Kampfkunst-Board



Thema geschlossen
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #31  
Alt 06-05-2008, 02:10
bluemonkey
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
da der mensch von irgendwas leben muss, muss sich der lehrer ohnehin seine zeit bezahlen lassen (sonst braucht er die, um anderweitig geld zu verdienen). wenn er die preise zu hoch ansetzt, kriegt er halt zur strafe diese besondere sorte kunden.
Es gibt in vielen Bereichen Leute, die sich neben ihrer normalen Erwerbstätigkeit ehrenamtlich oder gegen Aufwandsenschädigung betätigen.
In klassischen Sportvereinen ist das normal und vieles würde ohne solches Engagement gar nicht funktionieren.

lt. Wuhun gab es wohl sogar in China (mindestens einen) Kampfkünstler, die ihr Können zum Nulltarif weitergaben.
Google Bookmark this Post!
Werbung
  #32  
Alt 06-05-2008, 08:05
Benutzerbild von tsange
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Taiji
 
Registrierungsdatum: 20.02.2008
Ort: Wien
Alter: 55
Beiträge: 948
Standard

Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Es gibt in vielen Bereichen Leute, die sich neben ihrer normalen Erwerbstätigkeit ehrenamtlich oder gegen Aufwandsenschädigung betätigen.
In klassischen Sportvereinen ist das normal und vieles würde ohne solches Engagement gar nicht funktionieren.
das (das nichtfunktionieren) widerspricht deiner vorigen anmerkung, dass die meisten leute nur zu schätzen wüssten, was sie mit viel geld erwerben müssen. da müsste ein verein umso besser funktionieren, je mehr für die unterrichtleistungen verlangt wird.

wenn die geben-nehmen-bilanz nicht stimmt, steuert man ziemlich direkt auf burnout und ähnliche katastrophen zu. ohne entsprechenden gewinn tut man nichts, oder man geht dabei so kaputt, dass man dann eben nichts mehr tun kann.
der gewinn kann die befriedigung sein, etwas wichtiges und wertvolles zu tun. und dieser gewinn kann einem soviel bedeuten, dass man eigenes geld und viel energie hineinsteckt. aber wenn diese befriedigung nicht reicht, um die (materiellen, zeitlichen und emotionellen) kosten zu decken, wird man zwingend entweder beim geben zurückstecken, oder mehr gewinn (z.b. in form von macht, deutlicher anerkennung, dankbarkeit oder zuneigung) einfordern müssen.

es ist sicher richtig, dass viele leute nur schätzen, was teures geld kostet. aber in vielen fällen dürfte das problem des nichtschätzens auch daran liegen, dass das fehlen von anerkennung bloß mehr auffällt, wenn man aufgrund einer gratisleistung mehr auf anerkennung als gegenleistung angewiesen ist, damit die eigene bilanz noch stimmt.

letztlich ist nur das ein gutes geschäft, was für alle beteiligten ein gutes geschäft ist, egal welche werte da gehandelt werden.
Google Bookmark this Post!
  #33  
Alt 06-05-2008, 08:09
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ip/snake-Style TaiChiChuan
 
Registrierungsdatum: 02.06.2007
Beiträge: 987
Standard

Zitat:
Zitat von Mathieu Beitrag anzeigen
Wissen zurückhalten muss aus meiner Sicht nur jemand, der ein Limit hat.
Das ist eine Variante. In den Künsten beuteilts Du einen Lehrer ja auch nach seinen Skills und was er Dir noch voraushat. Und wennes da den einen odern anderen Tip/Dreh/Prinzip gibt, der unerklärliches ermöglicht, umso besser für den Vorenthalter.
__________________
Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da."
Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich."
Google Bookmark this Post!
  #34  
Alt 06-05-2008, 09:56
bluemonkey
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
das (das nichtfunktionieren) widerspricht deiner vorigen anmerkung, dass die meisten leute nur zu schätzen wüssten, was sie mit viel geld erwerben müssen. da müsste ein verein umso besser funktionieren, je mehr für die unterrichtleistungen verlangt wird.
Der Widerspruch ist nur scheinbar weil es sich nicht auf den gleichen Kontext bezieht.
Es kommt darauf an, ob eine Leistung eh nachgefragt wird, ob bezahlt oder nicht, oder ob für zusätzliche Leistung die Nachfrage vom Preis abhängt:

Ein ehrenamtlicher Kassenwart wird im Verein seine Leistung immer an den Mann (die Frau) bringen, das will sonst keiner machen, muss aber gemacht werden, damit der Verein funktioniert (oder meinetwegen Putzdienst in der WG).
Wenn jetzt aber zusätzlich Bauchtanz angeboten wird, zum Nulltarif, habe ich schon den Verdacht, das der ein oder andere weniger motiviert ist, dahinzugehen, als wenn man sagt, es gibt jetzt einen Bauchtanzkurs 10 Stunden für 80 Euro.
Erstens wird durch die Festlegung des Preises dem Kurs ein Wert zugewiesen, der wohl dann auch von den Clienten unbewußt übernommen wird (was nichts kostet ist nichts wert).
Zweitens gibt es sicherlich Leute, die Interesse haben und auch bereit sind, 80 Euro zu bezahlen. Wenn die das Geld berappt haben, ist ihre Motivation größer, zu kommen, denn sonst würden sie ja Geld verschenken.
Wenn man einen Gratis-Kurs schwänzt, verliert man kein Geld (nur Erkenntnisgewinn, aber das ist nicht so greifbar).
Andererseits kann es dem Lehrer, wenn er mit 80 Euro kostendeckend (sowohl materiell als auch ideell) arbeitet, hat er das Geld erhalten egal sein, ob die Leute auch tatsächlich kommen.
Wenn das einer gratis anbietet, wird er eher nicht auf seine Kosten kommen, denn die Bezahlung (in diesem Fall nur ideell: Anerkennung, Freude am Unterrichten, persönliche Weiterentwicklung in der Unterrichtsituation..) wird nur von tatsächlich Anwesenden geleistet.

im Grunde entspricht das IMHO auch Deiner Aussage:

Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
es ist sicher richtig, dass viele leute nur schätzen, was teures geld kostet. aber in vielen fällen dürfte das problem des nichtschätzens auch daran liegen, dass das fehlen von anerkennung bloß mehr auffällt, wenn man aufgrund einer gratisleistung mehr auf anerkennung als gegenleistung angewiesen ist, damit die eigene bilanz noch stimmt.



Zitat:
Zitat von tsange Beitrag anzeigen
letztlich ist nur das ein gutes geschäft, was für alle beteiligten ein gutes geschäft ist, egal welche werte da gehandelt werden.
Daher ist es wichtig, wenn auch teilweise verpönt, darauf (und gerade im Privatleben und persönlichen Beziehungen!) zu achten ob dieser Ausgleich geleistet wird.
Es kommt sicherlich im Geschäftsleben wie in privaten Beziehungen vor, dass jemand in der mehr oder weniger verschwommenen Erwartung eines späteren Ausgleichs eine Vorschußleistung erbringt :
-Nicola Tesla und Edison...;
-Frauen, die ihren Männern das Studium finanzieren/beim Aufbau des Unternehmens helfen und dann betrogen oder verlassen werden...;
-Taijiquanlehrer oder Tanzlehrer, die Herzblut in ihre talentierten Schüler stecken und dann enttäuscht werden...,
-Soldaten, die sich in Erwartung von Ruhm oder sonstwas zum Krüppel schießen lassen und dann von der Gesellschaft ausgestoßen werden...,
-die vielen angenommenen Schüler des Meister in "Fearless", die sich nur auf seine Kosten besoffen haben und schließlich noch der Anlass für die fatale Auseinandersetzung mit seinem Konkurrenten waren...

Im familiären (und KK-Meister-/Schülerbereich) sollte man sich auch vor Augen halten, dass der Ausgleich nicht nur zwischen zwei Personen stattfindet, sondern von einer Generation an die nächste:

Das was wir von unseren Eltern (Lehrern) erhalten haben, geben wir nicht unseren Eltern zurück, sondern an unsere Kinder (Schüler) weiter.
Da ist auch das natürliche Bedürfnis da .
Mann denke an die Mutter, die von den Kindern Dankbarkeit einfordert: "Ich hab euch unter Schmerzen geboren und meine Jugend für euch geopfert.."

dieses Gedicht kann man m.E. auch auf Lehrer-Schüler-Verhältnisse übertragen:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
Und wenngleich sie bei euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, doch nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen.
Ihr dürft Ihrem Körper eine Wohnstatt geben, doch nicht ihren Seelen,
denn diese wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht aufsuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.
Ihr könnt euch bemühen, wie sie zu sein, aber trachtet nicht danach, sie euch gleich zu machen.
Denn das Leben geht weder zurück, noch verharrt es im Gestern.

(Khalil Gibran: "Der Prophet"

Geändert von bluemonkey (06-05-2008 um 10:00 Uhr).
Google Bookmark this Post!
  #35  
Alt 06-05-2008, 11:22
Benutzerbild von laoshu
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: taiji
 
Registrierungsdatum: 26.11.2007
Ort: Niedersachsen
Alter: 51
Beiträge: 287
Standard win-win-prinzip

Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Ein ehrenamtlicher Kassenwart wird im Verein seine Leistung immer an den Mann (die Frau) bringen, das will sonst keiner machen, muss aber gemacht werden, damit der Verein funktioniert (oder meinetwegen Putzdienst in der WG).
Kleine Anmerkung hierzu: Es kommt nicht selten vor, dass diese freiwilligen, anerkennenswerten Leistungen quasi als selbstverständlich angenommen werden und, was ich selbst schon öfter erlebt habe, dann noch von den "Nichtstuern" hart kritisiert werden.

Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Andererseits kann es dem Lehrer, wenn er mit 80 Euro kostendeckend (sowohl materiell als auch ideell) arbeitet, hat er das Geld erhalten egal sein, ob die Leute auch tatsächlich kommen.
Wenn es einem Lehrer egal ist, ob jemand kommt oder nicht, dann ist er kein Lehrer sondern ein reiner Abzocker. Ich kenne keinen Lehrer, dem es egal ist, ob Schüler seinen Unterricht besuchen oder nicht. Sicher mögen einige diese Auffassung nach außen hin vertreten, aber das ist meiner Ansicht nach reiner Selbstschutz. Nach dem Motto: Die Schüler erkennen meinen wahren Wert nicht, sie sind zu dumm, Hauptsache die Kohle stimmt. Jeder Mensch braucht Anerkennung für seine Arbeit, in welcher Form auch immer. Neben Geld kann das sehr wohl Freude am Unterrichten, persönliche Weiterentwicklung in der Unterrichtssituation etc. sein.
Was würden wir als Schüler empfinden, wenn unser Lehrer uns kalt lächelnd mitteilt, wir wären ihm egal und er vermittele uns sein Wissen nur, damit die Kohle stimmt.

Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
Daher ist es wichtig, wenn auch teilweise verpönt, darauf (und gerade im Privatleben und persönlichen Beziehungen!) zu achten ob dieser Ausgleich geleistet wird.
win-win-Prinzip, nicht wahr? Eine Soll-Haben oder Kosten-Nutzen-Liste zu führen und mit Häkchen zu versehen, ist heute leider sowohl im Geschäfts- alsauch Privatleben weit verbreitet. Lohnt es sich hier zu investieren (Geld, Gefühle)? Was habe ich davon? Eine derartige Herangehensweise mag zwar im big business funktionieren, privat geht diese Rechnung in den seltensten Fällen wirklich auf.
Sowohl im geschäftlichen wie im privaten Bereich ist vorinvestiertes, nicht rückversichertes Vertrauen der Anfang von allem (wie eine Bank, die ihre Anleger reihenweise enttäuschte, einmal so leichtfertig textete) und enttäuscht zu werden das Risiko, das man für eine Beziehung eingehen muss.
Wenn ich Angst habe, dass meine Schüler, mein Mann, meine Kinder, meine Investitionen (Wissen, Zeit, Gefühle, Verzicht, Liebe) nicht dankbar anerkennen bwz. mich enttäuschen, dann darf ich nicht Lehrer, Partnerin, Mutter werden. Das Risiko, dass das win-win-prinzip nicht aufgeht, ist dem Leben immanent.
Und zum Schluss: Respekt ist ein schönes Wort. Ein Lehrer, der seine Schüler nicht respektiert (hier geht der Lehrer übrigens das Respekt-Vorschuß-Risiko ein), muss sich nicht wundern, wenn diese ihn nicht respektieren.
Grüße,
laoshu
__________________
There is no phoenix without ashes.
Aus der Biografie von Jane Fonda
Google Bookmark this Post!
  #36  
Alt 06-05-2008, 11:22
Benutzerbild von tsange
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Taiji
 
Registrierungsdatum: 20.02.2008
Ort: Wien
Alter: 55
Beiträge: 948
Standard

Zitat:
Zitat von bluemonkey Beitrag anzeigen
im Grunde entspricht das IMHO auch Deiner Aussage:
stimmt :-)

Zitat:
Im familiären (und KK-Meister-/Schülerbereich) sollte man sich auch vor Augen halten, dass der Ausgleich nicht nur zwischen zwei Personen stattfindet, sondern von einer Generation an die nächste:
sehr richtig, und nicht nur in so engen bindungen. das ist ein sehr wesentlicher aspekt sowohl beim gewinn, etwas wichtiges und richtiges zu tun, als auch beim "abarbeiten der schulden an das schicksal".

Zitat:
Das was wir von unseren Eltern (Lehrern) erhalten haben, geben wir nicht unseren Eltern zurück, sondern an unsere Kinder (Schüler) weiter.
zustimmung und einspruch.
durchlaufposten: ja, seh ich auch so. aber es kommt auch was zurück, und es kommt freiwillig was dazu, ganz persönlich, von beiden seiten. das ist nichts, was man verlangen kann (weil durchlaufposten), aber es passiert.

man kriegt verdammt viel von seinen kindern, viel mehr als man je "investieren" konnte, und in vielen fällen ein leben lang.
(wenn man davon ausgeht, dass kinder bedeuten müssen, dass man für den rest seines lebens beliebigen zugriff auf menschen hat, die einen bedingungslos lieben und auf händen tragen und obendrein gehorchen und einem heile welt frei haus liefern, sollte man seine vorstellungen einer ausgewogenen bilanz gründlich überprüfen.)

und als schüler ist man einerseits als empfänger von generationswissen mit gesundem egoismus interessiert daran, die lehrfähigkeit des eigenen lehrers nicht dadurch zu sabotieren, dass man ihm seine bilanz abschießt (zynisch ausgedrückt: auch bei maximalem egoismus wäre es krasse dummheit, die kuh, die man noch lange melken will, umzubringen), aber auch - im sinn des erhalts der generationenkette - mitverantwortlich, dass ein lehrer, dem man zutraut, auf seinem gebiet einen wichtigen beitrag zu leisten, sich und seine kunst ohne übermäßige außenstörungen / sachzwänge / hickhacks weiterentwickeln kann.
dazu kommt noch das ganze paket an sympathie, vertrauen, respekt und anerkennung, das man als "gut beschenktes kind" einfach so entwickeln mag.
Google Bookmark this Post!
  #37  
Alt 06-05-2008, 11:41
Benutzerbild von tsange
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Taiji
 
Registrierungsdatum: 20.02.2008
Ort: Wien
Alter: 55
Beiträge: 948
Standard

Zitat:
Zitat von laoshu Beitrag anzeigen
win-win-Prinzip, nicht wahr? Eine Soll-Haben oder Kosten-Nutzen-Liste zu führen und mit Häkchen zu versehen, ist heute leider sowohl im Geschäfts- alsauch Privatleben weit verbreitet. Lohnt es sich hier zu investieren (Geld, Gefühle)? Was habe ich davon? Eine derartige Herangehensweise mag zwar im big business funktionieren, privat geht diese Rechnung in den seltensten Fällen wirklich auf.
aber eine solche liste führen wir alle. nicht mit einzelpunkten zum abhaken, aber als gleichgewicht, das bei zu starker unausgewogenheit kippt.
da wird jedes lächeln, aber auch jede demütigung mitgewogen.

Zitat:
Sowohl im geschäftlichen wie im privaten Bereich ist vorinvestiertes, nicht rückversichertes Vertrauen der Anfang von allem
seh ich auch so.
eine "geiz-ist-geil" und misstrauenshaltung ist der sicherste weg, sich jeden zugang zu allem zu versperren. wer nur auf kriegen aus ist, muss sich alles erzwingen und kann selbst das nicht genießen, weil er ständig fürchtet, es sei zuwenig und man könnte es ihm wegnehmen.

ist doch ganz gut eingerichtet, dass geben spass macht. einem selbst und den anderen auch.

Zitat:
Wenn ich Angst habe, dass meine Schüler, mein Mann, meine Kinder, meine Investitionen (Wissen, Zeit, Gefühle, Verzicht, Liebe) nicht dankbar anerkennen bwz. mich enttäuschen, dann darf ich nicht Lehrer, Partnerin, Mutter werden. Das Risiko, dass das win-win-prinzip nicht aufgeht, ist dem Leben immanent.
man kann das risiko aber stark minimieren, wenn man sich bewußt ist, dass das, was man tut und hergibt, der eigenen freude dient. und halbwegs konsequent auf "strategisches" investieren verzichtet.

Zitat:
Und zum Schluss: Respekt ist ein schönes Wort. Ein Lehrer, der seine Schüler nicht respektiert (hier geht der Lehrer übrigens das Respekt-Vorschuß-Risiko ein), muss sich nicht wundern, wenn diese ihn nicht respektieren.
das ist ein fall von kriegenwollen und geiz-ist-geil. stimmt: ein solcher lehrer kriegt genau den nicht-respekt, den er sich redlich verdient hat.
Google Bookmark this Post!
  #38  
Alt 06-05-2008, 12:13
bluemonkey
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von laoshu Beitrag anzeigen
win-win-Prinzip, nicht wahr?
Eine Soll-Haben oder Kosten-Nutzen-Liste zu führen und mit Häkchen zu versehen, ist heute leider sowohl im Geschäfts- alsauch Privatleben weit verbreitet.
Da braucht man keine schicken Anglizismen bemühen:

Die meisten werden unter einem Geschäft etwas verstehen, wo man jemand etwas gibt und eine Gegenleistung erhält.
Wer im Geschäftsleben keine Kosten-Nutzen-Rechnung macht, ist ein Vollidiot.
Im Privatleben/Liebe ist das nicht offensichtlich, läuft aber (meistens unbewusst) genauso:
Es finden sich Paare, die sich gegenseitig was zu bieten haben:
Attraktivität gegen Atrraktivitä, Attraktivität gegen Status, Geld gegen Attraktivität, Versorgungssicherheit gegen gesunde Nachkommen, Aufopferung für Nachkommen wegen Verbreitung der eigenen Gene....

Man spricht nicht umsonst von "Heiratsmarkt", "Marktwert testen", "Du hast mich nicht verdient"...
Das diese Kosten-Nutzen-Einschätzung unbewußt oder instinktiv abläuft, und wir dann von großen Gefühlen sprechen, wenn wir uns in Brat Pitt / Salma Hayek oder den Geschäftsmann/Sportler/Schönheit von nebenann verlieben, ändert nichts an den zugrundeliegenden Mechanismen.
Glaubst du Hugh Hefner macht sich irgendwelche Ilussionen, warum er immer noch junge Häschen zum Spielen hat?

Natürlich gibt es Risiken, sich zu täuschen, falsch zu investieren.
In jedem kooperativen Gesellschaftssystem gibt es einen gewissen Spielraum für unkooperative Spieler, ihren Gewinn auf Kosten anderer zu maximieren.
Hier wurden erfolgreiche Strategien entwickelt (10% Kuckuckskinder)
Aber gerade in Beziehungen, wo Gefühle reinspielen, sollte man von Anfang an in einigen Bereichen auch auf klare, einforderbare Regeln und Abmachungen achten, egal, ob es darum geht, einem Freund Geld zu leihen, eine Taijquan-Ausbildung aufzunehmen oder eine Psychotherapie anzufangen.

Ich spreche jetzt allerdings nicht davon, im Ehevertrag Häufigkeit und Zeitpunkt der sexuellen Kontakte festzulegen, oder Geschenke und Einladungen mitzuprotokollieren. Aber blauäugig wie ein Paul McCartney muss man nun wirklich nicht sein.

Zitat:
Zitat von laoshu Beitrag anzeigen
Sowohl im geschäftlichen wie im privaten Bereich ist vorinvestiertes, nicht rückversichertes Vertrauen der Anfang von allem (wie eine Bank, die ihre Anleger reihenweise enttäuschte, einmal so leichtfertig textete)
Geh mal zu der besagten Bank und fordere mit dem Spruch einen Kredit ohne Sicherheit.
Google Bookmark this Post!
  #39  
Alt 06-05-2008, 12:18
Benutzerbild von Mathieu
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
Registrierungsdatum: 01.09.2005
Ort: Saarbrücken
Beiträge: 150
Standard

Im Grunde genommen habt ihr Recht: Wenn man etwas gegeben hat, sollte man es loslassen. Die Vorgehensweise der Tibeter bei den Mandalas finde ich auch sehr bewundernswert.
So hoffe ich, an diesem Punkt noch mehr Gelassenheit erlangen zu dürfen. Doch man ist eben menschlich. Und so freue ich mich darüber, wenn die Schüler dabeibleiben und den Wert meines Unterrichts über ihre finanzielle Gegenleistung hinaus schätzen. Bei einigen erkenne ich ja, dass sie gern helfen und die "jüngeren" Schüler und uns unterstützen; bei manchen ist es so, dass sie so mit sich selbst kämpfen, dass ich bestimmte Verhaltensweisen zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwarten kann; bei anderen erkenne ich, dass sie sehr im weltlich-materiellen Denken verhaftet sind und ein entsprechendes Anspruchsdenken haben.
Hier wird mir wieder mal klar, dass eine Haupteigenschaft des Lehrers Geduld und nochmals Geduld sein sollte.

Ich freue mich über alle, die ich wirklich erreiche und die sich für den Taiji-Weg öffnen.
Google Bookmark this Post!
  #40  
Alt 06-05-2008, 12:30
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: ∃x Tx∧Sx∧Hx∧Wx∃ y Ky
 
Registrierungsdatum: 16.11.2004
Ort: Salzburg
Alter: 26
Beiträge: 301
Standard

my two cents:

Wenn jemand glaubt, er würde geistig erhabener sein, als seine Schüler und glaubt diese aufgrund seiner scheinbaren geistigen Reife beurteilen zu können, dann rate ich deren Schüler, sich einen anderen Lehrer zu suchen. Den die, die sich als Autoritäten aufspielen, haben es nicht verdient, als Autorität behandelt zu werden. Wahre Autorität ist die, die wie eine behandelt wird, obwohl sie keine zu sein versucht
__________________
"Truth is a pathless land." J. Krishnamurti

Geändert von macabre138 (06-05-2008 um 12:33 Uhr).
Google Bookmark this Post!
  #41  
Alt 06-05-2008, 13:17
Benutzerbild von laoshu
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: taiji
 
Registrierungsdatum: 26.11.2007
Ort: Niedersachsen
Alter: 51
Beiträge: 287
Standard Des Lehrers Freud und Leid

Zitat:
Zitat von Mathieu Beitrag anzeigen
Wenn mich dann jemand überholen sollte, dann empfehle ich ihn an meinen Lehrer. Und den einzuholen dürfte sehr schwer sein.
Und es sollte das Ziel eines guten Lehrers sein, das eben genau dies geschieht. Nicht nur einholen, sondern überholen!
Seine eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren und Schüler so weit zu unterstützen und zu fördern, nötigenfalls eben durch Weiterempfehlung an einen noch qualifizierteren Lehrer, so dass sie über das Können ihres Lehrers hinauswachsen, das ist für mich die Hohe Schule und die Krönung eines wirklich guten Lehrers. Zu diesem Ziel führt die Fähigkeit, auch von seinen Schülern lernen zu wollen und zu können, vor allem, die Schüler erst einmal selbst lernen zu lassen und nur dann einzugreifen, wenn sie sich allein nicht mehr weiterbringen können. Dazu gehört die Bereitschaft, die Lehrerrolle an informierte Schüler abzugeben, Fehler einzugestehen, jeden Schüler zu respektieren und dort abzuholen, wo er/sie steht und im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten voranzubringen. Grundvoraussetzung für all das ist die Freude daran, sein eigenes Wissen an andere weiterzugeben, das Glücksgefühl, wenn ein Schüler Fortschritte erzielt und mögen sie noch so klein sein und die tiefe Befriedigung, die es bedeuten kann, in einem wirklich guten Team zu arbeiten und zu lernen. Wenn man das erkannt hat, wird man als Lehrer alles dafür tun, eine solche Unterrichtssituation herzustellen. Und das völlig losgelöst von dem, was man letztendlich unterrichtet. Taiji oder Höhere Mathematik.

[quote=Mathieu;1343731] Was ich allerdings erwarte, ist, dass auch ein solcher Schüler mich respektiert, weil ich ihm den Weg eröffnet und geebnet habe. Hier erwarte ich in besonderem Maße Solidariät und Loyalität. Ich unterrichte seit 16 Jahren. In dieser Zeit habe ich schon viele Strohfeuer erlebt. [quote]
Ein Lehrer, der sich verhält wie von mir oben beschrieben, muss das nicht extra erwarten, seine Schüler werden ihn respektieren, ihm Solidarität und Loyalität entgegenbringen, einfach so. Strohfeuer löschen sich meist von selbst, indem die anderen Schüler sie eindämmen oder der Lehrer ihnen zeigt, das stetes Glimmen wesentlich besser zum Ziel führt.

[quote=Mathieu;1343731] In meinem Unterricht gebe ich weiter, was ich weiß. Es sind allerdings eher wenige, die das alles aufnehmen können oder wollen. [quote]
Nicht können, okay, aber nicht wollen? Was sind das denn für Schüler?

[quote=Mathieu;1343731] Wenn jemand wirklich will, fördere ich ihn/sie nach bestem Wissen und Können. Und genau diese Sorte von Schülern stellen ein gewißes Risiko dar, weil ich von Anfang an nie genau weiß, ob sie den Wert meines Unterrichts wirklich verstehen und ob sie dann auch längerfristig dabeibleiben. [quote]
Am Anfang wirst du das natürlich nicht wissen, das ist dein "Risiko" als Lehrer, aber sehr bald werden die Schüler es dir zeigen. Wenn die, die ursprünglich wollten, plötzlich gehen, kannst du sie fragen, warum.

[quote=Mathieu;1343731] Viele steigen aus, wenn sie die lange Form gelernt haben, weil sie noch nicht verstehen, dass es dann erst anfängt. [quote]
Dann ist es dein Job, es ihnen verständlich zu machen. Und zwar, bevor sie aussteigen. Wenn der Schüler etwas nicht begreift, kann es auch am Lehrer liegen.

Zitat:
Zitat von Mathieu Beitrag anzeigen
Mein Risiko ist, dass ich ehrlich unterrichte und Herzblut hineinstecke und dass sich Schüler immer wieder charakterlich gesehen als nicht geeignet erweisen können. - Deshalb dauert es auch bei mir einige Zeit, bis ich einen Schüler wirklich annehme. Das ist ein gewißer Selbstschutz.
In welcher Weise charakterlich nicht geeignet? Welche Charaktereigenschaften sollten Schüler haben, damit du sie annimmst und deinen Selbstschutz aufgibst? Vielleicht spüren deine Schüler diesen "Selbstschutz" und reagieren entsprechend darauf.

Sorry, Mathieu, du ahnst es schon, ich habe selbst Erfahrung im Unterrichten. Manchmal drängt sich der pädagogische background in den Vordergrund.
Nichts für ungut,
Deine
laoshu
__________________
There is no phoenix without ashes.
Aus der Biografie von Jane Fonda

Geändert von laoshu (06-05-2008 um 13:20 Uhr).
Google Bookmark this Post!
  #42  
Alt 06-05-2008, 13:17
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Ma-Tsun-Kuen Tai Chi Chuan
 
Registrierungsdatum: 12.01.2006
Ort: Berlin
Alter: 49
Beiträge: 971
Standard

Zitat:
Zitat von macabre138 Beitrag anzeigen
my two cents:

Wenn jemand glaubt, er würde geistig erhabener sein, als seine Schüler und glaubt diese aufgrund seiner scheinbaren geistigen Reife beurteilen zu können, dann rate ich deren Schüler, sich einen anderen Lehrer zu suchen. Den die, die sich als Autoritäten aufspielen, haben es nicht verdient, als Autorität behandelt zu werden. Wahre Autorität ist die, die wie eine behandelt wird, obwohl sie keine zu sein versucht
Hallo Macabre,

ich bin mir nicht sicher, ob ich deinem letzten Satz ganz folgen kann, aber prinzipiell würde ich sagen: "Autorität" oder "Macht" ist nicht schlecht, und gar notwendig oder jedenfalls eine Gegebenheit. Ist ist die Frage, ob man verantwortlich und besonnen damit umgeht. Ein guter Lehrer hat "Autorität", die auf seinen Fähigkeit basiert und nicht auf seinem langen weißen Bart oder seinen Zertifikaten. Wenn er seine Schüler fördern und unterstützen will, muß er zwangsläufig ihre Reife beurteilen und dementsprechend handeln. Das muß überhaupt nicht bedeuten, er hält sie dann klein und dumm oder sonstwie entmündigt.
Würde ein guter Lehrer einen unerfahrenen, noch ungelenken und schwachen Schüler zum Vollkontaktwettkampf schicken, selbst wenn der Schüler meint, daß wäre gerade jetzt eine tolle Sache? Ich glaube nicht - weil er beurteilt, daß der Schüler erstmal noch wachsen muß.

Schöne Grüsse,

Giles
__________________
Do not give up the near in order to seek the far.
Google Bookmark this Post!
  #43  
Alt 06-05-2008, 13:46
Benutzerbild von laoshu
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: taiji
 
Registrierungsdatum: 26.11.2007
Ort: Niedersachsen
Alter: 51
Beiträge: 287
Standard

Zitat:
Zitat von macabre138 Beitrag anzeigen
Wenn jemand glaubt, er würde geistig erhabener sein, als seine Schüler und glaubt diese aufgrund seiner scheinbaren geistigen Reife beurteilen zu können, dann rate ich deren Schüler, sich einen anderen Lehrer zu suchen. Den die, die sich als Autoritäten aufspielen, haben es nicht verdient, als Autorität behandelt zu werden. Wahre Autorität ist die, die wie eine behandelt wird, obwohl sie keine zu sein versucht
Ein Lehrer, der glaubt, er sei geistig erhabener als seine Schüler, den bestrafen seine Schüler. Leider können sie in der Schule nicht vor ihm fliehen. Diese geistige Erhabenheit, nennen wir sie der Einfachheit halber respektlose Arroganz, hat aber nichts damit zu tun, dass ein Lehrer sehr wohl seine Schüler einschätzen und beurteilen können sollte. Siehe Giles posting. Beurteilen, nicht verurteilen! Ein Lehrer, der das nicht kann, unter- oder überfordert seine Schüler (mit den entsprechenden Konsequenzen). Wenn ein Lehrer die Einschätzung seiner Schüler als immer wieder neu zu überprüfenden Prozess begreift, ist das auch kein Problem. Anders als Eintüten und vergessen.
Aus meiner Unterrichtspraxis weiß ich, das Schüler, egal welchen Alters, sehr schnell erkennen, ob ein Lehrer nur eine "Amtsautorität" darstellt. Diese Lehrer haben es dann schwer mit ihren Schülern.
Grüße,
laoshu
__________________
There is no phoenix without ashes.
Aus der Biografie von Jane Fonda
Google Bookmark this Post!
  #44  
Alt 06-05-2008, 14:40
Benutzerbild von laoshu
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: taiji
 
Registrierungsdatum: 26.11.2007
Ort: Niedersachsen
Alter: 51
Beiträge: 287
Standard @bluemonkey

Der goldene Yang-Stil und zwischenmenschliche Beziehungen als Geschäftsmodell. So richtig Spaß macht es doch erst off-topic.
Schnell, bevor die Brutfürsorge für meine genetischen Fehlinvestitionen völlig aus dem Ruder läuft, ein wenig Laienpsychologie: Da gibt oder gab es eine herbe Disbalance in deinem privaten Geschäftsbereich, oder?
Im großen und ganzen hast du ja Recht, aber so ein wenig romantische Verklärung anstelle schnöder Neurobiologie und betriebswirtschaftlicher Kalkulation ist heilender Balsam auf der effizienzgemarterten Seele.
Zum Glück finden sich in meinem Freundeskreis noch Angehörige der aussterbenden Spezies, für die "Uneigennutz" kein Fremdwort ist.
Ach, bevor ich es vergesse, diese zunehmende Riege der shugar-daddys macht sich sehr wohl etwas vor. Oder glaubst du, die fragen sich, ob die blühende Jugend unter ihnen ihren dahinwelkenden body auf sich auch ohne das entsprechende Macht-, Geld-, Ansehen-Drumherum ertragen würde?
Alles Liebe,
laoshu
__________________
There is no phoenix without ashes.
Aus der Biografie von Jane Fonda
Google Bookmark this Post!
  #45  
Alt 06-05-2008, 23:56
Benutzerbild von Mathieu
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Tai Chi Chuan
 
Registrierungsdatum: 01.09.2005
Ort: Saarbrücken
Beiträge: 150
Standard Was ist das Goldene im Taijiquan?

Die Diskussion hier ist nicht off-topic. Als ich die Bezeichnung "der goldene Yang-Stil" ins Leben rief, ging es mir darum etwas goldenes zu finden. Diesen edlen Wunsch hatte ich nicht allein auf der technischen Ebene sonderen gerade auf der Ebene der geistigen und moralischen Haltung und der inneren Entwicklung beim Taijiquan. Da ich selbst mit manchen Erfahrungen zu diesem Zeitpunkt nicht ganz glücklich geworden bin, wollte ich etwas besseres entwickeln. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis war ein zentraler Anlass für meine Überlegungen. Die Gefühle, die dabei eine Rolle spielten, sind in den letzten Beiträgen teilweise sehr treffend diskutiert worden.

Kurz zusammengefaßt: Wenn Taijiquan zu kommerziell wird, zum Produkt verkommt, das man scheibchenweise verkauft, dann verliert es seinen Glanz - es liegt nichts mehr goldenes darin.

Die Bezeichnung "der goldene Yang-Stil" war also mehr mit der Frage verknüpft: Was vergoldet das Taiji? als dass sie "den erhabenen Stil" präsentieren wollte.

Und diese Frage möchte ich euch jetzt stellen: Was vergoldet euer Taijiquan? Was kann das Lehrer-Schüler-Verhältnis vergolden?
Google Bookmark this Post!
Thema geschlossen


Dieses Thema betrachten zurzeit 1 Personen. (0 registrierte Benutzer und 1 Gäste)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist An.
Smileys sind An
[IMG] Code ist An
HTML-Code ist Aus
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
JEET KUNE TAO - alter/neuer Stil Beginner2009 Jeet Kune Do 39 31-12-2007 18:18
Interview mit Yeung (Yang) Shou-hu HuLong Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 9 08-01-2005 14:49
Yang Stil nach Yang Shou Chung Zaphod Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 7 14-07-2004 21:46
tai chi - frage dazuj tigercrane Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 29 18-04-2004 19:32
Chen Stil in Koblenz ? marius Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan 2 05-01-2004 23:29



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:03 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
SEO by vBSEO 3.3.0 ©2009, Crawlability, Inc.