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#31
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| Zitat:
P.s. Soweit mir bekannt ist, ist dies aber eine Besonderheit des Hebei-Xingyi Quan der Familie Shang (Shang Pai Xingyi Quan)-Xingyi Quan nach Shang Yunxiang.
__________________ "KUM APEM A, APEM BEBA" "GYE NYAME" Geändert von Nananom (09-03-2010 um 11:20 Uhr). |
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#32
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| Es geht um die eigene maximal-mögliche Verdehung bereits unter der richtigen Vorspannung! 90grad schaffe ich leider nicht ohne die Schultern oder das Knie zu verdrehen oder andere Prinzipien aufzugebn. Dazu gibt es im snakestyle aber viele Grundübungen, um die Gradzahl zu erhöhen und das in die Form einfließen zu lassen. Meister Ip hat wohl oft solodrill in 90Grad geübt. Dann ist noch hinzuzufügen, das ein Bild ja aus der Bewegung besteht, nicht nur der Endposition. Knie-Streifen-Stoßen Schulterstoß Lü mit der Faust Peitsche Wolkenhände Tiger schlagen links rechts Schöne Mädchen Pan-Lan-Choi mit Ounch and Parry viele Überänge , z.B. in die Pipa in den Kranich Die äußerliche Vorspannung (Große Bewegungen) werden mit der Zeit even immer kleiner.
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." Geändert von rudongshe (09-03-2010 um 11:16 Uhr). |
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#33
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| Grundsätzlich ist Bagua immer eine Mischung aus Kreislaufen plus Spiralübungung und Straight-Line-Zeug und geradlinigen Techniken. Die Kombination von Kreis und geraden Linien kann man auch am achteckigen Bagua-Symbol erkennen. (Ein Achteck wirkt einerseits rund, andererseits ist es eine Kombination aus zwei diagonalen Quadraten.) Im Klischeedenken ist aber oft nur der runde Anteil übrig geblieben.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#34
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| Ist das nicht das grundlegende Problem, wenn ein Stil den andern betrachtet?
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#35
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| Zitat:
__________________ "KUM APEM A, APEM BEBA" "GYE NYAME" |
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#36
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| Zitat:
Der Snake-Stil scheint sich in dieser Hinsicht dann deutlich zu unterscheiden, was ja auch gut zum Bild der Schlange passt. Außerdem gibt es ja noch die Krafterzeugung, die nicht über innere Verdrehungen der WS läuft, sondern über geradlinig ausgerichtete Wellen- oder konxex-konkavierende Schnappbewegungen der WS. Soweit mir bekannt, gibt es diese Krafterzeugung in allen inneren Stilen (Taiji, Xingyi, Bagua).
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#37
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| Gegenseitige Einflüsse unbestritten, trotzdem hat jeder Stil seine Vorgaben, was äußere Bewegungen betrifft. Beim Chen z.B. eben NICHT zu weit eindrehen, bei Bagua gehörts schon fast dazu und z.B. Wudang-Taiji beinhaltet auch mehr Eindrehen als Chen usw. Trotzdem gehört alles zu IMA, d.h., die Kraftentwicklung und Entfaltung hängt nicht vom Eindrehen ab, mal banal ausgedrückt, sondern von einer Kombi aus äußerer Bewegung und innerem Geschehen (Energiefluß, Aufladen usw...) Die Entladung allerdings ist dann nicht möglich, ohne daß auch körperlich Spannung aufgebaut wurde. |
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#38
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| Im IMA-Bereich besteht IMO ein gewisses Problem, weil diese von Sun Lutang propagierte Drei-Einheit der Stile Taiji, Xingyi und Bagua die Leute dazu verführt, sich nur noch auf die Klischee-Elemente zu konzentrieren, und in der Kombination der eher oberflächlichen Klischees die Ganzheit zu suchen, anstatt sie tatsächlich in jedem einzelnen Stil zu finden. Zitat:
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. Geändert von nagual (09-03-2010 um 11:34 Uhr). |
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#39
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| Diese ganzen Spann-Analogien sind völlig untauglich, um Bewegung und Kraftentfaltung zu beschreiben. Bei einem Bogen ist die elastische Energie in einem Material gespeichert, im Körper geht das so nicht. Ich müsste also quasi zwei Muskeln gegeneinander arbeiten lassen, und dann plötzlich einen völlig entspannen, um Bewegung zu erzeugen. Das soll schnell, leicht, und unangekündigt funktionieren? (Abgesehen davon, dass die Sache mit Agonisten und Antagonisten nicht so schwarz-weiß ist, wie eben von mir verkürzt beschrieben.) Der richtige Weg, verzögerungsfrei explosive Kraft zu erzeugen, ist, ständig alle Bremsen gelockert zu haben, und dann die benötigten Muskeln explosionsartig zu kontrahieren, die Energie abzugeben - und sofort wieder ganz locker zu sein.
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#40
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| Wir arbeiten auch gerne in zwei Richtungen, Becken links, Brust rechts. Zitat:
In der Form entspricht das auch nicht den Anwendungen. Durch die Kombination wird dennoch mit maximales Vorspannung gearbeitet.
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." Geändert von rudongshe (09-03-2010 um 12:06 Uhr). |
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#41
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| Zitat:
Nein, natürlich nicht. Ja, das stimmt auch.
__________________ Früher: "Bewegt sich der Gegner, bin ich schon da." Heute: "Bewegt sich der Meister, verharre ich." |
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#42
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| Letzten Endes beruhen die IMA-Prinzipien auf einem KÖRPERGEFÜHL, das man in FEEDBACK-ÜBUNGEN bildet, und auf einer Form von Kraft die man ebenfalls durch Training von Übungen mit Partnern, tiefen Ständen, "meditativen" Bewegungsübungen und schweren, wippenden Gegenständen erwirbt. Sowas kann keiner vorwegnehmen indem er die "richtige" Struktur "versteht", das kommt erst beim Tun auf. Natürlich bildet man schonmal eine Idee bevor man es dann tut, aber die Details kommen erst mit dem machen. Siehe das etwas eckige Bewegen von Leuten die noch nie einen Ball geworfen haben. Das ist wie das Gefühl wie man einen Basketball so wirft dass er auch in den Korb trifft. Natürlich kann man ausrechnen mit welcher Kraft man werfen muss, um aus einer Position auch sicher in den Korb zu treffen. Hilft jemandem der nicht über eine programmierbare Wurfmaschine verfügt nur herzlich wenig, das muss man durch Werfen bilden, das GEFÜHL wie dieser Wurf klappt. Genauso klappt das auch mit "IMA-Prinzipien", man versucht einen Partner vom Fleck zu kriegen, der versucht sich zu wehren, und je geschickter man das macht umso eher klappt das ohne Argrmmmpfff. Hat man dieses Gefühl gebildet was man alles an Nicht-Argrmmmpfff kann, wird der Effekt wenn man dazu noch Argrmmppppfff packt richtig krass. Das Argrmmmpfff bildet man aber eher instinktiv, wenn der Körper merkt dass er noch dieses Argrmmpppfff aus grauer Vorzeit besitzt als die Jäger hinter einem Bison her oder vor einem Bären weg rennen mussten. Dass man das alles noch prima in komplexe Beschreibungen packen kann ala "optimal Reibung nutzen", "Kua öffnen", dieses und jenes, ändert nichts daran dass man ohne ein Gefühl nichts auf die Reihe bekommt. Und dann muss man nicht wissen mit welchen Worten man etwas beschreiben kann, wenn das Gefühl durch die Partnerübungen voll entwickelt ist. Der Vorgang wie sich ein bipodal gestützes Objekt mit mehreren Masseschwerpunkten durch Fallbewegungen vorwärts bewegt ohne umzukippen ist mathematisch und physikalisch hochkomplex. Nur wir nennen das "Gehen", und das kann instinktiv auch ein Kleinkind nach ein paar Mal ausprobieren.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#43
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| Zitat:
Die andere Art basiert auf Entspannung, quasi um freie Bahn für die plötzliche Kontraktion zu haben. Das sind verschiedene Methoden, die beide prinzipiell richtig sind. Je nach Stil werden sie zuerst so und dann anders unterrichtet, oder es gibt ggf. nur eine.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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#44
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| Heißt das, man spannt im Augenblick des Schlages erst an, und lässt dann locker, anstatt sich einfach sofort zu bewegen? Oder spannt man präventiv an, und läuft eine Weile gespannt umher, bis sich Gelegenheit zur Entspannung bietet ?
__________________ But if they tell you that I've lost my mind Baby it's not gone just a little hard to find |
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#45
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| Das Ganze hängt aber stark von der Schlagbewegung ab, und durch welche vorausgehende (innere oder äußere) Bewegung diese Vorspannung aufgebaut wurde. Insbesondere das erwähnte Loslassen kommt mir zu theoretisch vor, weil das, was man fühlt zuerst eben diese Spannung ist, und der Strike ist dann eben der Strike, der sich ohne diese Vorspannung ganz anders anfühlen würde, weil dann eben bestimmte Dinge erst während der Schlagbewegung aufgebaut werden müssten. Das Loslassen ergibt sich aus der Motorik, ist also in dem Sinne jetzt keine Qigong-Entspannungmethodik im Blitzverfahren, sondern es ist eben einfach ein Strike, der auf der erwähnten Vorspannung basiert.
__________________ chin. "Jin"="physische Energie". Dass sich durch langsame Bewegungen mit der Zeit eine mystische "Jin-Flüssigkeit" ansammeln würde, ist Unsinn. |
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