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#1
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| Dieses Thema wurde von einem anderen Thema abgetrennt. Ausgangspunkt war folgender Diskussionsgegenstand: Wer ein gewisses Level erreicht hat, ist durchaus in der Lage grundsätzlich und stilunabhängig Fähigkeiten zu erkennen; wo sie vorhanden sind und wo nicht... das geht über Kampfkunststilgrenzen hinaus und besonders einfach innerhalb der Taijiquan-Stile.
__________________ www.wudangpai.de Geändert von wudangdao (12-10-2011 um 14:25 Uhr). |
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#2
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| Andererseits gibt es "Chen"-typische Schwerpunkte (Konzentration auf Gesunkenheit, eine gewisse "Schwere") - und vor diesem Hintergrund stellt sich vieles andere, was man so sieht, eher problematisch dar. Zu recht? Zu Unrecht? Tatsache ist also schon, dass das eigene Üben klar den Blick auf alles andere prägt, und man entsprechend vorsichtig mit den Urteilen sein sollte. |
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#3
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| Ich weiß, es handelt sich nur um Beispiele, aber Konzentration auf Gesunkenheit und Schwere gibt es ja nicht nur im Chen-Taijiquan. Wenn ich hier z. B. sowas poste Zhao Bao TaiJiChuan - YouTube, dann kann auch jeder erfahrene nicht-Zhaobao-Taijiquan'ler sehen, dass dort immense Skills vorhanden sind, und damit meine ich nicht nur die Flexibilität und das tiefe Stehen. Am Ende ist Verwurzelung Verwurzelung, Fajin Fajin und Gesunkenheit Gesunkenheit, egal welcher Stil. Dass das optisch immer leicht anders aussieht, tut dem keinen Abbruch und man muss einen Stil optisch ja nicht unbedingt mögen, kann aber trotzdem sehen, dass der ein Praktizierender über hohes Können verfügt. Ontopic: Das Video von Mario Pöhl finde ich gut. Wie scarabe schon schrieb ist er sicher einer der besseren in Deutschland. Grüße wudangdao
__________________ www.wudangpai.de Geändert von wudangdao (11-10-2011 um 10:38 Uhr). |
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#4
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#5
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Sollte das den Thread sprengen und zu weit vom Topic sein, möchte ich um Entschuldigung bitten und würde vorschlagen, dass wir das Thema einfach auslagern und dort weiter machen! Grüße Ima-Fan |
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#6
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Deshalb sage ich dazu lieber nichts, weil ich das- obwohl ich im Chenstil ja durchaus ein gewisses Niveau erreicht habe, einfach nicht richtig beurteilen kann. Der Mann in dem Zhaobao-Video gefällt mir weniger, das sieht sehr nach typischem Wettkampftaiji aus, tief, athletisch klasse, super Positionen, aber das weiche, natürliche Fließen von Position zu Position mit weichem, langsam-natürlichem Hineinsinken und Entspannen in die Positionen hinein fehlt fast völlig, vor allem am Ende. Man braucht bloß Schulter und Arm in Peitsche und Co anzusehen, das sieht recht fest aus, da löst sich nix. Da wäre ein bißchen weniger "sportlich" und dafür entspannter, weicher fließend und gelöster wohl vorzuziehen. Es gab bei unseren stiloffenen Taiji-Duanprüfungen einige, die das so gemacht haben, im Wettkampf an den Tagen vorher sogar Gold geholt hatten- und trotzdem vom Gremium (unter den 7 Juroren immerhin u.a. GM Chen Zhenglei, aber auch "Wushu-Größen") deshalb kritisiert und herabgestuft wurden, trotz Komplimenten für ihre athletische Leistung- weil richtiges/gutes Taiji eben den Anspruch der Gelöstheit, der Spiralen und des weichen Fließens stellt. Geändert von scarabe (11-10-2011 um 17:16 Uhr). |
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#7
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Zitat:
Man muss sich von den äußeren Dingen mehr lösen und sich den wirklichen Fähigkeiten annähern... Grüße wudangdao
__________________ www.wudangpai.de |
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#8
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| -hmm, ich denke, er ist im Schultergelenk nicht gelöst und offen genug, weshalb seine Arme etwas fest wirken. Außerdem ist auch bei diversen anderen Bewegungen zu sehen, daß er leicht die Schulter hochzieht (rechts deutlicher sichtbar), was stilunabhängig nicht sein sollte. Wie bei Vielen gibt es also auch bei ihm Plus und Minus. Sieh dir Euren Ismet an, dessen Schulter ist z.B. gelöster. Was in obigem Video neben seiner Verwurzelung- eine von mehreren wichtigen Eigenschaften, die aber nicht nur im Taiji vorhanden ist, ein guter klass. Wushu-Mann, der ins Taiji geht, bringt sie z.B. schon mit- gut ist, ist, daß er bei den tiefen Gewichtsverlagerungen auf einer Ebene bleibt mit der Hüfte und nicht auf- und abgeht, wie viele, wenn es ihnen zu tief wird. Auch sein Oberkörper bleibt relativ gelöst und gerade und weicht nur selten entlastend nach vorne aus (kippt vor). Trotzdem, ein geschmeidgeres Gewichtsverlagern mit schönerer Hüftelastizität und vermutlich besserem Energiefluß würde er erzielen, wenn er etwas weiter oben wäre. Das dürfte stilunabhängig der Fall sein. Ob das an einer zu großen Muskelspannung aufgrund der tiefen Stellungen und der erhöhten Kraftleistung liegt oder daran, daß er in diesem Bereich gerade leichte Verspannungen hat, kann ich dem Video nicht entnehmen. Wettkämpfe und laufende Kameras dienen ja auch nicht gerade der Entspannung. Man sieht aber generell, daß hier weit mehr Bewegungsanteil mit "äußerer Muskelkraft" ausgeführt werden muß, als bei etwas höherem Stand- was nicht unbedingt Hauptziel ist beim Taiji ;-) Wie gesagt, aber tolle Athletik. (und, seine Steißregion beobachtend: er könnte mit Sicherheit auch eine wunderbare Demo bieten, die etwas höher gelaufen noch mehr Fluß zeigen würde, super Zusammenschlüsse sowieso- aber bei Demos und Wettbewerben geht es eben auch darum, das zu zeigen, was nicht jeder schafft- leider manchmal auch auf Kosten anderer Taiji-Qualitäten) Na ja, wie gesagt, wir bekamen in Jiaozuo ja einen stilunabhängigen Vortrag über Qualitätsmerkmale beim Taiji, denn dort waren alle Stile vertreten und gewisse Kriterien scheinen eben auch für alle Stile zu gelten, nicht nur für Chen. Von denen stammen auch die Ausdrücke "this is NOT taiji" (tiefes wettkampfmäßiges In-Positionen-gehen" ohne zu lösen bzw. hineinzusinken)und "good taiji", das habe ich oben also nur weitergegeben. Da Zhaobao ja direkt neben Chenjiagou liegt, würde ich unterstellen, daß es auch in diesem Stil sinnvoll ist, die Arme zu lösen und die Gelenke zu öffnen, schon bezüglich Energiefluß. Ist aber nur eine Vermutung. Geändert von scarabe (11-10-2011 um 18:25 Uhr). |
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#9
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| Leute, historisch korrekt hin oder her, es gibt klassische Schriften, die genau besagen, was Taijiquan ist und was nicht. Was drumherum ist, ist wohl jedem Meister selbst überlassen. Viele Grüße Shenming |
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#10
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![]() Etwas das immer gerne vergessen wird, jeder Mensch hat seine eigene Physiologie. Davon abhängig wird im Rahmen der eigenen Möglichkeiten trainiert. Wenn die Fähigkeiten erreicht werden, wie in den klassischen Schriften beschrieben, ist es doch egal mit welchem Stil sie erlernt wurden. Hat jemand diese Fähigkeiten erlernt, dann kann z.B. auch ruhig mal die Schulter oben sein. |
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#11
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| Grüße wudangdao
__________________ www.wudangpai.de |
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#12
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| quod licet jovi..... Hochgezogene Schulter und trotzdem diese Fähigkeiten verinnerlicht? Soso. Vielleicht muß man auch am Verständnis der klassischen Schriften arbeiten- oder sich um eine bessere Übersetzung bemühen... wenn bei einem wirklichen Großmeister mal irgendwas schief oder hochgezogen ist, dann stimme ich dem zu; auch angesichts deren häufigem Alter. Wenn aber jemand einfach an seine Grenzen stößt, weil er eben doch mehr zeigen will, als sein Körper hinkriegt- obwohl er noch fit genug ist-, dann sollte man das nicht als rundum gutes Beispiel hinstellen (was macht schon der Fehler an der Schulter, er ist doch so schön tief...), weil sonst nämlich Scharen von Schülern meinen, es wäre egal, ob sie an ihren Verspannungen oder Haltungsfehlern arbeiten. Oder ist die Schulter etwa weniger wichtig? Und leider gibt es bei uns zu Viele, die meinen, sie hätten etwas verinnerlicht und müßten deshalb nicht mehr..... und deren Fehler und Macken werden dann von anderen übernommen, weil, es macht ja nichts, Hauptsache, man hat was verinnerlicht.... HALLO???!!! Geändert von scarabe (11-10-2011 um 23:35 Uhr). |
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#13
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| So war meine Aussage auch gemeint. Sie war keine Wertung des Videos. |
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#14
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| Zitat:
Viele Grüße Shenming Geändert von Shenming (12-10-2011 um 11:14 Uhr). |
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#15
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| Ich hab ja immer noch den Wunsch, dass man mal eine geübte Tänzer/Turner Gruppe für 6 Monate oder so traditionelle Formen einüben lässt und dann will ich mal sehen, wie die Leute, welche nichts davon wissen, dieses ,,Kung Fu" bewerten. Könnte interessant sein ![]() Grüße Ima-Fan |
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