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  #16  
Alt 08-03-2010, 22:43
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Das ist aber etwas natürliches, und nichts worüber man salbungsvolle Abhandlungen schreiben müsste. Es geht gar nicht anders. Daher kann es sich nicht um ein Kennzeichen der IMA handeln.

Man bringt sich eben nicht in eine spezielle, verdrehte Situation, sondern man sorgt dafür, dass man aus jeder Position schlagen kann - auch der, die durch den vorhergehenden Schlag entstanden ist.

Vielleicht kann ich die abgegebene Kraft durch gewisse Bewegungsmuster noch optimieren, indem ich eine gewisse Vorspannung erzeuge, wie im Beispiel, der Links/Rechts Kombination? Struktur ist für mich unterbewusste Ausrichtung des Körpers.

So etwas wäre für mich durchaus komplex und interessant.

Grüße Ima-Fan
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  #17  
Alt 08-03-2010, 22:48
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Stimmt, und das erklärt auch, weshalb wir abwechselnd das linke und das rechte Bein zum Gehen benutzen

Sorry, konnte nicht widerstehen Man kann ja keine Serien von Bewegungen vorausplanen, man macht das beste aus der Position, in der man sich befindet. Manche sollte man allerdings besser meiden.
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  #18  
Alt 08-03-2010, 22:51
IMA-Fan
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Stimmt, und das erklärt auch, weshalb wir abwechselnd das linke und das rechte Bein zum Gehen benutzen

Sorry, konnte nicht widerstehen


Verstehst du auf was ich mit Vorspannung hinaus will? Sie macht durchaus Sinn, es kommt nur darauf an wie sie erzeugt wird. Das gezielte Aufrechthalten des Körpers/Rückens ist auch ein Merkmal von Vorspannung. Wäre es absolut natürlich, müsste beim Training nicht so darauf geachtet werden...
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  #19  
Alt 08-03-2010, 22:53
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Zitat:
Zitat von IMA-Fan Beitrag anzeigen


Verstehst du auf was ich mit Vorspannung hinaus will? Sie macht durchaus Sinn, es kommt nur darauf an wie sie erzeugt wird. Das gezielte Aufrechthalten des Körpers/Rückens ist auch ein Merkmal von Vorspannung. Wäre es absolut natürlich, müsste beim Training nicht so darauf geachtet werden...
Wir betrachten die Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge Du sagst, ich mache Schlag 1, um eine bestimmte Vorspannung für Schlag 2 zu erzeugen ... ich sage, ich mache Schlag 2, weil er sich in der durch Schlag 1 geschaffenen Situation anbietet
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  #20  
Alt 08-03-2010, 22:55
IMA-Fan
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Wir betrachten die Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge Du sagst, ich mache Schlag 1, um eine bestimmte Vorspannung für Schlag 2 zu erzeugen ... ich sage, ich mache Schlag 2, weil er sich in der durch Schlag 1 geschaffenen Situation anbietet
Puhh langsam wird das ganze kompliziert
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  #21  
Alt 08-03-2010, 23:02
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Das ist aber etwas natürliches, und nichts worüber man salbungsvolle Abhandlungen schreiben müsste. Es geht gar nicht anders. Daher kann es sich nicht um ein Kennzeichen der IMA handeln.

Man bringt sich eben nicht in eine spezielle, verdrehte Situation, sondern man sorgt dafür, dass man aus jeder Position schlagen kann - auch der, die durch den vorhergehenden Schlag entstanden ist.
Sehe (bzw. lerne) ich auch so, in der Lernphase muß man sich natürlich noch vorbereiten, in Position bringen, vorspannen oder wie immer man das nennen will um die Struktur zu erlernen/aufzubauen und die Mechanik dahinter zu verstehen/automatisieren.

Aber Ziel ist es, immer in der Lage zu sein diese Energie auch unmittelbar anzubringen. Die "Vorspannung" muß also quasi immer vorhanden und abrufbar sein, dadurch daß man eine korrekte Körperstruktur hat und die richtige Mischung aus Lockerheit und Anspannung muß man halt nicht jedes mal neu "nachspannen".
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  #22  
Alt 08-03-2010, 23:37
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Zitat:
Zitat von Nananom Beitrag anzeigen
Xingyi Quan, Taiji Quan und Bagua Zhang , beinhalten alle drei ein gemeinsames Bewegungsprinzip. Alle diese Stile versuchen maximale Verdrehungen, Verdrillungen und Körperspannung auszunutzen um eine Spiralfederkraft zu entwickeln. Allerdings gehen dabei alle unterschiedlich vor und nur Xingyi Quan basiert auf so einer kompromislosen und massiven Kraftausübung . Auch nutzen abseits der Inneren Stile nicht alle Stile die ganzheitliche Kraft. Vielmehr werden dort verschiedene Körperteile integriert.Zum Beispiel im Shaolin Quan startet die Bewegung gewissermaßen bei der Faust, der der Arm folgt und am Schluss die Hüfte. Dadurch wird ein Faustschlag im traditionellen Shaolin Quan effizient.
Zitat:
nur Xingyi Quan basiert auf so einer kompromislosen und massiven Kraftausübung .
Die sog. "kompromisslose und massive Kraftausübung" gibt es im Yin Stil Bagua und manchen Cheng-Bagua-Versionen (bzw. Cheng-ähnlichen Versionen) auch.

Zitat:
Alle diese Stile versuchen maximale Verdrehungen, Verdrillungen und Körperspannung auszunutzen
Naja, im Taiji sind die Verdrehungen und Verdrillungen sehr selten maximal, sondern die Körperspannung (also "das Speichern des Jin = der Power in der Bewegung") entsteht (oberflächlich gesehen) eher aus der relativ simplen Orientierung an der Verbindung von Schultern und Hüften als ein "Rechteck", welches nur wenig aus der Form gebracht werden darf.

Die Figuren des Xingyi mit starken Verdrillungen sind ja meistens die Richtungswechsel in den Bahnen, und die sollen ja von Sun Lutang als Einfluss aus dem Bagua dort rein gepflanzt worden sein.

Für Bagua sind die maximalen Verdrillungen ja ein Haupt-Stil-Merkmal, allerdings dienen die maximalen Verdrillungen nicht unbedingt als Haupt-Motor zur Krafterzeugung, sondern teilweise eher zu allgemeinen Trainingszwecken, und im Hinblick auf anwendbare Kräfte eher nicht zur Erzeugung vom Schlagkräften, sondern eher für andere Situationen wie Qin-Na-Zeugs oder Befreiung aus Qin-Na-Techniken usw..

Für die Erzeugung von Schlagkräften werden eher wenig bis moderat verdrillte Positionen und Bewegungen genutzt.
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chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn.
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  #23  
Alt 09-03-2010, 09:53
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Zitat:
Zitat von nagual Beitrag anzeigen
Naja, im Taiji sind die Verdrehungen und Verdrillungen sehr selten maximal, sondern die Körperspannung (also "das Speichern des Jin = der Power in der Bewegung") entsteht (oberflächlich gesehen) eher aus der relativ simplen Orientierung an der Verbindung von Schultern und Hüften als ein "Rechteck", welches nur wenig aus der Form gebracht werden darf.
Eben nicht! Vielleicht reden wir deshalb aneinander vorbei.
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Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da."
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  #24  
Alt 09-03-2010, 10:21
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Vorspannung ist Vorbereitung, und Vorbereitung kostet Zeit und verrät die Absicht.
Das sind wieder so Definitionen über Worte, eventuell Nährboden für Misverständnisse.

Ein Ziel oder besser eine Auswirkung ist: die ganze Zeit vorbereitet zu sein. Und das eben ohne Absicht zu haben oder sie zu verraten.
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  #25  
Alt 09-03-2010, 10:35
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Zitat:
Zitat von nagual Beitrag anzeigen
Die sog. "kompromisslose und massive Kraftausübung" gibt es im Yin Stil Bagua und manchen Cheng-Bagua-Versionen (bzw. Cheng-ähnlichen Versionen) auch.
Eben nicht!Die Techniken im Ba Gua Zhang (Cheng Stil) zeichnen sich durch unvorhersagbare Verdrehungen und wirbelnde Positionswechsel aus. Der Gegner wird nicht direkt attackiert, sondern aus unvorhersehbaren Positionen mit Stichen, Stößen, Schlägen und Würfen zu Fall gebracht.Man wirbelt man um den Gegner herum und hebelt den Mittelpunkt des Gegners durch Techniken aus diesen unvorhersehbaren Positionen aus.Durch wendige und geschickte Manöver lässt man die Kraft des Gegners immer wieder ins Leere laufen um ihn dort anzugreifen, wo es nicht erwartet wird.

Zitat:
Zitat von nagual
Naja, im Taiji sind die Verdrehungen und Verdrillungen sehr selten maximal, sondern die Körperspannung (also "das Speichern des Jin = der Power in der Bewegung") entsteht (oberflächlich gesehen) eher aus der relativ simplen Orientierung an der Verbindung von Schultern und Hüften als ein "Rechteck", welches nur wenig aus der Form gebracht werden darf.
Eben nicht!

Zitat:
Zitat von nagual
Die Figuren des Xingyi mit starken Verdrillungen sind ja meistens die Richtungswechsel in den Bahnen, und die sollen ja von Sun Lutang als Einfluss aus dem Bagua dort rein gepflanzt worden sein.
Dies ist eben nicht der Fall! Übrigens Sun Lutang Xingyi Quan ist nur ein Substil, dich schon mal mit "Xin" Yi Quan befasst?
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  #26  
Alt 09-03-2010, 10:36
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Zitat:
Zitat von rudongshe Beitrag anzeigen
Eben nicht! Vielleicht reden wir deshalb aneinander vorbei.
In welcher Taiji-Figur werden denn z.B. Schultern und Hüften ca. 90 Grad verdreht?

Zitat:
Eben nicht!Die Techniken im Ba Gua Zhang (Cheng Stil) zeichnen sich durch unvorhersagbare Verdrehungen und wirbelnde Positionswechsel aus.
Ich wäre vorsichtig mit pauschalen Aussagen, was es in manchen Stilen angeblich nicht gibt. Von der Tendenz her ist deine Charakterisierung richtig, was Cheng-Bagua betrifft, allerdings ist der Bereich so vielfältig, dass es hier auch Ausnahmen gibt. Insbesondere gibt es ja auch viele Leute, die Xingyi und bestimmte Übungen aus dem Cheng-Bagua in so ähnlicher Art trainieren, dass die verwendete Kraftart praktisch identisch ist.
Das ist teilweise auch ein Ergebnis der von manchen Praktikern (wie Sun Lutang) postulierten Zusammengehörigkeit der Stile.
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Geändert von nagual (09-03-2010 um 10:48 Uhr).
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  #27  
Alt 09-03-2010, 10:45
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Zitat:
Zitat von IMA-Fan Beitrag anzeigen
Ich rede nicht vom Auffüllen des Dantien, sondern vom Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung bei der Bewegung.


Grüße Ima-Fan
eine Kombination aus beidem wäre wünschenswert
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  #28  
Alt 09-03-2010, 11:01
Benutzerbild von Trinculo
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Was geht denn schneller ?
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  #29  
Alt 09-03-2010, 11:04
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Zitat:
Zitat von nagual Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von rudongshe
Eben nicht! Vielleicht reden wir deshalb aneinander vorbei.
In welcher Taiji-Figur werden denn z.B. Schultern und Hüften ca. 90 Grad verdreht?
Vielleicht solltet ihr erst mal klären ob es bei Euch um ein (pirmär inneres) Verdrehen zur Erzeugung von Federkraft geht, oder um ein eher äußeres optisches Merkmal, ob der eine den Körper jetzt 5 Grad mehr zu einer Seite dreht als der andere.

Klingt nämlich wirklich so als redet Ihr aneinander vorbei...
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  #30  
Alt 09-03-2010, 11:07
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Zitat:
Vielleicht solltet ihr erst mal klären ob es bei Euch ums verdrehen zur Erzeugung von Federkraft geht, oder um einen äußeres optisches Merkmal ob der eine den Körper jetzt 5 Grad mehr zu einer Seite dreht als der andere.
Mir ging es in erster Linie um äußerlich sichtbaren Anteile, weil ich nur so das Ausgangsposting, in dem die "maximale Verdrillung" erwähnt wurde, verstehen konnte.

Äußerlich sichtbare maximale Verdrehungen (z.B. von Rumpf und Armen) kann ich nur für Bagua als typisch erkennen, für Xingyi und Taiji nicht.
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