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Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan Alles zum Thema "Neijia" sowie gesundheitsorientierte Bewegungskünste



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  #46  
Alt 20-05-2017, 16:03
Benutzerbild von beniwitt
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Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen
Benjamin, jetzt amüsierst du mich doch noch.
Du hast es echt überhaupt nicht verstanden. Geil.

Ich sage nicht das "Sitzen in Vergessenheit" falsch ist, ich sage lediglich dass es die Folge von etwas ist und nicht eine Methode. Bei Dir ist wirklich Hopfen und Malz verloren...
Danke für das Kompliment.

Zitat:
Zitat von shin101 Beitrag anzeigen
Ich fing irgendwann das Sitzen in Vergessenheit an zu praktizieren ohne zu wissen was das eigentlich ist.
Zitat:
Zitat von kanken Beitrag anzeigen

Wenn Du Vergessenheit praktizieren willst, dann tue das, ist halt nicht das, was ich gelernt habe.

Oder um es mit Wu Cheng zu sagen:
Ohne Worte....

Die Kurve zum Buddhismus hast du gezogen, nicht irgendjemand anders. Bei Zhuangzi dann einfach mal schnell so mit einem Mix aus Buddhismus und Neokonfuzianismus zu kommen und zu versuchen so daoistische Praxis zu erklären ist einfach haarsträubend.
Ganz zu schweigen von der Sache mit den Skandhas und dem Selbst. Man kann nicht einfach alles beliebig in einen Topf schmeissen so wie es einem gerade passt. Bzw., das geht schon, aber dann nenne es doch bitte Kankenismus und versuche nicht hier auf abenteuerliche Weise zu erklären wie man daoistische Praxis richtig zu verstehen hätte.
__________________
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  #47  
Alt 20-05-2017, 16:12
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Alter: 39
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Zitat:
Zitat von beniwitt Beitrag anzeigen
Ganz zu schweigen von der Sache mit den Skandhas und dem Selbst.
Das hast Du auch nicht verstanden? Oh man, das kommt auch nicht von mir, sondern von jemandem der sich damit sehr viel intensiver beschäftigt hat. Hat interessanterweise auch nur meine Sichtweise bestätigt.

Benjamin, du hast noch weniger Ahnung als ich dachte. DAS finde ich in der Tat schon bemitleidenswert
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  #48  
Alt 20-05-2017, 18:03
Benutzerbild von Klaus
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Um nochmal zu der Übung mit dem Sitzen und dem Himmel zurückzukommen: man versucht nicht irgendwas zu vergessen, man sieht einfach nur auf die Wolken und macht gar nichts. Und dann entsteht ein Gefühl.

Das ist nur nebenbei eine von ungefähr 90 Übungen. Die 89 erkläre ich dann lieber nicht, bevor Mord und Totschlag Einzug halten.

Mal als Beispiel.

Das gleiche wie auf den Horizont sehen bei starkem Regen (gerne auf dem Balkon oder unter einem Schirm), da sitzen und auf den Regen hören (ohne irgendwo hin sehen).

Die Hand auf den Hinterkopf legen und einfach nur rumsitzen.

Eine Tasse nehmen, und auf den umgedrehten Boden von SEHR NAH draufsehen. Nur kurz, nur bis einem komisch wird, sofort wieder aufhören. Ein bischen Zeit nehmen und die Gefühle so kommen lassen wie sie kommen, sich beruhigen, warten. Ggf. mit geschlossenen Augen.
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"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

Geändert von Klaus (20-05-2017 um 18:23 Uhr).
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  #49  
Alt 20-05-2017, 22:32
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Zum Glück hatten die Daoisten damals kein Internet
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"Alles Geschmackssache!" - sagte der Affe, und biss in die Kernseife
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  #50  
Alt 20-05-2017, 23:01
WulongCha
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@Mageta:
Da ich das Thema sehr spannend finde und als Noob die Beiträge von Klaus sehr hilfreich und identisch zu S. Augiers "interpretation" finde, die dort zum Thema wirklich authentisch ist, was nicht von seinen CMA im allgemeinen gesagt werden kann.
Der Rest ist eine "Auseinandersetzung" von zwei Alphamännchen, wobei mir die Aussagen von Benjamin hier schlüssiger sind, aber noch am Rande:
Von welchen Werk sprechen wir hier, Sorry, null Bock auf Tante Google!
Danke fur einen Hinweiß...
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  #51  
Alt 25-07-2017, 19:41
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Braucht man eurer Meinung nach überhaupt einen Lehrer um "daoistische" Meditationsmethoden zu lernen, oder reicht da persönliche Intuition und die Verfolgung gewisser Grundprinzipien wie Natürlichkeit, Zwanglosigkeit, und Aufmerksamkeit (auch im Bezug darauf, dass man wahrnimmt wenn etwas schädlich ist)?

Ich fühle mich bei dem was Klaus so beschreibt ein bisschen an mich selbst erinnert, wobei ich mich nur oberflächlich mit Daoismus usw. beschäftigt habe. Ich hatte nur mal ein paar Übersetzungen verschiedener Klassiker gelesen und Teile der Sekundärliteratur bzw. ein bisschen Popliteratur. Naja, ich setze mich einfach nur auf einen Stuhl und sitze halt, schlafe dabei manchmal ein, wache wieder auf, und höre zu was so passiert. Irgendwann habe ich das Gefühl aufstehen zu wollen und tue das dann. Teilweise sitze ich ein paar Stunden, manchmal nur zwanzig Minuten. Alles sehr zwanglos.

Eine schöne Erfahrung die ich vor einiger Zeit hatte war das Kommen und Gehen eines kleinen Gewitters, dass ich durch das halb geöffnete Fenster mit erlebt habe. Ich weiß nicht ob das jetzt technisch gesehen Meditation ist (habe in dieser Hinsicht auch keine besonderen Ziele), aber es hat mich wie gesagt daran erinnert was Klaus im Bezug auf die Parkbank geschrieben hat. Wobei ich eben betonen möchte, dass sich das bei mir intuitiv ergab und ohne spezielle Anleitung.
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  #52  
Alt 26-07-2017, 09:22
Benutzerbild von Klaus
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Nun ja, ursprünglich ist das ja aus der reinen Intuition entstanden, aus einfachen mehr oder weniger religiösen schamanistischen Praktiken. Stehen im Wind, und so.

Es dürfte aber helfen, wenn einem jemand die diversen Übungen auch erklärt. Da gibt es ja schon ein paar, wobei man nicht alle lernen muss. Ansonsten kann ein Lehrer auch schaden, weil es nicht wirklich bei der Reise zu einem geistigen, emotionalen Zustand hilft wenn der alles was er meint auf einen Schüler überstülpt. Ex cathedra. Ein brauchbarer Daoist macht sowas nicht, weil die Praxis eh dahin führt, auf individuellen Pfaden. Die Umwege die einer nötig hat kennt man vorher nicht.

Beim Einstieg ist das aber hilfreich, danach nicht mehr. Jeder kann selbst leuchten.
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  #53  
Alt 26-07-2017, 13:47
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Ansonsten kann ein Lehrer auch schaden, weil es nicht wirklich bei der Reise zu einem geistigen, emotionalen Zustand hilft wenn der alles was er meint auf einen Schüler überstülpt. Ex cathedra. Ein brauchbarer Daoist macht sowas nicht, weil die Praxis eh dahin führt, auf individuellen Pfaden. Die Umwege die einer nötig hat kennt man vorher nicht.

Beim Einstieg ist das aber hilfreich, danach nicht mehr. Jeder kann selbst leuchten.
Daher auch immer der Hinweis, auf einen guten Lehrer
Auch kann der Lehrer helfen, wenn eine "Erkenntnis" in einem empor steigt,
was dieser aber nicht deuten kann. "Warum bin ich traurig, warum werde ich wütend, warum werde ich nicht verstanden oder gesehen usw"

Schaut man sich die Autobiografien diverser "Meister" an, wird man feststellen, dass es nicht DIE Übung zur Erkenntnis gibt.
Es gibt aber DIE Übung, um einen Weg weit gehen zu können. Auch muss man zwischen Meditation und Übung unterscheiden.

Man liest Bücher, viele Bücher, und wird doch nicht schlauer.
Nur die praktische Ausführung hilft einem weiter.
Selbige und ähnliche Aussagen gibt es aus den verschiedensten Meistern, ob es Christentum, Islam oder der Daoismus ist.
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  #54  
Alt 26-07-2017, 19:39
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Kann man denn quantifizieren was einen guten Lehrer ausmacht, gerade im Bezug auf persönliche Bedürfnisse, oder sollte man nur auf gewisse No-Gos achten (vielleicht auch in Hinsicht auf die eigne Intuition)?

Wenn ich auf Youtube z.B. nach Wu Wei suche, dann tauchen auch solche Videos auf: https://www.youtube.com/watch?v=HN65zeUGG8k Bei dem Mann stellen sich mir gefühlsmäßig die Nackenhaare auf, auch wenn ich nicht wirklich begründen kann warum. Dabei kann ich mir vorstellen, dass sich andere Menschen durchaus von so jemanden beeinflussen lassen, wenn derjenige genug Selbstgewissheit ausstrahlt und zu mindestens so tun kann als wüsste er wovon er spricht.

Wäre der Mann subtiler und in seiner Körpersprache anders wäre es noch eine Ecke schwieriger ein Gefühl für dessen wahren Intentionen zu bekommen. Gerade in einem fremden Land, wenn man sich auf der Suche nach irgendwas befindet, weil man irgendwie unzufrieden ist. Ich meine, wäre ich Chinese und moralisch flexibel würde ich mich in einen chinesischen Park stellen und nach meditierenden Westlern Ausschau halten, die da metaphorisch gesehen auf den Bus warten.
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  #55  
Alt 26-07-2017, 22:37
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Zitat:
Zitat von Anton Nümus Beitrag anzeigen
Braucht man eurer Meinung nach überhaupt einen Lehrer um "daoistische" Meditationsmethoden zu lernen, oder reicht da persönliche Intuition und die Verfolgung gewisser Grundprinzipien wie Natürlichkeit, Zwanglosigkeit, und Aufmerksamkeit (auch im Bezug darauf, dass man wahrnimmt wenn etwas schädlich ist)?

Ich fühle mich bei dem was Klaus so beschreibt ein bisschen an mich selbst erinnert, wobei ich mich nur oberflächlich mit Daoismus usw. beschäftigt habe. Ich hatte nur mal ein paar Übersetzungen verschiedener Klassiker gelesen und Teile der Sekundärliteratur bzw. ein bisschen Popliteratur. Naja, ich setze mich einfach nur auf einen Stuhl und sitze halt, schlafe dabei manchmal ein, wache wieder auf, und höre zu was so passiert. Irgendwann habe ich das Gefühl aufstehen zu wollen und tue das dann. Teilweise sitze ich ein paar Stunden, manchmal nur zwanzig Minuten. Alles sehr zwanglos.

Eine schöne Erfahrung die ich vor einiger Zeit hatte war das Kommen und Gehen eines kleinen Gewitters, dass ich durch das halb geöffnete Fenster mit erlebt habe. Ich weiß nicht ob das jetzt technisch gesehen Meditation ist (habe in dieser Hinsicht auch keine besonderen Ziele), aber es hat mich wie gesagt daran erinnert was Klaus im Bezug auf die Parkbank geschrieben hat. Wobei ich eben betonen möchte, dass sich das bei mir intuitiv ergab und ohne spezielle Anleitung.
Zwanglos und ziellos ist genau richtig.
Aus buddhistischer sichtweise zumindest.
Der Rest ist beiwerk.
Sich auf regen oder eben einen Sinn zu beschränkem (riechen,hören ect)sind schtsamkritsübungen die dazu dienen den Blick besser nach innen richten zu können und achtsam mit sich selbst zu sein.
Die gedanken sollen kommen und dürfen wieder gehen
Wie Wolken an einem klaren Himmel
Du sollst die Reinheit des Geistes erkennen und erkennen das gedanken nur wie vorüberziehende Wolken sind.
Wie gesagt
Buddhistische sichtweise.
Ihr dürft euch weiter streiten 😊
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  #56  
Alt 27-07-2017, 01:45
Benutzerbild von Klaus
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Zitat:
Zitat von Anton Nümus Beitrag anzeigen
Wenn ich auf Youtube z.B. nach Wu Wei suche, dann tauchen auch solche Videos auf: https://www.youtube.com/watch?v=HN65zeUGG8k Bei dem Mann stellen sich mir gefühlsmäßig die Nackenhaare auf, auch wenn ich nicht wirklich begründen kann warum.
Weil er rumlabert als gäbe es kein Morgen, und inhaltlich ist es ebenfalls Bla.
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