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#1
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| Hallo, ich habe ein Frage, die mir letztens im Training aufgekommen ist. Und zwar ging es um das Thema Distanz beim "Taiji-Sparring" (wenn es sowas gibt ):Ist es überhaupt möglich im Sinne des Taiji meinen Gegner anzugreifen bzw. von mir aus selbstständig die Distanz zu ihm zu überbrücken und so einen Angriff einzuleiten? Denn eigentlich sprächen Wuwei/ Taoismus, und damit auch das Prinzip "Bewegt der Gegner sich, bewege ich mich; bewegt er sich nicht, bewege ich mich nicht" dagegen. Andererseits erscheint es mir aus meiner Erfahrung mit den äußeren Stilen heraus furchtbar einschränkend und unpraktisch nur defensiv zu agieren... Was meint ihr dazu?
__________________ na meine kleine-wie heißt du denn? Patrick |
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#2
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| Darfst immer erst zuschlagen, wenn die Faust des anderen schon auf dem Weg zu dir ist. Sonst ist es kein Taiji ![]() YS |
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#3
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| Wenn der Gegner sich nicht bewegt, bewege auch ich mich nicht.... Wenn er sich bewegt, bin ich schon da!!! Danach sollte man Sparren ![]()
__________________ There is no way to happiness, happiness is the way. |
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#4
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| Ist mit Bewegung nur äußere Bewegung gemeint? Wenn man die Intention des anderen erkennt, darf man dann agieren?
__________________ Lang lebe König Simplicus! Mein Retter, General, und Licht in der Dunkelheit! |
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#5
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| Wenn du so gut bist, natürlich.
__________________ There is no way to happiness, happiness is the way. |
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#6
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| YS |
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#7
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| @Yangshou Genau darauf läuft im Endeffekt meine Frage hinaus: Kann man also (wenn mans genau nimmt) nur reine Anwendung trainieren im TJQ? Dann wäre einer immer der reine Agressor, der andere der Verteidiger (der sich mit dem Agressor bewegt)
__________________ na meine kleine-wie heißt du denn? Patrick |
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#8
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| Jep, darum nimmt immer mal wieder einer den Part des Angreifers und macht Druck
__________________ There is no way to happiness, happiness is the way. |
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#9
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| Hast du jemanden vor dir der gefährlich ist und du siehst eine Lücke, dann schlag zu. Auch in der Ringdistanz ist man nicht nur passiv. Gewichtsbrechen wie im Judo gibt es auch. Das ist ja auch nicht passiv. YS |
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#10
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| YS |
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#11
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| Im Sinne von Angreifen in einem Sportwettkampf aka "ich haue einem so hart ich kann eine in die Fresse der mir nichts getan hat" gibt es eher nicht. Aber wenn man Kämpfen übt, muss halt einer den Anfang machen. Es bietet sich an wenn der dann auch komplett im Genre bleibt und den Nicht-Taiji-Angreifer gibt. Hat den Vorteil dass man das so a) lernt als Fallback, und sich b) keine Betriebsblindheit ergibt, ala "im Taiji machen wir aber nicht ...".
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#12
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| Distanzüberbrückung ist ein Teil des Trainings, sollte man üben und einigermassen können. Wenn man z.B. sein "Fajin" auf die Schrittmethoden übertragen kann, ists kein grosses Problem mehr. Wenn jemand doof steht/bewegt, dann sollte man das auch über Distanz ausnutzen, wenn jemand in einer starken Position/Bewegung ist, DANN sollte man das nicht tun, sondern meiden und auskontern. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#13
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| Zitat:
Ab 2:50 findest Du ein Beispiel!
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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#14
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| Lese die Klassiker des Chen-Stil - von Verteidigung steht da nichts. Taiji ist Angriff pur - dazu muß man sich nur die Fünf Schritte ansehen. Generell kann man sagen, daß die China KK auf dem Modell der Fünf Wandlungsphasen fußt. Es gibt also Situationen, in der bestimmte Taktiken günstig sind, andere wiederum ungünstig. Ist der Gegner z.B. unorganisiert und seine Bewegung abseitig - dann mit mein Angriff fest stehen und seine Arme direkt zu durchschlagen. Weicht der Gegner gerne vor und zurück, dann muß ich zuweilen frontal vorgehen. Bleibt der Gegner in einer starken Position stehen, dann benötige ich einen Flankenschritt für den Angriff. Drängt der Gegner stark auf mich ein, dann Wende ich bei meinem Angriff im Stand oder mit einem Ausweichschritt, wenn ich ihn angreife. Drückt der Gegner mich ein, dann weiche ich beim Angreifen zurück. Man muß sich auch mal die 13 Grundbewegungen ansehen. Peng ist für die Verteidigung eher ungeeignet, es ist eine Kraft, die eine Verbindung herstellt, also ein Angriff. Teng ist die offensivste Grundbewegung, also jene, die nur für Angriffe taug hat. Generell gibt es wenig bis keine Verteidigung im Neudeutschen Sinne. Man kann Winkel schließen und Reichweiten verändern, so daß Gegner Angriffe nicht treffen können. Aber es gibt keine Abwehr im Sinne, wie es die heutigen Massenmedien verstehen. Zu den Partnerübungen: Schiebende Hände sind eine reine Ablaufübung - in den Zerstreuenden Händen übt man den Angriff. Hong: Willst Du bei der Übung dem Gegner das Ableben ermöglichen, oder ihm nur den Nacken überdehnen? Ersteres ist eine Frage des Rotationswinkels. Fechtergruß
__________________ Jung Ritter lere / got lip haben frawen io ere / So wechst dein ere - stahlaufstahl.de |
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#15
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| Gruß Hongmen
__________________ Schule für Innere Kampfkunst |
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