Kampfkunst-Board



Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #46  
Alt 07-03-2010, 02:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: altes yang taijiquan
 
Registrierungsdatum: 19.01.2008
Alter: 46
Beiträge: 97
Standard

Ja, genau! Also wird die kampfkunst massentauglich gemacht.Man bringt halt das am markt/ an den schüler was Geld bringt. Der Unterricht niemt an qualität ab.

Und die Schüler, die nun nicht extra geförtert werden, wollen aber vielleicht auch einmal lehren. Was werden die wohl weitergeben wollen/ können?

Ich persönlich würde nichts Unterrichten wollen, von dem ich weiß das es nichts Gutes mehr ist, oder in die falsche Richtung führt, und nur noch dem Zweck des Geldverdienens dient. Sinn und Zweck entleert. naja ...muß halt jeder selber wissen...

Darum Augen auf, beim Kampfkunst Kauf

liebe Grüße
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Werbung
  #47  
Alt 07-03-2010, 08:43
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Taijiquan Yang-Stil
 
Registrierungsdatum: 29.06.2007
Beiträge: 131
Standard

Zitat:
Zitat von WingChun77 Beitrag anzeigen
Guten Abend!

Hier geht es ja richtig rund! Fein

Ich gebe einmal eine andere Perspektive auf die Thematik:
Kampfkunst in einer Masse zu unterrichten ist sinnlos. Die Vermittlung lebt zu einem einen von der individuellen Förderung und zum anderen in der Reflektion vob beiden. Der "Meister" ist (sollte) nur noch der Moderator (sein) und leitet den Lernwilligen.

Doch jetzt kommen wir zum finanziellen und leider auch realitischen Teil:

Wenn ich hauptberuflich mein Geld mit Kampfkunst verdienen möchte, dann bin ich auf die Abgaben der Lernwilligen angewiesen. Wenn nun aber ein "Meister" wirklich individuell unterrichten möchte, dann muss er hohe Preise verlangen oder aber er nagt am Hungertuch. Somit ist der Schritt zur Masse nur logisch: Je mehr er "bindet", desto mehr leisten monatlich einen Beitrag und desto mehr Geld fällt ab. Damit geht aber die Qualität flöten, weil es nicht mehr darum geht, einen Menschen auf dem Weg voran zu bringen, sondern im Hinterkopf steht stets der Lebensunterhalt - eine Zwangsbedingung und diese sind immer schlecht; egal in welchem Zusammenhang bzw. Kontext.

D.h. einem Menschen, der hauptberuflich KK unterrichten will, der kann gar nicht anders und muss für die Masse die Türen öffnen. Ist wie im Hotelgewerbe: Warum für eine Person die Krustentiere holen, wenn die Masse aus einem Topf frisst? Eine reine Kosten/Nutzen-Rechnung...und sollte sich einmal ein "zu fördernder" Lehrling aus der Masse hervortun, dann kann man diesen immer noch außerhalb der Gruppe fördern, gell?

So long
Günther
Ja, das ist realistisch. Ist daran was schlecht? In die Tiefe gehen werden immer nur wenige, die anderen wollen (mal auf Taiji und Qigong bezogen) mehr die Entspannung und die Gymnastik. Ist ja auch in Ordnung so. Und finanzieren damit den Unterricht für die wenigen mit, die das Dao mit Taijiquan verwirklichen wollen und richtig kämpfen lernen. Sozusagen eine Mischkalkulation.

Aber die Qualität geht durchaus nicht flöten. Was ist denn schlecht an Entspannung und Gymnastik? Bei so vielen "Mobilitätseingeschränkten" udn "Bewegungslegastenikern" ist das gut: Sie lernen (auf Taiji und Qigong bezogen) eine neue Art, sich zu bewegen. Es ist nur was anderes als das, was Taiji leisten könnte.

Du scheinst die falschen Lehrer zu kennen...
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #48  
Alt 07-03-2010, 12:58
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: altes yang taijiquan
 
Registrierungsdatum: 19.01.2008
Alter: 46
Beiträge: 97
Standard

Wenn es für den Schüler klar ersichtlich ist, dann ist doch OK.

soll heißen, es muß gesagt werden : "wir lehren keine kampfkunst, sondern nur entspannung und gymnastik"

oder auch: "Ja bei uns kannst du taijiquan kampfkunst erlernen" Dann sollte es aber auch so sein.

oder halt zwei Gruppen : "Dort mehr das , und dort mehr das andere"


Man kann auch in kleinen Gruppen kampfkunst unterrichten. In den größeren dann halt das was die Schüler möchten. Wenn die dann mehr/ oder nur Entspannung und Gymnastik möchten , auch gut. Das muß man dann aber nicht taijiquan nennen ( das hatten wir schon) .

Wenn der Schüler was kauft , dann möchte er das was draufsteht. Also nicht taijiquan auf eine leere Tüte schreiben, oder auf eine Tüte wo etwas anderes drinn ist .



LG

Geändert von Takito (07-03-2010 um 13:13 Uhr).
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #49  
Alt 07-03-2010, 13:50
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: 打功夫
 
Registrierungsdatum: 01.03.2006
Beiträge: 1.342
Standard

-
__________________
我愛廣府話

Geändert von Freier Geist (16-04-2011 um 21:48 Uhr).
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
  #50  
Alt 07-03-2010, 16:17
Benutzerbild von Fei Long
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Dachfirstfaust
 
Registrierungsdatum: 11.06.2009
Ort: Bochum SAR
Beiträge: 345
Standard

@WingChun77

Es sei Dir gegönnt hier den Provokateur zu spielen und Dich dabei gut zu fühlen.

Trotzdem ist und bleibt es unhaltbare Schwarz-Weiß-Malerei:

1. Auch "nicht Hauptberufler" unterrichten Gruppen und nicht nur einzelne auserwählte Meisterschüler. Demnach dürftest Du nicht zwischen hauptberuflich oder nebenbei unterscheiden sondern nur danach wer wie viele Schüler hat. Deine Argumentation geht als völlig an Deiner Grundaussage vorbei.

2. Zwischen individuellem Einzelunterricht und Massenabfertigung gibt es mal wieder 100te von Zwischenstufen. Man braucht auch keinen Privatkoch um gut zu Essen, es gibt Restaurants mit 10, 20 oder 30 Tischen wo hervorragendes Essen serviert wird (und das hängt auch längst nicht nur mit dem Preis zusammen), wären man in anderen grottenschlechten Fraß vorgesetzt bekommt obwohl da nur 5 Tische stehen und davon ist nur einer besetzt.
Und genau so ist ein fähiger Lehrer sicher in der Lage auch bei einer Gruppe von sagen wir 10,20,30 Schülern noch individuelle Korrekturen vorzunehmen und die einzelnen Schüler nach deren Bedürfnissen zu fördern und insg. einen qualitativ hochwertigen Unterricht zu bieten, während schlechte Lehrer auch mit einem Schüler schon überfordert wären.

Falsch ist hier der Gedankenansatz daß man alles bis ins letzte vorgekaut bekommen muß, nach dem Motto "wenn mein Trainer sich nicht 90 Min. nur um mich kümmert ist alles andere verlorenen Zeit". Dabei geht es bei Training primär ums selber lernen. Natürlich nach korrekten Anweisungen und mit Korrekturen, aber die braucht man nicht 90 Min. am Stück.
Wenn eine Übung die gut erklärt wurde über sagen wir 20 Min. durchgezogen wird, dann muß das vom Schüler auch einfach erst mal gemacht werden, das ist auch "Feißarbeit", da muß der Schüler auch selber seinen Weg finden und entdecken was wie warum funktioniert, das erklärt der eigenen Körper besser als jeder Lehrer es kann.
Da hat ein Lehrer dann genug Zeit sich alle Leute anzusehen und zwischendurch individuell was zu korrigieren, den Schüler den richtigen Weg zu weisen. Aber die "Arbeit" an sich muß der Schüler machen.

3. Wie hoch ist denn die Zahl derer die wirklich ein Level haben daß eine echte "indoor student"-Förderung verlangt, damit da hinterher ein neuer Meister raus kommt? Selbst unter denen die KK nicht nur als "ein bisschen Sport oder Gymnastik nebenbei" betrachten? Selbst die die wirklich Interessiert sind und mit Eifer dabei haben oft gar nicht die Möglichkeit sich ihrer KK so zu widmen daß sie einen Lehrer alleine "auslasten" würden, denn es gibt nun mal auch noch so profane Zwänge wie Arbeit, Familien etc., und auch solche Leute brauchen erst mal jahrelange Basisarbeit.
Und ich denke es verstehen gerade die die wirklich weiter kommen wollen noch eher als die "wir machen es nur nebenbei"-Fraktion, das es eben auch vom eigenen Einsatz abhängt wie weit ich komme, und nicht davon ob ich im Training jetzt nur 5 Min. exclusive (!) Aufmerksamkeit meines Lehrers erhalte statt die vollen 90 Min.
5 min. fachlich fundierte individuelle (!) Erklärungen und Korrekturen pro Unterrichtseinheit sollten auch fortgeschrittenen Schülern für die Trainingseinheit mehr als genügend Input geben um an sich selber weiter zu arbeiten, Fehler zu korrigieren, Schwächen zu verringern etc.

Aber noch mal, das alles hat primär nix mit "hauptberuflich" oder "nebenbei" zu tun, sondern das ist eine Frage der Anzahl der Schüler, daß ist eine Frage der Qualität des Lehrers, und es ist nicht zuletzt auch eine Frage was die Schüler selber wollen und bereit sind selber reinzustecken (hier jetzt bezogen auf Arbeit, nicht auf Geld).
__________________
"Der Chen Stil geht auf das Jahr 1928 zurück und entstand in Peking." (Produktbeschreibung "Tai-Chi Chen Yi Lu - Formen und kriegerische Anwendungen")
fei long guo jiang - enter the fat dragon
Google Bookmark this Post!
Mit Zitat antworten
Antwort


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
Medien zu Taijiquan Xuésheng Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 1 12-04-2006 12:44
Der Ursprung des Taijiquan mietheman Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 11 08-04-2006 19:50
Wissensbereich Taijiquan Dao Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 30 04-11-2004 23:40
Wu Taijiquan cdobe Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 32 14-04-2004 14:02
Taijiquan - Einführungswochenende WuDao Termine & Infos, Lehrgänge, Seminare, Turniere 0 26-01-2004 00:21



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:05 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0 ©2009, Crawlability, Inc.