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  #1  
Alt 26-04-2006, 20:48
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Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
Registrierungsdatum: 31.10.2005
Alter: 50
Beiträge: 777
Standard Wie Gesund ist Taiji wirklich?

Hallo Leute.
Ich praktiziere seit 25 Jahren Taiji. Mir geht es gut, ich bin Gesund und fühle mich wohl in meiner Haut. Taiji trägt mit Sicherheit dazu bei.

Aber wie ist das mit ernsten Erkrankungen? Kennt jemand seriöse Studien, wie Taiji bei ernsthaften Erkrankungen ( Krebs, Aids, Psychosen etc.) wirkt?

Vielen Dank im Voraus

Hongmen

Geändert von Hongmen (26-04-2006 um 20:56 Uhr).
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  #2  
Alt 27-04-2006, 11:55
Benutzerbild von Cherubin
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Kampfkunst: Sun-Stil
 
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Beiträge: 628
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über Qi-Gong und TCM gibt es wissenschaftliche studien, die das kommunistische china dazu bewogen haben diese alten traditionen nicht vollständig zu zerstören. un die kommunsiten hatten eigentlich eher gewollt, dass sie das alles als hokupokus abtun könnten !
grob kann man sagen, das TCM erfolgreicher gegen chronische beschwerden ist, während die westliche medizin bei akuten beschwerden konkurrenzlos ist.

soweit ich weiß gibt es diverse erfolge bei krebs und aids, aber sicherlich keine "wunderheilungen".

ein tolles buch dazu ist:

das große buch der chinesischen medizin
die medizin von yin und yang in theorie und praxis
von Ted J. Kaptchuk


grüße,
cherubin
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  #3  
Alt 27-04-2006, 14:35
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Kampfkunst:
 
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Beiträge: 424
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unbraucbar ist taiji zum beispiel bei psychiatrischen patienten...
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  #4  
Alt 27-04-2006, 14:39
Benutzerbild von re:torte
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Zitat:
Zitat von scientist
unbraucbar ist taiji zum beispiel bei psychiatrischen patienten...

das glaub ich nicht. Könnte mir vorstellen, das etwas innere Ruhe usw. durchaus positiv auf Borderline- Patienten (o.ä) wirken könnten.
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"Ach, die Welt ist so geräumig, // Und der Kopf ist so beschränkt!" Wilhelm Busch
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  #5  
Alt 27-04-2006, 15:22
Benutzerbild von Chiquan
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Kampfkunst: Yang- Chen- Taiji, Zeichnen, Malen
 
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Beiträge: 217
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ich denke einfach das bei psychischem durcheinander hauptsächlich die standmeditation trainiert werden sollte.... gute verwurzlung ..gedanken leeren
was sowiso am wichtigsten ist ...
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  #6  
Alt 27-04-2006, 15:28
Benutzerbild von re:torte
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Kampfkunst: Pilates auf SV- Basis
 
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Ort: Römerberg
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Beiträge: 1.441
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stimmt,
es kommt ja nicht drauf an wie schnell man sowas lernt.
Wenn die Standmeditation "anschlägt" und Wirkung zeigt, könnte man ja darauf aufbauen.

Grundsätzlich hat TCC (und vieles anderes) meiner Meinung nach auf fast alle Leiden (die meißten sind ja psychischer Natur) einen positiven Effekt.
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  #7  
Alt 27-04-2006, 16:20
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Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan, Family-Do
 
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Beiträge: 383
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Ich habe eine Zeitlang "Bewegungstherapie" auf der Basis von Qi Gong und Tai Chi Chuan in einer psychiatrischen Tagesklinik gegeben. Von Stehender Säule bis hin zu Partnerübungen (auch z.T. mit Stöcken). Da war auch viel Experimentieren dabei, vor allem weil ich mit unterschiedlichen Störungsbildern arbeiten musste. Ganz kurz gefasst: um die 70 bis 80 % konnten (laut eigenen Aussagen) zumindest etwas Positives davon gewinnen. Ein paar fanden es gar ziemlich gut
Wenn Patienten unter einer Psychose leiden, bzw. irgendwie am dissozieren sind, dann ist solche Arbeit nicht gut. Ansonsten kann man schon probieren und beobachten, was geht.

schöne Grüsse,

Giles
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  #8  
Alt 27-04-2006, 16:25
Benutzerbild von Trinculo
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Beiträge: 6.692
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Zitat:
Zitat von re:torte
(die meißten sind ja psychischer Natur)
Wer sagt denn das? Ich darf nur kurz daran erinnern, dass man auch lange geglaubt hatte, die Magengeschwüre kämen vom Stress, bevor man Helicobacter pylori entdeckt hat ...

Außerdem gibt es bestimmt viele psychische Probleme, die wiederum eine körperliche Ursache haben. Den Zusammenhang zwischen einer guten Verdauung und einer bestimmten geistigen Verfassung hat schon Nietzsche richtig vermutet

Grüße,

Trinculo
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« Le mensonge et la crédulité s'accouplent et engendrent l'opinion. »
(Paul Valéry)
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  #9  
Alt 27-04-2006, 19:04
Benutzerbild von Klaus
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Kampfkunst:
 
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Qigong, und damit auch Taiji, wirkt immer auch auf die geistige Verfassung. Es kann aber auch etwas anstossen, so daß es demjenigen erstmal schlechter geht, weil es in Gang kommt. Ohne das würde er aber nur vor sich hindümpeln, und nicht gesund werden. Es ist also auch in dem Fall sinnvoll, muß dann aber unbedingt begleitet werden. Hilft auch bei Drogenabhängigen. Bei Psychotikern kommen also die "verklemmten Gefühle" wieder in Bewegung, das zeigt sich dann aber eben in eventuell stärkeren Gefühlsepisoden. Hinterher, wenn man es geschafft hat, geht es einem aber besser. Es ist sogar eine GROSSE Hilfe, gerade für die Fälle wo Psychologen überhaupt keine Aktien drin haben (schwere emotionale Zustände aus heftigen Erfahrungen, abgestumpfte Leute). Da zucken schlechte Psychiater nämlich gerne mal mit den Schultern. Malen, Taiji und andere körperorientierte Verfahren helfen da weiter.
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  #10  
Alt 27-04-2006, 20:35
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Kampfkunst: Taijiquan (li-stil); früher Judo und etwas Kickboxen
 
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Beiträge: 211
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Hi all!

Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Leute, die vorher im volkstümlichen Sinne ganz "normal" waren, nach einiger Zeit intensiven Taiji-und Qigongtrainings fast ausgetiggert sind! Ich rede hier nicht nur von einigen Wochen Training, sondern schon eine gehörige Zeit länger und täglich intensiv.

Wenn man dann aber trotzdem weitermacht, ist´s als ob der Geist von einem dunklen reinigenden furchtbar tosenden Gewitter durchzogen wurde und die Sonne anschließend klarer denn je scheint.

Entschuldigt, wenn dies ein wenig zu esomäßig klingt, aber ein besserer Vergleich fiel mir gerade nicht ein! Denn ich habe diese Erfahrung gemacht, seelisch und geistig von einem Extrem ins andere, war eine zeitlang garnicht so schön, bin aber zum Glück gut durchgerutscht und momentan ziemlich mittig angekommen.

Will heißen, das Training wirbelt den Geist teilweise ganz schön durch und verändert vieles, zumindest bei mir war´s so.

Grüße
Pilger

Geändert von pilger (27-04-2006 um 20:37 Uhr).
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  #11  
Alt 27-04-2006, 21:01
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Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan, Family-Do
 
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Zitat:
Zitat von Klaus
Bei Psychotikern kommen also die "verklemmten Gefühle" wieder in Bewegung, das zeigt sich dann aber eben in eventuell stärkeren Gefühlsepisoden. Hinterher, wenn man es geschafft hat, geht es einem aber besser.
Hi Klaus,

Prinzipiell stimme ich dir mit deiner Posting voll zu. Nur bei "Psychotikern" gibt es hier vielleicht ein Mißverständnis: Jemand, der (aktuell) unter einer Psychose leidet, ist nicht mehr richtig im Hier und Jetzt. Das ist nicht das Gleiche wie z.B eine affektive Störung, wo vielleicht Gefühle/Emotionen aufgestaut, nicht richtig zugeordnet oder integriert usw. sind. Ein Psychotiker, im Gegensatz zu z.B. jemandem mit Depression, eine Angststörung oder wie auch immer, leidet unter Wahnvorstellungen (z.B. Stimmen hören; oder Verfolgungswahn; oder denkt, daß alle andere Aliens sind; oder die Vögeln geben geheime Befehle...). Alle Ansätze, die mit energetischen Vorstellungen, gesteigerte Wahrnehmungsvermögen usw. (wie Qi Gong / Tai Chi) sind hier kontraindiziert - es ist nur Öl ins Feuer giessen. Sie brauchen eher "Banales" und "Sicheres" erstmal, um so damit die Wahnvorstellungen relativieren zu können.
Ist ein solcher Patient aber wieder +/- in der Wirklichkeit zurück - was längst nicht wieder fit und glücklich bedeuten muß - können dann solche Methoden vielleicht wieder hilfreich sein.

schöne Grüsse,

Giles
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  #12  
Alt 27-04-2006, 23:21
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Ryo Ryo ist offline
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Zitat:
Zitat von Cherubin
die kommunsiten hatten eigentlich eher gewollt, dass sie das alles als hokupokus abtun könnten !
Nur weil sich etwas Kommunistisch schimpft ist es das noch lange nicht

Wollt ich mal gesagt haben........

Zitat:
Zitat von scientist
unbraucbar ist taiji zum beispiel bei psychiatrischen patienten...
Seltsam nur das es oft bei diesen als zusätzliche Theraphie benützt wird....

Die helfende wirkung wurde ja hier auch oft genug erwähnt mehr braucht man da kaum sagen... also ich fühl mich nachm taiji immer besser auch wenn ich vorher keine lust dazu hatte was zu tun...
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Member of Chen Taiji Berlin - Chen Tai Chi Quan in Berlin Prenzlauer-Berg, Hohenschönhausen und Lichtenberg
Meine Seiten: TalkBerlin.de | http://www.ISFotodesign.de
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  #13  
Alt 28-04-2006, 06:50
guandi
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Geändert von guandi (01-12-2006 um 16:38 Uhr).
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  #14  
Alt 28-04-2006, 07:18
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Hallo!

Zitat:
Zitat Pilger
Hi all!

Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Leute, die vorher im volkstümlichen Sinne ganz "normal" waren, nach einiger Zeit intensiven Taiji-und Qigongtrainings fast ausgetiggert sind! Ich rede hier nicht nur von einigen Wochen Training, sondern schon eine gehörige Zeit länger und täglich intensiv.

Wenn man dann aber trotzdem weitermacht, ist´s als ob der Geist von einem dunklen reinigenden furchtbar tosenden Gewitter durchzogen wurde und die Sonne anschließend klarer denn je scheint.

Entschuldigt, wenn dies ein wenig zu esomäßig klingt, aber ein besserer Vergleich fiel mir gerade nicht ein! Denn ich habe diese Erfahrung gemacht, seelisch und geistig von einem Extrem ins andere, war eine zeitlang garnicht so schön, bin aber zum Glück gut durchgerutscht und momentan ziemlich mittig angekommen.

Will heißen, das Training wirbelt den Geist teilweise ganz schön durch und verändert vieles, zumindest bei mir war´s so.
In der Hinsicht gebe ich dir volkommen recht! Da ging es mir auch so, aber auch meine Körperhaltung hat sich sehr verbessert. Voraussetzungen ist aber das man Die Form auch im hier und jetzt macht also bewust und nicht mit den Gedanken im gestern oder morgen oder sonst wo! nicht zu vergessen die Meditation. Alles zusammen finde ich ein sehr effektives Paket was ich jedem empfehlen kan egal welcher TCC Stil!

Der Stille
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  #15  
Alt 28-04-2006, 21:06
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Zitat:
Zitat von Der Stille
Hallo!



In der Hinsicht gebe ich dir volkommen recht! Da ging es mir auch so, aber auch meine Körperhaltung hat sich sehr verbessert. Voraussetzungen ist aber das man Die Form auch im hier und jetzt macht also bewust und nicht mit den Gedanken im gestern oder morgen oder sonst wo! nicht zu vergessen die Meditation. Alles zusammen finde ich ein sehr effektives Paket was ich jedem empfehlen kan egal welcher TCC Stil!

Der Stille

Hi Stiller,

klar die Körperhaltung, Flexibilität und auch die Zusammensetzung und das Verhältnis Anspannung/Entspannung ändern sich ebenso. Hatte das nur deshalb nicht aufgeführt, weil dies bei mir eine schöne stetige Veränderung war, ganz im Gegensatz zum Geist, der schlug Purzelbäume und fuhr eine zeitlang Achterbahn, zum Glück wieder alles im Lot, puh...

Und was die Meditation angeht, halte ich diese auch für sehr wichtig, sowohl in geistiger Hinsicht als auch körperlichen Dingen. Durch sie habe ich gelernt, zu relaxen und mich zu sammeln, wichtige Voraussetzungen für brauchbares funktionierendes Tai Chi Chuan.

Bis dann
Pilger
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