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#1
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| hallo zusammen, ich möchte hier ein forum erstellen, das sich gezielt auf bruchlose bewegung konzentriert. also die bewegungen, die wir im normalfall eben nicht tun. nicht das kontrahieren von muskeln zwecks der selbstbestätigung qua innerem widerstand, sondern mühelose ganzkörperbewegungen. angesprochen sind vor allem jene, denen die namen humbaraci, barthel, kanzmeier, uyeshiba nicht unbekannt sind. wie übt ihr ungebrochene bewegungen? tipps, tricks und problemfelder können besprochen werden. ich gebe mal den rat, gegenstände im alltag nicht unnötig fest zu greifen. also den angeborenen affengriff (oder babygriff) sanfter zu machen und gegebenfalls alternative haltemethoden zu suchen (z.b. einkaufskorbhaltegriff auf der zeigefingerseite auflegen). es würde mich sehr freuen, wenn ich eure erfahrungen hier kundgeben würdet. Geändert von vakuum (24-09-2007 um 00:15 Uhr). |
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#2
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| Erklär doch bitte erstmal denn Sinn und Zweck von diesen Bewegungen. HuLong |
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#3
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#4
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| mir ist nicht klar, was genau diese "bruchlosen bewegungen" sein sollen, kannst du das näher erläutern ? und warum benutzt du nicht "fließende bewegungen" ?
__________________ "Umgekehrt gilt (auch): Ihre Körperhaltung beeinflusst das Denken." Eric Franklin |
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#5
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| bruchlose bewegung ist kohärente bewegung, d.h. der anfangsimpuls (z.b. von den füssen) stösst im innern des körpers auch keinerlei widerstand und entfaltet sich ungebremst am ende der geführten richtung (z.b. solar plexus des gegners). zweck dieser bewegung ist, dass es keine abwehr dagegen gibt, dass das masse-gegen-masse-prinzip keine chance mehr hat. das alter, das körpergewicht, die grösse und die muskelausmasse spielen dabei keine rolle mehr. auch zweck ist, dass man beginnt sämtliche bewegungen bruchfreier zu organisieren. das hat zur folge, dass weniger innere reibung und folglich weniger abriebmasse im körper entsteht, die verantwortlich ist für verschiedenste krankheiten. kurz und gut: bruchlose bewegung ist effiziente bewegung oder das, was die chinesen chi-gefüllte bewegung nennen würden. wer taiji kennt, kann mal in seinem stil die 'knie-streifen'-übung sehr langsam machen und dabei die hintere hand auf den hinteren oberschenkel legen. am besten macht man es in kurzen hosen, also so, dass bein- und handhaut kontakieren. man wird feststellen, gewisse muskeln im oberschenkel zucken, ruckeln bei der verrichtung der arbeit. dies sind brüche in der bewegung, die zustande kommen, weil der muskel bereits überfordert ist, und die einzelnen zellgruppierungen panikartig gegeneinanderschlagen. es braucht nicht viel fantasie um selber partnerübungen zu erfinden, die zeigen, dass eine bewegung gegen den gegner dann wirksamer ist, wenn weniger solcher brüche stattfinden. am anfang ist es gut alles sehr langsam zu trainieren und erst allmählich das tempo zu steigern. wichtig ist auch, dass man ruhig ist. hat man ängste, psychische probleme, stress etc., so kann ein kurzes austoben, ausschütteln manchmal als vorübung gelten. ich behaupte, dass man innere und äussere kampfkünste durchaus trennen kann, indem man die inneren als solche der angestrebten bruchlosigkeit definiert. die sogenannte vier-unzen-regel meint, dass keine kräfte aufgewendet werden, die das heben eines gegenstandes vom gewicht von vier unzen (=500gramm) überschreiten. innere kampfkünste überschreiten dieses level nicht. das wird leider in inneren kampfschulen meistens missachtet, und so die chance im vornherein vertan. |
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#6
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| Die "4-Unzen-Regel" so ausgelegt ist SCHWACHSINN. NATÜRLICH werden, wo man GROSSEN DRUCK ausübt auch grössere Kräfte ausgeübt. Gemeint ist daß man zum FÜHREN von Leuten keine 5 Tonnen benötigt, es reicht mit ein paar Unzen die Bewegungen zu leiten und in eine andere Richtung zu leiten. Ich kann auf den Tod nicht leiden wenn Leute ihre Propaganda so sehr in sich doktriniert haben daß ihre eigene Wahrnehmung irgendwie keine Rolle mehr spielt. 4 Unzen mit Qualität X ausgeübt, und schon fällt der 150-Kilo-Mann tot um. 4 Unzen sind ungefähr 120 Gramm, also nicht nichts. Wenn man eine Tafel Schokolade mit den Fingerspitzen hält, merkt man ungefähr mit welchem Druck man zieht, und das ist das was man mit dem "Seidenwickeln" meint. Die Seidenfäden muß man auch mit einem kleinen, konstanten Zug aufrollen. Solche kleinen Kräfte, sogar geringere, reichen völlig um Leute durch die Gegend zu bewegen, stolpern zu lassen, aufzurichten, usw, usw. Man kann mit solch geringen Kräften aber keine explosionsartige Wirkung im Körper erzielen, etwas wofür sogenannte Fajins (da war doch mal was ... damals ... in inneren Stilen) bekannt sind. Man kann sich zwar solange dahin "erziehen" daß man die Kraft die eigentlich in solchen Schlägen steckt wegdiskutiert und nicht mehr "wahrnimmt". Tatsächlich steckt da aber ein Pfund hinter, auch wenn man nicht ewig ausholt und unheimlich Strecke zurücklegt. Wer mir ernsthaft erklären will da wären nur 120 Gramm am Werk, sonst ist es FALSCH!!!, den nehme ich nicht mehr ernst. Wenn ein Ball von einem Fajin beschleunigt tatsächlich erheblich fester aufs Tor zufliegt, dann sind da REIN PHYSIKALISCHE Kräfte am Werk, die den Ball mit einer bekannten Masse mit einer deutlich über 120 Gramm liegenden Kraft beschleunigen, sonst würde der nämlich nur ein bischen aufs Tor zu rollen, er würde nicht mal bis zum Tor in der Luft bleiben. Möge die Macht auch mit denen sein die sich künstlich tausendfünfhundert Regeln und Beschränkungen auferlegen, um WAHRE "innere" Macht zu bekommen. Physik ist der Teufel! Noch was: Wer sich mal von diesen irrwitzigen Definitionskackereien gewisser Provenienz frei machen will, der belege mal einen X-beliebigen Kurs bei einem Zhu Tiancai, Chen Xiaowang, oder ähnlichen Koryphäen, und erzähle denen mal davon daß ein RICHTIGER (mit) innerer (Kraft geführter) Schlag keine 120 Gramm (oder von mir aus auch 500) übersteigt. Ich glaube man wird die richtige Antwort bekommen. Und dann kann man sich auch mal gleich erklären lassen was mit den 4 Unzen gemeint ist, von Leuten die damit aufgewachsen sind, und es nicht vom Mann im Mond erzählt bekommen haben. Leute, hört endlich mal damit auf, eure Kraft mit so einem Scheiß zu begrenzen, hinter richtigen Fajin steckt ENORM Kraft, auch wenn die STRECKE nicht lang ist (außer bei langem Jin, darum heisst es auch so, aber da explodiert auch nichts). Und solange man sich selbst ankackt wenn man mehr Kraft entwickelt, aus dem Instinkt, wird man auch solche echten Fajins nicht erleben. Es ist kein Akt der Vernunft sich ein Bein abzuschneiden weil man sich einreden will, ein wahrer Meister kann auch auf einem Bein stehen. Geändert von Klaus (14-09-2005 um 23:47 Uhr). |
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#7
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| zuerst eine einräumung: eine unze gilt etwa 30g, vier also 120g, ich habe das ohne böse absicht tatsächlich falsch geschrieben und danke für die korrektur (auch wenn sie mit einer emotionalen masse von weit über vier unzen verfasst wurde...) kraft = masse x beschleunigung. viel kraft ist also möglichst viel masse und möglichst viel beschleunigung zusammen. wer auf kraft aus ist, müsste logischerweise möglichst viele schwere und reaktionschnelle muskeln aufbauen. dass traditionell innere kampfkünstler das aber nicht oder nur in geringem masse tun, muss seinen grund haben oder aber man ist der ansicht, alles 'innere' sei sowieso humbug. ganz ohne kraft geht es vorerst nicht, beim anheben der arme muss ihr gewicht gehoben werden. man kann das so tun, dass sich das subjektive gefühl einstellt, man verichte nicht mehr arbeit als beim heben einer tafel schokolode. wieviel kraft aufgewendet werden muss, ist zentral abhängig von der gesamten körperstatik. dass es nicht bloss ein subjektives gefühl bleibt, zeigt sich, wenn man z.b. bei einer sehr langen taiji-form keinerlei müdigkeit, schmerzen und wackeln mehr feststellt. insofern habe ich die vier-unzen-regel aus dem traditionellen zusammenhang gerissen, um sie an einen ort heranzuführen, wo sie vielleicht sogar von mehr nutzen sein könnte. mit bruchloser bewegung ist lediglich ein terminus eingeführt, der den vagen chi-begriff ersetzen möchte, keine wahrheit. ich wollte kein forum eröffnen mit dem titel, 'was macht ihr für chi-erfahrungen'. es kommt darauf an, was mit der sprache angefangen wird, nicht ob sie sich auf objektiviät, naturgesetze oder koryphäen abstützt. dieses abstützen kann sonst zum fallen werden, wenn sich diese grundlagen verschieben. diese gefahr gilt auch für den zweiten abschnitt dieses textes... also zurück zum thema: kann jemand etwas positiveres als die vorherige antwort mit dem begriff 'bruchlose bewegung' anfangen? Geändert von vakuum (15-09-2005 um 01:51 Uhr). |
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#8
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| Zitat:
1.) Man kann innere und äußere Stile natürlich unterscheiden, es ist aber äußerst schwierig eine eindeutige und für alle Stile angemessene Trennlinie zu finden. Als groben Leitrahmen kann man die "sechs Harmonien" heranziehen, die als Konzept jedoch so offen sind, dass im Grunde beinahe alle Bewegungen, Techniken und damit auch Stile diesen Bedingungen angepasst werden können, ohne dass andere wesentliche Charakteristika (z.B. Geschwindigkeit, Anwendungsideen etc.) geändert werden müssten. Außerdem ist die wahre Beherrschung der sechs Harmonien letztendlich eine geistige Angelegenheit und weniger eine Sache der Bewegungsreglementierung, d.h. äußere Abweichungen von äußeren Konzepten der sechs Harmonien (also insbesondere der drei äußeren Harmonien) kann durch die geistige Bewußtheit beim Ausüben der Bewegungen kompensiert werden, damit werden diese Abweichungen zu Scheinabweichungen. Es gibt letztendlich nur wenige Bewegungen, die sich einer einigermaßen weitgefassten Konkretisierung der sechs Harmonien dauerhaft widersetzen (irgendwelches total verkrampftes Zeug), und die dürften in chinesichen inneren wie äußeren Kampfkünsten ohnehin nicht vorkommen. Wirklich rein äußere Kampfkünste wären also nur solche Stile, in denen die Praktiker eine Anpassung an ein weitgefasstes Konzept der sechs Harmonien als grundsätzliche Einstellung ablehnen, auch wenn es möglich wäre, die Bewegungen damit zu verfeinern oder mit der geistigen Haltung zu kombionieren. Überspitzt gesagt, von der Disharmonie und dem Low-Level überzeugt. In vielen äußeren (chinesischen) Stilen kann man, finde ich, erkennen, dass die Bewegungen häufig zu schwierig sind, d.h. zu viel schnelles Schnickschnack mit den Armen, und komplizierte Beinarbeit aufweisen, um die Sechs Harmonie so einfach realisieren zu können wie z.B. beim Taiji. Aber auch dabei kann man meistens eine ca. 80%-Umsetzung der sechs Harmonien erkennen, die von Spitzenpraktikern auch auf nahezu 100% verbessert werden kann. Es gibt Stile, in denen eine deutlich erkennbare Basis innerhalb der sechs Harmonien zu erkennen ist, und diese auch gründlich geübt und von guten Praktikern auch realisiert wird. Manche Bewegungen, Techniken oder Anwendungsideen können jedoch dann bewußt diesen Rahmen sprengen, damit die sechs Harmonien nicht zu einen einengenden Korsett werden, und der Praktiker in seinem Handeln wirklich frei ist (Man denke z.B. an Betrunkenen-Stile, bei denen sich der Praktiker zu allen Seiten lehnt, und scheinbar aus dem Gleichgewicht gerät.) Aufgrund dieser bewußten Brüche kann man den Praktikern nicht unterstellen, dass sie von den sechs Harmonien keine Ahnung hätten oder das Stilkonzept oberflächlicher wäre als z.B. von Taiji, wo die sechs Harmonien in äußerst streng gefaßtem Sinne verstanden werden. 2.) Solche Grenzfestsetzungen wie z.B. bestimmte Grade der Muskelanspannung (z.B. auf keinen Fall mehr als gefühlte 30% oder 50%, sonst wäre es äußerlich) oder Aufwendung physikalischer Kräfte (nicht mehr als 4 Unzen) sind natürlich als Definition möglich, aber willkürlich und kaum ein Stil bewegt sich in diesem Rahmen. Als innere Stile ausgeschlossen werden müßten dann z.B. Xingyiquan, beinahe sämtliche Bagua-Stile, beinahe alle Taiji-Stile (auch z.B. Praktiker wie Chen Xiaowang wären dann äußere KKler), während nur bestimmte Interpretationen mancher Taiji-Stile "wirklich" innerlich sein würden. Es handelt sich dabei aber meiner Einschätzung nach um eine Taiji- bzw. Neijia-Philosophie, die als sehr überspitztes Konzept erst recht spät entstanden ist, und die ursprüngliche historisch vorhanden Ideen und Forschungsergebnisse der Praktiker nicht repräsentieren dürfte. Dabei können einseits (zu) viele Gesundheitsideen mit eingeflossen sein, und andererseits auch "Angeberfähigkeiten" eine Rolle gespielt haben, indem Leute beim Demonstrieren ihrer Fähigkeiten die Bedeutung ihrer wahren Kräfte versteckt und heruntergespielt haben (kommt immer noch sehr häufig vor! ), oder verhindern wollten, dass ihre Schüler gut werden, indem die Schüler nur superentspannte Bewegungen üben, aber keine Power aufbauen. 3.) Übungen, in denen tatsächlich bestimmte Muskelanspannungen (z.B. gefühlte 30%) oder physikalische Kräfte (z.B. 4 Unzen) nicht überschritten werden sollten, können sinnvoll sein, eine wirklich effektive KK läßt sich darauf nicht aufbauen. 4.) Die nähere Betrachtung der meisten inneren KK unter der Perspektive eines (in angemessenem Maße) weitergefaßten Verständnisses der sechs Harmonien (also nicht immer alles 100% wie Yang-Taiji o.ä.) läßt darauf schließen, dass die wichtigsten Faktoren bei der Entwicklung der inneren Stile das Ziel der Erzeugung von MEHR (physikalischer) Kraft auf besonders effektive Art und Weise war, nicht die Kraftvermeidung auf Deubel komm raus. MEHR Kraft läßt sich erzeugen dadurch, (a) dass der Muskelapparat nicht durch unnötige Anspannungen blockiert ist, (b) dass der Muskeltonus praktisch ohne Widerstand und 100% an die Bewegung angepaßt erhöht und gesenkt werden kann, und (c) dass die gesamte Haltungsstruktur und der gesamte Muskelapparat, insbesondere die Rumpfmuskulatur für die Krafterzeugung eingesetzt werden kann.
__________________ "Ein paar Irre mehr im Universum - das merkt doch keiner" (Bernd das Brot) |
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#9
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| Zitat:
Das sind unvermeidbare Aktivitäten des Muskels, die nichts mit Neijia oder Brüchen bei der Bewegung zu tun haben. Wenn man solche Ereignisse spürt, merkt man im Grunde, dass etwas passiert, und sich ein Trainingseffekt einstellen kann (wenn man alles richtig macht). Wenn man das alles vermeidet, so weit es physiognomisch überhaupt geht, dann übt man nur die feinsinnige Ausrichtung der Körperstruktur, man baut aber keine innere Kraft auf. Auch die perfekteste Körperstruktur kann ggf. nur ein Kartenhaus im Wind sein.
__________________ "Ein paar Irre mehr im Universum - das merkt doch keiner" (Bernd das Brot) |
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#10
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| Jede chinesische Kampfkunst arbeitet mit weichen und sanften Bewegungen, dass man diese "bruchlos" nennt, ist mir neu oder scheint ein neuer Werbegag zu sein. Schließe mich Klaus völlig an. |
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#11
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| Zitat:
Zu allen Anderen Man könnte vortrefflich darüber diskutieren, ob Stile, die auf äusseren Techniken beruhen oder technisch interpretiert werden überhaupt von der Idee her zu den inneren Stilen gehören. Um Lei Tung |
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#12
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| Zitat:
Zitat:
die bewegungen können also auch hart und eckig sein ?Zitat:
__________________ "Umgekehrt gilt (auch): Ihre Körperhaltung beeinflusst das Denken." Eric Franklin |
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#13
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| [quote=vakuum]hallo zusammen, ich möchte hier ein forum erstellen, das sich gezielt auf bruchlose bewegung konzentriert. also die bewegungen, die wir im normalfall eben nicht tun. nicht das kontrahieren von muskeln zwecks der selbstbestätigung qua innerem widerstand, sondern mühelose ganzkörperbewegungen. angesprochen sind vor allem jene, denen die namen humbaraci, barthel, kanzmeier, cheuk fung, shi delon, uyeshiba nicht unbekannt sind. wie übt ihr ungebrochene bewegungen? tipps, tricks und problemfelder können besprochen werden. QUOTE] Hallo vakuum, auch wenn Du mich nicht direkt angesprochen hättest, würde ich mich an dieser Diskussion beteiligen, da ich mich genau damit beschäftige! Ich habe bei H.Barthel gelernt, wie es möglich ist an der eigenen ungebrochenen Bewegung zu arbeiten, sprich sie zu Erforschen. Aus meiner nun fast 30 jährigen persönlichen Forschung an dieser unglaublich effizienten, intelligenten und befreienden Bewegungsforschung, bin ich für mich zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Zum Ersten habe ich durch diese Forschung persönlich einen gewaltigen Entwicklungssprung vollzogen, der schon allein von meiner Herkunft her, fast unmöglich ist. Zum Zweiten, hat dieser Entwicklungssprung, da ich ihn seit kurzer Zeit nach Außen bringe, in der Absicht jeden, der es will, an diesem Wissen und dieser Forschungsarbeit teilhaben zu lassen, schon einiges in der KK-Welt in Aufruhr (Bewegung) gebracht. Das kann man teilweise hier im Board, oder auch im emptyflower froum nachlesen. Auch habe ich schon an verschiedensten Gelegenheiten meine Art der Bewegung verkündet, siehe das Interview das in der www.Kung-fu-schule-berlin.de erschienen ist. Nun fragts Du, vakuum, wie man solche ungebrochenen Bewegungen übt! Am einfachsten ist es, wenn man die Sache von der anderen Seite angeht, das hilft dem besserem Verständniss. Darum verdeutliche ich immer als erstes auf meinen Seminaren und auch bei anderen Gelegenheiten, was es nicht sein kann, oder was ich mich bemühe nicht zu machen. Eine ungebrochene Bewegung kann nicht so enstehen, das man sich von dem Boden abdrückt, das man sich mit Körper oder Extrementen aus Schwung heraus bewegt, sprich schlägt. Das man mit Hebeln oder umlastenden Körpergewichten arbeit, egal ob im Kampf, bei der Partnerarbeit oder für sich alleine. Allein dies beinhaltet schon so viele Aspekte, das einem spätestens hier deutlich werden muß, das, um sich wirklich damit zu beschäftigen, eine völlig andere Denkweise von nöten ist. Eine Denkweise, die sich Gleicherweise ungebrochen Bewegt. Die also sich nicht mit Widerständen (Druck) aufhält, sondern, diese in sich selber löst um frei an der Sache zu arbeiten. Es kann also nicht ums Besser sein gehen, sondern nur ums lernen. Reitet man aber auf vermeintlichen Wahrheiten herum, bleibt einem dieser in alle Richtungen befreihende Weg bis dahin verschlossen, bis man sich davon löst. Sich von etwas zu lösen, beutet nicht, das man sich von dem Trennen muß, was man jahre lang verfolgt oder praktiziert hat. Nein, man kann sich in seinem gelerntem, genau mit diesem Thema beschäftigen. Denn es geht ja um Bewegung und um nichts anderes. Viele Grüße, Torsten
__________________ Es ist gut der Bessere zu sein, doch es ist besser zu lernen. HB www.inneres-boxen.com Geändert von Galaxy (16-09-2005 um 15:27 Uhr). |
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#14
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| Zitat:
Ich halte das für genauso willkürlich wie die Sache mit der möglichst totalen Vermeidung jeglicher Muskelkraft oder physikalischen Kraftwirkung. Innerhalb der sechs Harmonien ist es auf tausenderlei Art möglich, Techniken zu lernen und anzuwenden. Es gibt natürlich graduelle Unterschiede von KK-Fähigkeiten, die sich mehr an spontanem Verhalten gemäß der Prinzipien orientieren oder an technischen Ideen, aber es gibt auch einen sehr breiten Bereich, wo beide Ansätze zwei Seiten derselben Münze sind. Man kann erst eine Technik lernen und dann lernen, sie spontan im Rahmen der Prinzipien einzusetzen. Sehr viele Möglichkeiten kann man nur sehr mühsam und langwierig durch reines Spielen und Ausprobieren erlernen, oft ist es viel effektiver, ein paar technische Rahmenbedingungen zu erlernen, wie man z.B. bestimmte Griffe, Hebel, Würfe oder auch Schlagtechniken ansetzt, damit sie effektiv werden, und bei der Umsetzung der Prinzipien geht das später dann ganz easy, ohne dass es irgendwie dem Prinzipienansatz widersprechen würde. Ein großes Problem bei dieser Art von Denken ("technisch gleich äußerlich") besteht darin, dass dann Kampfkunststile, die vom Gesamtkonzept her sehr typisch innerlich sind, indem sie die sechs Harmonien als Leitkonzept haben, aber dennoch viele technische Ideen beinhalten, sehr schnell als gänzlich "äußerlich" abqualifiziert werden, so als hätten sie überhaupt keine Merkmale der inneren KK, nur weil sie einem äußerst eng gefaßten Konzept bezüglich innerer Stile in einem oder nur wenigen Punkten widersprechen. Nur wenn jemand weiß und übt, wo genau er seinen Gegner greifen und seine Füße hinsetzen kann, damit der Wurf funktioniert, ist noch lange nicht alles, was derjenige macht, totales "Waijia". In diesem Sinne wird das "Neijia" leider sehr häufig kultiviert.
__________________ "Ein paar Irre mehr im Universum - das merkt doch keiner" (Bernd das Brot) Geändert von nagual (15-09-2005 um 09:49 Uhr). |
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#15
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| @ Umleitung: Wow, machst du Shaolin Kung Fu? Wohl nicht, denn ich sage Dir, Shaolin Quan ist sehr wohl auch eine innere Kampfkunst... |
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