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  #1  
Alt 15-04-2011, 23:38
Benutzerbild von Hongmen
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Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
Registrierungsdatum: 31.10.2005
Alter: 53
Beiträge: 1.466
Standard Internal Tai Chi vs. External Tai Chi

Hi Leute

Wie ihr ja wisst, bin ich ein Vertreter der Inneren!

Kann man eine Innere KK wie Tai Chi, ernsthaft, auch ohne die inneren Aspekte betreiben und es dann auch noch Tai Chi nennen?

Gruß
Hongmen
__________________
Schule für Innere Kampfkunst
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  #2  
Alt 15-04-2011, 23:52
IMA-Fan
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Hi Hongmen,

denke das scheitert wie so oft an der ,,Definition" des Inneren.

Von ganz simplen Anwendungs Ideen/Bildern her würde ich sagen ja problemlos. Bei manchen wird es ohne spezifische Kraft, welche für mich einen Hauptaspekt des Inneren ausmacht schwierig werden.

Die verschiedenen Stil spezifischen Attribute wollen ja auch noch entwickelt werden. Würde sagen bevor die nicht da sind, kann man nicht wirklich von Tai Chi reden. Aber im Endeffekt alles Definitions Sache...

Es ist ein Spagat zwischen Effizienz und diesen Attributen. Sprich die super ,,weiiiicheen" werden dem solideren sicher mal gerne unterstellen: ,, Was der macht ist kein Tai Chi" und die super Harten werden sagen: ,, Alles Esos und Traumtänzer", um es überspitzt auszudrücken.

Ich muss aber sagen, dass Effizienz wohl doch für mich das höchste Attribut darstellt und im Endeffekt doch irgendwie schon recht gibt. Wenn auch nur zu einem gewissen Teil

Grüße Ima-Fan
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  #3  
Alt 16-04-2011, 00:53
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taichi
 
Registrierungsdatum: 31.05.2008
Beiträge: 258
Standard

Ich habe eigentlich noch nie jemanden getroffen, der nicht behauptet hätte, inneres Taichi zu machen.

Die Leute verstehen halt nur die unterschiedlichen Dinge darunter. Was soll man da mehr zu sagen?
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  #4  
Alt 16-04-2011, 01:03
Benutzerbild von KlingonJake
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Kampfkunst: Ching Wu Men Kung Fu;TaiJi Yang-Stil; Shaolin Quan Tuan Ta
 
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Alter: 28
Beiträge: 744
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vielleicht kriegen wir ja hier eine definition hin...

ich zum beispiel, denke bei innerlich eher an etwas energetisches, was eben im körper passiert...wie denkt ihr darüber?
__________________
Kung Fu ist nicht kämpfen; Kung Fu ist nicht zu kämpfen;"It's a long way to go"
www.chingwu-kampfkunst.de
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  #5  
Alt 16-04-2011, 01:23
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taichi
 
Registrierungsdatum: 31.05.2008
Beiträge: 258
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Energie? Klar. Aber auch: Offene Gelenke, drei äußere und drei innere Zusammenschlüsse, Gesunkenheit, Zentriertheit, etc. pp.

Das alles ist interessant und wichtig. Aber was genau ist damit gemeint? Soviele Taichiler, so viele Meinungen.

Ich für mich habe auch eine recht klare Vorstellung davon, was das Innere am Taichi ausmacht.

Aber "Innerlichkeit" so ganz allgemein ist einfach kein Kriterium, weil eben jeder etwas anderes drunter versteht. Selbst wenn man vorort im Kontakt ist und Dinge ausprobiert, wird man sich nicht zwingend auf irgendetwas einigen können.

Und denjenigen Taichiler, der frei behauptet: Nö, ich mache externes Taichi, den möchte ich sehen.
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  #6  
Alt 16-04-2011, 01:30
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Homeopathic defense
 
Registrierungsdatum: 28.09.2005
Beiträge: 489
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Zitat:
Zitat von Hongmen Beitrag anzeigen
Hi Leute

Wie ihr ja wisst, bin ich ein Vertreter der Inneren!

Kann man eine Innere KK wie Tai Chi, ernsthaft, auch ohne die inneren Aspekte betreiben und es dann auch noch Tai Chi nennen?

Gruß
Hongmen
Dein Inneres muss nicht mein Inneres sein.

Es gibt ein äußeres Erscheinungsmerkmal, die Formen, wer die übt kann das doch ruhig Tai Chi nennen. Die Wertigkeit, die Du so gerne definieren möchtest, wird bei der Anzahl von Übenden z. B. in Kursen sowieso nie ankommen.
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  #7  
Alt 16-04-2011, 01:34
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Homeopathic defense
 
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Beiträge: 489
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Kamenraida, Du kannst ja mal genau erklären was Du unter Zentriertheit verstehst. Mal sehen wie lange wir uns einig sind.
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  #8  
Alt 16-04-2011, 01:44
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Taichi
 
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Zitat:
Zitat von Traumfänger Beitrag anzeigen
Kamenraida, Du kannst ja mal genau erklären was Du unter Zentriertheit verstehst. Mal sehen wie lange wir uns einig sind.
Strukturell: Zentriertheit entsteht über Entspannung und Gesunkenheit im Oberkörper und ein entsprechendes Öffnen der Hüften. Zentrum/Dantien wird fühlbar wirklich zur "Mitte" des Körpers.

Bewegung: Ich steuere bewusst meine Bewegungen aus der Mitte heraus. Warum? In erster Linie weil ich dadurch gesunken bleibe und weil ich hierdurch Verkantungen und dmait Blockaden vermeide.

Energetisch: Genau dasselbe wie oben. Wenn ich strukturell so offen bin und in der Bewegung so zentriert, dann wird mein Zentrum auch Energetisch zur Mitte.

Ich hoffe mal, das wir uns darauf einigen können. Aber: Bringt uns das weiter? Ich finde, es geht hier um Dinge, die man kaum mit Worten ausdrücken kann.
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  #9  
Alt 16-04-2011, 01:59
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Kampfkunst: Homeopathic defense
 
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Das ist genau das, was ich demonstrieren wollte. Allein schon mit Deiner Beschreibung über das Strukturelle kann ich nichts anfangen.

Für mich fängt Zentriertheit bei der Körperausrichtung an.

Zur Bewegung: Ich steuere meine Bewegungen auch aus der Mitte heraus, doch was setzt das voraus? Und was bedeutet eigentlich "gesunken bleiben"?

Wenn wir daraus schon Diskussionsthemen machen können, wie soll man sich denn da auf "einheitliche" innere Werte einer KK einigen?

Du verstehst was ich meine?
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  #10  
Alt 16-04-2011, 02:01
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Kampfkunst: Taichi
 
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Gott, warum hab ich mich drauf eingelassen ;-) Ich habe ja schon in meinem ersten Statement geschrieben, dass ich das für fruchtlos halte. Aber ich denke mal, da sind wir einer Meinung, TF?
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  #11  
Alt 16-04-2011, 02:04
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Kampfkunst: Homeopathic defense
 
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Zitat:
Zitat von Kamenraida Beitrag anzeigen
Gott, warum hab ich mich drauf eingelassen ;-) Ich habe ja schon in meinem ersten Statement geschrieben, dass ich das für fruchtlos halte. Aber ich denke mal, da sind wir einer Meinung, TF?
Soviel dazu, wir haben unsere Einigkeit erreicht!
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  #12  
Alt 16-04-2011, 11:24
Benutzerbild von scarabe
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Kampfkunst: Chen Taiji, Qi Gong
 
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Kommt drauf an.

Ich fand auch immer, daß ich super "internal" bin, bis irgendwann Empfindungen kamen, wie das Gefühl, mich innerlich plötzlich abzulösen und eine leere Hülle herumzubewegen, oder plötzlich durch eine Art Energie regelrecht aufgeblasen und anstrengungslos durch die Bewegungen getragen zu werden (was leider nach einer Weile wieder aufhörte) bis hin zu Momenten, wo sich der Körper quasi verselbständigte und plötzlich sozusagen nicht mehr ich die Bewegung ausführte, sondern umgekehrt ich von so einer Art Energie bewegt wurde.... und quasi zwischendurch mal gezeigt bekam, wie sich das anfühlt, wenn auch feine Bewegungsdetails präzise in allen Zusammenschlüssen gemacht werden, u.a., um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Sowas ist ein himmelweiter Unterschied zu dem, wie es sich anfühlt, seine Formen einfach nur normal und so sauber wie möglich zu laufen.

Nach so einer Erfahrung ist man dann immer ziemlich demütig und begreift, daß man selbst doch ziemlich "klein" ist und daß das, was man da immer so toll macht, noch weit von dem, was es tatsächlich so an Möglichkeiten gibt (sowas gibts doch gar nicht!) entfernt ist-

Wo also zieht man die Grenze zwischen external und internal?

Deshalb würde ich für mich sagen: Ich tue mein Bestes und bin auf dem Weg (sicher auch schon ein Stück weit gegangen in meiner Entwicklung),
aber der Weg, den ich noch zu gehen habe, ist noch viel weiter.... also kein Grund zur Selbstüberschätzung
(natürlich auch kein Grund, sein Licht unter den Scheffel zu stellen)

Geändert von scarabe (16-04-2011 um 11:30 Uhr).
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  #13  
Alt 16-04-2011, 11:29
Benutzerbild von Hongmen
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Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
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Es gibt immer mehr TC-Praktiker deren Formen wunderschön rüberkommen. Es gibt immer mehr Lehrer/innen die auch gerade darauf wert legen. Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade diese nicht mehr viel Inneres aufweisen. Sie sind z.B. leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen wenns mal zur Sache geht. Und das ist ja nunmal kein gutes Zeichen für Innrere Arbeit.

Ich meine inzwischen sogar, je "schöner" einen Form gelaufen wird desto mehr wird sie äußerlich betrieben. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber selten.

Was mir persönlich auch bei 90% aller TC Leute fehlt, ist die Kampfkunst. Ohne den Aspekt wird man nie erfahren ob das was man da so übt auch wirklich funktioniert. Erst da kommt so manches Inneres an den Tag.

Gruß
Hongmen
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  #14  
Alt 16-04-2011, 11:47
Benutzerbild von scarabe
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Kampfkunst: Chen Taiji, Qi Gong
 
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mach dir keine Sorgen, den "Aufblas-Energie-Effekt" gibts auch bei Pushhands und Anwendungen,
dadurch kann man dann z.B. plötzlich Leute abfliegen lassen.
Fühlt sich ziemlich geil an, wenns einem mal passiert/gelingt, kommt nur leider in den Anfangsjahren (die bei unserer westlichen Trainingsintensität auch mal ziemlich lange dauern können) recht selten vor.

Geändert von scarabe (16-04-2011 um 11:49 Uhr).
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  #15  
Alt 16-04-2011, 12:17
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Hung Kuen Kung Fu
 
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Da geb ich Dir absolut Recht, Hongmen.
Das ist etwas, das alle CMA-Richtungen betrifft.
Formen sind nicht dazu da, toll auszusehen.
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