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  #76  
Alt 08-06-2009, 20:45
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Zitat:
Zitat von vakuum Beitrag anzeigen
das thema 'bruch' ist nicht in erster linie eine abgrenzung zu anderen stilen, sondern eine bestandesaufnahme der gewöhnlichen menschlichen bewegung, die es dann - interesse vorausgesetzt - gilt zu ändern und zu optimieren im verbund mit der gravitation, die als 'bruchlos' gefühlt und 'positiv' bestimmt werden kann.

Warum sind die normalen Bewegungen eines Menschen "brüchig" ? .....und was ist "normale" menschliche Bewegung überhaupt und wie läuft sie ab ?

Gruss

Geändert von Primo (08-06-2009 um 20:51 Uhr).
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  #77  
Alt 08-06-2009, 21:29
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Das Thema ist eine "huge can of worms". Die Erklärungsschemata sind diffus und es besteht die Gefahr unendlich aneinander vorbei zu reden, oder Dinge als Fakt zu betrachten die einfach eine Annahme darstellen - oder eine willkürliche Bezeichnung für "etwas" das man gesehen oder erlebt hat. Andere Menschen machen es sich da einfach, sie blenden es schlicht aus. Ich bewege mich irgendwie, und das ist schon irgendwie ok. Bissi Eisen wuchten und mehr geht nicht. Hat auch seine Vorteile, aber eben auch Nachteile. Jemand dessen Bewegungen sehr schlecht organisiert sind bleibt bis in alle Ewigkeit dabei. Ich mag das Definieren und Reden auch nicht, ich bleibe da bei Feedback-Übungen ohne jegliche Erklärung und Erklärerei.

Im Übrigen kann Dir NIEMAND genau sagen wie menschliche Bewegung abläuft. Jeder blendet irgendwas aus, und betrachtet irgendwas das er untersucht hat gesondert. Nenn mir einen Boxstall der die Nervenreizleitung seiner Boxer mit Hightech-Mitteln untersucht und Defizite mit irgendeiner wie auch immer gearteten Methode versucht auszugleichen. Da wird einfach unterschieden in "hat gute Reflexe" oder "hat schlechte", und der mit schlechten Reflexen verliert eben und bekommt keinen Vertrag. Den mit den guten behält man. Torstens Methodik versucht, bestimmte blinde Flecken zu optimieren und zu verbessern die andere einfach gar nicht betrachten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich habe andere Methodiken und wechsle nicht, aber das heisst nicht dass andere Methoden nicht funktionieren. Sie gefallen mir nur nicht, oder nicht besser als meine. Torstens Methoden haben den Vorteil dass man ihren Effekt SOFORT überprüfen kann. Entweder es tut weh, oder es tut nicht weh, bzw. nicht mehr als sonst. Es erfordert nur die Bereitschaft es auszuprobieren, ohne Geschwafel.
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  #78  
Alt 08-06-2009, 21:32
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halte mal die hand auf deinen kopf beim gehen oder singe einen leisen ton so sauber und gleichmässig wie möglich beim gehen, dann wird dir was auffallen.

sich dann aber zu konzentrieren und mittels feineren aber heftigeren kontraktionen 'schüttelfrei' zu halten und möglichst fliessende bewegungen zu machen, ist noch keine bruchlose bewegung, weil so das problem des vom-boden-abdrückens noch nicht wirklich erfasst wurde.

letzeres kann nur passieren, wenn die fussarbeit so weit fortgeschritten ist, dass jede bewegung im fuss startet - aber gegen unten (fallend), nicht gegen oben drückend.
das ist sehr ungewohnt.


simpel gesagt:

normale bewegung arbeitet gegen die schwerkraft, bruchlose schmiegt sich ihr an.
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  #79  
Alt 08-06-2009, 22:02
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Zitat:
Zitat von Primo Beitrag anzeigen
Warum sind die normalen Bewegungen eines Menschen "brüchig" ? .....und was ist "normale" menschliche Bewegung überhaupt und wie läuft sie ab ?
Man nimmt Bewegung, Abstand, Geschwindigkeit, Richtung usw. eines Anderen über die "Brüche" wahr, also nicht durch die reine Bewegung selbst. Diese Brüche sind Gewichtsumlastungen wie das übliche Pendeln beim Gehen, Bewegungseinleitung durch Kippen des Körpers usw. Jeder macht das und darauf beruht ein Teil der menschlichen Kommunikation bzw. Wahrnehmung. Trotzdem sieht das "Hirn" nicht alles sondern interpoliert die Lücken. Das alles ist ein unterbewusster (teils vorbewusster) Vorgang und daher kann man sehr schnell ohne Nachdenken reagieren.

Das ist nicht Falsches, sondern ganz normal.

Wenn von brucharmer Bewegung geschrieben wird, ist damit (unter Anderem) die größtmögliche Elinimierung dieser Bewegungsmuster durch bestimmte Übungen, andere Bewegungseinleitung usw. gemeint.

Damit nimmt man dem Anderen die Möglichkeit die eigenen Bewegungen (unbewusst) einzuschätzen und zu berechnen. Der Andere ist also gezwungen seine gesamten Reaktionen auf die bewusste Ebene zu verlegen. Also: Sehen, bewusst analysieren, bewusst eine Gegenaktion einleiten usw. Klar, dass es dann schon zu spät ist.

Trifft man den Anderen unvorbereitet, erzielt man schon alleine deshalb eine weitaus höhere Wirkung.

Das ist nur ein kleiner Teilaspekt dieser Bewegungmethodik.

Und auch wenn es von Einigen in diesem Thread verlacht wird, vielleicht,weil sie zu faul sind ein bisschen zu recherchieren, spielen die Spiegelneuronen eine große Rolle.

Grüße,
Karl-Heinz
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  #80  
Alt 08-06-2009, 22:08
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Mit der Erklärung kann was anfangen ! Danke !

Gruss

p.s. Die Thematik der Spiegelneuronen ist mir durchaus bekannt !
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  #81  
Alt 08-06-2009, 22:17
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Zitat:
Zitat von Pu Bär Beitrag anzeigen
Und wenn du und nagual euch einfach mal ein bißchen haut?
Nee, der nagual haut Dich, und dann haut Dich der Torsten, und dann musst Du sagen, was schmerzhafter war
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  #82  
Alt 08-06-2009, 22:23
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Zitat:
Man nimmt Bewegung, Abstand, Geschwindigkeit, Richtung usw. eines Anderen über die "Brüche" wahr, also nicht durch die reine Bewegung selbst. Diese Brüche sind Gewichtsumlastungen wie das übliche Pendeln beim Gehen, Bewegungseinleitung durch Kippen des Körpers usw. Jeder macht das und darauf beruht ein Teil der menschlichen Kommunikation bzw. Wahrnehmung. Trotzdem sieht das "Hirn" nicht alles sondern interpoliert die Lücken. Das alles ist ein unterbewusster (teils vorbewusster) Vorgang und daher kann man sehr schnell ohne Nachdenken reagieren.

Das ist nicht Falsches, sondern ganz normal.

Wenn von brucharmer Bewegung geschrieben wird, ist damit (unter Anderem) die größtmögliche Elinimierung dieser Bewegungsmuster durch bestimmte Übungen, andere Bewegungseinleitung usw. gemeint.

Damit nimmt man dem Anderen die Möglichkeit die eigenen Bewegungen (unbewusst) einzuschätzen und zu berechnen. Der Andere ist also gezwungen seine gesamten Reaktionen auf die bewusste Ebene zu verlegen. Also: Sehen, bewusst analysieren, bewusst eine Gegenaktion einleiten usw. Klar, dass es dann schon zu spät ist.

Trifft man den Anderen unvorbereitet, erzielt man schon alleine deshalb eine weitaus höhere Wirkung.
Das Problem, wenn man die Bruchlosigkeit bzw. Brucharmut der Bewegung so definiert, besteht IMO darin, dass hier eine Wirkung auf die Wahrnehmung anderer Personen beschrieben wird.
Wenn jemand aber übt oder praktiziert, hat derjenige ja keinen Zugriff auf das, wie andere ihn wahrnehmen (würden, wenn anwesend).
Die Praxis der Bewegung definiert sich aber über mentale Ideen und Konzepte, sowie die Suche nach bestimmten Empfindungen und die Vermeidung von anderen Empfindungen.

Wo ich immer wieder drauf hinweise, ist, dass man diese Sachen doch mal klar und auch möglichst vollständig zu benennen. Die Sache, Druckgefühle zu vermeiden, Fluidität o.ä. zu suchen, usw. ist ja im Ansatz schon genannt worden, aber dann wird es immer wieder "bruchlos" genannt, um zu definieren, was "Bruchlosigkeit" ist, und dann wird es wieder schwammig.

Meine Einschätzung ist, dass dieser Bewegungsmodus, den ich hier lieber "druckgefühlvermeidende Bewegung" nennen würde, und der Effekt auf die Wahrnehmung von anderen (nämlich die Vermeidung von schnell und automatisch/intuitiv erkennbarern Handlungstendenzen) zwei paar Schuhe sind.

Es wird immer wieder so getan, dass die Vermeidung von Druckgefühlen und der Vermeidung der Sendung von Wahrnehmunghinweisen für Handlungstendenzen zu 100% identisch wäre. Ich glaube das nicht, was aber nicht bedeutet, dass es keinen Zusammenhang gäbe.

Sich so zu bewegen, dass es für andere schwierig wird, Handlungstendenzen und -absichten zu erkennen, muss nicht immer jedes Druckgefühl vermeiden.
Ich finde es konzeptionell unangemessen, die sog. "Bruchlosigkeit" so zu definieren, dass man dieses und mal jenes das entscheidene Hauptcharakteristikum ist.
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chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn.
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  #83  
Alt 08-06-2009, 22:26
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Ich fänds spannend ,wenn mal einer anhand eines simplen Bewegungsbeispiels erklären könnte ,wo innerhalb dieser Bewegung ein Bruch passieren "könnte" !

Gruss
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  #84  
Alt 08-06-2009, 22:33
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Das erkennt man am besten durch ausprobieren und Vorher-Nachher-Vergleich. Was man nicht kennt, kann man nicht erkennen, auch nicht auf Videos. Es gibt kein Schema à la "der Ellbogen wackelt" oder "das Knie zuckt". Tendenziell geht es schon um fließende Bewegung, Vermeiden des Abprallens vom Boden, Vermeiden von Vor- und Zurückschwanken. Aber nicht jede fließende Bewegung ist bruchlos ... ich könnte mich auch fließend vom Boden hochstemmen, oder fließend hin und herschaukeln ...
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  #85  
Alt 08-06-2009, 22:49
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Ich kann auch die Meinung vertreten, dass es eben die Brüche sind, die anderen genau die Wahrnehmungshinweise geben, dass sie Handlungstendenzen schnell erkennen können.
Man muss sich also maximal brüchig bewegen, damit andere nur noch ihr Bewusstsein nutzen können, aber dann ist es meistens zu spät.

Wohl gemerkt, ich meine mit "Brüchen" jetzt was (teilweise) anderes als Torsten und Karl Heinz.

Aber die "brüchige Bewegung", die ich meine, hat eben genau den Effekt, dass andere ihre unbewussten Wahrnehmungsautomatismen nicht mehr nutzen können.
Die brüchige Bewegung kommt ohne Druckvermeidung und ohne zwangshafte Extrementspannung aus, sondern kann aus jeder anderen Art, sich zu bewegen, leicht erlernt werden.
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  #86  
Alt 08-06-2009, 23:03
TQ TQ ist offline
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Jetzt mal kurz on topic:

Natürlich kann dieKanzmeier Methode die Schlagkraft erhöhen. Ob 40 % oder was weissich wieviel % es sind, spielt letzendlich gar keine Rolle mehr.
Hauptsache du knockst jmd k.o. und zwar mit dem "Minimalprinzip"

Man hat doch gesehen, dass Torsten erfoglreich Boxer trainiert hat und wenn man hier im Board die Suchfunktion nutzt, findet man sogar interessante Beiträge von Usern, die positive Erfahrung damit gemacht haben...

Es gibt sogar ein Thread mit 45 Seiten !! Viel Spass beim Suchen und lesen.
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  #87  
Alt 08-06-2009, 23:35
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HÖRT MAN VON VIELEN ima-leuten HIER NUR FLOSKELN:
fakt ist torsten methode funktioniert hauptsächlcih oder nur wenn man sich darauf einlässt->sprich sich schlagen lässt ohne sich zu wehren oder sich schlagen lässt und beobachtet was torsten tut-und damit umgeht er dein reaktionsmuster. Mit geschlossenen augen vor torsten zu stehen und sich schlagen lassen mindert das ergebnis um weit mehr als 40% und in einem boxkampf treffen die fäuste den körper EBEN oft ohne das der andere den schlag vorher sieht! torsten hat keine verteidigung bzw. lehrt diese nicht. ein ex-trainingspartner(thomas B.) von mir hat sich schlagen lassen mehrmals ohne sich zu wehren und er hat die schläge kaum gespürt-diese reaktionsmuster werden also nicht immer gebrochen . erwin -moderator aus dem wing chun forum kann dies bestätigen. thomas B. empfand die schläge einer russischen kk übrigens als härter.
torstens methode ist interessant und gut und horizonterweiternd aber aber auch nicht mehr. ich finde immer noch er wäre besser bedient wenn er fußballspielern beibringen würde wie sie ihren elfmeter schiessen und der torwart reagiert nicht darauf. das wäre besser als im kampfkunstbereich zu arbeiten. überleg dir das torsten -diese täuschung des reaktionsverhaltens hat im allg. sport mehr effekt als in der kk.welt.
gruß bernd
EDIT
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"Der Mensch ist das einzige Tier, das freundschaftlichen Verkehr mit seinen Opfern pflegen kann, bis er sie verspeist." Samuel Butler, englischer Schriftsteller

Geändert von T. Stoeppler (09-06-2009 um 06:58 Uhr). Grund: Die letzte Zeile war unnötig.
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  #88  
Alt 08-06-2009, 23:36
Benutzerbild von Trinculo
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Ist doch nicht schlimm, wenn hier Leute kritische Fragen stellen. Das ist es doch, was wir wollen: sachliche Auseinandersetzung. Torstens Methode ist noch nicht so lange "auf dem Markt", und je mehr Leute sie ausprobieren, desto fundierter werden allmählich die Urteile.
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  #89  
Alt 08-06-2009, 23:58
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Warum nur überraschen mich Postings wie das von Crazysource absolut überhaupt nicht???
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  #90  
Alt 09-06-2009, 09:57
bluemonkey
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Zitat:
Zitat von nagual Beitrag anzeigen
Ich kann auch die Meinung vertreten, dass es eben die Brüche sind, die anderen genau die Wahrnehmungshinweise geben, dass sie Handlungstendenzen schnell erkennen können.
Man muss sich also maximal brüchig bewegen, damit andere nur noch ihr Bewusstsein nutzen können, aber dann ist es meistens zu spät.
Das wäre dann so eine Art Affen- oder Betrunkenenstil?
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