Kampfkunst-Board

Zurück   Kampfkunst-Board > Kampfkünste / Kampfsportarten > Chinesische Kampf- und Bewegungskünste > Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan

Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan Alles zum Thema "Neijia" sowie gesundheitsorientierte Bewegungskünste



Thema geschlossen
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #136  
Alt 13-11-2017, 17:13
Benutzerbild von Klaus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 31.08.2001
Ort: NRW
Beiträge: 17.994
Standard

Ok, dann sage ich es nochmal explizit. Es gibt diese "Wunderkraft", nur dass die weder von einem Wunder, noch von mysteriösen unbekannten Energien, noch von irgendwelchen "Konzepten" oder Wunschvorstellungen getrieben wird. Sondern von einem stinknormalen biologischen Enhancement zur "normalen" Kraft, die nicht ständig aktiv ist weil sie einfach zu viele Nachteile und Nebenwirkungen hat. Meine Meinung, die benutzt jedes Tier bei Jagd oder Flucht, im Kampf um Leben und Tod. Man kann sie so stimulieren dass sie wieder in den Alltagsmodus eingearbeitet wird, braucht dafür aber ein Grundlagentraining damit Muskulatur, Gelenke, Sehnen, Knochen und Stoffwechsel das aushalten. Der Körper ist ja nicht doof, und verwendet einen Mechanismus nicht der in 50% der Fälle zu einem Muskelriss oder Gelenkschäden führen würde wenn man den ohne Anpassung anfährt. Wenn man sonst eh platt ist, riskiert der Körper es, darum erleben viele Leute sowas bei Unfällen, Stürzen aus grosser Höhe, Autounfall, Krieg usw.

Diesen Mechanismus kann jeder ohne irgendwelche "Konzepte" erleben, indem er die paar Basisübungen über längere Zeit macht. Anfangs nur in der Form dass alles ein bischen leichter fällt, ohne Riesenoutput. Aber man kann das nicht einfach so "können" weil man irgendwas "verstanden" hat. Ich habe es verstanden, konnte es tun, es geht aber nicht mehr weil mein Organismus das nicht mehr hergibt. Da kann ich noch so viel "verstehen". Es gibt, wie mir Karl-Heinz mithilfe seiner recht alten Frau Mutter gezeigt hat, durchaus Methodiken die unmittelbar wirken, das ist aber a) nicht das gleiche und hat b) nicht diese Wirkung. Schlecht ist das aber nicht.

Das andere ist eine MASSIV höhere Kraftausbeute, aber es ist eine Gratwanderung am Rande der Belastungsfähigkeit. Irgendwie leider geil, nur, man muss sich da rantasten und muss schaffen nicht zu überdrehen. Haben auch Chen-Lehrer erwähnt dass einige bessere Leute aus ihren Kreisen da massive Fähigkeiten erworben haben, aber schlicht am Rad drehen weil sie sich in diese Power verloren haben, und gewalttätig geworden sind. Ich kenne mindestens sechs Leute allein aus diesem Forum die das schon erlebt haben, und das Quäken von "Beweisä" geht einem da auf den Senkel. Eine Steigerung von 50% von Couchkartoffel zu gar nicht so schlechter Athlet ist für den Einzelnen schon mehr als deutlich und bei akzeptablen Nebenwirkungen erstrebenswert, aber nichts wo man jetzt Autos heben würde. Da käme man aber hin wenn man immer weiter macht, und den Grundkörper hat. Ich kam von 72 Kilo Gewicht, da war das Ende der Fahnenstange nicht da wo die bei 140-Kilo-Klötzen aufhört. Leute ohne diese Kraft von unter 90 Kilo habe ich aber zerstört. Da es aber eine relative Steigerung ist, ist dann irgendwann Ende wenn der andere Typ auch trainiert bis der Arzt kommt und viel schwerer ist. Den musste ich dann ausknocken bevor der mich kriegt.

Das ganze ist sowohl unter SV- als auch unter Sportgesichtspunkten mehr als nett, aber es erfordert eben längere Vorbereitung, Disziplin und ein Lernen mit dem eigenen Körper und nicht gegen ihn. Wenn man da meint man könnte was das nicht geht endet das schnell in Überforderungsreaktionen, Verletzungen und emotionalen Reaktionen.

Diese ganzen "Konzepte" mit "reingreifen", "reinfliessen", verschiedene Tonusdispositionen (hart, leicht, variabel) kommen noch oben drauf, funktionieren aber ohne diesen Basismechanismus meist nicht oder nicht so gut wie mit. Der übrigens einen Namen hat, nämlich Pengjin oder "ward off power". Das hat seinen Grund warum das "Sich-wehren-Energie" heisst.
__________________
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)
Google Bookmark this Post!
Werbung
  #137  
Alt 13-11-2017, 18:01
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: judo,sv,wt (lang ist her) ,>>> Bewegen lernen, bewegen lassen
 
Registrierungsdatum: 19.08.2014
Ort: leipzig
Alter: 50
Beiträge: 2.388
Blog-Einträge: 1
Standard

Zitat:
Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
Ich erspare mir, die Stellen jetzt rauszusuchen. Natürlich war nicht wörtlich von "Wunderkräften" die Rede, aber sehr wohl die geheimnisvolle Energie gemeint. Jetzt auf die Vokalbel abzustellen ist billig.
t.
Ich finde es sehr Schade , daß du an dem Qi Begriff und seine deutschen , wie Lebensenergie usw. Übersetzung hängen bleibst. Und dich damit selbst limitierst.

Für das Arbeiten am/mit dem Körper , ist doch viel wichtiger ,WAS das Konzept in dir [B]bewirkt[B] . Darum geht es doch beim Training.

Wenn qi einen Widerstand in dir auslöst , dann nimm Strom oder Licht oder Wasser , egal , dein Körper wird es übersetzen und die richtige Ansteuerung finden.

PS : weil du Qi als Mittelalterlich bezeichnet hast.......
selbst das Wort Energie ist wohl eher als Antik zu verstehen und war ursprünglich nicht auf Physikalische Vorgänge beschränkt.

Erst mit der modernen Wissentschaft wurde es quasi von der Physik vereinnahmt und nun von vielen nur noch in diesen Kontext gesehen.

Nur.
Eine Vereinnahmung eines Wortes von einer Institution bedeutet nicht automatisch , daß nur noch diese es für sich benutzen darf. .... Oder nur ihre Benutzung als richtig zu bezeichnen ist.

Meine Güte . Es sind alles nur Konzepte, Modelle . Auch der Energiebegriff, der Feldbegriff, und die Wissenschaft selbst ist auch ein Konzept.

Und innerhalb ihrer parameter beschreibt sie die Vorgänge sehr gut. Ausserhalb ihrer Parameter bedarf es eben andere Modelle.
Mal darüber nachgedacht. ?
Google Bookmark this Post!
  #138  
Alt 13-11-2017, 22:01
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: innere Kampfkünste & Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 21.11.2008
Ort: NK, Saarland
Beiträge: 1.513
Standard

Zitat:
Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
@Wong
Der ein oder andere wird das vmtl. bejahen. Ich bin mir da unsicher ich denke die entsprechenden Hormonausschüttungen (Stresshormone) könnten auch das Gegenteil bewirken. Falls du aber Kontrolle über den Mechanismus erlangst, dann wird es das wohl.
Da möchte ich kurz einklinken (lese Euch noch hinterher gerade) und
erwähnen das mein rudimentärem Wissen bzgl. der Wim Hof Methode
nach in dieser bewusst mit temporären Schüben erhöhter Stresshormon-
Aussschüttung gearbeitet wird und das eben diese Arbeit damit dazu führt
das man den Rest des Tages niedrigere Stresshormonwerte hat und sich
durch dieses Üben mannigfaltige gesundheitliche Vorteile ergeben.

Was die Sache extra-interessant macht: die WHM wurde und wird aktiv
wissenschaftlich begleitet und untersucht. Wer da also mal von einer
anderen Blickrichtung aktiver theoretisch, praktisch oder sowohl als
auch eintauchen möchte findet da reichhaltiges Material.

Zum Hauptthema möchte ich einfach nur schon mal von Seite 7 her ein großes
Dankeschön an alle die sich hier konstruktiv eingebracht haben loswerden!
__________________
Kämpfe nicht gegen jemanden oder etwas -
kämpfe für jemanden oder etwas.

Geändert von Glückskind (13-11-2017 um 22:36 Uhr).
Google Bookmark this Post!
  #139  
Alt 14-11-2017, 10:43
Benutzerbild von pilger
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 30.12.2004
Ort: Nähe Wiesbaden
Alter: 48
Beiträge: 1.219
Standard

Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen

...Diese ganzen "Konzepte" mit "reingreifen", "reinfliessen", verschiedene Tonusdispositionen (hart, leicht, variabel) kommen noch oben drauf, funktionieren aber ohne diesen Basismechanismus meist nicht oder nicht so gut wie mit. Der übrigens einen Namen hat, nämlich Pengjin oder "ward off power". Das hat seinen Grund warum das "Sich-wehren-Energie" heisst.
Sehr guter Artikel, und der letzte Satz drückt es oberdeutlich aus, warum viele mit Taiji als kämpfende Art nichts ausrichten können. Weil sie nämlich weich, weich und nochmals​ weich trainieren, aber den Poweraspekt des Trainings, komplett vernachlässigen, sprich gar nicht üben.
Da gelangt das Hineinsinken und -fließen nämlich sehr schnell an seine Grenzen. Wenn der andere mich nämlich einfach komplett überrennt, überpowert.
Ich persönlich habe auch noch keinen getroffen, der sich nur mit weich Tai Chi Training wehren konnte. Die klappen alle bei ein wenig Bums der Gegenseite zusammen. Entweder derjenige hat vorher ne gescheite Grundausbildung in ner ringenden Art oder ner schlagenden Art oder bzw und er hat richtig Kraft, die er einsetzen kann. Diese Kraft, kombiniert mit dem Sinken, Lösen usw, macht es dann möglich auch gegen nen Ochsen stand zu halten, der ruhig mal 20'Kilo schwerer sein darf als man selbst.




Gesendet von meinem HUAWEI VNS-L31 mit Tapatalk
__________________
(Er-)kenne dich selbst - alles andere kommt von allein
Google Bookmark this Post!
  #140  
Alt 14-11-2017, 11:13
Benutzerbild von DatOlli
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ema,fma,TaiJi
 
Registrierungsdatum: 28.06.2017
Ort: Siegerland
Alter: 49
Beiträge: 145
Standard

@Glückskind

Hast Du da eventuell mehr Material? Mich würde schon sehr interessieren wie Wim Hof das macht.
Gibt da wohl buddhistische Übungen welche die Kerntemperatur erhöhen können, die aber auch den spirituellen Rahmen benötigen.

Da eine westliche Methode kennenzulernen wäre sehr interessant. Ich würde da auf Biofeedback oder Autosuggestion tippen. - Ist aber nur geraten und ein Schnellschuss.

Liebe Grüße
DatOlli

Geändert von DatOlli (14-11-2017 um 11:14 Uhr). Grund: Korrektur
Google Bookmark this Post!
  #141  
Alt 14-11-2017, 16:18
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 186
Standard

Vor dem Hintergrund meiner Erfahrung, die gewiss begrenzt ist und keinen Absolutheitsanspruch darstellt, ist das "weich-weicher-am weichesten" sehr wohl geeignet, auch gegen deutlich stärkeren Wumms standzuhalten. Alels andere wäre nur wieder das Prinzip "Kraft gg. Kraft", was es zu vermeiden gilt. Durch das "weich-weicher-am weichesten" wird man subjektiv empfunden schwach, aber die Wirkung ist sehr hart - wie bei Wasser, das wie eine Welle über einen hereinbricht. Das Wasser ist und bleibt weich, seine Wirkung ist aber immens hart.

Wenn man nämlich mehr Kraft als nötig (und weniger geht immer mehr) benutzt, erzeugt man in sich Festigkeit, wird starr und damit angreifbar. Meiner Erfahrung nach zeigt sich gerade im "radikalen Sinken" der Vorzug des Taiji gegenüber vielen anderen Möglichkeiten. Das hängt auch mit der durch das Sinken bewirkten Veränderung des Bewegungsmodus zusammen. Baut man nämlich keine eigene Kraft auf, gibt man seinem Gegenüber auch keine Anhaltspunkte, um im Raum geortet zu werden. Sobald ich Kraft aufbringe, um gegen eine andere anzugehen, brauche ich einen stabilen Anfangs- und Endpunkt. Dadruch entsteht ein zumeist linearer Weg im Körper, der von Achsen, Schwungräumen und Spannungen gekennzeichnet ist. All das bedeutet Festigkeit und damit Angreifbarkeit, weil man erst wieder lösen muss, um sich anpassen zu können.

Wenn man stattdessen kontinuierlich weich bleibt, kann man immens hohe Wirkungen erzielen, weshalb ich es wichtig finde, zwischen Schlagkraft und Schlagwirkung zu unterscheiden.
Google Bookmark this Post!
  #142  
Alt 14-11-2017, 16:53
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: innere Kampfkünste & Ving Tsun
 
Registrierungsdatum: 21.11.2008
Ort: NK, Saarland
Beiträge: 1.513
Standard

Zitat:
Zitat von DatOlli Beitrag anzeigen
Hast Du da eventuell mehr Material? Mich würde schon sehr interessieren wie Wim Hof das macht.
Gibt da wohl buddhistische Übungen welche die Kerntemperatur erhöhen können, die aber auch den spirituellen Rahmen benötigen.

Da eine westliche Methode kennenzulernen wäre sehr interessant. Ich würde da auf Biofeedback oder Autosuggestion tippen. - Ist aber nur geraten und ein Schnellschuss.
Also wenn Du Wim Hof oder Wim Hof Method auf google oder
auf Youtube suchst wirst Du mit Material zugeschmissen.

Mal als Einführung:
https://www.youtube.com/watch?v=gKgUE76udK4

Die Methode basiert auf mehreren Säulen: Atemtechnik, Meditation,
(Kraft)übungen und Kälteanwendung. Es basiert auf bzw. gibt
Parallelen zu der von Dir erwähnten Geschichte (Tummo).

Wenn ich mich recht erinnere gibt es sogar ein Thema dazu hier im KKB. So weit mal
dazu; das muss reichen denn damit sind wir hier ja off topic. Selbst aktiv werden pls.
__________________
Kämpfe nicht gegen jemanden oder etwas -
kämpfe für jemanden oder etwas.
Google Bookmark this Post!
  #143  
Alt 14-11-2017, 17:07
Benutzerbild von DatOlli
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ema,fma,TaiJi
 
Registrierungsdatum: 28.06.2017
Ort: Siegerland
Alter: 49
Beiträge: 145
Standard

@Glückskind
Hatte auf nen Link zur Studie gehofft, aber ich starte Mal mit dem Video.

Lieben Dank
DatOlli
Google Bookmark this Post!
  #144  
Alt 14-11-2017, 17:14
Benutzerbild von DatOlli
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ema,fma,TaiJi
 
Registrierungsdatum: 28.06.2017
Ort: Siegerland
Alter: 49
Beiträge: 145
Standard

@Glückskind
Cool, das kann ja sogar ich verstehen. Passt perfekt in den Kontext.

Liebe Grüße
DatOlli
Google Bookmark this Post!
  #145  
Alt 14-11-2017, 17:43
Benutzerbild von pilger
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Taijiquan
 
Registrierungsdatum: 30.12.2004
Ort: Nähe Wiesbaden
Alter: 48
Beiträge: 1.219
Standard

Zitat:
Zitat von junger Tiger Beitrag anzeigen
Vor dem Hintergrund meiner Erfahrung, die gewiss begrenzt ist und keinen Absolutheitsanspruch darstellt, ist das "weich-weicher-am weichesten" sehr wohl geeignet, auch gegen deutlich stärkeren Wumms standzuhalten. Alels andere wäre nur wieder das Prinzip "Kraft gg. Kraft", was es zu vermeiden gilt. Durch das "weich-weicher-am weichesten" wird man subjektiv empfunden schwach, aber die Wirkung ist sehr hart - wie bei Wasser, das wie eine Welle über einen hereinbricht. Das Wasser ist und bleibt weich, seine Wirkung ist aber immens hart.

Wenn man nämlich mehr Kraft als nötig (und weniger geht immer mehr) benutzt, erzeugt man in sich Festigkeit, wird starr und damit angreifbar. Meiner Erfahrung nach zeigt sich gerade im "radikalen Sinken" der Vorzug des Taiji gegenüber vielen anderen Möglichkeiten. Das hängt auch mit der durch das Sinken bewirkten Veränderung des Bewegungsmodus zusammen. Baut man nämlich keine eigene Kraft auf, gibt man seinem Gegenüber auch keine Anhaltspunkte, um im Raum geortet zu werden. Sobald ich Kraft aufbringe, um gegen eine andere anzugehen, brauche ich einen stabilen Anfangs- und Endpunkt. Dadruch entsteht ein zumeist linearer Weg im Körper, der von Achsen, Schwungräumen und Spannungen gekennzeichnet ist. All das bedeutet Festigkeit und damit Angreifbarkeit, weil man erst wieder lösen muss, um sich anpassen zu können.

Wenn man stattdessen kontinuierlich weich bleibt, kann man immens hohe Wirkungen erzielen, weshalb ich es wichtig finde, zwischen Schlagkraft und Schlagwirkung zu unterscheiden.
Hi junger Tiger,

wahrscheinlich gibt es auch hier nicht das Einzig Richtige...
Kann na klar nur aus meiner Wahrnehmung bzw Erfahrung sprechen. In der Tat ist es so, dass zu Zeiten, als ich neben dem Tai Chi noch klassisch “pumpte“ (Bankdrücken mit schweren Gewichten, Kreuzheben, Kniebeugen mit mehreren Sätzen usw) es mir schwer fiel, im Händekreuzen weich zu bleiben. Deshalb gab ich diese Art von Krafttraining ja auch auf. Es gibt aber nach meiner Erfahrung sowohl Bodyweightexercises als auch Übungen mit Gewichten, die sehr bewusst und “sinkend bzw fließend“ ausgeführt, die Weichheit und das Lösen nicht behindern.
Daneben gibt es aber auch verschiedene “Qigong“ Übungen, die kräftigend wirken, und zwar auch hier im Sinn von Tai Chi. Diese Übungen beinhalten dehnende, spiralige, kräftigende und sinkende Elemente.
Damit gelingt es mir insgesamt besser, sozusagen als bildliches Beispiel, zwischen “Berg sein“ und “Wasserfluss“ umzuschalten.
Aber wie gesagt, nur mein persönliches Ding.
Jeder wird da den für ihn besten Weg finden.

LG Pilger

Gesendet von meinem HUAWEI VNS-L31 mit Tapatalk
__________________
(Er-)kenne dich selbst - alles andere kommt von allein

Geändert von pilger (14-11-2017 um 17:48 Uhr).
Google Bookmark this Post!
  #146  
Alt 14-11-2017, 18:35
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 08.09.2017
Beiträge: 385
Standard

Zitat:
Zitat von Glückskind Beitrag anzeigen
Also wenn Du Wim Hof oder Wim Hof Method auf google oder auf Youtube suchst wirst Du mit Material zugeschmissen.

Die Methode basiert auf mehreren Säulen: Atemtechnik, Meditation, (Kraft)übungen und Kälteanwendung.

Selbst aktiv werden pls.
Also ich bin selbst aktiv geworden. So richtiges Material find ich nicht. Beim guten Wim steht da recht bald ein Schild, darauf steht 199 [&#036]...

.. wenn ich das recht verstanden hab, treibt man mit den Atemübungen den pH-Wert in Richtung 8. Nun ist aber der Toleranzbereich recht eng, 7,36-7,44 ist der Normwert, bei 7,6 beginnt die "lebensgefährliche Alkalose" ...

Da hätt ich schon gern mal was gelesen drüber, bevor die die 199 Dollar löhne.
Google Bookmark this Post!
  #147  
Alt 14-11-2017, 18:46
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 08.09.2017
Beiträge: 385
Standard

ok, bin einen Schritt weiter. Man muß eine Mail-Adresse opfern, dann bekommt man ein .pdf.
Google Bookmark this Post!
  #148  
Alt 14-11-2017, 19:13
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 24.08.2010
Beiträge: 186
Standard

Zitat:
wahrscheinlich gibt es auch hier nicht das Einzig Richtige...
Kann na klar nur aus meiner Wahrnehmung bzw Erfahrung sprechen. In der Tat ist es so, dass zu Zeiten, als ich neben dem Tai Chi noch klassisch “pumpte“ (Bankdrücken mit schweren Gewichten, Kreuzheben, Kniebeugen mit mehreren Sätzen usw) es mir schwer fiel, im Händekreuzen weich zu bleiben. Deshalb gab ich diese Art von Krafttraining ja auch auf. Es gibt aber nach meiner Erfahrung sowohl Bodyweightexercises als auch Übungen mit Gewichten, die sehr bewusst und “sinkend bzw fließend“ ausgeführt, die Weichheit und das Lösen nicht behindern.
Daneben gibt es aber auch verschiedene “Qigong“ Übungen, die kräftigend wirken, und zwar auch hier im Sinn von Tai Chi. Diese Übungen beinhalten dehnende, spiralige, kräftigende und sinkende Elemente.
Damit gelingt es mir insgesamt besser, sozusagen als bildliches Beispiel, zwischen “Berg sein“ und “Wasserfluss“ umzuschalten.
Aber wie gesagt, nur mein persönliches Ding.
Jeder wird da den für ihn besten Weg finden.
Da hast du vollkommen Recht. Und ich mache selber auch hier und da Kraftübungen, sogar die ganz konventionellen Liegestütze. Das tue ich aber nur für mein Ego.

Was mir aufgefallen ist, vornehmlich bei Praktikern des Chen Stils, dass diese oftmals unwissenstlich (kann nur für die sprechen, denen ich begegnet bin) starre Kraft einsetzen. Sie versuchen dann so eine Art Fajin und machen dann aber nichts weiter als Gelenke schnell zu arretieren. Bei der (ich glabue so heißt diese Übung / Anwendung) Kanonenfaust machen die oft mehr Karate als Taiji. Aber wie gesagt: nur meine Beobachtungen und Erfahrungen.

Ich frage mich, wozu man Kraftübungen überhaupt macht. Ich für mich weiß es: Ich will noch etwas Muckies an mir sehen und mag auch die rohe Muskelkraft. Aber wenn man im Taiji einen "kraftlosen" Weg geht, wozu dann das spezielle Krafttraining? Der Wechsel von Berg und Fluss - wie du es nennst - ist meiner Erfahrung nach kein willentlicher Akt, sondern die Folge der "freien" Bewegungen: Ich bewege mich wie ein Fluss und wirke dabei wie ien Berg. Sozusagen Yin im Yang - ganz automatisch und nicht willentlich forciert nach dem Motto: "Jetzt bleib ich weich und wenn es passt, werde ich hart."

Welche Erfahrungen hast du dies bezüglich gemacht?
Google Bookmark this Post!
  #149  
Alt 14-11-2017, 19:19
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 08.09.2017
Beiträge: 385
Standard

Zitat:
Zitat von junger Tiger Beitrag anzeigen
Was mir aufgefallen ist, vornehmlich bei Praktikern des Chen Stils, dass diese oftmals unwissenstlich (kann nur für die sprechen, denen ich begegnet bin) starre Kraft einsetzen. Sie versuchen dann so eine Art Fajin und machen dann aber nichts weiter als Gelenke schnell zu arretieren. Bei der (ich glabue so heißt diese Übung / Anwendung) Kanonenfaust machen die oft mehr Karate als Taiji. Aber wie gesagt: nur meine Beobachtungen und Erfahrungen.
Und? Wie oft hast du die denn gemacht?

Zitat:
Aber wenn man im Taiji einen "kraftlosen" Weg geht, wozu dann das spezielle Krafttraining?
Wenn ich nicht wüßte, was ich weiß, würd ich jetzt fragen: Hast du noch nicht gecheckt, dass das mit dem "kraftlosen Weg" ein Märchen ist?
Google Bookmark this Post!
  #150  
Alt 14-11-2017, 19:36
Benutzerbild von DatOlli
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: ema,fma,TaiJi
 
Registrierungsdatum: 28.06.2017
Ort: Siegerland
Alter: 49
Beiträge: 145
Standard

@Junger Tiger
Ob weich, weicher... nun funktioniert oder nicht kann ich nicht beurteilen. Da muss erst noch einiges mehr an ima-Training bei mir her.

Aber aus meiner Sicht kann gegen Eigengewichts-Übungen nicht viel sprechen. Dazu gibt's auch was im Forum.

Kraft haben ist mit Sicherheit, auch so im allgemeinen Leben, nichts schlechtes.

Auch was Geräte anbetrifft, das muss nicht langsam machen. Solltest deinem Trainer aber auch erklären worum es dir geht. Also z.B. nicht Body-Building. Sondern z.B. Schnellkraft.

Also tue dir was Gutes und mach weiter, auch (oder gerade deswegen) wenn es deinem Ego schmeichelt.

Liebe Grüße
DatOlli
Google Bookmark this Post!
Thema geschlossen


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
Fauststoß abwehren core Ju-Jutsu 72 18-01-2011 17:18
Fauststoß im VT xaver42 Archiv Wing Chun / Yong Chun 71 19-09-2010 17:36
Fauststoß vs. Fauststoß Hongmen Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 16 19-10-2009 06:50
fauststoß eyeyey Archiv Wing Chun / Yong Chun 45 15-03-2007 00:59
Fauststoß FireFlea Karate, Kobudō 20 29-09-2004 15:04



Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 08:36 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.8.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0 ©2009, Crawlability, Inc.