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#1
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| Nachdem ich seit ca. 16 Monaten Yang-Stil trainiere, hatte ich gestern das Vergnügen das erste Mal Chen Stil trainieren zu dürfen. Ich bin BEEINDRUCKT! Push Hands: Das Push-Hands war sowas von Diszipliniert und weich - unglaublich! Zhang Zhuang: Die Stehende Säule fand ich ungemein besser, ich wurde im Millimeter Bereich ausgerichtet. Kopf, Schultern zu Hüfte, Hüfte in Position.... Sinken Die Armhaltung fand ich besonders gut. Die Arme so tief halten (auf Bauchhöhe anstatt in Kopfhöhe) ist halt viel entspannter wie im Yang-Stil die 8 Positionen abgehen. Nachdem ich von dem Trainer ausgerichet wurde konnte ich viel mehr deutlicher "fühlen" wie bisher. Ich fand mich für Momente wirklich felsenfest ausgerichtet und konnte für einen Moment wirklich "was fließen fühlen" besonders in den Armen. Die Systematik mit der die Säule erklärt wurde war auch die beste und offensichtlich feinst ausgearbeitete, die mir bisher zuteil wurde. Mir ist dank dieser detailierten Beschreibung jetzt viel klarer worauf es ankommt. Reeling Silk: Endlich hatte ich mal Gelegenheit diese sehr bekannte Übungsserie kennen zu lernen. - Beindruckend! - Die Bewegungsfolge die ich übte war sehr einfach (eigentlich! - äußerlich) aber ich konnte wohl realisieren wie tief sie geht. --> Fazit: Ich werde wechseln Das ist für mich gar kein spontaner Entschluß, wie man jetzt vermuten könnte. Es ist vielmehr so, daß ich schon seit geraumer Zeit daran dachte mir mal den Chen-Stil anzuschaun, weil ich ihn einfach interessant finde. Was ist für mich entscheidend: ERSTENS: A. Die Qualität der Lehre(r)!!! Ich fand den Lehrer hervorragend! Besser wie jeden, der mich bisher im Yangstil korrigiert hat. Ich war in London auf einem Seminar, direkt bei einem Meisterschüler von Ip Tai Tak, (John Ding) in Düsseldorf auf einem Seminar und hab in Karlsruhe in 3 Yangschulen mir mal die Lehrer angeschaut und mit ihnen trainiert. Auf diesen Lehrgängen waren viele "Lehrer" anwesend mit dennen ich gemeinsam übte. <<--- Eine so feinfühlige Korrektur wie ich sie gestern erfahren habe, habe ich selbst von den Vorzeigelehrern in London nicht bekommen! (Eins sei angemerkt: Da waren wirklich sympathische!! gute und beindruckende dabei!) Schon allein aus diesem Grund bin ich tief beeindruckt! A 2. Das Ausbildungssystem der WCTAG erscheint mir wirklich auf Qualität ausgerichtet. Die Mehrstufigkeit der Ausbildung spricht für sich. Ich kenne das auch aus dem Taekwondo, dort fand ich die Mehrstufigkeit auch schon sehr gut. Übungsleiter, Trainer A (Vereinsebene) - B (Regional/Landesebene) - C (Bundesebene/International) - Diplomtrainer. Das bringt einfach Klarheit ins System und Qualität. Im Yangstil hab ich bis jetzt ein heilloses Durcheinander erlebt. Viel zu wenig Qualität - viel zu viel Geldmacherei. Der Stil an sich: Da ich vorher Vollkontakt-TKD gekämpft habe, fand ich es immer schwer mich im Yangstil völlig zurückzunehmen. Einerseits fand ich das langsame, beschauliche beeindruckend, anderseits fehlte mir einfach das explosive, dynamische. Die Innenschau, die mir Tai Chi ermöglicht möchte ich nicht missen. Es ist etwas neues für mich und fällt mir schwer. Diese Reise nach innnen, die Arbeit an der Struktur - die Konkretheit von Chi und die Arbeit damit. Aber ich finde es falsch, das sich grundsätzlich nur langsam und im Yin-Aspekt bewegt wird. Immer beschaulich, immer langsam, immer gleichfließend. Schließlich heißt es doch TAI JI. TAI JI besteht aus YIN und YANG. Aus schnell und langsam - aus HART und weich. Ich habe im TKD einige Momente erlebt, wo sich der Körper einheitlich und in Verbindung mit dem Geist bewegt hat. Wenn man das mal erlebt hat, will man es immer wieder. "Du denkst an einen Kick und der Kick ist schon auf dem Weg oder im Ziel bevor der Gedanke am Ende ist." "Du Kickst einfach und realisierst erst nach dem Kick, was Du getan hast, und das es das einzig richtige war." "Schrei, Kick, Treffer - Alles EINS - der Gegner schaut nur irriert: War was? - Die Punktetafel belehrt in das was war " Extremes Yang halt.Im Chen-Stil kann man beides haben, das gefällt mir! Was sind Eurer Erfahrung? Gibt es hier Leute die von Yang zu Chen gewechselt haben? Denkt Ihr man kann Yang und Chen nebenher laufen lassen, oder ist das eher kontra-produktiv?
__________________ Es ist so leicht wie es aussieht! ... wenn man das Prinzip verstanden hat ... www.taiji-netzwerk.de Geändert von Zen Frog (26-04-2006 um 10:24 Uhr). |
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#2
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| die prinzipien sind überall dieselben. vielleicht haben dir die 16 monate yang-stil mehr gebracht als du denkst. ich könnte mir fast vorstellen, dass es durchaus sinn macht einmal einen anderen stil anzuschauen, da der andere sachen betont. deine erfahrung klingt für mich so ich würde fast wetten, dass du wenn du jetzt 12 monate chen machst den gleichen effekt hast wenn du dann zum ersten mal wieder yang stil machst. cherubin
__________________ "Umgekehrt gilt (auch): Ihre Körperhaltung beeinflusst das Denken." Eric Franklin |
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#3
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| Hallo Zen Frog! Zitat:
Der Stille
__________________ http://www.taichi-koeln.de |
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#4
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| bei welchem lehrer hast du den chen-stil erleben dürfen? bei jan? ich glaube auch - auch chen xiaowang und jan betonen das immer wieder- das es egal ist, welchen stil man ausübt. es kommt nur auf den eigenen trainingsfleiß und das verständnis des lehrers an...und da - das muss ich zugeben - habe ich selbst bei sehr bekannten persönlichkeiten eher schlechte erfahrungen gemacht...wobei ich nicht weiß, ob da kein vrständnis ist, oder gänzlich der wille fehlt, irgendwas weiter zu geben (gibt aber sicher auch andere!!). willkommen im chen-stil und in der WCTAG |
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#5
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| Zitat:
Zitat:
![]() Du hattest also die arme am unteren Dantien. Dann gibt es noch das mittlere (Brusthöhe) und das obere (über augenhöhe) Zitat:
Aber sich auf einen Stil festlegen ist evtl. sinnvoller.
__________________ Chen Taiji Berlin |
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#6
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| Zitat:
Würde dann Chen im Haupfach und Yang im Nebenfach studieren *grins*
__________________ Es ist so leicht wie es aussieht! ... wenn man das Prinzip verstanden hat ... www.taiji-netzwerk.de |
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#7
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| Zitat:
Zu 85% liegt es wohl am Lehrer. Der Rest ist die Systematik der Lehre. Die Anweisung war nicht nur Können des Lehrers sondern auch systematisch ausgearbeitet, viel detailierter wie ich es bisher kannte. Hier kann ich mich irren, aber ich denke das lag am Taichi-Stil. Im Chen scheint die Säule besser ausgearbeitet zu sein. Also die Lehrtheorie - wie bringe ich es jemandem bei.
__________________ Es ist so leicht wie es aussieht! ... wenn man das Prinzip verstanden hat ... www.taiji-netzwerk.de |
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#8
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| Hi Zen Frog, wie Cherubin sagt, die Prinzipien sind überall dieselbe - oder zumindest sollten sie es sein .In einem bestimmten TaiChi-Stil habe ich erlebt, daß manche Übenden (Schüler und auch Lehrer) sehr fundiert trainiert haben - sensibel, zentriert, geerdet, weich und zugleich mit viel 'Kawumm' jedoch ohne dabei zu verhärten, technisch versiert und zugleich spontan und fliessend, spielerisch und effektiv. Fazit für mich: Da kann ich aber eine Scheibe davon abschneiden, und mich hoffentlich für mein eigenes Training inspirieren lassen. Andere aus dem gleichen Stil waren ziemlich steif, undurchlässig, (oder manchmal auch wabbelig), hatten wenig offensive Kraft (beim Angriff eher verhärtend oder das eigene Gewicht nach vorne schmeissend), hatten Schwierigkeit, von einer Technik zur Nächsten flüssig zu wechseln und haben mich schlicht nicht beeindrückt. Und um welchen Stil ging es? Yang, Chen, Wu, Cheng-Man-Ching, Sun oder einer der wenig bekannteren...? Natürlich um alle Jeder Stil hat bestimmte Schwerpünkte und Herangehensweisen, die am Anfang (sprich in den ersten Jahren) mehr als andere betont werden. Das muß auch sein. Dabei werden andere Sachen zwangsläufig erstmal nicht so stark, oder anders, betont. In Laufe der Zeit sollten alle Teile des "Tai Chi-Kuchens" integriert werden. So wird der Kuchen ja rund Wenn du dich persönlich bei der WCTAG gut aufgehoben fühlst, was ich gut nachvollziehen kann, dann nur zu! Ich habe viel Respekt vor Jan - ein sehr guter Mann. Und ich weiss, er hat auch viel Respekt vor anderen Stile.schöne Grüsse, Giles .
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#9
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| Hallo Zen Frog, mein Hauptstil ist nach wie vor der Yang Stil. Übe auch Chen und den alten Yang Stil. Und ich kann mich den Vorrednern anschließen. Letzendlich ist es eine sehr subjektive Entscheidung welchen Stil man trainiert. Es gibt kein allgemeingültiges das ist besser als das!
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#10
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| Hallo Zen Frog! du darf auch nicht vergessen es gibt einmal Schüler die gut lernen wollen und der Lehrer sieht die Schüler als Geldgeber zum ausbeuten und andersrum gibt es auch Lehrer die gut unterrichten wollen haben aber nur 80 % ige untalentierte Schüler an dem sich der Lehre den Mund fusielig reden und die begreifen überhaupt nichts. Der Stille
__________________ http://www.taichi-koeln.de |
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#11
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| Ich mache Yang-Stil, hatte Chen mal ein paar Monate probiert. War nicht so begeistert, habe schon mal geschwänzt was ich in meiner regulären Schule nie tue. Ich hatte dabei und danach so recht kein Wohlgefühl. Und pushing hands nur für Auserwählte, nicht mal zuschauen war möglich. Zuviel Sport-Aufwärmübungen und sowas im Vorfeld. System? Der Lehrer hat einfach nur die Bewegung vorgemacht. Ist ja ok, aber ich denke, Deine guten Erfahrungen ehren mehr Deinen Lehrer und Deine Schule als den Stil an sich. |
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#12
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| Es gibt nur 2 Tai-Chi-Arten. Gute und schlechte.... ![]() |
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#13
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| Hallo, wenn ich das so lese, scheint es mir, daß es eigentlich nur (85% sind da sicherlich noch zu niedrig gegriffen) auf den Lehrer ankommt. Die Tai Chi - Prinzipien sind immer gleich. Die Formen und Geschwindigkeiten, die Vor- und Zusatzübungen, das Stehen in der Säule oder Chi-Kung 1 - 6, alles muß zueinander passen. Wenn man da einen Lehrer erwischt, der nur mal etwas nachgemacht hat, was er bei seinem Lehrer gesehen hat, da hat man verloren. Die meisten haben nur dem Meister zugeschaut, wie er den Bach vor seiner Haustüre über 5 Steine gehend überschritten hat. Genau das können sie auch anderen Novizen beibringen, diese 5 Steine an diesem Bach. Die gehen immer noch über 5 Steine, auch wenn kein Wasser drin ist. Oder sie suchen die Steine, wenn der Bach zum reißenden Fluß wurde und man lieber auf seiner seite bleibt. Und ganz schwierig wird es, wenn man an einen anderen Bach kommt Auch das Beibringen will gelernt sein. Genauso wie die Form und die Technik. Ich habe mir das Beibringen mal ein Semester von meinem Meister erklären lassen. (Noch bin ich kein Lehrer!) Es ist nicht so schwer, aber man muß es lernen und vor allem: üben. Bis man selbst drauf kommt, dauert schon ziemlich lange. Ein richtig guter Lehrer hat alles nicht nur abgeschaut und verstanden, sondern verinnerlicht. Und so einer wird es gewesen sein, der im ersten Beitrag den positiven Effekt erzeugt hat. Gruß BanYan Geändert von BanYan (03-05-2006 um 14:23 Uhr). |
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#14
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| Hallo, ja die 85% dürften schon ganz gut geschätzt sein? Oder weißt du es ganz genau? Jeder ist Schüler und Lehrer, ganz egal welche Position du beziehst. Ich lerne auch von meinen Schülern, in dem Moment in dem ich als Lehrer unterrichte. Mich nennt dann halt keiner Schüler und ich sage nicht Lehrer zu ihnen.
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#15
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| der bessere stil ist dann wohl der, bei dem man sich wohler fühlt. ob es nun am lehrer, den (gerade) vermittelten inhalten oder dem schöneren park liegt in dem trainiert wird niemand hindert einen zu wechseln. oder auch zurückzuwechseln, wenn man mehr wissen und erfahrung gewonnen hat. da wo du dich wohl fühlst bist du richtig.
__________________ The death of fear is in doing what you fear to do. |
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