiträge: 458
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Hallo zusammen!


Zitat:
Zitat von GilesTCC Beitrag anzeigen
(...) Wenn man eine Tai Chi-Form schnell machen will, finde ich es persönlich sinnvoller, das Ganze schneller zu machen. Also auch die yin-Phasen und die Übergänge von Figur zu Figur, und dann auch noch mit einigen fajins dazu. Dann kann es schnell passieren, daß man nach kurzer Zeit anfängt, die Erdung zu verlieren. Gerade das nicht geschehen zu lassen, ist ein gutes Training... (...)
Das ist ein gutes Argument. In der Übersicht rechts gibt es ja auch einige Clipse von "schnellen" Yang-Formen, die imho besser interpretiert werden. Mir scheinen auch einige der "Böller"-Techniken nicht so wirklich überzeugend, da stimme ich meinen Vorrednern zu.


Schöne Grüße,
john_doe
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  #6  
Alt 03-01-2010, 22:26
Benutzerbild von opendoor
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Kampfkunst: TaiJi Quan (CMC) früher mal Wado-Ryu
 
Registrierungsdatum: 10.04.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 107
Standard Re: mit Kime

Zitat:
Zitat von Jochen Wolfgramm Beitrag anzeigen
..So haut er nur einfach jedesmal am Ende derTechnik "voll rein". Die Prinzipien dahinter gehen unter...
So sehe ich das auch, und den Begriff "schnelle Form" würde ich auch nicht benutzen, nur weil isolierte Techniken mit dem sogenannten Kime 決め ausgeführt werden. Ich kenne leider nur diese japanische Bezeichnung dafür, da ich in meiner Jugend mal Karate gemacht habe. Wahrscheinlich gibt es was analoges im Shaolin KungFu. Für TaiJi-Techniken ist aber gerade die Abwesenheit eines statischen Muskeltonus ausSCHLAGgebend, insbesondere beim FaJing. Ich weiß allerdings nicht, ob Kime und FaJing zwei unterschiedliche Ansätze (außen vs innen) der gleichen Sache sind, deren Umsetzung sich bei entsprechender Meisterschaft vielleicht sogar angleichen können? In dem gezeigten Beispiel ist aber noch nichts von solcher Meisterschaft zu erkennen, weder mit dem Karate-, noch mit dem TaiJi-Auge.

Geändert von opendoor (03-01-2010 um 22:38 Uhr).
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  #7  
Alt 04-01-2010, 14:13
Benutzerbild von Klaus
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Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 31.08.2001
Ort: NRW
Beiträge: 12.220
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Mir war die Form zu hoch und staksig, ohne das komplett auseinander nehmen zu wollen.
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  #8  
Alt 05-01-2010, 17:16
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: altes yang taijiquan
 
Registrierungsdatum: 19.01.2008
Alter: 46
Beiträge: 97
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vielen Dank für eure Meinungen.

Habe mal spontan gefragt, nachdem ich es gefunden habe. Ich finde es weder gut, noch schlecht. Aber Interessant das sich jemand Gedanken gemacht hat zur 24 Peking form.
Habe die so nocht nicht gesehen im Netz.

Die ganze Form schneller laufen kenne ich so auch, also auch die yin Phasen,Zwischenstücke, und dann mit Entladung .
Aber auch, das nur yin und yang Phase schnell sind.

LG
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  #9  
Alt 05-01-2010, 23:04
Benutzerbild von WingChun77
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Kampfkunst: Tai Ji Quan / Wing Chun
 
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Beiträge: 793
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Guten Abend!

@ Takito

Schönes KIME des Praktizierenden, allerdings hat dies (meines Erachtens) nicht mehr viel mit TaiJiChuan zu tun, sondern eher den Charakter einer typischen (Karate)Kata. Da kann er gleich die Bassai-Dai, Kanku-Dai, oder Unsu schrubben. Wo sind die fließenden, in einander übergehenden Bewegungen hin? Wo die Verwurzelung im Boden bei gleichzeitiger Leichtigkeit der "moves"?

Auch steht er für mich a bissl zu hoch, was ihn im "pushing hands" höchstwahrscheinlich unflexibel werden lässt. ABER selbstverständlich bleibt es jedem Praktikzierenden selbst überlassen, wie er die Form läuft.


So long

Günther

PS Isch mag die Peking-Form sowieso net...
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  #10  
Alt 05-01-2010, 23:47
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: altes yang taijiquan
 
Registrierungsdatum: 19.01.2008
Alter: 46
Beiträge: 97
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Zitat:
Zitat von WingChun77 Beitrag anzeigen
Guten Abend!

Isch mag die Peking-Form sowieso net...

Ich kenne die 24 Überarbeitet. Einmal langsam, und einmal als entladungs Form. Die Formen sind überarbeitet, nach den alten schritten des yang stils. Und um einige Dinge aus dem alten yang Stil erweitert.
Die beiden finde ich garnicht schlecht! Die orginal 24 peking form China Gymnastik gefällt mir auch nicht.
Bin eher ein freund der alten 108 Formen.

LG
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  #11  
Alt 06-01-2010, 20:05
Benutzerbild von Drachin
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
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Beiträge: 477
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Zitat:
Zitat von Takito Beitrag anzeigen
Die ganze Form schneller laufen kenne ich so auch, also auch die yin Phasen,Zwischenstücke, und dann mit Entladung .
Aber auch, das nur yin und yang Phase schnell sind.
LG
Was für Zwischenstücke meinst Du denn, die weder yin noch yang sind?
Yin und yang wechseln sich ab. So jedenfalls kenne ich das. Oft haben Menschen aber keinen Plan, was das sein soll, was zwischen Pushen, Boxen und Treten in der Form vorkommt. Deswegen nennen sie es 'Übergänge'. Im allgemeinen fehlt dann das yin in den Formen solcher Übenden.
__________________
Wenn gerade man nicht zum Wettstreit bereit ist, ist auf der Welt niemand, mit dem man in Streit ist.
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  #12  
Alt 06-01-2010, 21:33
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Kampfkunst: altes yang taijiquan
 
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Alter: 46
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Jo, hast ja recht! Gibt es was, was nicht yin oder yang ist? alles seht im fluß und wechsel.

Ich versuchs mal. Man kann blocken und kontern in einem. Man kann aber auch blocken und dann kontern.
Wir sprechen hier vom Formlauf! Man kann den Block schnell machen, dann langsam und dann den Konter wieder schnell.
Besser ist aber man läuft entweder langsam oder schnell. Block und konter in einem ist auch besser.
Man kann auch langsam laufen und nur die entladungen etwas explosiver.
Oder anders: laden schnell, langsam, entladen wieder schnell.
Alles schnell. Oder: laden/ spannen langsam, und dann nur bei der entladung ein gutes fajing.
Wie gesagt Fomlauf!! mag ja jeder anders machen?!

Hoffe verstehst jetzt was ich meine.

LG
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  #13  
Alt 06-01-2010, 21:54
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan
 
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Zitat:
Zitat von Drachin Beitrag anzeigen
Was für Zwischenstücke meinst Du denn, die weder yin noch yang sind?
Yin und yang wechseln sich ab. So jedenfalls kenne ich das. Oft haben Menschen aber keinen Plan, was das sein soll, was zwischen Pushen, Boxen und Treten in der Form vorkommt. Deswegen nennen sie es 'Übergänge'. Im allgemeinen fehlt dann das yin in den Formen solcher Übenden.
Nun ja, man kann die Übergange innerhalb einer Form als kleine "Grauzonen" erleben, wo man lieber drüber hinweg huscht, oder gerade doch als wichtige Fortsetzung der yin-yang-Wechselwirkung.

Es ist tatsächlich so, daß es keinen essentiellen Unterschied zwischen "Übergängen" und "Figuren" gibt, und daß "Übergang" ein irreführender Begriff ist. Ein "Übergang" zwischen zwei Figuren ist genauso eine Anwendung wie eine Figure selbst (oder so sollte es zumindest sein, behaupte ich). Die "Figuren" sind eher als Lernhilfe da, wie kleine Meilensteine auf einer langen Straße. Wenn man danach den Weg läuft, sind es nicht die Meilensteine, sondern der ganze Weg, der wichtig ist. Und man hüpft nicht auf jeden Meilenstein 'drauf und bleibt da einen Moment hocken, bevor man weitergeht...

Schöne Grüsse,

Giles
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  #14  
Alt 06-01-2010, 22:49
Benutzerbild von Pu Bär
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Beiträge: 581
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Zitat:
Zitat von GilesTCC Beitrag anzeigen
Die "Figuren" sind eher als Lernhilfe da, wie kleine Meilensteine auf einer langen Straße. Wenn man danach den Weg läuft, sind es nicht die Meilensteine, sondern der ganze Weg, der wichtig ist. Und man hüpft nicht auf jeden Meilenstein 'drauf und bleibt da einen Moment hocken, bevor man weitergeht...

Schöne Grüsse,

Giles
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  #15  
Alt 07-01-2010, 00:02
Benutzerbild von Drachin
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
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Beiträge: 477
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Zitat:
Zitat von Takito Beitrag anzeigen
Jo, hast ja recht! Gibt es was, was nicht yin oder yang ist? alles seht im fluß und wechsel.

Ich versuchs mal. Man kann blocken und kontern in einem. Man kann aber auch blocken und dann kontern.
Wir sprechen hier vom Formlauf! Man kann den Block schnell machen, dann langsam und dann den Konter wieder schnell.
Besser ist aber man läuft entweder langsam oder schnell. Block und konter in einem ist auch besser.
Man kann auch langsam laufen und nur die entladungen etwas explosiver.
Oder anders: laden schnell, langsam, entladen wieder schnell.
Alles schnell. Oder: laden/ spannen langsam, und dann nur bei der entladung ein gutes fajing.
Wie gesagt Fomlauf!! mag ja jeder anders machen?!

Hoffe verstehst jetzt was ich meine.

LG
Ich würde sowohl blocken wie kontern als yang bezeichnen, da nach vorwärts hin, auf den Anderen zu gerichtet, statt yin, das aufnimmt und ab/um/ver/leitet. In der Form ist yin, von einem selbst aus gesehen, eine Rückwärtsbewegung, die der Vorwärtsbewegung folgt bzw. sie bedingt.

Ist ein bisschen auszuarbeiten, klar. Und auch klar, wenn man den Partner vor sich hat, wird es ein bisschen komplexer.

Schnell und langsam in der Form kann man natürlich wechselhaft üben, die Frage ist aber: fällt yin unter den Tisch, wenn man die geradlinigen Bewegungen schnell macht, und dazwischen 'Übergänge'. Eigentlich ist die Frage nicht ob schnell oder langsam, sondern hat man überhaupt 'yin' zwischen den yangs...
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