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  #1  
Alt 12-06-2011, 15:37
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Kampfkunst: -
 
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Beiträge: 184
Standard Grundlagen der IMAs

Erstmal: ich freue mich, dass hier wieder mehr Leben im Forum herrscht

--

Was kennt ihr alles an Übungen, die Attribute für das effektive Ausüben von IMAs entwickeln?

Man könnte ja ein kleines forum-internes Lexikon hierfür aufbauen und Erfahrungen da miteinbeziehen



Stehende Säule/Zhang Zhuang
Eine Übung, bei der man über einen längeren Zeitraum (von wenigen Minuten bis oben offen) in einer bestimmten, nach den Prinzipien der jeweiligen Kampfkunst ausgerichteten Position steht.Bei der Positionierung der Arme und Beine gibt es je nach Fokus auf unterschiedliche Aspekte verschiedene Möglichkeiten. Bei der am häufigsten anzutreffenden Stellung werden die Arme auf Brusthöhe gehalten, als ob man einen großen Strandball umarmen wollte, wobei die Füße parallel zueinander stehen.


Zweck
Kultivierung innerer Kraft, Entwicklung der Verwurzelung, gesundheitliche Verbesserungen, Bewusstwerden von diversen Geschehnissen im Körper/Psyche, Entspannung der Muskulatur/Geistes, Auslotung des Körpers

Sen Kong/super slow (schwirrte hier nicht mal ein Video zu Sen Kong rum?)
Die Sen Kong Übung ähnelt der Nummer Zwei aus den "achtzehn Figuren in Harmonie" des Qi Gong (Brust öffnen und erweitern), siehe bei 1:17 :
(Hier fehlen die Wirbelsäulenverwindungen und Scherkräfte, also viel weniger effektiv. Eine Texterläuterung der richtigen Übung habe ich dennoch gefunden: Klick)
Jedoch wird sie in extremster Zeitlupe ausgeführt. So kommt man für eine Wiederholung in etwa 10 bis 20 Minuten braucht. Hierbei stellen sich nach einer gewissen Zeit Empfindungen des Kribbelns, der Wärme, der Fülle,... ein. Besonders das Kribbeln ist ein gutes Indiz dafür, dass etwas im Körper umstrukturiert wird; eine Verkrampfung auf diesen einen Aspekt sollte man eher vermeiden und aktiv wahrnehmen, was in einem geschieht.
Zweck
strukturelle Veränderungen am Gewebe des Körpers, Potential für spontane Entladungen innerer Kraft herstellen, nach großer Übungszeit Kontrolle(?) der inneren Kraft, effizienteres Bewegungsmuster, Optimierung der Muskelansteuerung, Entfaltung des Kraftpotentials

Stampfübungen
Zu diesen Übungen sei erstmal ein Wort der Vorsicht gesprochen:
Übertreibe es nicht, und steigere dich ganz langsam; für dich als kriechend erscheinend! Ist man am Anfang zu engagiert, bekommt man mit 100% Garantie Probleme mit den Knien. Ich spreche aus eigener Erfahrung- ich habe jetzt meist ein lustiges Knacken im linken Knie, was im Moment ausheilt.
--
Will man stampfen, so begibt man sich zunächst in die Haltung, die man sonst immer beim Ausführen einer IMA einnimmt, die Füße stehen parallel zueinander, das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Beine verteilt.
Jedoch sollte man nicht zu tief gehen, da man eine gute Federungen in den Gelenken braucht. Auch muss man darauf achten, dass die Energie, die beim Stampfen in den Boden geht und dann z.T. wieder im Körper nach oben fließt, irgendwie Ausdruck verleiht, so dass die Welle durch den gesamten Körper geht. Ein Beispiel hierfür wäre am Ende des Videos:
Man hüte sich davor, soviel Kraft als Ungeübter beim Stampfen einzusetzen!
Was für den Anfang geeignet ist, ist ein "in den Fuß hineinfallen". Hierbei stampt man nicht aktiv oder mit Druck, sondern lässt den Fuß auf den Boden fallen und erlaubt dem Körper, auszufedern und zu schwingen.
Will man das ganze interessanter gestalten, so kann man auf unterschiedlichen Untergründen stampfen.(Sand, Laub, Asphalt, Kiesel, auf einer Wiese,...)
Zweck
rasche Komprimierung und Expandierung der Knorpel, Druckbelastung auf die Knorpel mit hoher Kraftspitze in einem kurzen Zeitraum (-> Knieschäden!), Stoß-/Impulsbelastung für die Knochen -> Knochenwachstum, Übertragen der Kraft aus dem Boden nach oben in den Körper, Entwicklung innerer Kraft, Reizen der Sehnen durch intensives Ausfedern der Kraft -> Sehnen werden gestärkt


Seidenfaden
Poleshaking (kennt sich hier jemand damit aus? Würde mich interessieren.)
Formen laufen mit unterschiedlichen Intentionen

Geändert von Rhodos (15-06-2011 um 20:37 Uhr).
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  #2  
Alt 12-06-2011, 16:25
Benutzerbild von Richard22
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Kampfkunst: Historisches Fechten, Taiji, Ing Un, To Te
 
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Beiträge: 451
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Standübungen.

Seidenübungen.

Partnerübungen, im Stand und mit Schritten.

Dann Standübungen und Seidenübungen mit Gewichten, wenn Du das aushällst. Große Vorsicht ist dabei geboten, damit man sich nicht verletzt.

Holzpuppenübungen und Langstockübungen. Biede können sehr hart sein, nur machen, wenn der Körper zuvor stark entwickelt wurde.

Wichtig ist: Kleine Schritte. Viel Routine entwickeln, langsam steigern.

Fechtergruß
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Jung Ritter lere / got lip haben frawen io ere / So wechst dein ere - stahlaufstahl.de
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  #3  
Alt 12-06-2011, 16:31
IMA-Fan
Gast
Kampfkunst:
 
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Zitat:
Zitat von Rhodos Beitrag anzeigen
Erstmal: ich freue mich, dass hier wieder mehr Leben im Forum herrscht

--

Was kennt ihr alles an Übungen, die Attribute für das effektive Ausüben von IMAs entwickeln?

Man könnte ja ein kleines forum-internes Lexikon hierfür aufbauen und Erfahrungen da miteinbeziehen

Mir ist bekannt:
Stehende Säule/Zhang Zhuang
Sen Kong/super slow (schwirrte hier nicht mal ein Video zu Sen Kong rum?)
Stampfübungen
Seidenfaden
Poleshaking (kennt sich hier jemand damit aus? Würde mich interessieren.)
Ich würde ergänzen was die Übung genau bezwecken soll und was bei der Ausführung zu beachten ist.

Grüße Ima-Fan
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  #4  
Alt 12-06-2011, 17:45
Moderator
Kampfkunst: Liechtenauer, Taijiquan & komisches Zeug
 
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Mit Silk Reeling, Poleshaking und wahlweise ZZ oder "Senkong-ähnliche" Übungen ist man ziemlich gut dabei die Mechanik und das Nervensystem zu trainieren. Wenn das soweit gut ist, muss man mit kurzen, sehr hohen Intensitätsspitzen arbeiten - also Stampfübungen, sehr intensives Pole-Shaking etc.

Gruss, Thomas
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  #5  
Alt 12-06-2011, 19:20
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Ich werde mein erstes Posting nach und nach verbessern und aufarbeiten, je nach Vorschlägen dieses Threads hier
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  #6  
Alt 12-06-2011, 21:04
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Das könnte hier wirklich mal sinnvoll und lehrreich werden

Hier einige Methoden aus der Tai Shin Mun und Ziranmen Linie (beide Stile kann man nicht als rein „Innere“ Stile betrachten, obwohl sie eine Vielzahl an Gemeinsamkeiten mit den trad. IMA haben):

Tieshazhang (Eiserne Hand): Wird auf einem kleinen Kissen ausgeführt, dass mit unterschiedlichen Materialien, je nach Leistungsstand des Praktizierenden gefüllt ist.

Paidagong („Abhärtungsübungen“): Übungen mit Rattanbündeln (kein Bambus..ist zu spröde, schwingt zu wenig und geht zu schnell kaputt): Mit höherer Intensität an den Unterarmen und Schienbeinen, etwas weniger am Körper (ausgenommen sind Nieren, Kopf, Herzregion)

Murmelsack: Ein 20-50Kg Sack gefüllt mit Murmeln. Alle möglichen Übungen, außer direkte Schläge mit der Faust.

Bei all diesen Übungen wird nicht auf das Trainingsgerät mit hoher Intensität und Spannung „eingeschlagen“, sondern es wird „nur“ mit dem Eigengewicht des Armes gearbeitet.
Es ist mehr ein leichtes Abklopfen, als ein Schlagen, dafür aber mit recht hoher Wiederholungszahl.
Zudem brauch es definitiv einen Lehrer, der was von Die Da Yao versteht, sonst kann das langfristig sehr unangenehmen Nebenwirkungen haben.

Steinkugeln: Vom einfachen, leichten Basketball, um ein wenig frei spielen zu können, bis zu schweren Holz, Marmor oder Steinkugeln (bis zu etwa 8Kg), die auf einem stabilen Tisch oder auch als Einzelübung oder Miniform geübt werden können.

Eisenringe: Nettes Spielzeug um Spannung, Koordination und Aufmerksamkeit zu üben (Aufmerksamkeit, weil ohne einem die Teile schnell um die Ohren fliegen).

Bang: Kurzer Holzstab oder ein Bündel alter Essstäbchen (deutlich effektiver) um Greif, Zug und Verwringungsübungen zu machen (geht auch hervorragend mit ‚nem alten Gürtel) .

Standübungen auf kleinen Steinen oder alten Teeschüsseln (mit Schuhen, gerade am Anfang brechen die Dinger oft) für Balance und Spannung.

Beim Poleshaking ist darauf zu achten, dass der Stock flexibel genug ist (also schön schwingen kann) z.B. Rattan oder auch Haselnuss.
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  #7  
Alt 12-06-2011, 21:21
Moderator
Kampfkunst: Liechtenauer, Taijiquan & komisches Zeug
 
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Apropos Pole-Shaking... ich hab eine 2,70m Hellebarde mit Schaft aus Akazie... hat eine sehr gute Vibration UND ist richtig schön schwer
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  #8  
Alt 12-06-2011, 22:28
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Das Video zeigt mögliche Übungen zum Pole Shaking:

YouTube - ‪Taiji and Xingyi Heavy Long pole shaking basics for power‬‏
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  #9  
Alt 12-06-2011, 22:55
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Wie lang sollten denn die Waxwoodstöcke ungefähr sein ?

Gruss

YouTube - ‪Yang tai ji qiang - ji ben gong‬‏
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  #10  
Alt 12-06-2011, 23:03
Moderator
Kampfkunst: Liechtenauer, Taijiquan & komisches Zeug
 
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@Primo
Ungefähr so wie auf dem von Dir geposteten Video - was ich übrigens sehr gut finde.

Ich glaube kaum, dass es so viele Leute hierzulande gibt, die einen 4m Qiang benutzen, der ist einfach ein bischen zu sperrig.

Gruss, Thomas
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  #11  
Alt 13-06-2011, 00:16
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Waxwood zerbricht zu leicht, ausser man bekommt richtig dicke Speerschäfte. Diese dünnen Demodinger für den Vorturner der auch ohne Kraft richtig rumschwingen möchte gehen bei richtigem Training sofort kaputt.
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  #12  
Alt 13-06-2011, 00:16
Benutzerbild von Primo
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Danke Thomas !

Wie lang ist die denn in dem Video ?

2,20 - 2,60 ?

Gruss
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  #13  
Alt 13-06-2011, 00:20
Moderator
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Schätze ich auch so.

Gruss, Thomas
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  #14  
Alt 13-06-2011, 00:53
IMA-Fan
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Zitat:
Zitat von T. Stoeppler Beitrag anzeigen
Mit Silk Reeling, Poleshaking und wahlweise ZZ oder "Senkong-ähnliche" Übungen ist man ziemlich gut dabei die Mechanik und das Nervensystem zu trainieren. Wenn das soweit gut ist, muss man mit kurzen, sehr hohen Intensitätsspitzen arbeiten - also Stampfübungen, sehr intensives Pole-Shaking etc.

Gruss, Thomas
Ich finde ergänzend kurze, aber intensive Fali Entladungen noch sehr nett! Was auch ne interessante Geschichte ist, ist Isometrie also hohe Spannung gefolgt von Schnellkraft Aktionen!

Grüße Ima-Fan
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  #15  
Alt 13-06-2011, 01:19
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Kampfkunst: ju jutsu ; judo
 
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Ort: da wos schön is
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nur ma so aber was ist ima??
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