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  #1  
Alt 28-02-2010, 20:01
Benutzerbild von WingChun77
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Kampfkunst: Karate / Tai Ji Quan / Wing Chun
 
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Standard Berufliches Taijiquan

Ich habe mal die entsprechenden Beiträge aus dem "Kämpfen mit Taiji" Thread genommen und zu diesem neuen Thema verschoben.

Gruss, Thomas



Guten Abend!

Zum Thema "Kampfkunst vermitteln und Geld verdienen" (Achtung: Zündstoff!)

Man sollte hier zwei Arten von Menschen unterscheiden:

(1) Kategorie A
Ich habe nichts gelernt und habe noch nie einen richtigen Beruf ausgeübt. Ich bin Meister einer Kampfkunst und stehe in einem Verband oder aber habe eine eigene "Schule". Ich praktiziere dies hauptberuflich und MEINE Schüler/innen reden mich stets mit "Sifu" oder "Meister" an. Da ich auf eure Kohle angewiesen bin, unterschreibt ihr mir einen Vertrag, der euch an mich bindet, auch dann, wenn ihr nicht zum Training kommen könnt. Ihr tragt eine Uniform und wenn ihr mit zu viele blöde Fragen stellt, dann gibt eine aufs Maul oder einen Schulverweis - gezhalt wird aber bis zum Ende des Vertrags!

Diese Sorten finden sich zu Hauf in der Kampfkunst-Szene. Vor allem die Wing Chun- und Tai-Ji-Derivate sind voll davon! Erbärmlich geradezu...

Um ganz ehrlich zu sein: Ich reagiere mittlerweile sehr allergisch auf diese selbsternannten "Meister" und verkrachten Exitenzen, deren Ziel nur darin besteht, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei reiten sie frech und unverschämt auf der jeweils beliebten Schiene.

Das Problem: Zum einen die Masse, die sich gerne der Oberflächlichkeit hingibt und folgt. Zum anderen die Novizen, die sich blenden lassen.

Was hier hilft: Den Geist klären!


(2) Kategorie B
Ich habe einen hauptberufliche Tätigkeit, die mich voll fordert und vermittle die Kampfkunst in meiner Freizeit. Es macht mir Freude, wenn ich Menschen einen Teil meines Wissens vermitteln kann und sie somit ein Stück weit im Leben ihren Sinn finden. Nicht immer findet sich eine Gruppe zusammen, die temporär ihr Wissen teilt, aber wenn, dann ist es ein Erlebnis für alle Beteiligten. Wenn sich keine Menschen finden lassen, dann praktziere ich für mich alleine und fühle mich ebenso wohl dabeo. Ich käme niemals auf die Idee, dafür Geld verlangen oder ein Graduierungssystem einzuführen.

Diese Sorte findet sich nicht in der großen Öffentlichkeit, sondern vielmehr im Verborgenen - unscheinbar im Alltag, eine feste Instanz meist mit einer Familie. Entweder komplett im privaten Bereich oder aber im Rahmen eines Vereins oder aber der VHS.


Ich zähle mich zur Kategorie B. Nach Ostern werde ich wieder einen unscheinbaren "Fresszettel" bei REWE und EDEKA an das schwarze Brett hängen und wenn sich eine Gruppe formieren sollte, dann freuen wir uns auf eine nette Zeit im Stadtpark - gänzlich ohne Uniformen, Verträge und "Platzhirsch-Gedanken"...


Einen schönen Sonntagabend wünscht

Günther
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"Wer den Applaus der Leute sucht, der wird deren Gefangener...!"

Geändert von T. Stoeppler (01-03-2010 um 22:34 Uhr). Grund: Einschub für neuen Thread
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  #2  
Alt 28-02-2010, 21:10
Benutzerbild von Hongmen
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Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
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mit kk geld verdienen? eigentlich will man doch nur sein leib und leben damit schützen.
so sollte doch jemand der kk weitergibt auch wissen wie man sein leib und leben schützt! wieso verdienen dann tc-lehrer damit geld?!

hongmen
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Schule für Innere Kampfkunst
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  #3  
Alt 01-03-2010, 12:54
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Kampfkunst: Choy Lay Fut / Chen TJQ / 四 向 門
 
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Zitat:
Zitat von Hongmen Beitrag anzeigen
mit kk geld verdienen? eigentlich will man doch nur sein leib und leben damit schützen.
so sollte doch jemand der kk weitergibt auch wissen wie man sein leib und leben schützt! wieso verdienen dann tc-lehrer damit geld?!

hongmen
Geld verdient man mit allem, wofür Leute bereit sind zu bezahlen…
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  #4  
Alt 01-03-2010, 20:01
Benutzerbild von WingChun77
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Kampfkunst: Karate / Tai Ji Quan / Wing Chun
 
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Zitat:
Zitat von Freier Geist Beitrag anzeigen
Das gibt es so, ja. Ist mir aber zu viel schwarz/weiß, ein bisschen arg simpel!

Und wenn ich z. B. das Boxen lernen will, hab ich keineswegs Bock, mir bei EDEKA irgendwelche Fresszettel durchzulesen, mit dem Ausblick auf Familienanschluss (*würg*).

Ich wüsste auch nicht, warum man mit Kampfkunst oder –sport prinzipiell nicht auch Geld verdienen können sollte. Wenn das Preis-Leistungsverhältnis stimmt – was immer subjektiv ist – ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden.

Mir ist auch der Hinweis à la „Noch nie was Ordentliches gelernt“ zu überheblich. Es gibt noch ganz anderen „Bullshit“, womit man sein Geld verdienen kann. Traditionell gesellschaftlich sogar hoch angesehenen, aber mitunter geradezu ruinös in der Wirkung. - Und das nicht nur für die direkt Zahlenden!

Gruß

Freier Geist

Hallo!

Klar sind die beiden Kategorien überspitzt und zeigen die beiden Extrema des Spannungsfeldes auf. Das mit dem EDEKA und den Fresszettelchen ist eine Sache der Intention. Wenn du mehr auf hochkarätige und überladene Homepages oder aber Flyer stehst, dann ist dies deine Sache. Da will ich dir nicht reinreden. (Außerdem: Wer sagt denn, dass sich hinter einem unscheinbaren Box-Fresszettel nicht eine tolle Gruppe verbirgt?).

Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade an diesen Orten (du kannst auch eine Bushaltestelle nehmen) die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass du wirklich einen "echt interessierten" werben kannst, um in die Materie reinzuschnuppern. Aber gut, ist nicht jedermanns/frau Sache...

Den Ausblick auf Familienanschluss kann ich nicht nachvollziehen? Was sollte diese Bemerkung?

Die (subjektiv empfundene) "Überheblichkeit" werde ich weiter verteidigen. Ein Großteil der Praktizierenden "Meister" und "Sifus" sind verkrachte Existenzen, die sich in den pseudointellektuellen Mantel der Kampfkünste flüchten und den Novizen bzw. unerfahrenen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Dahinter steht der primitive Wunsch nach Macht: Ich habe etwas und wenn du es haben willst, musst du mir Geld dafür geben! Es gibt da IMO eine ganz einfache Formel:

Je mehr der Mensch Geld verdienen will, desto verkrachter die Existenz!

Daneben sollte man sich von der chinesischen Mentalität lösen, in der der "Meister" nicht nur Lehrer in Sachen Kampfkunst, sondern auch in nahezu sämtlichen Bereichen des Lebens war. Es ist geradezu ein Witz, wenn ein 40jähriger Familienvater einen Jungspund mit "Sifu" anreden soll, nur weil der Jungspund ein paar Techniken beherrscht...das passt nicht.


LG sendet

Günther
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  #5  
Alt 01-03-2010, 20:12
Benutzerbild von WingChun77
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Zitat:
Zitat von Hanspeter Beitrag anzeigen
Und zu Wingchun77: es gibt, wie ein Vorredner schon sagte, viele Zwischenstufen und nicht nur entweder A oder B (mal abgesehen von der auch schon bemängelten Arroganz). Bedenke bitte, dass jemand, der hauptberuflich TC-Lehrer ist, auch sehr viel Spaß daran haben kann und durch seine ständigen Weiterbildungen bei vielen unterschiedlichen Meistern (so kenne ich das und so muss das auch sein) und die viele Zeit, die er ins TCC steckt, auch schnell sehr viel besser sein wird als einer, der das nur nebenbei macht.

Hallo! Wie schon gesagt, stellen die beiden Kategorien die Extrema des Spannungsfeldes dar, in dem wir uns IMO bewegen. Sorry, aber bei dem Wortspiel "hauptberuflich TC-Lehrer" geht mein individueller Aggressionsspiegel in ungeahnte Höhen . Letzt habe ich einen Diplom-Tai-Chi-Lehrer gesehen. Man stelle sich diese einmal vor: Da wird das Diplom an den Universitäten abgeschafft (siehe RP) und wir werden mit BACHELOR und MASTER überschwemmt und im Gegenzug dazu drucken die Diplom-TC-Lehrer oder Diplom-Golf-Lehrer oder aber Diplom-Nordic-Walking-Lehrer ihre Visitenkarten und lassen sich mit Titel anreden - und die Masse macht es auch noch! Unglaublich!


...du merkst, ich schreibe gerade im Rausch...


Weiter gehts:
Wenn man sich einmal vorstellt, was ein "normaler" Lehrer alles zu leisten hat, bis er sich sein 2. Staatsexamen verdient hat (Lehrproben, Hausarbeiten, und und und) und sich "Lehrer" nennen darf und dann so eine "verkrachte Existenz" daher kommt und diesen Namen/Titel/Rang einfordert, dann verliere ich meinen Glauben an die Welt...


Ich möchte es so formulieren:
Die letzten 20 Jahre meines Lebens habe ich in der Kampfkunstszene nur SEHR wenige (kannst du an einer Hand abzählen) Menschen kennengelernt, von denen ich gerne etwas in Sachen Kampfkunst annehme und bei denen ich die Bodenständigkeit erfahren habe, für die ich werbe. Der Rest entpuppte sich mit der Zeit (mal kurz, mal lang) als "verkrachte Existenz"...


LG sendet

Günther
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  #6  
Alt 01-03-2010, 20:32
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Geändert von Freier Geist (16-04-2011 um 20:51 Uhr).
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  #7  
Alt 01-03-2010, 20:40
Benutzerbild von Fei Long
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Zitat:
Zitat von WingChun77 Beitrag anzeigen
Hallo!

Klar sind die beiden Kategorien überspitzt und zeigen die beiden Extrema des Spannungsfeldes auf. Das mit dem EDEKA und den Fresszettelchen ist eine Sache der Intention. Wenn du mehr auf hochkarätige und überladene Homepages oder aber Flyer stehst, dann ist dies deine Sache. Da will ich dir nicht reinreden. (Außerdem: Wer sagt denn, dass sich hinter einem unscheinbaren Box-Fresszettel nicht eine tolle Gruppe verbirgt?).

Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade an diesen Orten (du kannst auch eine Bushaltestelle nehmen) die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass du wirklich einen "echt interessierten" werben kannst, um in die Materie reinzuschnuppern. Aber gut, ist nicht jedermanns/frau Sache...

Den Ausblick auf Familienanschluss kann ich nicht nachvollziehen? Was sollte diese Bemerkung?

Die (subjektiv empfundene) "Überheblichkeit" werde ich weiter verteidigen. Ein Großteil der Praktizierenden "Meister" und "Sifus" sind verkrachte Existenzen, die sich in den pseudointellektuellen Mantel der Kampfkünste flüchten und den Novizen bzw. unerfahrenen Menschen das Geld aus der Tasche ziehen. Dahinter steht der primitive Wunsch nach Macht: Ich habe etwas und wenn du es haben willst, musst du mir Geld dafür geben! Es gibt da IMO eine ganz einfache Formel:

Je mehr der Mensch Geld verdienen will, desto verkrachter die Existenz!

Daneben sollte man sich von der chinesischen Mentalität lösen, in der der "Meister" nicht nur Lehrer in Sachen Kampfkunst, sondern auch in nahezu sämtlichen Bereichen des Lebens war. Es ist geradezu ein Witz, wenn ein 40jähriger Familienvater einen Jungspund mit "Sifu" anreden soll, nur weil der Jungspund ein paar Techniken beherrscht...das passt nicht.


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Günther
Hm, erst räumst Du ein daß Deine Darstellung sehr übersprizt ist, und dann fährst Du genau die gleiche Schiene weiter.

Ich glaube sofort daß Du Leute kennst (wahrscheinlich sogar persönliche Erfahrungen mit denen hattest) auf die Deine Beschreibung zutrifft. Deine Verallgemeinerung ist aber ziemlich unpassend und an den Haaren herbei gezogen.

Ich könnte umgekehrt argumentieren daß die ganzen Leute die das nur hobbymäßig machen in einem Verein oder der VHS alle nix können, weil sie sich nie intensiv genug damit auseinander gesetzt haben verglichen mit den "Vollzeitlern", aber trotzdem der Meinung sind "wenn ich das schon 2-3 Jahre gelernt habe und mir vielleicht bei ´nem Fernkurs noch irgend eine Krankenkassen-Anerkennung besorgt, dann reicht daß für die VHS doch locker".
Auch solche Leute gibt´s tatsächlich, aber auch da wäre es total lächerlich wenn man deshalb pauschal so argumentieren würde.

Und ich finde es prinzipiell absolut nicht verwerflich wenn man sich mit dem was einem an Herzen liegt selbstständig macht, und dann eben mit einer KK-Schule versucht seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und ich kenne ein paar Leute die sich damit ganz bestimmt keine goldene Nase verdienen (und es auch nicht versuchen durch überzogenen Preise, Zusatzgebühren für jeden Mist etc.) sondern gerade so über die Runden kommen.

Und aus Schülersicht bin ich auch gerne bereit für guten Unterricht eine angemessene Summe zu zahlen, zumal die in privaten Schulen auch nicht pauschal so viel teurer sind als Vereinen, die ggf. auch durch öffentliche Zuschüsse (und sei es nur indirekt durch Bereitstellen von Trainingshallen, steuerlichen Vergünstigungen etc.) weniger Unkosten haben. Warum sollte ich erwarten daß mir ausgerechnet in dem Bereich des Lebens etwas quasi geschenkt wird? Wenn ich essen gehe muß ich was bezahlen und tue es gerne wenn das Essen gut war, wenn ich mein Auto reparieren lasse und der Mechaniker macht seinen Job gut zahle ich auch (zwar nicht gerne, aber dafür kann der Mechaniker dann nix ), genau wie ich für die Arbeit die ich in meinen Job leiste (klar kann man mal für Freunde und Bekannte auch was umsonst machen, darum geht´s aber nicht) auch eine angemessene Bezahlung erwarte.
Es dauert Jahre bis man in einer KK gut genug ist daß man wirklich qualifizierten Unterricht geben kann, egal ob man sich das jetzt neben seinem Beruf drauf geschafft hat oder irgendwann man gesagt hat "ich bekomme das hin und konzentriere mich ganz darauf". Und warum sollte ich dann nicht dafür zahlen wenn solche Leute die selber jahrelang Zeit und Mühe rein gesteckt haben mir was beibringen, woran ich Spaß habe und mit am Herzen liegt?

Verein oder Privatschule, VHS-Kurs oder Workshop bei einem "Professionellen", entscheidend ist für mich ob der Unterricht was taugt - und da kann man bei jder Variante Glück oder Pech haben, und es gibt bei jeder von den Varianten 1000 Graustufen dazwischen.
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"Der Chen Stil geht auf das Jahr 1928 zurück und entstand in Peking." (Produktbeschreibung "Tai-Chi Chen Yi Lu - Formen und kriegerische Anwendungen")
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Geändert von Fei Long (01-03-2010 um 20:47 Uhr).
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  #8  
Alt 01-03-2010, 22:07
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Es geht nicht ums Geld verdienen. Wenn sich jemand ganz den kampfkünsten hingibt, und das hauptberuflich machen möchte, so benötigt er natürlich auch Geld zum leben, essen, miete, eventuell auch miete für die Übungsräume..etc. . Keine Frage.

Nur sollten die kampfkünste, und auch andere Dinge, spirituelle Dinge ect. .... nicht zum Zweck des Geld verdienens werden. Es sollte nicht um das streben nach materiellen Reichtümern , Anerkennung, Macht, aufpolieren des Egos, sich zur schau stellen...ect gehen. Wer das macht, wem es darum geht, der ist meiner Meinung nach vom Weg abgekommen. Solche lehrer , Schulen , Organisationen, meide ich.
Auch wenn einige einmal mit guten Vorsätzen angefangen haben:
Wenn man aber erst einmal Blut geleckt hat, kann ganz schnell schluss sein mit guten Vorsätzen. Und dann fängt man an, etwas zu lehren, predigen was man selbst nicht mehr lebt.

Weiter oben war zu lesen, das man mit der Gesundheit ( gesundheits taiji) mehr ...hm...Kunden, zahlende kunden ansprechen kann. Man kann damit mehr Geld machen. Soll es wirklich darum gehen??


Das hier finde ich nicht schlecht, und es findet meine Zustimmung:
Zitat:
Zitat von WingChun77 Beitrag anzeigen
,
,Daneben sollte man sich von der chinesischen Mentalität lösen, in der der "Meister" nicht nur Lehrer in Sachen Kampfkunst, sondern auch in nahezu sämtlichen Bereichen des Lebens war. Es ist geradezu ein Witz, wenn ein 40jähriger Familienvater einen Jungspund mit "Sifu" anreden soll, nur weil der Jungspund ein paar Techniken beherrscht...das passt nicht.
LG sendet

Günther
Man kommt sich schon gut vor, wenn man lehrer genannt wird, oder? Ist es nicht so?

An die Lehrer mal eine Frage: Warum habt ihr euch entschlossen zu lehren? Und seit Ihr wirklich alle auf dem level das auch zu können?
Bei der letzten Frage erwarte ich nicht wirklich eine Antwort


liebe Grüße
René

Bitte versteht das nicht als Verallgemeinerung. Es gibt Solche und Solche, aber mir scheint mehr Solche als Solche

Geändert von Takito (01-03-2010 um 22:17 Uhr).
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  #9  
Alt 01-03-2010, 22:57
Benutzerbild von Fei Long
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@Takito

Natürlich gibt es auch schwarze Schafe (vielleicht sogar öfter mal) wie die die Du ansprichst und die auch WingChun77 angesprochen hat. Was mich und andere hier stört ist die Verallgemeinerung als ob daß bei allen so wäre oder sich zumindest alle irgendwann mal da hin entwickeln würden.

Was die Namen/Anreden angeht, da bin ich recht schmerzlos, es sind doch nur Name.

Ob man jetzt Trainer, Meister, Lehrer, Shifu, Laoshi oder einfach nur "Herr XY" sagt ist doch letztlich Wurst. Wenn ich von jemandem etwas lerne dann ist er auf dem Gebiet nun mal mein Lehrer, auch wenn er keine akademische Lehrerausbildung hat, warum sollte ich da nicht Lehrer sagen? Letztlich geht es doch um Respekt gegenüber jemandem der was drauf hat und mir was beibringt.

Das geht sicher auch ohne Titel und die Anrede mit Titel alleine ist auch nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit echtem Respekt wenn man sich sonst nicht so verhält. Aber es bricht mir auch kein Zacken aus der Krone wenn ich solche Titel benutze, gerade in einer Trainingssituation in einer Gruppe wo es schon Sinn machen kann wenn es einen festen Umgangston gibt der halt für alle gilt.

Ich hatte mal einen Vorgesetzten der kaum älter war als ich und mit dem ich privat per Du war, den ich in der Firma aber mit "Herr XY" angeredet habe weil das bei uns einfach so üblich war. Hatte ich kein Problem mit. Oder bei uns in der Schule, da wird während des Unterrichts immer Meister oder Shifu gesagt, vor-, nach - und außerhalb des Trainings sprechen zumindest die älteren Erwachsenen die schon länger dabei sind unseren Meister aber auch mit Vornamen an. Es gibt also auch da nicht nur die extreme Varianten Marke "egomanischer, geltungsbedürftiger Wichtigtuer".

Wenn natürlich Leute verlangen daß man sie mit Meister oder sonst was anredet, die aber nix drauf haben und/oder die mir menschlich absolut nicht liegen und wo ich dann auch keinen Respekt haben kann, dann würde mich das natürlich auch stören.
Aber dann würde ich in deren Schule/Unterricht doch eh nicht bleiben und muß sie dann auch nicht so anreden. Im Gegensatz zu Schule und Beruf und anderen Situationen des Lebens wo ich manchmal gar keine Wahl haben mit welchen Leuten - die auch eine Autoritätsposition inne haben - ich es zu tun haben ist KK doch etwas das ich freiwillig mache. Wenn da der Unterricht nicht gut ist oder der Lehrer ein A*loch gehe ich wieder.
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  #10  
Alt 02-03-2010, 00:45
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Kampfkunst: altes yang taijiquan
 
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Zitat:
Zitat von Fei Long Beitrag anzeigen
@Takito

Natürlich gibt es auch schwarze Schafe (vielleicht sogar öfter mal) wie die die Du ansprichst und die auch WingChun77 angesprochen hat. Was mich und andere hier stört ist die Verallgemeinerung als ob daß bei allen so wäre oder sich zumindest alle irgendwann mal da hin entwickeln würden.
Nein, es ist nicht bei allen so, und es entwickeln sich auch nicht alle dahin.
So möchte ich das auch garnicht verstanden wissen. Ich habe ja gepostet, es soll bitte nicht als Verallgemeinerung verstanden werden. Ich denke auch WingChun77 meinte es nicht so.

LG

Geändert von Takito (02-03-2010 um 00:47 Uhr).
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  #11  
Alt 02-03-2010, 10:35
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Oft sind auch die Schüler an sich an der Misere mitbeteiligt.
D.h. es ist für einen guten Lehrer unheimlich schwierig eine Schule am Laufen zu halten (Miete etc.) und gute, motivierte Schüler zu finden.

Meist braucht oder hat man ein ganze Menge an Schülern, die mittelmässig motiviert oder talentiert sind, aber den ernsthaften Untericht einiger weniger mitfinanzieren. Da diese Finanzierer aber die Masse darstellen, muss man an sie Konzessionen machen damit sie bleiben, oder in einem Park in kleinem Kreis unterichten, wodurch die Qualität auch wieder leiden kann (muss aber nicht). Es ist schliesslich scho schön, wenn man einen Raum hat, mit Sandsäcken und ähnlichem und auch Waffen und andere nicht unbedingt
publikumstaugliche Dinge in aller Ruhe üben kann.

Überall, wo ich bisher war, ist der Kern der Schüler die auch nach 5-10 Jahren noch da sind und die ernsthaft üben selten grösser als 6-10 Leute gewesen.

Lange Rede, kurzer Sinn, meiner Meinung nach liegt auch ein grosser Teil der Verantwortung bei den Schülern selbst. Die Nachfrage regelt auch immer das Angebot
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  #12  
Alt 02-03-2010, 12:51
bluemonkey
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Zitat:
Zitat von WingChun77 Beitrag anzeigen
Wenn man sich einmal vorstellt, was ein "normaler" Lehrer alles zu leisten hat, bis er sich sein 2. Staatsexamen verdient hat (Lehrproben, Hausarbeiten, und und und) und sich "Lehrer" nennen darf und dann so eine "verkrachte Existenz" daher kommt und diesen Namen/Titel/Rang einfordert, dann verliere ich meinen Glauben an die Welt...
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  #13  
Alt 02-03-2010, 13:25
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Kampfkunst: will was neues versuchen
 
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Beiträge: 104
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Ich bin überrascht.

Nicht von dem was der Threadstarter von sich gibt, das halte ich für besser als es auf den ersten Blick erscheint.
Auch wenn hier einiges überspitzt formuliert wird, dient das wahrscheinlich eher dazu Gefühle auszudrücken und eine Diskussion anzuheizen.
Auf der suche nach Hilfe, Wut wegen aktuellen Ereignissen, Stolz. Liege ich da so falsch?

Meine Überraschung bezieht sich darauf das es sich auf Taijiquan bezieht.
Die genannten Vorkommnisse hören sich für mich eher nach *ing *ung an und sind dort an der Tagesordnung, auch in anderen Foren.

Die genannten Vorfälle machen mich schon neugierig und in meinen Gedanken tauchen zwei mögliche Verdächtige auf, allerdings kann ein Thread in einem öffentlichen Forum natürlich keine Plattform sein um da Namen zu nennen.

Dennoch: Die eigenen Erfahrungen können nur Einzelfälle sein. Selbst wenn hier einige dem Threadstarter recht geben, ergibt das kein Gesamtbild.

Ich hatte mal bei jemanden angefragt, der hat gleich mal die Mail mit 'Dein Sifu' unterschrieben.
Ist doch toll, wenn jemand so gleich seine absolute Ahnungslosigkeit zeigt.
Da bin ich dann mal nicht hin.

Wo genau werden denn solche Zettel auftauchen (gerne per PM)?
Und der Park... soll das dann der Dürerpark auf der falschen Seite des Flusses sein?



Ach ja: Ich mache gerne Gedankensprünge. Einfach ignorieren, wenns zu viel wird
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  #14  
Alt 02-03-2010, 13:58
Benutzerbild von Fei Long
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Dachfirstfaust
 
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Ort: Bochum SAR
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Zitat:
Zitat von Dodge71 Beitrag anzeigen
...
Meine Überraschung bezieht sich darauf das es sich auf Taijiquan bezieht.
Die genannten Vorkommnisse hören sich für mich eher nach *ing *ung an und sind dort an der Tagesordnung, auch in anderen Foren.
...
Na ja, der Threaderöffner nennt sich "WingChun77" und nennt als KK "Wing Chun", ich denke da kann man davon ausgehen daß sich seine Erfahrungen tatsächlich eher auf den *ing *ung Bereich und nicht so sehr auf TJQ beziehen...

Wobei ich - bei allen Storys die man so aus der Ecke hört - denke daß man selbst dort nicht so sehr verallgemeinern kann wie er es tut. Oder doch...
__________________
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Geändert von Fei Long (02-03-2010 um 14:02 Uhr).
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  #15  
Alt 02-03-2010, 15:42
Benutzerbild von Mathieu
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
Registrierungsdatum: 01.09.2005
Ort: Saarbrücken
Beiträge: 150
Standard Gemeinsame Entwicklung

Eine gemeinsame Entwicklung von Lehrern und Schülern halte ich für gut.

Es macht einen Unterschied, ob Taijiquan als Hobby, nebenberuflich oder hauptberuflich ausgeübt wird. Ich durfte in den letzten 23 Jahren alle Phasen durchlaufen. Die Perspektive ist immer wieder eine andere.

Beim Unterrichten ist es dann ein Unterschied, ob ich meinem Lehrer assistiere, ob ich für eine Vhs unterrichte, ob ich in meiner eigenen Schule anleite oder in einem Unternehmen und wieder anders wird es, wenn man Kursleiter ausbildet. Wer die verschiedensten Erfahrungen durchlaufen hat, kennt die Unterschiede ganz genau.
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