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#1
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| Hallo tsange! Es ist nur zu verständlich, wenn der Gedanke an die Auflösung des Egos zunächst Angst macht, weil da unterschwellig auch die Furcht vor dem Aufhören der eigenen Existenz mitspielen könnte. Aber es hilft vielleicht, wenn wir das Ego nicht mit dem Selbst gleichsetzen, sondern es als kleinen Bestandteil des Selbstes betrachten, der im ersten Schritt auch nicht wirklich "aufgelöst", sondern nur in seine Schranken verwiesen wird. Abgesehen davon ist die Kombination "Ego-Auflösung" und Neijias sicherlich ein ehrenwertes und auch großartiges Unterfangen, aber imho nicht unbedingt vonnöten, um die Neijias besser verstehen/ausüben zu können. Schöne Grüße, john_doe |
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#2
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| Hallo Trinculo! ![]() Schöne Grüße, john_doe |
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#3
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| solange ich den ego-verzicht-anspruch nur von verhuschten esoteriker/innen serviert bekam, hat mich das thema einfach nicht interessiert. seit ich taiji lerne, taucht das immer aber wieder auf, auch von leuten, die ich ernstnehme / von denen ich gerne bereit bin, zu lernen. und im zusammenhang mit der beschreibung dessen, was dieses ego sei, das man fallenlassen sollte, kommt nicht vorrangig, dass man _während des übens_ oder _während des kämpfens_ das ego und seine impulse außen vor lassen sollte (damit hätte ich kein problem, das halte ich für eher selbstverständlich, dass konzentration und gelöstheit keine beschäftigung mit irgendwelchem kleinkram oder ich-dringlichkeiten zulassen), sondern es tauchen eben auch bevorzugt die (von eso-seite vertrauten) allgemeinen charakterbegriffe geltungsdrang, egoismus, überbewerten des eigenen kleinkrams, usw. - lauter eigenschaften, die von bigotten menschen moralisch verdammt werden und von denen ich meine, dass sie zum menschen mit gleicher berechtigung dazughören wie die ego-eigenschaften, die als tugenden gelten (und irgendwie kaum jemals erwähnt werden, wenn es darum geht, das ego fallenlassen zu sollen). das irritiert mich. und auch abseits meiner abneigung gegen dieses einseitige ego-bashing will ich gar nicht jetzt schon weise und abgeklärt sein. ich weiss noch nichtmal, ob ich das überhaupt jemals sein will. das kindische, die neugier, das sich-aufregenkönnen, das wichtignehmen von kleinigkeiten, das rechthaberische und die albernheit (alles ego-funktionen) sind ja auch große spaßfaktoren. wenn man so weise und ausgeglichen ist, wie empfohlen: wo bleibt dann noch der spass? Zitat:
und die tatsache, dass von den leuten, die den ego-verzicht predigen, einige auf mich nicht den eindruck machen, dass sie den selbst vollzogen haben, erscheint mir in dem zusammenhang beruhigend bzw. scheint mir diese tatsache gewisse zweifel an der notwendigkeit zu rechtfertigen. Zitat:
vor der erforschung von bislang unbewußtem und identifizieren von blockaden fürcht ich mich auch nicht. jedenfalls nicht sehr, da ist die neugier stärker. aber nicht ohne mein ego :-) Zitat:
Zitat:
jedenfalls vielen dank für die ausführliche und hilfreiche antwort! |
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#4
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| Ganz schön egoistisch von Euch, den schönen ZZ-Thread für Eure Psychodiskussionen zu missbrauchen ![]()
__________________ "Und darum ist Kunst nichts weiter, oder doch soviel, wie die Beseelung einer Idee durch die eigene Persönlichkeit. Nicht mehr und nicht weniger." (Maestro Antonio Balestra) |
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#5
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| (hab eh wunderbare antworten gekriegt, damit bin ich eine weile beschäftigt) |
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#6
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| Ich würde das Wort "Ego" aus dem Wortschatz verbannen, das ist Geistesfaschismus bei dem in ein Wort das meistens NICHTS konkretes, echtes bedeutet alles schlechte einfabuliert wird, und auf konkrete, echte Bestandteile seines eigenen Geistes eingeprügelt wird. Wenn Shit auf Fan trifft, dann macht nur noch das Ego den Unterschied aus ob man weitergeht, oder liegen bleibt und stirbt. Man muss das Ich (das ist das was Ego wörtlich bedeutet) soweit stärken, dass es keine Unsicherheit mehr hat, dann überreagiert man auch nicht mehr. Das geht nur darüber, es in echte, innere Lebensgefühle einzubetten, und keine Massstäbe mehr von aussen zu haben. Das krankhafte, ******ige "gewinnen wollen" hat nichts mit Ego zu tun, sondern mit Vermeidung von Gesichtsverlust, oder mit dem positiv besetzen von gewinnen. Das löst man nicht dadurch dass man sein Ego noch mehr tritt, sondern damit dass man ihm die Angst nimmt. Man gibt ein Gesicht halt nicht her. Und was das kämpfen ohne gewinnen wollen angeht, der Unterschied ist, eigentlich soll man vermeiden zu verlieren. Man muss nicht zwangsweise dann siegen indem man denjenigen in die Flucht schlägt. |
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#7
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| Hallo Mal mein Reim zum Thema ZZ. Vieles wurde schon erwähnt, bei den vielen bisher zusammen getragenen Seiten möchte ich keine Zitate rauswühlen ![]() ZZ ist ja Teil der IMA. Also sollte die 'Aufrichtende-Kraft' kein Fremdwort sein. Falls doch dient eben ZZ dazu dies zu ergründen. (Leben ist was sich gegen die Schwerkraft stemmt )Demnach erachte ich ZZ als DIE Basis für IMA. Wie bereits erwähnt trainiert man damit die Haltemuskeln. Obs sowas wirklich gibt bin ich mir nicht sicher, bin ja kein Biologe. Gehen wir mal einfach davon aus das es sie gibt. (Z.b. Wollte man Fahrradfahren ohne Haltemuskeln wäre man zu langsam und würde immer auf die Fresse fallen) Durch das Training der Haltemuskeln schalten wir die unnötige Kraft aus. Reduzieren uns auf den minimum uns aufrecht zu halten. Ist man soweit bekommt man einen neuen zugang zum Begriff 'Aufrichtende-Kraft'. Die Meridiane sind frei und alles fliesst, da kein abklemmen mehr durch falsche Haltung, anspannen unnötiger Muskeln etc. Dann fiel noch ein Satz das man wie vom Wasser vor und zurück shiftet beim ein und ausatmen. Das ist eine nette Metapher welche nahe an den angestrebten Zustand kommt und sicherlich vielen helfen kann. Aber es ist imho nur als Krücke zu sehen. Das/Ein 'Ziel' erreicht man eben mit der Ego-Losigkeit. Durch das reduzieren auf die Haltemuskeln, das shiften mit dem Atem trainiert man das 'yi'. Das wiederum ist die Basis der IMA. Daher nannte ich zu Beginn ZZ als sehr wichtig. Macht man die Übungen mit Ego kann man das in der Regel nicht so gut. Ist ne Art wie beim Tanzen. Wer das Ego vergisst tanzt wie ein Weltmeister. Daher greiffen auch viele zum Alkohol um tanzen zu können^^ Durch die Ego-Losigkeit wird man körperlich ausgeglichen, ruhig, in Harmonie oder wie auch immer. Verbunden mit den Haltemuskeln welche man nun gezielt ansteuern kann. Das kann man in alle IMAs übertragen und dann ergibt yi-chi-blut auf einmal Sinn. Abgesehen davon stärkt ZZ die Aufrichtende-Kraft, man wird vitaler und gesünder. Ob man nun das Ego ganz ausschalten will oder nicht liegt am praktizierenden. Imho ist es in unserer Gesellschaft nur seeehr schwer möglich das zum Erfolg zu bringen. Aber es reicht doch auch wenn man das im Training und wann immer man es als nötig erachtet machen kann, also so quasi auf ne Gedanken-Kupplung treten kann. Ego-Losigkeit ist nicht spasslosigkeit wie es jemand beschrieben hat. Im Gegenteil, man hat umso mehr Spass. Ohne später die Taten mit seinem Ego abgleichen zu müssen und vor dem schlafen gehen zu schmollen was man doch alles schief/falsch gemacht hat den Tag durch. ZZ ist keines Wegs eine Steh-Folter. Es ist meine Lieblingsübung. Beginnt man einen zugang zur Aufrichtenden Kraft zu bekommen wird die Übung einfach geil. Aber das hat was vom Höhlengleichnis. Ein Lehrer der weiss was man korrigieren muss und ein gewisses aufwärmen ist sicher von nöten um das gefühl zu bekommen Bäume ausreissen zu können. ![]() Hoffe ich hab nichts vergessen.. |
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#8
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| Ohne Ego würde man nur rumsitzen und darauf warten dass man stirbt. Ein Ich gibt es immer. Es geht darum, was man tun muss, damit sich das Ich beruhigen und friedlich mit seinen Neigungen umgehen lernen kann. Leere Meditation bzw. ein Zustand der inneren Stille, Wuji. Verbundenheit mit dem Dao, wenn man so will. Dann wird es ruhiger, mit weniger Angst, aber es gibt noch etwas das im Untergrund sitzt und die Kontrolle übernimmt wenn böse Männer nicht friedlich sein wollen. Dann ist man nicht ruhig und gelassen sondern die personifizierte Endgültigkeit, die mit allerletzter Konsequenz solche Menschen auf die Unsinnigkeit ihres Tuns hinweist, und Läuterung durch Schmerz betreibt, wenn entsprechende Individuen es nicht mit Läuterung durch Einsicht lernen möchten. Die Sich-Wehren-Kraft hat leider was mit dem Gefühl zu tun, sich auch wehren zu möchten. Allerdings sollte man die nicht mit der Ich-greife-an-weil-man-so-cool-ist verwechseln, die ist so ähnlich. Wuji - gut, Ego - auch gut. |
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#9
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| Ist man im wuji, denkt es nicht. Also wird das Ego nicht gefüttert. Muss man sich wehren, tut man eben einfach was man tun muss. Das hat nichts mit coolness oder sich wehren wollen zu tun. Denkt es im SV-Fall ists vorbei. So, Training ruft. Laudon |
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#10
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| Die meisten Leute die von "loslassen des Egos" reden, unterdrücken sich MIT ihrem Ego. Im Gutfall spielt das Ego immer mit, friedlich. Es rennt nur nicht rum, weil es gute Freunde an der Seite hat die erzählen wo es lang muss. |
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#11
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| Da im Thread Zhan Zhuang die Bedeutung des Egos diskutiert wurde, dort allerings nicht ins Thema passt - eröffnen wir doch besser einen neuen Thread! Die letzten paar Gedanken zu dem Thema habe ich hierher verschoben. Gruss, Thomas
__________________ Erschrickstu gern/keyn fechten lern Geändert von T. Stoeppler (19-03-2008 um 19:17 Uhr). |
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#12
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| hallo zusammen, ich finde die aussagen von klaus zum thema eine gute art von 'gegensteuer' - auch wenn ich mich nicht zur gänze anschliesse. das z.b.: zitat klaus: "Das geht nur darüber, es in echte, innere Lebensgefühle einzubetten, und keine Massstäbe mehr von aussen zu haben." ..unterschreibe ich. noch eine zusatzbemerkung: das 'echte innere lebensgefühl' ist stets etwas, das im zusammenhang mit anderen menschen steht, egal wie zurückgezogen man lebt. d.h. ein radikalindividualismus, wo man (irgendwann mal) 100% 'reinemachen' würde dank dem ständigen erhorchens des 'inneren lebensgefühls' und danach gefühlsautonom' wäre, das ist dann auch wieder eine illuison. was das ego oder das 'innere gefühl' wirklich sind, zeigt sich deutlich im kontakt mit menschen. insofern ist kk eben interessant, weil sie über den 'gesprächskontakt' hinausgeht. viele grüsse vakuum |
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#13
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| Zitat:
wo ich wirklich überhaupt nicht mitkomme, ist, was am individual-ego irgend falsch sein sollte, dass immer wieder leute - und eben keineswegs nur die nachplappernden idioten, sondern welche, die sich ernsthaft und klug damit befasst haben - einem erklären, es sei günstig, das ego überhaupt ganz und gar loszuwerden. im grunde genommen gehts mir damit wie jemand, dem leute empfehlen, mit dem rauchen aufzuhören, der auch ohne weiteres ein paar stunden rauchfrei sehr genießen kann, aber sich überhaupt nicht vorstellen kann, sich wirklich vom rauchen zu trennen. aber im unterschied zum raucher hab ich (bisher noch) nicht erfasst, wo die großen vorteile einer dauerhaften ego-auflösung sein könnten oder wo die großen nachteile eines egos liegen, damit die kosten-nutzen-rechnung stimmt. Zitat:
vielen dank! |
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#14
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| xD hab mehr das problem, dass ich zu wenig ego hab - |
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#15
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| Also ich finde dieses ganze Gerede vom Ego -Loslassen ehrlich gesagt sehr, sehr kontraproduktiv... Ich meine, was soll es denn bringen? Wer soll denn bitte schön das Ego in den Müll werfen? Kann ja nur das Ego selber sein, was dann auf schizophrene Weise sich von irgendeinem dafür produzierten Second Ego lossagt ![]() Naja... ich finde, dass das eine Sache ist, die nur von alleine passieren kann und über die man lieber nicht reden sollte, weil das nur zu Missverständnissen führt und vor allem... Wenn man jemand, der gerade an der Kippe steht... zwar schon weit genug ist, um zu verstehen, was gemeint ist aber noch nicht weit genug, um den entscheidenden Schritt zu tun, jetzt großartig davon erzählt, ist die Wahrscheinlichkeit doch groß, dass das Ego nun erst recht erbitterten Widerstand auffährt... Meiner Meinung nach wäre es besser, nicht darüber zu reden und die Leute ihren Weg gehen zu lassen, der sie irgendwann an den Punkt bringt, wo sie selber verstehen und entscheiden können... Aber vor diesem Punkt schadet solch Gerede finde ich mehr als es nützt...
__________________ Dare to struggle, dare to win, dare to fall and rise again. |
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