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  #61  
Alt 18-06-2009, 21:31
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Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan, Family-Do
 
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Eigentlich steht es auch recht deutlich in den Taijiquan-Klassikern (in diesem Fall von Wu-Yuxian):

so ungefähr:

Throughout the body, the yi relies on the shen, not on the qi.
If it relied on the qi, it would become stagnant.


Das scheint eine ziemlich klare Aussage aus den alten Tagen und von den Taiji-Opas zu sein, daß man sich nicht auf irgendwelche Qi-Phänomene oder sonstige Sondererscheinungen im Körper (die durchaus auftreten können) konzentrieren sollte. Bzw. man sollte sich in seinem Üben nicht wirklich von diesen Sachen beeinflüssen oder lenken zu lassen.
Was nicht heissen soll, man schaltet jegliche Wahrnehmung oder geistige Gerichtetheit aus...

Schöne Grüsse,

Giles
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Ma Tsun-Kuen Germany: http://www.matsunkuen.com
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  #62  
Alt 18-06-2009, 22:23
Benutzerbild von Fei Long
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Kampfkunst: Dachfirstfaust
 
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Man diese Bilder benutzen, um bestimmte Zustände zu erzeugen, dann sollte man sie sofort fallenlassen. Wenn jemand permanent auf Vorstellungen angewiesen ist, und dies auch noch als unverzichtbaren Bestandteil einer KAMPFkunst verkaufen möchte, dann hat er sich weit von der Realität des Kampfes entfernt.
Sehe ich auch so. Ich denke Bilder können sehr nützlich sein für einer erste Erklärung. Zum Beispiel die Nummer mit dem Ball unter den Armen. Das ist für viele sicher einfacher als wenn man ihnen nur sagt "Du darfst die Armen nicht eng am Körper halten, aber auch nicht total verkrampft von dir stecken."
Mir hat das Bild mit den Bällen geholfen. Der Punkt ist einfach, wenn man dieses Gefühl erst einmal erzeugt hat - über das Bild - sollte man innerhalb von recht kurzer Zeit das Bild auch wieder über Bord werfen können, weil man die richtige Haltung dann auch "abrufen" bzw. eh automatisch einnehmen können sollte, ohne immer und immer wieder an den Ball zu denken.

Wie soll man beim Training auch nur eine Bewegung ordentlich hinbekommen, wenn man permanent die ganzen Bilder wie ´ne Checkliste abrufen müßte? Kopf? OK, oben aufgehängt. Arme? OK, locker, aber mit Ball drunter, Brust? OK, nicht zu geschwollen. etc.

Wobei, wenn man die Nummer bei einem "Ernstfall" durchzieht, am besten noch laut, hat man zumindest gute Chancen das der Aggressor in der Zwischenzeit eingepennt ist.

Ab und an hole ich mir Bilder mit denen ich bestimmte Dinge anfangs erlernt habe beim Training auch noch mal zurück, um zu prüfen ob alles OK ist oder wenn ich mich irgendwie nicht "richtig" fühle.
Daher, ich denke mit Bilder zu arbeiten ist nicht schlimm, es kann IMO für bestimmte Sachen ´ne gute (weril eben bildliche) Erklärung und Hilfestellung sein. Man sollte halt nur zusehen daß man daran nicht "hängen bleibt".
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  #63  
Alt 18-06-2009, 22:59
Benutzerbild von Trinculo
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Kampfkunst: Coltello e bastone, Yiquan 2.0
 
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Zitat:
Zitat von Fei Long Beitrag anzeigen
Sehe ich auch so. Ich denke Bilder können sehr nützlich sein für einer erste Erklärung. Zum Beispiel die Nummer mit dem Ball unter den Armen. Das ist für viele sicher einfacher als wenn man ihnen nur sagt "Du darfst die Armen nicht eng am Körper halten, aber auch nicht total verkrampft von dir stecken."
Das ist genau der Punkt - so sind diese Bilder auch als Lehrmethode entstanden. Aber irgendwann hat jemand gedacht, mehr sei besser, und das Ganze wurde zum Selbstzweck:

"Stell Dir den Ball vor, fühle seine Oberfläche ... ein warmes, weiches Licht geht von ihm aus ... Du fühlst Dich schwerelos ... usw. usf." Dann muss man nur noch harmlose haptische und propriozetive Eindrücke als "energetische" Phänomene deuten, und der Phantasie sind keine Grenzen mehr gesetzt ...
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Yo también tuve mis ideas, pero ahora sólo me quedan una cuantas vísceras en muy buen uso.
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  #64  
Alt 19-06-2009, 10:12
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
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Zitat:
Zitat von GilesTCC Beitrag anzeigen
Eigentlich steht es auch recht deutlich in den Taijiquan-Klassikern (in diesem Fall von Wu-Yuxian):

so ungefähr:

Throughout the body, the yi relies on the shen, not on the qi.
If it relied on the qi, it would become stagnant.


Das scheint eine ziemlich klare Aussage aus den alten Tagen und von den Taiji-Opas zu sein, daß man sich nicht auf irgendwelche Qi-Phänomene oder sonstige Sondererscheinungen im Körper (die durchaus auftreten können) konzentrieren sollte. Bzw. man sollte sich in seinem Üben nicht wirklich von diesen Sachen beeinflüssen oder lenken zu lassen.
Was nicht heissen soll, man schaltet jegliche Wahrnehmung oder geistige Gerichtetheit aus...

Schöne Grüsse,

Giles

Moin,

fällt mir ein, was ich mal gelesen habe, find´s irgendwie ein wenig passend:


Fragt der Zen Schüler seinen Meister nach langem Sitzen:

"Meister, ich sehe helle Lichter vor meinem inneren Auge, in meinem Bauch beginnt sich etwas zu drehen und ich habe das Gefühl, schweben zu können.
WAS BEDEUTET ALL DIES?"

"Nichts", antwortete der Meister

Grüße
Pilger

PS: Ja, auch ich hab damals dran gedacht, dass der Schüler besoffen gewesen sein könnte
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Geändert von pilger (19-06-2009 um 10:15 Uhr).
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  #65  
Alt 19-06-2009, 10:15
Benutzerbild von Trinculo
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Kampfkunst: Coltello e bastone, Yiquan 2.0
 
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Zitat:
Zitat von pilger Beitrag anzeigen
Fragt der Zen Schüler seinen Meister nach langem Sitzen:

"Meister, ich sehe helle Lichter vor meinem inneren Auge, in meinem Bauch beginnt sich etwas zu drehen und ich habe das Gefühl, schweben zu können.
WAS BEDEUTET ALL DIES?"

"Nichts", antwortete der Meister
Werde Dao bitten, das oben festzupinnen
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  #66  
Alt 19-06-2009, 10:38
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Kampfkunst: Lithium soll helfen
 
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Werde Dao bitten, das oben festzupinnen
noch besser finde ich die Variante mit der Antwort:

"keine Sorge, das geht vorbei!"
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Rainer Maria Rilke
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  #67  
Alt 19-06-2009, 10:50
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Zitat:
Zitat von pilger Beitrag anzeigen
PS: Ja, auch ich hab damals dran gedacht, dass der Schüler besoffen gewesen sein könnte
...oder verdorbene Shrimps...

aber im Ernst: Wenn irgendwelche "komische" bis "spannende" Begleiterscheinungen auftreten, können sie schon auf Entwicklungen hindeuten. Trotzdem hat der besagte Meister mit seiner strengen Aussage natürlich Recht, weil sie schliesslich gar nicht zur Sache sind. (So weit wie ich es bisher verstehe, zumindest: ) Solche Phänomene machen dich nicht gesunder, die machen dich nicht zu einem besseren Kämpfer und, vor allem, die machen dich nicht zu einem ausgeglicheneren, demütigeren oder weiseren Mensch. Sie sind eher wie die komischen, wilden, schlimmen oder auch anscheinend genialen Gedanken, die beim Meditieren auftauchen. Wenn man die akzeptiert aber zugleich wieder gehen lässt und hinter sich lässt, dann alles OK. Wenn man sich daran aufhängt und die Achtsamkeit darauf fokussiert, bringt man sich in energetische und seelische Verrenkungen, die auf Dauer negativ sind...

Schöne Grüsse,

Giles
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  #68  
Alt 19-06-2009, 11:02
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Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
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Zitat:
Zitat von GilesTCC Beitrag anzeigen
...oder verdorbene Shrimps...

aber im Ernst: Wenn irgendwelche "komische" bis "spannende" Begleiterscheinungen auftreten, können sie schon auf Entwicklungen hindeuten. Trotzdem hat der besagte Meister mit seiner strengen Aussage natürlich Recht, weil sie schliesslich gar nicht zur Sache sind. (So weit wie ich es bisher verstehe, zumindest: ) Solche Phänomene machen dich nicht gesunder, die machen dich nicht zu einem besseren Kämpfer und, vor allem, die machen dich nicht zu einem ausgeglicheneren, demütigeren oder weiseren Mensch. Sie sind eher wie die komischen, wilden, schlimmen oder auch anscheinend genialen Gedanken, die beim Meditieren auftauchen. Wenn man die akzeptiert aber zugleich wieder gehen lässt und hinter sich lässt, dann alles OK. Wenn man sich daran aufhängt und die Achtsamkeit darauf fokussiert, bringt man sich in energetische und seelische Verrenkungen, die auf Dauer negativ sind...


Schöne Grüsse,

Giles

Hi Giles,

so in etwa sehe ich das auch, mit dem Zusatz, dass man dort stehenbleibt wo man ist, wenn man sich über diese "Begleiterscheinungen" Gedanken macht. Das verhindert fast jedes Weiterkommen.

Grüße
Pilger
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  #69  
Alt 19-06-2009, 11:06
Benutzerbild von Trinculo
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Kampfkunst: Coltello e bastone, Yiquan 2.0
 
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
noch besser finde ich die Variante mit der Antwort:

"keine Sorge, das geht vorbei!"


Mal im Ernst, mit der entsprechenden Ideologie kann ich auch eingeschlafene Füße als energetisches Phänomen verkaufen und die strömende Energie erfühlen.

Der Hauptfehler vieler inneren Künste bzw. deren Schulen ist einfach eine übertriebene Introspektion, das Spezialisieren auf die Nabelschau, das Verlieren in sich selbst. So kann man stundenlang in der eigenen Körperwahrnehmung schwelgen, ohne blaue Flecken und blutige Lippen. Das Ideal der inneren KK ist ein anderes, die ganze Aufmerksamkeit IM KAMPF muss nach außen gerichtet sein ... wie ein Fisch im Wasser, wie die Flagge im Wind.
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  #70  
Alt 19-06-2009, 12:41
Benutzerbild von bluemonkey
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Kampfkunst: Lithium soll helfen
 
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen

Der Hauptfehler vieler inneren Künste bzw. deren Schulen ist einfach eine übertriebene Introspektion, das Spezialisieren auf die Nabelschau, das Verlieren in sich selbst. So kann man stundenlang in der eigenen Körperwahrnehmung schwelgen, ohne blaue Flecken und blutige Lippen.
diese innere Arbeit ist, korrekt ausgeführt, weitaus anstrengender als die meisten äußeren Sportarten.

Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
:
Das Ideal der inneren KK ist ein anderes, die ganze Aufmerksamkeit IM KAMPF muss nach außen gerichtet sein ... wie ein Fisch im Wasser, wie die Flagge im Wind.
Das Bewusstsein ist sehr hilfreich dazu neue Fertigkeiten zu erlernen oder umzulernen. Aufgrund seiner geringen Kapazität ist es schlecht geeignet, Tätigkeiten zu steuern, die auf eine hohe Informationsverabeitungsgeschwindigkeit erfordern.
Dann sollte der Lernprozess abgeschlossen sein, und die Fertigkeiten unbewusst abrufbar sein.
Nur weil ein geübter Autofahrer nicht mehr ans Gasgeben, Bremsen, Schalten denkt, heist das nicht, dass ein Anfänger das so erlernen soll.
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  #71  
Alt 19-06-2009, 15:32
Benutzerbild von laoshu
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Kampfkunst: taiji
 
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Na, geht doch mit dem weniger ernst nehmen! Tut auch gar nicht weh, jedenfalls erfreulicherweise nicht allen.
Vielleicht war ja meine Frage weiter unten, ob man an das Weltbild hinter den asiatischen Bewegungs- und Kampfkunstformen glauben muss, damit sie wirken oder funktionieren, doch gar nicht so blöd, wie sie von einigen gehalten wurde. Zumindest meine persönliche Erfahrung mit meinen Qigong-Schülern zeigt, dass sich die positiven Effekte einstellen, egal ob ich ihnen einen vom Qi erzähle oder nicht. In jedem Fall helfen sprachliche Bilder oder Vorstellungen den Schülern, die gewünschte Bewegung oder Haltung einzunehmen und meistens sehr viel schneller als ohne Bild. Kann jeder, der unterrichtet, leicht ausprobieren. Stell dir vor, du hälst einen großen pezzi-Ball vor dem Körper. Bitte jetzt das Ganze formulieren ohne Bild...
Einem Fussballer und laut eigener Aussage absoluter Nichttänzer habe ich das Rumba-Tanzen folgendermaßen beigebracht: Grundlinie - Strafraum - Grundlinie - Spielfeld. Mit der Hüfte den gegnerischen Spieler wegpushen.
Wovon ich allerdings absolut nichts halte, ist das zwanghafte Hinterherfühlen hinter Körperwahrnehmungen, die irgendwo von irgendwelchen Meistern und Meisterschülern zu Papier gebracht wurden. Womit ich nicht etwa behaupten möchte, dass es die nicht gibt. Aber natürlich führt soetwas in die Versuchung, eine banale Blähung sofort als Zeichen reger Qi-Aktivität im unteren Dantian auszugeben. Kann sein, muss es aber nicht.
In meinem Unterricht arbeite ich mit drei Begriffen 1. Vorstellung (sprachliches Bild), 2. Aufmerksamkeit (Konzentration auf bestimmte Körperbereiche) 3. Absicht (eine Art geistiger Vorabausführung der folgenden Handlung, Bewegung etc.). Im Kampfkunstbereich gesellt sich dann noch Tonus und Vorspannung dazu.
Es geht auch ohne Energiestrahlen, rechts- und linksdrehende Dantians, spektakuläre Lichterscheinungen vor den Augen etc.
Zumindest am Anfang
Liebe Grüße,
laoshu
Und wer das mit dem Lichtstrahl nicht mag, der meditiert sich halt mit der Vorstellung des Keilriemes seines GTI durch den kleinen Himmelskreislauf
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There is no phoenix without ashes.
Aus der Biografie von Jane Fonda
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  #72  
Alt 19-06-2009, 16:18
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Ch'üan Fa, Budō
 
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Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Nur weil ein geübter Autofahrer nicht mehr ans Gasgeben, Bremsen, Schalten denkt, heist das nicht, dass ein Anfänger das so erlernen soll.
Sehr gute Analogie. Und in diesem Yi steckt ja auch ein Bedeutungskontinuum, das von Intention bis höchste Konzentration und Aufmerksamkeit - nach außen(!) reicht. Deshalb ist es aber auch nicht sinnvoll, den Begriff ohne konkrete Übersetzung zu wenden, da dann Missverständnisse zwangsläufig sind. Und wer Vorstellungsbilder auf Trainingsebene komplett verteufelt, müsste auch alle Trainingshilfsgeräte abschaffen, nur weil diese im Kampf dann auch nicht vorkommen - wie bspw. eine echte Kugel zur Internalisierung von Handspiralen. Das muss natürlich alles nicht sein, es kann aber helfen. Gleich beim reinen Kämpfen sind immer noch die Wenigsten.

Gruß

Freier Geist
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成 王 敗 寇

Geändert von Freier Geist (19-06-2009 um 16:21 Uhr).
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  #73  
Alt 19-06-2009, 16:41
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Ch'üan Fa, Budō
 
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Solche "Krücken", wie z. B. auch die erwähnte Kugel können meiner Erfahrung nach Lernprozesse sogar beschleunigen. Durch bloßes Imitieren von etwas, das man gar nicht richtig sieht, kann's wesentlich länger dauern, bis es da mal Klick macht. Kann.

Gruß

Freier Geist
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成 王 敗 寇
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  #74  
Alt 19-06-2009, 16:49
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Kampfkunst: Ch'üan Fa, Budō
 
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Und wie gesagt, das Problem sind nicht Yi & Co, sondern dass meist die falschen Prioritäten gesetzt werden, dass aus Nebensächlichem der Hauptinhalt wird, und man dann im Anschluss daran - bevor es überhaupt richtig los geht - schon den Schlusspunkt setzt.

Gruß

Freier Geist
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成 王 敗 寇
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  #75  
Alt 19-06-2009, 16:50
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Kampfkunst: ein wenig inneres boxen, früher systema und div. chinesische imas
 
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Beiträge: 1.132
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zitat trinci :

"...die ganze Aufmerksamkeit IM KAMPF muss nach außen gerichtet sein..."

das wäre für mich aber schon eine 'externe' formulierung.

ima-mässig würd' ich eher sagen, ich ziehe alles (äussere) zu mir hin; jeder schritt in ein zu-mir-ziehen der situation (auch rückwärtsschritte), jeder schlag hat auch griffcharakter, der blick zieht den 'gegner' an: verschlingen statt draufklopfen; und deswegen kann ein training, das diesen innen'fokus' - auch mal ohne 'kampf' - betont, schon interessant sein.

viele grüsse

vakuum
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