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  #16  
Alt 15-06-2009, 23:21
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Kampfkunst: Chen Taiji
 
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Zitat:
Zitat von rudongshe Beitrag anzeigen
Es gibt ja diesen Spruch "Geist lenkt qi lenkt Körper"

Was bedeutet er für Euch und was haben die Meister damit wohl gemeint?
wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
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  #17  
Alt 16-06-2009, 11:14
Benutzerbild von bluemonkey
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Kampfkunst: Lithium soll helfen
 
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Zitat:
Zitat von Primo Beitrag anzeigen
......das mein Gehirn Nervenimpulse mit Hilfe von Neurotransmittern zu den Muskeln sendet damit ich meine Extremitäten bewegen kann !
CXW hat mal öffentlich gesagt "Chi are the nerves" (der Übersetzer hat dann nochmal nachgefragt, ob er sich nicht verhört hat)

allerdings finde ich es gewagt, Geist mit dem Gehirn gleichzusetzen, auch wenn Geist zumeist zusammen mit Gehirn auftritt.
Auch würde ich Geist nicht wirklich mit dem Bewusstsein gleichsetzen, denn
im Kampf laufen die meisten Bewegungen eher unbewusst ab.
Es wird auch nicht von Shen gesprochen (der geistigen/spirituellen Variante von Chi), sondern von Yi (eher so eine Rahmenabsicht), das idealerweise vorher mit Xin (Herz, eventuell Emotionen) harmonisert wurde.

Die Bedeutung ist für mich, dass man lernt, über Bewegungssteuerung sich so zu bewegen, dass Chi ungehindert frei fließen kann (was für Materialisten einer ideal koordinierten Bewegung entspricht, das Chigefühl dabei kann als Indikator für die Richtigkeit der Bewegung dient)
Später steuert man nicht mehr die Bewegung sondern nur noch die "Energie", bzw. das entsprechende Bewegungsbild wurde verinnerlicht.



Zitat:
Zitat von Primo Beitrag anzeigen
Das Interessante ist ja das bei einem "Bewegungsgedanken" obwohl keine Bewegung stattfindet, trotzdem in der Zielextremität Muskelaktivität gemessen werden kann , sofern keine Schädigungen im nervalen Übertragungsystem vorhanden ist !
Das intersannte dabei ist, dass es Neuronen geben soll, die sowohl bei Bewegung, als auch bei der Vorstellung der Bewegung aktiviert werden, und daher für das Lernen der Bewegung durch Gucken wichtig sind, die so gerne verlachten Spiegelneuronen.
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Unsere tiefsten Ängste sind Drachen vergleichbar, die unsere tiefsten Schätze bewachen
Rainer Maria Rilke
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  #18  
Alt 16-06-2009, 11:32
Benutzerbild von Fei Long
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Kampfkunst: Dachfirstfaust
 
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Und das kann man sich zunutze machen ... aber nicht, indem man sich Bewegungen vorstellt, anstatt sie zu trainieren.
Wobei ich in einem schlauen Buch (Cheng Man Ching, Franzis, Silberstorff - weiß ich jetzt nicht mehr) gelesen habe, man solle sich eh nicht die Bewegung als Ablauf vorstellen, nach dem Motto und jetzt heben sich meine Armen und bewegen sich nach vorne, sondern man sollte besser hingehen und nur den "Endpunkt" der Bewegung "fixieren", und den Rest, den Weg dahin, macht der Körper dann alleine. Hat mir ganz gut geholfen.

Sowieso sollte man sich gerade am Anfang nicht zu viel vorstellen oder darauf warten daß ich irgendwo das Qi fließen spüre. Das ist zumindest das was ich bei meinem Meister gelernt habe.
Natürlich sollte man darauf achten richtig zu stehen, die Bewegungen korrekt zu machen etc., aber eben nicht krampfhaft darauf warten, daß innen etwas zu spüren ist. Das lenkt nur ab und ist daher eher hinderlich. Wenn man die Sachen richtig macht kommt daß Innere von alleine.
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  #19  
Alt 16-06-2009, 11:36
Benutzerbild von kanken
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Kampfkunst: Karate
 
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Zitat:
Zitat von Primo Beitrag anzeigen
Das Interessante ist ja das bei einem "Bewegungsgedanken" obwohl keine Bewegung stattfindet, trotzdem in der Zielextremität Muskelaktivität gemessen werden kann , sofern keine Schädigungen im nervalen Übertragungsystem vorhanden ist !

Gruss
Ich muss Klaus Recht geben.
Hört doch auf Äpfel mit Birnen zu Vergleichen!
Qi steht im Kontext zu der chinesichen Geschichte, dem Daoismus, der TCM. Lasst es doch bitte dort und versucht nicht irgendwelche "westlichen", naturwissenschaftlichen, Maßstäbe damit zu vermischen, das führt nur zu Knoten im Hirn und ist völlig irrelevant.

Grüße

Kanken
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  #20  
Alt 16-06-2009, 12:02
Benutzerbild von Trinculo
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Das intersannte dabei ist, dass es Neuronen geben soll, die sowohl bei Bewegung, als auch bei der Vorstellung der Bewegung aktiviert werden, und daher für das Lernen der Bewegung durch Gucken wichtig sind, die so gerne verlachten Spiegelneuronen.
Bis jetzt sind beim Menschen keine direkten Spiegelneuronen zweifelsfrei nachgewiesen, aber es steht fest, dass es Gehirnbereiche gibt, die analog zu den bereits nachgewiesenen Spiegelneuronen bei Tieren agieren. Wüsste also nicht, was es da zu verlachen gäbe

Zitat:
Zitat von Fei Long Beitrag anzeigen
Wobei ich in einem schlauen Buch (Cheng Man Ching, Franzis, Silberstorff - weiß ich jetzt nicht mehr) gelesen habe, man solle sich eh nicht die Bewegung als Ablauf vorstellen, nach dem Motto und jetzt heben sich meine Armen und bewegen sich nach vorne, sondern man sollte besser hingehen und nur den "Endpunkt" der Bewegung "fixieren", und den Rest, den Weg dahin, macht der Körper dann alleine. Hat mir ganz gut geholfen.
Gefällt mir sehr gut, und passt viel besser zur Vorgehensweise, mit der ich arbeite
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Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso.
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  #21  
Alt 16-06-2009, 12:29
Benutzerbild von Fei Long
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Kampfkunst: Dachfirstfaust
 
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
...
Zitat:
Zitat von Fei Long Beitrag anzeigen
Wobei ich in einem schlauen Buch (Cheng Man Ching, Franzis, Silberstorff - weiß ich jetzt nicht mehr) gelesen habe, man solle sich eh nicht die Bewegung als Ablauf vorstellen, nach dem Motto und jetzt heben sich meine Armen und bewegen sich nach vorne, sondern man sollte besser hingehen und nur den "Endpunkt" der Bewegung "fixieren", und den Rest, den Weg dahin, macht der Körper dann alleine. Hat mir ganz gut geholfen.
Gefällt mir sehr gut, und passt viel besser zur Vorgehensweise, mit der ich arbeite
Bei mir funktionierten die Bewegungen danach lockerer und flüssiger, irgendwie "natürlicher", wenn ich "den Körper die Arbeit alleine machen lasse", als wenn ich wirklich alles im Kopf nachvollziehen will. Das dauert viel zu lange und man neigt dazu es zu genau machen zu wollen, was nur zu Verkrampfung führt.

Mein Meister sagt dazu, das Qi (was immer man darunter jetzt versteht) und auch "die Absicht" ist viel schneller als das was man erreicht wenn man sich den Weg durch den Körper visualisiert, mit den Gedanken den Weg "abfährt" oder es lenken will.
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  #22  
Alt 16-06-2009, 12:42
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen





Das intersannte dabei ist, dass es Neuronen geben soll, die sowohl bei Bewegung, als auch bei der Vorstellung der Bewegung aktiviert werden, und daher für das Lernen der Bewegung durch Gucken wichtig sind, die so gerne verlachten Spiegelneuronen.

Ist ja alles schön und gut, aber inwiefern ist das Wissen über Spiegelneuronen wichtig für das Erlernen von IMA und im Bezug auf die körperliche Konfrontation mit einem Gegner ?

Grüsse
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  #23  
Alt 16-06-2009, 12:42
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Zitat:
Zitat von Fei Long Beitrag anzeigen
Bei mir funktionierten die Bewegungen danach lockerer und flüssiger, irgendwie "natürlicher", wenn ich "den Körper die Arbeit alleine machen lasse", als wenn ich wirklich alles im Kopf nachvollziehen will. Das dauert viel zu lange und man neigt dazu es zu genau machen zu wollen, was nur zu Verkrampfung führt.

Mein Meister sagt dazu, das Qi (was immer man darunter jetzt versteht) und auch "die Absicht" ist viel schneller als das was man erreicht wenn man sich den Weg durch den Körper visualisiert, mit den Gedanken den Weg "abfährt" oder es lenken will.


Wer war noch mal Dein Meister ?
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  #24  
Alt 16-06-2009, 12:44
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Zitat:
Zitat von Primo Beitrag anzeigen
Ist ja alles schön und gut, aber inwiefern ist das Wissen über Spiegelneuronen wichtig für das Erlernen von IMA und im Bezug auf die körperliche Konfrontation mit einem Gegner ?

Grüsse
Nope, man muss sich nur bewusst sein, dass man unbewusst auf die Anwesenheit und Haltung anderer Personen im Raum reagiert, ob man will oder nicht

Aber ob das kampfentscheidend ist, und wie umsetzbar das in einem hektischen Handgemenge ist, das steht auf einem anderen Blatt. Bei 1:1-Konfrontationen mit Anbahnungsphase kann man mit Setups durchaus einiges machen.
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  #25  
Alt 16-06-2009, 12:57
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Nope, man muss sich nur bewusst sein, dass man unbewusst auf die Anwesenheit und Haltung anderer Personen im Raum reagiert, ob man will oder nicht
Naja zum Teil !

Man kann zum Teil mit Gestiken Einfluss auf das Gegenüber ausüben , das ist schon richtig , man kann sich aber auch dessen genauso gut entziehen !

Wenn man sich z.b. am Kopf kratzt , die Arme verschränkt , die Beine übereinanderschlägt , lacht , gähnt oder seine Position im Sitzen oder im Stand verändert kommt es sehr häufig(aber auch nicht immer ) dazu das das Gegenüber die Bewegungen bzw. Gestiken spiegelt !

Das ist aber simple nonverbale Kommunikation die man in jedem Schauspiel -, Rhethorik - oder NLP - Kurs lernen kann , um das zu begreifen brauch man keine IMA üben !

Gruss
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  #26  
Alt 16-06-2009, 13:03
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Zitat:
Zitat von Primo Beitrag anzeigen
Das ist aber simple nonverbale Kommunikation die man in jedem Schauspiel -, Rhethorik - oder NLP - Kurs lernen kann , um das zu begreifen brauch man keine IMA üben !
Wenn man Sachen macht, die es nirgend sonst gibt, kommen sie gelaufen und schreien: "Das kann nicht sein, wenn es das gäbe, hätten es andere auch entdeckt!"

Wenn man Sachen macht, die es sonst überall gibt, kommen sie gelaufen und schreien: "Das ist nichts besonderes!"



Wenn es um kampfrelevante Aspekte der non-verbalen Kommunikation geht, sollte man das schon im kämpferischen Kontext lernen, testen und üben.

Das hat aber alles recht wenig mit der Definition der IMA zu tun, man macht nicht IMA um non-verbale Kommunikation zu trainieren.
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  #27  
Alt 16-06-2009, 13:07
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Mir gehts gar nicht darum wers erfunden oder entdeckt hat !

Gruss
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  #28  
Alt 16-06-2009, 14:17
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Zitat:
Zitat von Primo Beitrag anzeigen
Ist ja alles schön und gut, aber inwiefern ist das Wissen über Spiegelneuronen wichtig für das Erlernen von IMA
Ich hatte schon den Eindruck, dass wenn ich mit Spitzenkönnern trainiere, (ohne jegliche Korrrektur nur nachmachen in einer großen Gruppe) mir die Bewegungen und auch das "Innere" viel leichter fallen.

Kannst Dir jetzt aussuchen, welchen Erklärungsansatz Du bevorzugst:
Chi-Resonanz oder Spiegelneurogen.

Das funktioniert natürlich auch, wenn man nicht weiß, wie es geht, aber ich neige nun mal zur Neugier
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  #29  
Alt 16-06-2009, 14:17
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Kampfkunst: Chen Taiji
 
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um mal bei dem Einfachsten anzufangen:
ganz wichtig ist es erst einmal, sich nicht selbst im Weg zu stehen. Durch fehlendes Vertrauen in Möglichkeiten oder durch zu verkrampftes Erzwingen-Wollen.
Sich als- sorry- ganzheitliches Wesen in den Sport einzubringen, so daß Körper, Geist, Nerven, Muskeln, Verstand und Psyche/Seele sich nicht in verschiedene Richtungen bewegen, sondern vollkommen gelöst als Einheit agieren können.
Wer diese Lockerheit, die auch was mit Loslassen-Können zu tun hat, schafft, ist schon ein gutes Stück auf dem Weg, denn dann steht der inneren Entwicklung und dem Fluß von Qi, Jin, Fajin usw. nämlich nichts im Weg...
(und dem Entstehen von passenden neuronalen Verbindungen/Synapsen im Gehirn, die bei regelmäßiger Wiederholung automatisch funktionieren, auch nicht)

Ist doch irgendwie egal, wie man es nennt oder definiert, Hauptsache, es funktioniert- und das geht am spontansten und einfachsten ohne langes Grübeln...
(auch wenn auch ich dank westlich-zivilisierter "Gründlichkeit" gerne alles erst einmal mit dem Verstand erklärt haben möchte...)
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  #30  
Alt 16-06-2009, 14:26
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Ich hatte schon den Eindruck, dass wenn ich mit Spitzenkönnern trainiere, (ohne jegliche Korrrektur nur nachmachen in einer großen Gruppe) mir die Bewegungen und auch das "Innere" viel leichter fallen.

Kannst Dir jetzt aussuchen, welchen Erklärungsansatz Du bevorzugst:
Chi-Resonanz oder Spiegelneurogen.

Ich bevorzuge Suggestion !

Gruss
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