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#31
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| In klassischen Sportvereinen ist das normal und vieles würde ohne solches Engagement gar nicht funktionieren. lt. Wuhun gab es wohl sogar in China (mindestens einen) Kampfkünstler, die ihr Können zum Nulltarif weitergaben. |
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#32
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| wenn die geben-nehmen-bilanz nicht stimmt, steuert man ziemlich direkt auf burnout und ähnliche katastrophen zu. ohne entsprechenden gewinn tut man nichts, oder man geht dabei so kaputt, dass man dann eben nichts mehr tun kann. der gewinn kann die befriedigung sein, etwas wichtiges und wertvolles zu tun. und dieser gewinn kann einem soviel bedeuten, dass man eigenes geld und viel energie hineinsteckt. aber wenn diese befriedigung nicht reicht, um die (materiellen, zeitlichen und emotionellen) kosten zu decken, wird man zwingend entweder beim geben zurückstecken, oder mehr gewinn (z.b. in form von macht, deutlicher anerkennung, dankbarkeit oder zuneigung) einfordern müssen. es ist sicher richtig, dass viele leute nur schätzen, was teures geld kostet. aber in vielen fällen dürfte das problem des nichtschätzens auch daran liegen, dass das fehlen von anerkennung bloß mehr auffällt, wenn man aufgrund einer gratisleistung mehr auf anerkennung als gegenleistung angewiesen ist, damit die eigene bilanz noch stimmt. letztlich ist nur das ein gutes geschäft, was für alle beteiligten ein gutes geschäft ist, egal welche werte da gehandelt werden. |
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#33
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| Das ist eine Variante. In den Künsten beuteilts Du einen Lehrer ja auch nach seinen Skills und was er Dir noch voraushat. Und wennes da den einen odern anderen Tip/Dreh/Prinzip gibt, der unerklärliches ermöglicht, umso besser für den Vorenthalter.
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#34
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| Es kommt darauf an, ob eine Leistung eh nachgefragt wird, ob bezahlt oder nicht, oder ob für zusätzliche Leistung die Nachfrage vom Preis abhängt: Ein ehrenamtlicher Kassenwart wird im Verein seine Leistung immer an den Mann (die Frau) bringen, das will sonst keiner machen, muss aber gemacht werden, damit der Verein funktioniert (oder meinetwegen Putzdienst in der WG). Wenn jetzt aber zusätzlich Bauchtanz angeboten wird, zum Nulltarif, habe ich schon den Verdacht, das der ein oder andere weniger motiviert ist, dahinzugehen, als wenn man sagt, es gibt jetzt einen Bauchtanzkurs 10 Stunden für 80 Euro. Erstens wird durch die Festlegung des Preises dem Kurs ein Wert zugewiesen, der wohl dann auch von den Clienten unbewußt übernommen wird (was nichts kostet ist nichts wert). Zweitens gibt es sicherlich Leute, die Interesse haben und auch bereit sind, 80 Euro zu bezahlen. Wenn die das Geld berappt haben, ist ihre Motivation größer, zu kommen, denn sonst würden sie ja Geld verschenken. Wenn man einen Gratis-Kurs schwänzt, verliert man kein Geld (nur Erkenntnisgewinn, aber das ist nicht so greifbar). Andererseits kann es dem Lehrer, wenn er mit 80 Euro kostendeckend (sowohl materiell als auch ideell) arbeitet, hat er das Geld erhalten egal sein, ob die Leute auch tatsächlich kommen. Wenn das einer gratis anbietet, wird er eher nicht auf seine Kosten kommen, denn die Bezahlung (in diesem Fall nur ideell: Anerkennung, Freude am Unterrichten, persönliche Weiterentwicklung in der Unterrichtsituation..) wird nur von tatsächlich Anwesenden geleistet. im Grunde entspricht das IMHO auch Deiner Aussage: Zitat:
Es kommt sicherlich im Geschäftsleben wie in privaten Beziehungen vor, dass jemand in der mehr oder weniger verschwommenen Erwartung eines späteren Ausgleichs eine Vorschußleistung erbringt : -Nicola Tesla und Edison...; -Frauen, die ihren Männern das Studium finanzieren/beim Aufbau des Unternehmens helfen und dann betrogen oder verlassen werden...; -Taijiquanlehrer oder Tanzlehrer, die Herzblut in ihre talentierten Schüler stecken und dann enttäuscht werden..., -Soldaten, die sich in Erwartung von Ruhm oder sonstwas zum Krüppel schießen lassen und dann von der Gesellschaft ausgestoßen werden..., -die vielen angenommenen Schüler des Meister in "Fearless", die sich nur auf seine Kosten besoffen haben und schließlich noch der Anlass für die fatale Auseinandersetzung mit seinem Konkurrenten waren... Im familiären (und KK-Meister-/Schülerbereich) sollte man sich auch vor Augen halten, dass der Ausgleich nicht nur zwischen zwei Personen stattfindet, sondern von einer Generation an die nächste: Das was wir von unseren Eltern (Lehrern) erhalten haben, geben wir nicht unseren Eltern zurück, sondern an unsere Kinder (Schüler) weiter. Da ist auch das natürliche Bedürfnis da . Mann denke an die Mutter, die von den Kindern Dankbarkeit einfordert: "Ich hab euch unter Schmerzen geboren und meine Jugend für euch geopfert.." dieses Gedicht kann man m.E. auch auf Lehrer-Schüler-Verhältnisse übertragen: Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch. Und wenngleich sie bei euch sind, gehören sie euch doch nicht. Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, doch nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen. Ihr dürft Ihrem Körper eine Wohnstatt geben, doch nicht ihren Seelen, denn diese wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht aufsuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen. Ihr könnt euch bemühen, wie sie zu sein, aber trachtet nicht danach, sie euch gleich zu machen. Denn das Leben geht weder zurück, noch verharrt es im Gestern. (Khalil Gibran: "Der Prophet" Geändert von bluemonkey (06-05-2008 um 10:00 Uhr). |
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#35
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| Was würden wir als Schüler empfinden, wenn unser Lehrer uns kalt lächelnd mitteilt, wir wären ihm egal und er vermittele uns sein Wissen nur, damit die Kohle stimmt. Sowohl im geschäftlichen wie im privaten Bereich ist vorinvestiertes, nicht rückversichertes Vertrauen der Anfang von allem (wie eine Bank, die ihre Anleger reihenweise enttäuschte, einmal so leichtfertig textete) und enttäuscht zu werden das Risiko, das man für eine Beziehung eingehen muss. Wenn ich Angst habe, dass meine Schüler, mein Mann, meine Kinder, meine Investitionen (Wissen, Zeit, Gefühle, Verzicht, Liebe) nicht dankbar anerkennen bwz. mich enttäuschen, dann darf ich nicht Lehrer, Partnerin, Mutter werden. Das Risiko, dass das win-win-prinzip nicht aufgeht, ist dem Leben immanent. Und zum Schluss: Respekt ist ein schönes Wort. Ein Lehrer, der seine Schüler nicht respektiert (hier geht der Lehrer übrigens das Respekt-Vorschuß-Risiko ein), muss sich nicht wundern, wenn diese ihn nicht respektieren. Grüße, laoshu
__________________ There is no phoenix without ashes. Aus der Biografie von Jane Fonda |
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#36
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| stimmt :-) Zitat:
Zitat:
durchlaufposten: ja, seh ich auch so. aber es kommt auch was zurück, und es kommt freiwillig was dazu, ganz persönlich, von beiden seiten. das ist nichts, was man verlangen kann (weil durchlaufposten), aber es passiert. man kriegt verdammt viel von seinen kindern, viel mehr als man je "investieren" konnte, und in vielen fällen ein leben lang. (wenn man davon ausgeht, dass kinder bedeuten müssen, dass man für den rest seines lebens beliebigen zugriff auf menschen hat, die einen bedingungslos lieben und auf händen tragen und obendrein gehorchen und einem heile welt frei haus liefern, sollte man seine vorstellungen einer ausgewogenen bilanz gründlich überprüfen.) und als schüler ist man einerseits als empfänger von generationswissen mit gesundem egoismus interessiert daran, die lehrfähigkeit des eigenen lehrers nicht dadurch zu sabotieren, dass man ihm seine bilanz abschießt (zynisch ausgedrückt: auch bei maximalem egoismus wäre es krasse dummheit, die kuh, die man noch lange melken will, umzubringen), aber auch - im sinn des erhalts der generationenkette - mitverantwortlich, dass ein lehrer, dem man zutraut, auf seinem gebiet einen wichtigen beitrag zu leisten, sich und seine kunst ohne übermäßige außenstörungen / sachzwänge / hickhacks weiterentwickeln kann. dazu kommt noch das ganze paket an sympathie, vertrauen, respekt und anerkennung, das man als "gut beschenktes kind" einfach so entwickeln mag. |
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#37
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| Zitat:
da wird jedes lächeln, aber auch jede demütigung mitgewogen. Zitat:
eine "geiz-ist-geil" und misstrauenshaltung ist der sicherste weg, sich jeden zugang zu allem zu versperren. wer nur auf kriegen aus ist, muss sich alles erzwingen und kann selbst das nicht genießen, weil er ständig fürchtet, es sei zuwenig und man könnte es ihm wegnehmen. ist doch ganz gut eingerichtet, dass geben spass macht. einem selbst und den anderen auch. Zitat:
Zitat:
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#38
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| Die meisten werden unter einem Geschäft etwas verstehen, wo man jemand etwas gibt und eine Gegenleistung erhält. Wer im Geschäftsleben keine Kosten-Nutzen-Rechnung macht, ist ein Vollidiot. Im Privatleben/Liebe ist das nicht offensichtlich, läuft aber (meistens unbewusst) genauso: Es finden sich Paare, die sich gegenseitig was zu bieten haben: Attraktivität gegen Atrraktivitä, Attraktivität gegen Status, Geld gegen Attraktivität, Versorgungssicherheit gegen gesunde Nachkommen, Aufopferung für Nachkommen wegen Verbreitung der eigenen Gene.... Man spricht nicht umsonst von "Heiratsmarkt", "Marktwert testen", "Du hast mich nicht verdient"... Das diese Kosten-Nutzen-Einschätzung unbewußt oder instinktiv abläuft, und wir dann von großen Gefühlen sprechen, wenn wir uns in Brat Pitt / Salma Hayek oder den Geschäftsmann/Sportler/Schönheit von nebenann verlieben, ändert nichts an den zugrundeliegenden Mechanismen. Glaubst du Hugh Hefner macht sich irgendwelche Ilussionen, warum er immer noch junge Häschen zum Spielen hat? Natürlich gibt es Risiken, sich zu täuschen, falsch zu investieren. In jedem kooperativen Gesellschaftssystem gibt es einen gewissen Spielraum für unkooperative Spieler, ihren Gewinn auf Kosten anderer zu maximieren. Hier wurden erfolgreiche Strategien entwickelt (10% Kuckuckskinder )Aber gerade in Beziehungen, wo Gefühle reinspielen, sollte man von Anfang an in einigen Bereichen auch auf klare, einforderbare Regeln und Abmachungen achten, egal, ob es darum geht, einem Freund Geld zu leihen, eine Taijquan-Ausbildung aufzunehmen oder eine Psychotherapie anzufangen. Ich spreche jetzt allerdings nicht davon, im Ehevertrag Häufigkeit und Zeitpunkt der sexuellen Kontakte festzulegen, oder Geschenke und Einladungen mitzuprotokollieren. Aber blauäugig wie ein Paul McCartney muss man nun wirklich nicht sein . ![]() |
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#39
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| Im Grunde genommen habt ihr Recht: Wenn man etwas gegeben hat, sollte man es loslassen. Die Vorgehensweise der Tibeter bei den Mandalas finde ich auch sehr bewundernswert. So hoffe ich, an diesem Punkt noch mehr Gelassenheit erlangen zu dürfen. Doch man ist eben menschlich. Und so freue ich mich darüber, wenn die Schüler dabeibleiben und den Wert meines Unterrichts über ihre finanzielle Gegenleistung hinaus schätzen. Bei einigen erkenne ich ja, dass sie gern helfen und die "jüngeren" Schüler und uns unterstützen; bei manchen ist es so, dass sie so mit sich selbst kämpfen, dass ich bestimmte Verhaltensweisen zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwarten kann; bei anderen erkenne ich, dass sie sehr im weltlich-materiellen Denken verhaftet sind und ein entsprechendes Anspruchsdenken haben. Hier wird mir wieder mal klar, dass eine Haupteigenschaft des Lehrers Geduld und nochmals Geduld sein sollte. Ich freue mich über alle, die ich wirklich erreiche und die sich für den Taiji-Weg öffnen. |
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#40
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| my two cents: Wenn jemand glaubt, er würde geistig erhabener sein, als seine Schüler und glaubt diese aufgrund seiner scheinbaren geistigen Reife beurteilen zu können, dann rate ich deren Schüler, sich einen anderen Lehrer zu suchen. Den die, die sich als Autoritäten aufspielen, haben es nicht verdient, als Autorität behandelt zu werden. Wahre Autorität ist die, die wie eine behandelt wird, obwohl sie keine zu sein versucht
__________________ "Truth is a pathless land." J. Krishnamurti Geändert von macabre138 (06-05-2008 um 12:33 Uhr). |
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#41
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| Seine eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren und Schüler so weit zu unterstützen und zu fördern, nötigenfalls eben durch Weiterempfehlung an einen noch qualifizierteren Lehrer, so dass sie über das Können ihres Lehrers hinauswachsen, das ist für mich die Hohe Schule und die Krönung eines wirklich guten Lehrers. Zu diesem Ziel führt die Fähigkeit, auch von seinen Schülern lernen zu wollen und zu können, vor allem, die Schüler erst einmal selbst lernen zu lassen und nur dann einzugreifen, wenn sie sich allein nicht mehr weiterbringen können. Dazu gehört die Bereitschaft, die Lehrerrolle an informierte Schüler abzugeben, Fehler einzugestehen, jeden Schüler zu respektieren und dort abzuholen, wo er/sie steht und im Rahmen seiner/ihrer Möglichkeiten voranzubringen. Grundvoraussetzung für all das ist die Freude daran, sein eigenes Wissen an andere weiterzugeben, das Glücksgefühl, wenn ein Schüler Fortschritte erzielt und mögen sie noch so klein sein und die tiefe Befriedigung, die es bedeuten kann, in einem wirklich guten Team zu arbeiten und zu lernen. Wenn man das erkannt hat, wird man als Lehrer alles dafür tun, eine solche Unterrichtssituation herzustellen. Und das völlig losgelöst von dem, was man letztendlich unterrichtet. Taiji oder Höhere Mathematik. [quote=Mathieu;1343731] Was ich allerdings erwarte, ist, dass auch ein solcher Schüler mich respektiert, weil ich ihm den Weg eröffnet und geebnet habe. Hier erwarte ich in besonderem Maße Solidariät und Loyalität. Ich unterrichte seit 16 Jahren. In dieser Zeit habe ich schon viele Strohfeuer erlebt. [quote] Ein Lehrer, der sich verhält wie von mir oben beschrieben, muss das nicht extra erwarten, seine Schüler werden ihn respektieren, ihm Solidarität und Loyalität entgegenbringen, einfach so . Strohfeuer löschen sich meist von selbst, indem die anderen Schüler sie eindämmen oder der Lehrer ihnen zeigt, das stetes Glimmen wesentlich besser zum Ziel führt. [quote=Mathieu;1343731] In meinem Unterricht gebe ich weiter, was ich weiß. Es sind allerdings eher wenige, die das alles aufnehmen können oder wollen. [quote] Nicht können, okay, aber nicht wollen? Was sind das denn für Schüler? [quote=Mathieu;1343731] Wenn jemand wirklich will, fördere ich ihn/sie nach bestem Wissen und Können. Und genau diese Sorte von Schülern stellen ein gewißes Risiko dar, weil ich von Anfang an nie genau weiß, ob sie den Wert meines Unterrichts wirklich verstehen und ob sie dann auch längerfristig dabeibleiben. [quote] Am Anfang wirst du das natürlich nicht wissen, das ist dein "Risiko" als Lehrer, aber sehr bald werden die Schüler es dir zeigen. Wenn die, die ursprünglich wollten, plötzlich gehen, kannst du sie fragen, warum. [quote=Mathieu;1343731] Viele steigen aus, wenn sie die lange Form gelernt haben, weil sie noch nicht verstehen, dass es dann erst anfängt. [quote] Dann ist es dein Job, es ihnen verständlich zu machen. Und zwar, bevor sie aussteigen. Wenn der Schüler etwas nicht begreift, kann es auch am Lehrer liegen .Zitat:
Sorry, Mathieu, du ahnst es schon, ich habe selbst Erfahrung im Unterrichten. Manchmal drängt sich der pädagogische background in den Vordergrund. Nichts für ungut, Deine laoshu
__________________ There is no phoenix without ashes. Aus der Biografie von Jane Fonda Geändert von laoshu (06-05-2008 um 13:20 Uhr). |
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#42
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| Zitat:
ich bin mir nicht sicher, ob ich deinem letzten Satz ganz folgen kann, aber prinzipiell würde ich sagen: "Autorität" oder "Macht" ist nicht schlecht, und gar notwendig oder jedenfalls eine Gegebenheit. Ist ist die Frage, ob man verantwortlich und besonnen damit umgeht. Ein guter Lehrer hat "Autorität", die auf seinen Fähigkeit basiert und nicht auf seinem langen weißen Bart oder seinen Zertifikaten. Wenn er seine Schüler fördern und unterstützen will, muß er zwangsläufig ihre Reife beurteilen und dementsprechend handeln. Das muß überhaupt nicht bedeuten, er hält sie dann klein und dumm oder sonstwie entmündigt. Würde ein guter Lehrer einen unerfahrenen, noch ungelenken und schwachen Schüler zum Vollkontaktwettkampf schicken, selbst wenn der Schüler meint, daß wäre gerade jetzt eine tolle Sache? Ich glaube nicht - weil er beurteilt, daß der Schüler erstmal noch wachsen muß. Schöne Grüsse, Giles
__________________ Do not give up the near in order to seek the far. |
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#43
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| Zitat:
Aus meiner Unterrichtspraxis weiß ich, das Schüler, egal welchen Alters, sehr schnell erkennen, ob ein Lehrer nur eine "Amtsautorität" darstellt. Diese Lehrer haben es dann schwer mit ihren Schülern .Grüße, laoshu
__________________ There is no phoenix without ashes. Aus der Biografie von Jane Fonda |
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#44
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| Der goldene Yang-Stil und zwischenmenschliche Beziehungen als Geschäftsmodell. So richtig Spaß macht es doch erst off-topic .Schnell, bevor die Brutfürsorge für meine genetischen Fehlinvestitionen völlig aus dem Ruder läuft, ein wenig Laienpsychologie: Da gibt oder gab es eine herbe Disbalance in deinem privaten Geschäftsbereich, oder?Im großen und ganzen hast du ja Recht, aber so ein wenig romantische Verklärung anstelle schnöder Neurobiologie und betriebswirtschaftlicher Kalkulation ist heilender Balsam auf der effizienzgemarterten Seele. Zum Glück finden sich in meinem Freundeskreis noch Angehörige der aussterbenden Spezies, für die "Uneigennutz" kein Fremdwort ist. Ach, bevor ich es vergesse, diese zunehmende Riege der shugar-daddys macht sich sehr wohl etwas vor. Oder glaubst du, die fragen sich, ob die blühende Jugend unter ihnen ihren dahinwelkenden body auf sich auch ohne das entsprechende Macht-, Geld-, Ansehen-Drumherum ertragen würde ?Alles Liebe, laoshu
__________________ There is no phoenix without ashes. Aus der Biografie von Jane Fonda |
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#45
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| Die Diskussion hier ist nicht off-topic. Als ich die Bezeichnung "der goldene Yang-Stil" ins Leben rief, ging es mir darum etwas goldenes zu finden. Diesen edlen Wunsch hatte ich nicht allein auf der technischen Ebene sonderen gerade auf der Ebene der geistigen und moralischen Haltung und der inneren Entwicklung beim Taijiquan. Da ich selbst mit manchen Erfahrungen zu diesem Zeitpunkt nicht ganz glücklich geworden bin, wollte ich etwas besseres entwickeln. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis war ein zentraler Anlass für meine Überlegungen. Die Gefühle, die dabei eine Rolle spielten, sind in den letzten Beiträgen teilweise sehr treffend diskutiert worden. Kurz zusammengefaßt: Wenn Taijiquan zu kommerziell wird, zum Produkt verkommt, das man scheibchenweise verkauft, dann verliert es seinen Glanz - es liegt nichts mehr goldenes darin. Die Bezeichnung "der goldene Yang-Stil" war also mehr mit der Frage verknüpft: Was vergoldet das Taiji? als dass sie "den erhabenen Stil" präsentieren wollte. Und diese Frage möchte ich euch jetzt stellen: Was vergoldet euer Taijiquan? Was kann das Lehrer-Schüler-Verhältnis vergolden? |
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