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#1
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| Hallo Leute , wird in eurer IMA speziell auf die Wirbelsäule und deren Bewegung eingegangen, oder läuft das eher indirekt unter "Dantian-Bewegung" oder dergleichen mit? -Bruce Franzis hat in einem Interview für das TQJ mal erwähnt, dass er seinen unteren Rücken mit Wu-Stil geheilt hat, weil der LWS-Bewegungen hat, die er aus dem Yangstil nicht kennt. -Andererseist gibt es ja den "inneren Yangstil", Snakestile, der klar auf Kraftgenerierung aus der WS hier wohl hauptsächlich BWS? setzt. -Im großen Mainstream-Chen-Rahmen wird viel wert auf die äußeren Zusammenschlüsse gelegt, was nun zu der Meinung verleiten könnte, die Wirbelsäule würde nicht bewegt, genauere Ansicht von manchen CXW-Demonstrationen deuten auf anderes hin, allerdings wird es nicht konkret angesprochen. -im kleinen Rahmen Chen sind oft sehr deutliche WS-Bewegungen zu sehen -Im Bagua vermute ich Kraftgenerierung beispeilsweise durch Wirbelsäulenverwringung? soweit meine Vermutungen, wie sind eure Erfahrungen? |
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#2
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| Generell bin ich der Überzeugung, dass fast alle IMAs bzw. IMA-Formen und Übungsmethoden auf einer Aktivierung der Kundalini-Energie basieren, wobei diese Aktivierung gegenüber einer "typisch indischen Volle-Pulle-Kundalini-Energie"-Aktivierung eher sanft ist, aber als Effekt eben vorhanden. Auch hängt das mit der Aktivierung dieser "Qi-Pumpen", wie Mantak Chia das genannt hat, im Kreuzbein/Steißbein und am Schädelansatz zusammen. Durch die Aktivierung dieser Energiepumpen wird auch der motorische Zusammenhalt und davon ausgehend dann z.B. das (wirklich korrekte, und nicht oberflächliche) Zusammenwachsen von Schultern und Hüften bewirkt. Allerdings unterscheiden sich die IMAs und diverse Übungsmethoden darin, wie diese Kundalini-Energetisierung in motorische Aktionen umgesetzt wird, ob z.B. mit eher starrem oder eher betont flexibel-dynamischem Zusammenwachsen von Schultern und Hüften usw.. In subtiler Form können dann auch die verschiedenen Muster der WS-Bewegungen vom Chan Mi Gong in die Kraft- und Bewegungserzeugung eingebunden werden. In unserem YSB ist nicht alles, was die WS macht, eine quasi automatische Funktion von Dantian-Aktivitäten (wie bei vielen Chen-TJQ-Leuten), sondern es gibt bspw. WS-Verwringungen und auch Krümmungen in Richtung Buckel (jedoch ohne die innere Aufrichtung wirklich zu verlieren), die als motorische Ideen verwirklicht werden, und nicht als Ergebnis von Dantian-gesteuertem Energiefluss o.ä..
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. Geändert von nagual (13-07-2010 um 11:25 Uhr). |
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#3
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| Hi, im I Liq Chuan wird recht viel mit "Hip-rolling", also Kippen und Rollen mit dem Becken, gearbeitet. Ich kenne das bisher aber hauptsächlich aus defensiven Aktionen (-> Energie aufnehmen). Ich hoffe das seht ihr nicht als OT, denn die Bewegung hängt natürlich zwangsweise mit einer Bewegung der LWS zusammen. |
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#4
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| Zitat:
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#5
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| Hallo bluemonkey! Das hängt (in der Form) von den jeweiligen Charakteren der Bilder ab, die entweder die WS im Ganzen oder in Teilbereichen in Verbindung bzw. in verschiedenen Kombinationen mit anderen Körperregionen (Dantian, Kua, Centermove etc.) trainieren. Darüber hinaus gibt es auch noch zusätzliche Übungen mit demselben Zweck. Schöne Grüße, john_doe |
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#6
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| Zitat:
gar nicht OT, genau so etwas meine ich. ![]() Diese aufgenommene Energie kann man ja auch wieder abgeben oder anders gesagt, mit kleinen Bewegungen der LWS relativ große Kraft aufnehmen, umleiten oder abgeben? |
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#7
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| Zitat:
Für mich war bisher das Erwachen und nach oben Führen der Kundaliniernergie eher eine spirituelle Geschichte, was sich darin niederschlägt, dass sich entsprechende Methodiken mit dem Energiefluss/Zentren in Rückenmark und Gehirn beschäftigen. Die Zusammenschlüsse hätte ich energetisch eher den seitlichen Kanälen, wie sie BKF z.B. beschreibt zugeordnet |
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#8
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| Also ich mache gerne Stangenübungen mit meiner Lanze, die wird auch vorwiegend aus der Wirbelsäule bewegt. Gerade die hohen Positionen mit der Lanze sind wirklich eine Herausforderung, verbessern aber die Schlagtechnik deutlich. Die ganzen langen Öffnen/Schliessen Bewegungen versuche ich so weit es geht durch die ganze WS laufen zu lassen. Das mache ich beim Taijiquan genauso. Gruss, Thomas
__________________ Der Gott, der Eisen wachsen ließ / der wollte keine Knechte Drum gab er Säbel Schwert und Spieß / dem Mann in seine Rechte |
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#9
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![]() Was mich interessieren würde:Wird im Bagua wirklich mit seitlichen Verwindungen der WS gearbeitet? Ist das nicht recht gefährlich? |
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#10
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| Warum sollten seitliche Verwringungen der WS gefährlich sein? Die Anatomie der WS ist auch dafür ausgelegt. Es geht im Taijiquan ja eher darum, dass die seitlichen Rotationen aus der Beckenrotation und damit den Hüftgelenken entstehen. Das schließt eine Fortsetzung der Rotation der WS nicht aus und gehört ebenso, wenn auch nicht betont, mit zur Bewegung.
__________________ Kurse & Seminare: www.dao-zentrum.de Ma TsunKuen Tai Chi Chuan & Qigong |
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#11
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| Zitat:
Bei mir war der Effekt, dass meine Beine (im Liegen) plötzlich anfingen wild zu strampeln, und im Becken einen starke unwillkürliche Wellen- und Kreisbewegung einsetzte, die die WS spiralenförmig hochwanderte bis in den Kopf. Das ganze Bewusstsein änderte sich. Das ist eine sehr starke Energie, die auch eine starke Aktivierung des ganzen Nervensystems bedeutet, also nicht nur rein spirituell=geistig. Allerdings kann man (IMO) die sog. Kundalini-Energie nicht wirklich scharf von körperlich/geistiger Energie (Qi) abgrenzen, d.h. man kann eigentlich nur ab einer bestimmten Stärke der Aktivierung eben von dem typischen Kundalini-Effekt sprechen. In jedem Menschen wandert die Kundalini-Energie ständig das ganze Leben lang die WS hoch, nur meistens eben auf einem niedrigen energetischen Niveau. Deswegen kann man auch die Chan Mi Gong Energie (die auch "nur" Qi ist) nicht von Kundalini-Energie abgrenzen, denn ich habe gemerkt, dass der starke Kundalini-Effekt seht stark von meiner langjährigen Chan Mi Gong Praxis stark begünstigt worden ist. Dementsprechend kann ich sagen, dass die energetischen WS-Effekte allgemein mit der Kundalini-Energie verwandt bzw. identisch sind, eben abgesehen von der Intensität, die bei der IMA-Praxis natürlich meistens geringer sein muss als bei so einem Kundalini-Erwachen gemäß der indischen Yoga-Lehre.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#12
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| Entsprechende Methoden verfolgen allerdings meiner Meinung nach eher spirituelle Ziele, auch wenn körperliche Effekte vorhanden sind. Allerdings war Dein Post die erste Info, dass die Zusammenschlüsse Schulter-Hüfte mit der Aktivierung der Wirbelsäule zu tun haben, ich hätte, wie erwähnt, eher auf die seitlichen Kanäle getippt. |
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#13
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| Zitat:
Ein stabiles Zusammenfließen von Schultern und Hüften ohne die Aktivierung der WS, d.h. Kreuzbein- und Schädelpumpe etc., erscheint mir eher wie eine rein theoretisch mögliche und dann auch noch falsche Idee, was IMA betrifft. Also sagen wir mal, ein verhärteter Muckibudentyp könnte auch stabil zusammengewachsene Schultern und Hüften haben, und dann auch noch die WS-Dynamik blockiert und verhärtet. Dass es in den IMA nicht so aussieht, mache ich eben an dieser Aktivierung der Kundalini-Energie fest, und dadurch ergibt sich, dass quasi zuerst Kreuzbein/Steißbein und Schädelansatz zusammenwachsen müssen, bevor Schultern und Hüften vernünftig zusammenwachsen können. Kreuzbein/Steißbein und Schädelansatz werden ja im Ansatz schon aktiviert, in dem man sich gleichzeitig auf das Sinken im Unterbauch-, Becken und Hüftbereich und gleichzeitig auf das Aufstreben des Scheitelpunktes konzentriert. Automatisch streckt sich die WS leicht, und das ist es dann schon, im Ansatz versteht sich. Das Problem vieler Anfänger ist IMO, dass sie diese Sache zu schnell wieder vergessen (nach der Vorbereitungsphase) und sich dann nur noch auf die zu lernenden Handbewegungen konzentrieren. Die Innerlichkeit des Übens geht dann wieder verloren, weil die Leute nicht glauben wollen/können, dass die Dauerfokussierung der Aufmerksamkeit wichtiger ist als die Sache wo die blöde Hand jetzt gerade genau her wandert. Die Leute glauben von ihren Alltagsgewohnheiten intuitiv die Hand wäre wichtiger, und verschwenden damit im Grunde Übungszeit. Daher kommen ja auch solche Ideen, dass Anfänger erst mal Monate bis Jahre nur Säule und Seidenübungen machen sollten, eben bis u.a. diese WS-Kundalini-Aktivierung stabil ist, weil dann erst die Handbewegungen usw. wirklich innerlich werden.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#14
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| Zitat:
Bei einer guten Korrektur meines Lehrers fühle ich dagegen eine tatsächliche Anziehungskraft von Schulter und Hüfte, die sich in einer gefühlten Kompression, einem Zusammenschluss ausdrückt. |
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#15
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| Zitat:
Das Strecken nach oben und Sinken nach unten finden ein Gleichgewicht sowie eine Stabilisierung durch die bewusste Orientierung an den Punkten Kreuzbein/Steißbein und Schädelansatz. Dadurch wird die WS zu einer stabilen Einheit. Das Zusammenfließen von Schultern und Hüften fühlt sich insofern noch "zusammenfließender" an, weil die Schultern durch das Senken der Schultern quasi nach unten direkt in Richtung der Hüften gezogen werden.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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