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#1
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| Hallo Leute. Ich praktiziere seit 25 Jahren Taiji. Mir geht es gut, ich bin Gesund und fühle mich wohl in meiner Haut. Taiji trägt mit Sicherheit dazu bei. Aber wie ist das mit ernsten Erkrankungen? Kennt jemand seriöse Studien, wie Taiji bei ernsthaften Erkrankungen ( Krebs, Aids, Psychosen etc.) wirkt? Vielen Dank im Voraus Hongmen Geändert von Hongmen (26-04-2006 um 20:56 Uhr). |
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#2
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| über Qi-Gong und TCM gibt es wissenschaftliche studien, die das kommunistische china dazu bewogen haben diese alten traditionen nicht vollständig zu zerstören. un die kommunsiten hatten eigentlich eher gewollt, dass sie das alles als hokupokus abtun könnten ! grob kann man sagen, das TCM erfolgreicher gegen chronische beschwerden ist, während die westliche medizin bei akuten beschwerden konkurrenzlos ist. soweit ich weiß gibt es diverse erfolge bei krebs und aids, aber sicherlich keine "wunderheilungen". ein tolles buch dazu ist: das große buch der chinesischen medizin die medizin von yin und yang in theorie und praxis von Ted J. Kaptchuk grüße, cherubin
__________________ "Umgekehrt gilt (auch): Ihre Körperhaltung beeinflusst das Denken." Eric Franklin |
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#3
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| unbraucbar ist taiji zum beispiel bei psychiatrischen patienten... |
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#4
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| Zitat:
das glaub ich nicht. Könnte mir vorstellen, das etwas innere Ruhe usw. durchaus positiv auf Borderline- Patienten (o.ä) wirken könnten.
__________________ "Ach, die Welt ist so geräumig, // Und der Kopf ist so beschränkt!" Wilhelm Busch ich kämpfe wie ich trainiere, nackt und eingeölt.Miskotty |
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#5
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| ich denke einfach das bei psychischem durcheinander hauptsächlich die standmeditation trainiert werden sollte.... gute verwurzlung ..gedanken leeren was sowiso am wichtigsten ist ... |
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#6
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| stimmt, es kommt ja nicht drauf an wie schnell man sowas lernt. Wenn die Standmeditation "anschlägt" und Wirkung zeigt, könnte man ja darauf aufbauen. Grundsätzlich hat TCC (und vieles anderes) meiner Meinung nach auf fast alle Leiden (die meißten sind ja psychischer Natur) einen positiven Effekt.
__________________ "Ach, die Welt ist so geräumig, // Und der Kopf ist so beschränkt!" Wilhelm Busch ich kämpfe wie ich trainiere, nackt und eingeölt.Miskotty |
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#7
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| Ich habe eine Zeitlang "Bewegungstherapie" auf der Basis von Qi Gong und Tai Chi Chuan in einer psychiatrischen Tagesklinik gegeben. Von Stehender Säule bis hin zu Partnerübungen (auch z.T. mit Stöcken). Da war auch viel Experimentieren dabei, vor allem weil ich mit unterschiedlichen Störungsbildern arbeiten musste. Ganz kurz gefasst: um die 70 bis 80 % konnten (laut eigenen Aussagen) zumindest etwas Positives davon gewinnen. Ein paar fanden es gar ziemlich gut Wenn Patienten unter einer Psychose leiden, bzw. irgendwie am dissozieren sind, dann ist solche Arbeit nicht gut. Ansonsten kann man schon probieren und beobachten, was geht. schöne Grüsse, Giles
__________________ "Behind the sky there is always another sky..." Meister Ma Tsun-Kuen http://www.matsunkuen-europe.com |
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#8
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| Zitat:
Außerdem gibt es bestimmt viele psychische Probleme, die wiederum eine körperliche Ursache haben. Den Zusammenhang zwischen einer guten Verdauung und einer bestimmten geistigen Verfassung hat schon Nietzsche richtig vermutet ![]() Grüße, Trinculo
__________________ « Le mensonge et la crédulité s'accouplent et engendrent l'opinion. » (Paul Valéry) |
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#9
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| Qigong, und damit auch Taiji, wirkt immer auch auf die geistige Verfassung. Es kann aber auch etwas anstossen, so daß es demjenigen erstmal schlechter geht, weil es in Gang kommt. Ohne das würde er aber nur vor sich hindümpeln, und nicht gesund werden. Es ist also auch in dem Fall sinnvoll, muß dann aber unbedingt begleitet werden. Hilft auch bei Drogenabhängigen. Bei Psychotikern kommen also die "verklemmten Gefühle" wieder in Bewegung, das zeigt sich dann aber eben in eventuell stärkeren Gefühlsepisoden. Hinterher, wenn man es geschafft hat, geht es einem aber besser. Es ist sogar eine GROSSE Hilfe, gerade für die Fälle wo Psychologen überhaupt keine Aktien drin haben (schwere emotionale Zustände aus heftigen Erfahrungen, abgestumpfte Leute). Da zucken schlechte Psychiater nämlich gerne mal mit den Schultern. Malen, Taiji und andere körperorientierte Verfahren helfen da weiter. |
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#10
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| Hi all! Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Leute, die vorher im volkstümlichen Sinne ganz "normal" waren, nach einiger Zeit intensiven Taiji-und Qigongtrainings fast ausgetiggert sind! Ich rede hier nicht nur von einigen Wochen Training, sondern schon eine gehörige Zeit länger und täglich intensiv. Wenn man dann aber trotzdem weitermacht, ist´s als ob der Geist von einem dunklen reinigenden furchtbar tosenden Gewitter durchzogen wurde und die Sonne anschließend klarer denn je scheint. Entschuldigt, wenn dies ein wenig zu esomäßig klingt, aber ein besserer Vergleich fiel mir gerade nicht ein! Denn ich habe diese Erfahrung gemacht, seelisch und geistig von einem Extrem ins andere, war eine zeitlang garnicht so schön, bin aber zum Glück gut durchgerutscht und momentan ziemlich mittig angekommen. Will heißen, das Training wirbelt den Geist teilweise ganz schön durch und verändert vieles, zumindest bei mir war´s so. Grüße Pilger Geändert von pilger (27-04-2006 um 20:37 Uhr). |
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#11
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| Zitat:
Prinzipiell stimme ich dir mit deiner Posting voll zu. Nur bei "Psychotikern" gibt es hier vielleicht ein Mißverständnis: Jemand, der (aktuell) unter einer Psychose leidet, ist nicht mehr richtig im Hier und Jetzt. Das ist nicht das Gleiche wie z.B eine affektive Störung, wo vielleicht Gefühle/Emotionen aufgestaut, nicht richtig zugeordnet oder integriert usw. sind. Ein Psychotiker, im Gegensatz zu z.B. jemandem mit Depression, eine Angststörung oder wie auch immer, leidet unter Wahnvorstellungen (z.B. Stimmen hören; oder Verfolgungswahn; oder denkt, daß alle andere Aliens sind; oder die Vögeln geben geheime Befehle...). Alle Ansätze, die mit energetischen Vorstellungen, gesteigerte Wahrnehmungsvermögen usw. (wie Qi Gong / Tai Chi) sind hier kontraindiziert - es ist nur Öl ins Feuer giessen. Sie brauchen eher "Banales" und "Sicheres" erstmal, um so damit die Wahnvorstellungen relativieren zu können. Ist ein solcher Patient aber wieder +/- in der Wirklichkeit zurück - was längst nicht wieder fit und glücklich bedeuten muß - können dann solche Methoden vielleicht wieder hilfreich sein. schöne Grüsse, Giles
__________________ "Behind the sky there is always another sky..." Meister Ma Tsun-Kuen http://www.matsunkuen-europe.com |
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#12
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| Zitat:
![]() Wollt ich mal gesagt haben........ Zitat:
Die helfende wirkung wurde ja hier auch oft genug erwähnt mehr braucht man da kaum sagen... also ich fühl mich nachm taiji immer besser auch wenn ich vorher keine lust dazu hatte was zu tun...
__________________ Member of Chen Taiji Berlin - Chen Tai Chi Quan in Berlin Prenzlauer-Berg, Hohenschönhausen und Lichtenberg Meine Seiten: TalkBerlin.de | http://www.ISFotodesign.de |
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#13
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| . Geändert von guandi (01-12-2006 um 16:38 Uhr). |
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#14
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| Hallo! Zitat:
Der Stille
__________________ http://www.taichi-koeln.de |
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#15
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| Zitat:
Hi Stiller, klar die Körperhaltung, Flexibilität und auch die Zusammensetzung und das Verhältnis Anspannung/Entspannung ändern sich ebenso. Hatte das nur deshalb nicht aufgeführt, weil dies bei mir eine schöne stetige Veränderung war, ganz im Gegensatz zum Geist, der schlug Purzelbäume und fuhr eine zeitlang Achterbahn, zum Glück wieder alles im Lot, puh... Und was die Meditation angeht, halte ich diese auch für sehr wichtig, sowohl in geistiger Hinsicht als auch körperlichen Dingen. Durch sie habe ich gelernt, zu relaxen und mich zu sammeln, wichtige Voraussetzungen für brauchbares funktionierendes Tai Chi Chuan. Bis dann Pilger |
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