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#121
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![]() @Klaus: Mich würde interessieren, welcher Aspekt der Bewegung im Taijiquan für die von Dir beschriebene Ansammlung von Flüssigkeit verantwortlich ist - genügt allein die langsame Ausführung? Entspanntheit? Ein Gefühl von Wiederstand während der Bewegung? |
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#122
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| Gerade beim Taiji sollte jede Bewegung, die man aus dem Zentrum nimmt, diesen Effekt haben. Dafür muss man natürlich erstmal sein Zentrum mit den einfachen Übungen trainieren. Besonders Bewegungsmuster, die eine Verwindung des Körpers erfordern wie Cloud Hands oder Brush Knee Twist Step machen es einem dabei etwas leichter. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#123
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| Zitat:
Trotzdem sind mir Erfahrungen, wie Klaus sie beschreibt, d.h. Gewichtszunahme durch Aufbau von Flüssigkeit etc., völlig fremd, und obwohl ich viele Menschen kenne, die intensiv trainieren, bin ich noch nie auf eine solche Entwicklung gestoßen - dennoch paßt Klaus' Erklärungs-Ansatz für mich hervorragend ins Bild! Meine Frage lautet daher, simpel ausgedrückt: "Was macht er, was ICH nicht mache?" Oder besser: Was sind die wesentlichen Elemente, die eine solche Entwicklung bewirken? |
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#124
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| Ich denke es ist jede Stimulation, die dafür sorgt daß sich der Körper erinnert sowas zu haben, und es vermehrt benutzt. Das extrem langsame Bewegen (am Anfang, später reicht so langsam daß man das Kribbeln bekommt) ist nur eine mehr oder weniger sichere Methode. Vorstellen muß man sich nichts bei sowas. Das geht auch, aber nur falls man es schon kennt, und sich das richtige mit dem Gedächtnis erzeugt. |
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#125
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| Marcel, Es ist in der Tat so, dass die stärkere Sekretion von Flüssigkeiten fast ausschliesslich durch extrem langsame Bewegungen geschieht. Das Ausbilden des Dan Tiens kann man durch SEHR SEHR langsame Bewegungen "zentrierter" Art trainieren. Z.b. beide Arme ausstrecken, und innerhalb von, sagen wir, 3 Minuten den Rumpf bei gleicher bzw leicht mitgehender Hüftposition um ca 90 Grad wenden. Die Silk-Reeling Übungen aus dem Taiji oder die Serving Tea Übungen aus Bagua sind sehr weit entwickelte Übungsysteme dafür. Klaus hat öfters eine weitere spezielle Übung dafür gepostet (suche: Senkong ) Ich have sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Leuten beizubringen, ihre offene Hand innerhalb von 4-5 Minuten vollständig zu schliessen, da merkt man diese Effekte sehr deutlich und auch, wie langsam man sein MUSS. Für die Langform solltest Du Dir mal 2 Stunden Zeit lassen. Vorher und danach etwas Qi Gong. Es braucht ein bischen, bis man das Gefühl dafür hat... aber das ist ein "Eye Opener". Du wirst danach Wasser saufen wie ein Kamel, das ist gewiss ![]() Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#126
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| Kann Thomas hier nur beipflichten, die Effekte, die durch extrem langsame Bewegungen wie z.B. eine Faust in 5 Minuten machen, oder durch langsame Ganzkörperübungen wie die Senkong-Übung entstehen, sind nix esoterisches, sondern deutlich fühlbar und auch vom Effekt her problemlos darstellbar. Wir haben bei unserem Training mal statt zu fechten, ein wenig internes Training unter Anleitung von Thomas gemacht, *alle* haben die Wirkung gespürt und einige hatten nach der Übung z.T. signifikante Kraftzuwächse. Der Vergleich beim Schlag auf eine Pratze: Vorher - *thunk*, nachher - *BOOM*. Ich bin von den langsamen Übungen zur Strukturverbesserung und Kraftaufbau jedenfalls restlos überzeugt.
__________________ Es wird zuviel erzählt von zu wenig Erlebtem |
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#127
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| wenn ich meien hand Superlangsahm schliesse dann bewegen sich die finger aber eher wie bei na eingerosteten Roboterhand ;-) alle par sekundne ein stück dann kurz nicht adnn wieder ein stück ;-) Wenn ich es so schnell mache das es flüssig geht sind das aber keine 4min mehr ;-)
__________________ Chen Taiji Berlin |
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#128
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| Ryo... Die "Roboterhand" ist nach einiger Übungszeit verschwunden. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#129
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| WIE langsam das sein muss, wollte ich schon lange mal fragen. Das es so langsam sein sollte, überrascht mich jetzt schon. Ich dachte, z.B. für eine Kniebeuge so 5 - 10 Sekunden. Die Seidenübungen aus dem Chenstil haben wir im Training nie so langsam gemacht. HuLong |
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#130
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| Das Problem ist daß man im Training nicht unbegrenzt Zeit hat, also wird alles in Lehrgeschwindigkeit gezeigt, bzw. der Geschwindigkeit die reicht wenn man erstmal den ANFANG gemacht hat. Und das bekannte Kribbeln permanent und stark auftritt. Diesen Zustand erreicht man anfangs aber nur, wenn man es extrem langsam macht. Wenn das erstmal sofort kommt wenn man sich nur anfängt langsam zu bewegen, kann man auch so schnell, daß das Gefühl noch bleibt, also mittel. Bei mir reicht das inzwischen, ich brauche mich oft nur hinzustellen, und das Gefühl kommt. Oder es kommt auch beim Arbeiten von alleine. Am Anfang solltest Du mal für einige Wochen, und später immer mal wieder, über Monate, so langsam machen wie Du kannst. Ob Kniebeugen nun unbedingt das Richtige sind, sehe ich nicht so richtig. Im Chen-Stil gibt es nur wirklich genug Übungen die auf die Beine gehen. |
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#131
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| Natürlich! Die Kniebeugen waren nur als Standard gedacht, da sich jeder was darunter vorstzellen kann. Wenn man eine normale Kniebeuge aus der Gymnastik macht dauert die, bis man wieder oben ist, so 2-3 Sekunden. Wenn man diese jetzt ala Neijia machen würde, würde sie wie lange dauern? Ich will die Kniebeugen nicht machen, aber dann weiss ich, wie langsam die anderen Bewegungen (z.B. Seidenübungen) sein müssen. Vielleicht kann das mal jemand testen und sagen wieviel Sekunden z.B. eine Kniebeuge dauern müsste. HuLong |
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#132
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| Zitat:
Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#133
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| mal eine frage, ich hoffe das gefühl kennt auch jemand, bzw. es wird verständlich was ich erzähle: am einfachsten ist es wenn man entspannt liegt: wenn ich mich auf ein körperteil konzentriere und versuche ihn überhaupt nicht mehr anzuspannen, also jede kontrolle darüber aufgebe (was eigentlich widersprüchlich ist), dann kribbelt es dort, die erfahrung habe ich als kind gemacht udn fand es schlicht lustig, weil es ein witziges gefühl war. aber seitdem ich hier über dieses chi-topics gestolpert bin habe ich wieder darüber nachgedacht, insbesondere bei dem einen beispiel aus der kindheit, wo die arme "von allein" nach oben gehen - kurz: das funktioniert bei mir immer noch wenn ich liege so ziemlich überall. es ist ein sehr ungewöhnliches gefühl, nicht direkt unangenehm, sondern eher "lustig" und mir ist wieder eingefallen, dass ich statt "schäfchen" zählen, so öfter als kind mir beim einschlafen geholfen hab. die geschichte kommt mir ziemlich albern vor, aber selbst wenn ich micht damit komplett lächerlich mache, bleib ich hier ja anonym ![]() hat dieses kribbeln etwas mit den chi-erfahrungen zu tun oder schlafen mir einfach nur die beine ein wenn ich dieses entspannungsdenken mache? ![]() vielleicht kennt ja wer was ähnliches ? mir ist zumindest aufgefallen, dass ich diese gefühl auch während der tai-chi-formen ab und zu an diversen stellen erzeugen kann, zwar nicht immer überall, aber zumindest meist im bauch, was ich prinzipiell als ein gutes zeichen nehme. vielleicht sollt ich meinen tai-chi-ausführungen dann auch den Namen "eingeschlafener fuß Stil" geben ![]() sorry, so ganz ernst kann ich dabei nicht bleiben, aber das bin ich auch nur bei wenigen dingen. was ich hier geschrieben hab ist wirklich kein blödsinn, sondern total ernst gemeint ! schöne grüße, cherubin PS: ich glaube ich würd das niemals jemanden von auge zu auge fragen können.... ![]()
__________________ "Umgekehrt gilt (auch): Ihre Körperhaltung beeinflusst das Denken." Eric Franklin |
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#134
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| Ja das Kribbeln hat teilweise was damit zu tun. Die frage ist woher man weis ob es Chi ist.. oder nur der Körper einschläft ;-) Ich hab das öfters das beim Stehenden Meditieren mit hängenden Armen meine Linke Hand einschläft.... DAs mit dem Körperteile bewegen sich anscheinend von alleine kenne ich aber auch z.B. aus der Stehenden Säule wenn ich die Arme im Mittleren Dantien Habe dann passiert es manchmal das sie von alleine nach oben wollen und mehr öffnen. Die Frage ist aber auch hier.. was ist alleine?! evtl. steuert das unterbewusstsein in dem Moment die Handlung. Bewusst war das aber nicht. Es war auch viel zu leicht. Während man etwas Bewusst macht man eher Kraft aufwenden muss. Vielleicht sollte man auch einfach weniger analysieren sondern machen und machen bis man von alleine darauf kommt was es ist ;-)
__________________ Chen Taiji Berlin |
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#135
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| Cherubin, Das, was Du beschreibst, ist etwas Anderes, als das "Jing" Kribbeln. Ich denke, die Flüssigkeitsbewegung entlang der Sehnen verursacht primär das "Jing Kribbeln". Die andere Wahrnehmung hat damit auch etwas zu tun, (also das, was Du aus Deiner Kindheit kennst). Ich denke, das liegt an einer Steuerungsfunktion für diesen "Fluss". Die meisten Leute kennen dieses Kribbeln, wenns in einer Achterbahn plötzlich bergab geht. Die Reaktion ist ziemlich ähnlich. Man kann, mit ein wenig Übung, diesen Zustand nach Belieben aktivieren. Für einige Sachen beim internen Training ist das ziemlich Praktisch. Zum Einschlafen ist das auch exzellent, wenn man sich damit auf seine Fussohlen konzentriert. ->schnarch. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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